Kategorie: Reviews & Previews

Low – C’mon

Low wachsen seit 18 Jahren konstant und machen aus ihrer Nische eine Methode. Ihrem neunten Studioalbum „C’mon“ wird wohl besondere Aufmerksamkeit geschenkt, woran Led Zeppelin-Legende Robert Plant eine gewisse ‚Mitschuld‘ trägt: Seine Coverversionen von „Monkey“ und „Silver Rider“ auf dem Roots-lastigen „Band Of Joy“ sowie die mehrfach in Interviews gestreuten Rosen sprechen Bände. Nicht, dass Alan Sparhawk, Mimi Parker und der erstmals auf einem Low-Album zu hörende Steve Garrington sich davon beeindruckt zeigen würden – sie toppen sich schlicht und ergreifend einmal mehr selbst.

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Michael Jackson – Hollywood Tonight

Der König ist tot, es lebe der König! Dass uns der King of Pop, Michael Jackson, auch nach seinem Ableben noch das ein oder andere Jahr(zehnt) mit ’neuen‘ Songs erhalten bleiben wird, ist besonders seinen geld- und erfolgshungrigen Plattenbossen zu verdanken. So wurde mit „Michael“ bereits ein posthumes Album mit zwölf unveröffentlichten Tracks auf den Markt gebracht, aus dem die erste Single „Hold My Hand“ mit eher mittelmäßigen Chartpositionen ausgekoppelt wurde. Nun geht die Leichenfledderei weiter – die Contemporary-RnB-Pop-Nummer „Hollywood Tonight“ soll die Kassen erneut zum Klingeln bringen.

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Winds Of Plague – Against The World

Mit ihrem 2009er-Album „The Great Stone War“ haben Winds Of Plague überrascht. Das Sextett aus Upland, Kalifornien schickte sich an dem bereits stagnierenden Deathcore-Genre mit Black Metal-Keyboard-Sounds neues Leben einzuhauchen. ‚Symphonic Deathcore‘ nennt sich die ambitionierte wie auch herausfordernde Mischung, die auf „Against The World“ eine Fortsetzung findet. Darauf zu hören: Mehr Core-Sound, mehr Keys und Gastauftritte von unter anderem Jamey Jasta (Hatebreed, Kingdom Of Sorrow), Drew York (Stray From The Path) und einer Wrestling-Legende.

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Cargo City – Dance/Sleep

Was 2007 als Soloprojekt von Simon Konrad begonnen hat, ist mittlerweile zu einer fünfköpfigen Band angewachsen: Cargo City melden sich zurück. Dank zwei sympathischer Alben, diversen Soundtrack-Beiträgen und Live-Auftritten kennt man die Frankfurter in der Indie-Welt mittlerweile bestens. Das Streben nach Perfektion treibt sie auf ihrem dritten Album „Dance/Sleep“ zu Höchstleistungen an und – tatsächlich! – Konrad und Mitstreiter übertreffen sich auf ihrer bislang mit Abstand besten Platte ein weiteres Mal selbst.

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Zoroaster – Matador

Brennende Luft, meterhohe Gitarrenwände, beklemmende Düsternis und… Moog-Synthesizer? Die Welt des Atlanta-Dreiers Zoroaster ist eine besonders eigenartige, irgendwo zwischen Doom, Stoner, Psychedelic und einem Hauch Sludge. „Matador“ ist ihr bereits drittes Studioalbum – daneben gibt es noch eine EP und ein paar Kleinformate – das bereits vergangenes Jahr in der Heimat erschienen ist. Schon wieder Wartezeit? Zahlt sich aber aus, denn Will Fiore, Brent Anderson und Dan Scanlan nehmen keine Gefangenen.

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Foo Fighters – Wasting Light

„Wheels“, der vielleicht schwächste Song der Foo Fighters, dürfte als Wendepunkt in die lange Geschichte der Alternative Rock-Veteranen eingehen, markierte der MOR-Song doch die Mini-Reunion von Dave Grohl und Produzent Butch Vig, die vor zwei Dekaden gemeinsam Nirvanas „Nevermind“ aufgenommen haben. Mehr Garagen-Feeling, mehr Härte und mehr ursprünglichen Charakter hat das Quintett um Gitarren-Comebacker Pat Smear angekündigt und enttäuscht auf dem mittlerweile siebten Studioalbum „Wasting Light“ in keiner Sekunde.

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Milow – North And South

Eigentlich ist es schon unglaublich, was mit Milow passiert. Da ackert sich der belgische Singer/Songwriter in seiner Heimat krumm und schief, nur um mit einer Coverversion von 50 Cent hierzulande den Durchbruch zu schaffen. Der Erfolg von „You Don’t Know“ beweist jedoch, dass der polierte Chanteur auch mit eigenem Material durchaus erfolgreich sein kann. Auch auf Albumlänge, wie sein neuestes Werk „North And South“ sicherlich einmal mehr beweisen wird. Schließlich ist mal wieder eine Top 3-Single enthalten.

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Pentagram – Last Rites

Pünktlich zu ihrem 40. Geburtstag melden sich die Doom-Pioniere Pentagram wieder. Vom Original-Lineup ist nur noch Sänger Bobby Liebling mit an Bord, der den Kampf mit seinen persönlichen Dämonen wohl endlich gewonnen hat und vor allem immer noch unter den Lebenden weilt. Nach langer Funkstille hat man bei Metal Blade für drei Alben – angesichts der laschen Veröffentlichungsmoral der Herren aus Virginia sehr optimistisch bemessen – unterschrieben und debütiert mit „Last Rites“, das vor allem eines ist: eine faustdicke Überraschung.

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Ginger Ninja – Wicked Map

Eine Band wie Ginger Ninja kann eigentlich nur aus Dänemark kommen – ein Land, in dem sich elektro-poppiger Rock und Bands wie Veto, Dúné, Carpark North und Nephew großer Beliebtheit erfreuen. Leichtere Anlaufsschwierigkeiten haben die Ingwer-Partisanen mittlerweile hinter sich gelassen und veröffentlichen ihr Debüt „Wicked Map“, natürlich passend zur frisch ausgeklungenen Tour als Support der aktuell ebenfalls der elektronisch orientierten Juli. Passt ja quasi wie Faust aufs Auge. Oder Arsch auf… was auch immer.

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Between The Buried And Me – The Parallax: Hypersleep Dialogues

Kaum eine Band hat innerhalb der letzten zehn Jahre Progressive und Extreme Metal so sehr revolutioniert wie Between The Buried And Me. Das Quintett aus Raleigh, North Carolina wirft seit dem selbstbetitelten Debüt aus dem Jahr 2002 mit wahnwitzigen Releases nur so um sich. Mittlerweile ist man bei Metal Blade untergekommen, wo auch Frontmann Tommy Rogers aka Thomas Giles sein Solo-Debüt veröffentlichte. Zum Einstand erscheint die EP „The Parallax: Hypersleep Dialogues“, die sich nicht nur perfekt dazu eignet im Gespräch zu bleiben, sondern auch den Auftakt für ein wahnwitziges Konzept-Doppel bildet.

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