Kategorie: Reviews & Previews

Zedd – Clarity

Zedd, das steht für das englische Wort für den Buchstaben „Z“, mit dem wiederum der Nachname von Anton Zaslavski beginnt. Ebendieser in Kaiserslautern aufgewachsene junge Mann kam 2011 in den Genuss erst Remixe für Lady Gagas „Born This Way“ und „Marry The Night“ produzieren zu dürfen, und danach mit ihr höchstpersönlich auf Asien-Tour gehen zu können. Im selben Jahr erblickte der erste Vorbote „Shave It Up“ des im November erscheinenden Erstlingswerk „Clarity“ das Licht der Welt. Was sich auf diesen innovativen Produktionen bereits ankündigte, findet nun auf Albumlänge seine Fortsetzung.

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Mobilée – Little Sister

Drei Dinge sind es, die die meisten mit Duisburg in Verbindung bringen werden: den größten Binnenhafen der Welt, die Schimanski-Tatort-Krimis und seit 2010 leider auch das Loveparade-Unglück. Wenn es mit gerechten Dingen zugeht, müsste man dieser Liste in absehbarer Zeit aber auch noch den Bandnamen Mobilée zufügen. Die Musik der Duisburger Newcomerband, die irgendwo im Grenzbereich zwischen Folk und Pop anzusiedeln ist, verbreitet nämlich sofort gute Laune, und das auch auf Albumlänge, wie das im September erschienene Debütwerk „Walking On A Twine“ beweist. Dieser Tage kommt mit „Little Sister“ bereits die dritte Single in die Läden – und könnte den Bekanntheitsgrad der Band ein gutes Stück erhöhen, handelt es sich dabei doch auch um den Titelsong des Kinofilms „Die Vampirschwestern“.

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Girls Aloud – Something New

Nach drei Jahren Pause melden sich Kimberley Walsh, Sarah Harding, Cheryl Cole, Nicola Roberts und Nadine Coyle wieder mit vereinten Stimmen zurück, um gemeinsam mit ihren Fans das Comeback von Girls Aloud zu feiern. In erster Linie zelebrieren die fünf Britinnen mit ihrem kommenden Greatest Hits „Ten“ das zehnjährige Bandbestehen, aber auch andere Missionen lassen sich damit verknüpfen. Als Interpret des offiziellen Songs zur diesjährigen Charity-Gala „Children In Need“ der BBC lässt sich womöglich auch der verloren geglaubte Glanz der Girlgroups wieder herstellen. Mit viel Inspiration und Erfahrung aus vergangenen Solo-Projekten präsentiert das Quintett nun jedenfalls „Something New“.

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Blank & Jones: Relax – jazzed

Jazz, so die faszinierend pointierte These der Ärzte, sei anders; anders als, nun, als was? Auf eine Erklärung wartet man bis heute, den entsprechenden Beweis für diese Aussage treten nun Blank & Jones an. Die umtriebigen Trance-Urgesteine, die neben Eigenproduktionen mit ihren „so80s“-Compilations und den Arbeiten für Sandra unheimlich erfolgreich und präsent sind, erfreuen sich insbesondere mit ihrer „Relax“-Reihe großer Beliebtheit. So schaffte es die aktuelle siebte Auflage in diesem Jahr sogar auf Platz 12 in den Albumcharts. Hier schließt sich nun der Kreis: Für die Spezialausgabe „Relax – jazzed“ ließen Piet Blank und Jaspa Jones Jazz-Versionen ihrer eigenen Klassiker durch die Brüder Julian und Roman Wasserfuhr erarbeiten.

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Everlast – Long Time

Streng genommen ist Everlast ein One-Hit-Wonder. Mit „What It’s Like“ schlug er Ende der Neunziger hohe Wellen – unter anderem Platz 17 in Deutschland – danach gab es maximal kleinere Lebenszeichen, während sich die Alben ganz solide schlugen. So auch das aktuelle Werk „Songs Of The Ungrateful Living“, das es in die Top 60 schaffte. Das Mitglied der mittlerweile wiedervereinten House Of Pain hat sich mittlerweile als Singer/Songwriter mit einem Faible für Folk, Blues und Country fest etabliert. „Long Time“, die zweite Auskopplung aus besagtem Album, zeigt Everlast in gewohnt guter Form.

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Yeasayer – Reagan’s Skeleton

Experimentell ist in, zumindest im Fall von Yeasayer. Die New Yorker Band, die ihren eigenen, ziemlich ungewöhnlichen Stil konsequent als „Middle-Eastern-Psych-Pop-Snap-Gospel“ betitelt, hat sich mit ihrem dritten Album „Fragrant World“ endlich auch in den deutschen Top 100 platzieren können, nachdem zwei Jahre zuvor mit „Odd Blood“ bereits der Chartseinstieg in England und den USA glückte. Trotz des Erfolges wurde bisher auf das Auskoppeln einer Single – mal abgesehen von der Vorab-Promo „Henrietta“ – verzichtet, doch jetzt, ganze drei Monate nach Albenveröffentlichung, hat man mit „Reagan’s Skeleton“ den vielleicht kommerziellsten Song des Albums als Singlekandidat auserkoren.

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Nadine Shah – Aching Bones

Ein Blick in die Musik-Blogosphäre zeigt: Während die BBC ihre „Sound of…“-Nominierten noch nicht bekannt gegeben hat, läuft in der Online-Welt die Suche nach potentiellen Kandidaten bereits auf Hochtouren. Neben Laura Mvula taucht auch immer wieder der Name Nadine Shah auf. Shah hat norwegische und pakistanische Wurzeln, stammt aus dem Norden Englands und wird bevorzugt mit PJ Harvey, Marianne Faithfull und Nick Cave verglichen, ist eine Singer/Songwriterin mit einem Händchen für düstere, ungewöhnliche Klänge. Ihre Debüt-EP „Aching Bones“ zählt zu den interessantesten Genre-Releases des Jahres.

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Led Zeppelin – Celebration Day

Für und gegen das Vergessen: Am 10. Dezember 2007 fand das Ahmet Ertegun Tribute Concert zu Ehren des verstorbenen Atlantic Records-Gründers und Led Zeppelin-Förderers Ahmet Ertegün in der Londoner O2-Arena statt. Unbestrittenes Highlight des Abends: Led Zeppelin, die sämtliche Mini-Reunions der vergangenen zwei Dekaden (darunter die nach Angaben der Band furchtbaren „Live Aid“- und „Atlantic Records 40th Anniversary“-Auftritte) vergessen machen sollten. Mehr noch, erstmals seit dem Tod von Schlagzeuger John Bonham 1980 wollte man ein komplettes Konzert spielen – mit dessen Sohn Jason an den Drums. Der Gig sollte ein voller Erfolg werden und erscheint nun, fast fünf Jahre später, unter dem Titel „Celebration Day“ auf CD, DVD und Blu-ray.

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Rhythms Del Mundo – Africa

Die Weltreise von Rhythms Del Mundo geht weiter. Das 2004 vom US-Amerikaner Kenny Young nach der Tsunami-Katastrophe im Indischen Ozean gegründete Projekt Artists Project Earth, das sich ausschließlich durch die Verkäufe dieser Samplerreihe finanziert, interpretiert mit Musikern rund um den Globus Welthits von U2, Radiohead und Bob Dylan ebenso neu wie jene von deutschen Künstlern wie Juli, Xavier Naidoo und 2raumwohnung. Dieses Mal führte die Reise nach Afrika. In Ländern wie Mali, Kenia, Südafrika und Swasiland erarbeiteten populäre Musiker des Kontinents – unter anderem Mitglieder der ehemaligen Band von Grammy-Gewinnerin Miriam Makeba, Musiker aus dem Senegal und die Ali Farka Touré Band – Welthits auf ihre spezielle Art und Weise neu. „Africa“ muss sich keinesfalls hinter den kubanischen Ausgaben verstecken.

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Rudimental feat. John Newman & Alex Clare – Not Giving In

Auch wenn es in ihrer britischen Heimat mit einem Nummer-Eins-Hit geklappt hat (dazu kommen weitere Top-Platzierungen in Belgien, Holland, Australien und Neuseeland), reichte es hierzulande nicht zu höheren Weihen. „Feel The Love“, der Drum’n’Bass-Sommerhit von Rudimental, schaffte es nur auf die #59. Ein erstes Album soll in UK im Februar 2013 erscheinen, für Deutschland gibt man sich erst einmal zurückhaltend. So dürfte es auch kaum verwundern, dass das Follow-Up „Not Giving In“ als weitestgehend unbeachteter 1-Track-Download hinterher geschoben wird.

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