Kategorie: Reviews & Previews

Anastacia – Resurrection

Anastacia Lyn Newkirk, kurz: Anastacia, hätte für ihr neues Album keinen passenderen Titel als „Resurrection“ auswählen können. Er passt nicht nur zu ihrem musikalischen Comeback, sondern auch zu ihrer wiedererlangten Gesundheit. Mit Vollgas und der Single „Stupid Little Things“ meldete sich die 45-jährige US-Amerikanerin im April zurück und möchte nun den Beweis antreten, dass auch das restliche Album die Qualität des Vorboten mithalten kann.

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Nausica – The Molecules Fall Closer

Vier Musiker, drei Länder, eine Vielzahl an Genres: Nausica trafen sich an der Musikhochschule im Arnheim (neben den Niederlanden kommt man ebenso aus Deutschland und Polen) und brachten verschiedenste Einflüsse sowie unterschiedlische geographische Bedingungen in einen gigantischen Melting Pot ein. Die letztjährige, eponyme EP gab sich bereits verheißungsvoll, nun explodiert jedoch der eklektische, experimentelle Stil des Quartetts mit seiner Basis irgendwo im weiten Indie Pop/Rock-Feld. „The Molecules Fall Closer“ lässt sich so schnell in keine Schublade stecken.

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Dio – Live In London – Hammersmith Odeon 1993

Auch mittlerweile vier Jahre nach seinem Tod purzeln immer wieder neue Dio-Releases in die Läden. Das Eindrucksvolle daran: Qualitative Schwankungen sind kaum festzumachen, was für den legendären Sänger an sich und auch für seine Nachlassverwalter (insbesondere seine Frau Wendy Dio) spricht. Nach einem Tribute-Sampler für Dios Krebs-Stiftung gibt es nun – wieder mal – Live-Material. Auf „Live In London“ wurde der Abschlussgig der Europa-Tour 1993 aus dem Londoner Hammersmith Odeon zu Dios sechstem Studioalbum „Strange Highways“ festgehalten.

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Cheap Girls – Famous Graves

Guter, alter Alternative Rock hat wieder Saison – und was für eine. Cheap Girls aus Michigan landen mit ihrem vierten Album bei Xtra Mile Recordings und versprühen als Powertrio den Charme von Soul Asylum oder The Replacements. Das Trio um die Brüder Ben und Ian Graham wird nach seiner aktuellen Tour mit den Label-Kollegen Against Me! – Frontfrau Laura Jane Grace produzierte ihr letztes Album „Giant Orange“ – The Hold Steady begleiten. Mit im Gepäck: „Famous Graves“.

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Ben & Ellen Harper – Childhood Home

Seit mehr als zwei Dekaden veröffentlicht Ben Harper mittlerweile in sympathischer Regelmäßigkeit Alben und zählt mit seinen 44 Lenzen längst zu den Fixgrößen der US-amerikanschen Folk-, Blues- und Rockszene. Der Kalifornier ist Kollaborationen keineswegs abgeneigt, zuletzt auf gemeinsamen Longplayern mit den Blind Boys Of Alabama und Charlie Musselwhite. Besonders intimes Material findet sich auf „Childhood Home“, gemeinsam mit seiner Mutter Ellen Harper erarbeitet und aufgenommen. Sechs Songs stammen aus seiner, vier aus ihrer Feder, das Digisleeve-Inlay ziehren Bilder aus dem Familienalbum. Der Soundtrack dazu: Folk und Americana.

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Eno • Hyde – Someday World

Brian Eno hatte eine Vielzahl an urban inspirierten Songanfängen vorliegen, begonnene Ideen, nicht fertig gedacht, irgendwo stecken geblieben. Unterstützt wurde der Klangschmied von Underworld-Stimme Karl Hyde – die beiden kennen sich bereits durch den gemeinsamen Track „Beebop Hurry“ – der sich nach eigenen Angaben sofort wie Zuhause fühlte und am liebesten gleich eine Gitarre umschnallen wollte. Unterstützt von prominenten Gästen wie Coldplay-Schlagzeuger Will Champion und Enos ehemaligem Roxy Music-Mitstreiter Andy Mackay, entstand die Coop-Platte „Someday World“.

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Kids Of Adelaide – Byrth

Aussie Aussie Aussie, Oi Oi O-der auch nicht: Der Name Kids Of Adelaide trügt, denn dahinter verbirgt sich das Duo Severin Specht und Benjamin Nolte aus Stuttgart, deren Folk Rock mit Indie-Underbau jedoch international genug klingt, um mit dieser ‚Fehlinformation‘ locker durchzukommen. Von Bandsound hält man nichts, stattdessen gibt es auf „Byrth“, dem Nachfolger zu „Home“, das Live-Setup zu hören – zwei Stimmen, zwei Gitarren, Mandoline, Banjoline, Bassdrum, Fußschelle. Mehr braucht der Mensch nicht zum Glücklichsein.

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Fozzy – Lights Go Out

Nicht erst seit dem Wechsel zu Century Media sind Fozzy ein durchaus bekannter Name der internationalen Metalszene geworden. Die ehemalige Coverband um Frontmann und Profi-Wrestler Chris Jericho sowie Stuck Mojo-Gitarrist Rich Ward gibt es zwar bereits seit 15 Jahren, der Durchbruch gelang jedoch erst mit den letzten beiden Alben „Chasing The Grail“ und „Sin And Bones“. Noch im Juli soll eine neue Platte erscheinen mit dem Titel „Do You Wanna Start A War“, Konzerte rund um den Globus davor und danach inklusive. Der Appetithappen „Lights Go Out“ lässt neben bewährten Trademarks auf Experimente hoffen.

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Embrace – Embrace

Immer länger und länger wurde die Pause von Embrace nach dem großen kommerziellen Erfolg von „This New Day“ in der britischen Heimat. Mit einem Album abermals an der Spitze der Charts und einer Single in den Top 3 lief es zwar wunderbar, musikalisch und seelisch fühlte man sich jedoch fehl am Platze. Der Reboot dauerte schließlich bis Anfang diesen Jahres, als mit ersten Hörproben und einer digitalen EP das Comeback eingeläutet wurde. Nun ist das schlicht „Embrace“ betitelte Album da und zeigt, dass das Quintett aus Leeds nichts verlernt hat.

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Brody Dalle – Diploid Love

Musikalisch war es um Brody Dalle im letzten Jahrzehnt relativ ruhig bestellt. Nach dem vorzeitigen Aus der Distillers heiratete sie Josh Homme (Queens Of The Stone Age, Them Crooked Vultures, Desert Sessions), wurde zweifache Mutter und veröffenlichte zwischen den beiden Schwangerschaften das Debütalbum ihres Projektes Spinnerette – eigentlich die perfekte erste Soloplatte, wie sie im Nachhinein festgestellt hat. Die gibt es dafür jetzt in Form von „Diploid Love“, wenig überraschend von Alain Johannes produziert.

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