Kategorie: Reviews & Previews

Gisbert zu Knyphausen – Hurra! Hurra! So nicht.

Hoffnungsvoller Weltschmerz – so ungefähr könnte man die Stimmung bezeichnen, die Gisbert Wilhelm Enno Freiherr zu Innhausen und Knyphausen, kurz Gisbert zu Knyphausen, auf seinem aktuellen Album „Hurra! Hurra! So nicht.“ dem Hörer anbietet. Wer sich auf diese Platte einlässt, vergisst erst einmal alles um sich herum und taucht ein in die warm wabernde Melancholie.

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Diana Vickers – Songs From The Tainted Cherry Tree

Mit einer Mischung aus Talent und liebenswert-schrulligem Charme hat Diana Vickers das britische „The X Factor“-Publikum im Sturm erobert. Am Ende setzte sich zwar Alexandra Burke durch, doch auch als Viertplatzierte landete Diana mit Single und Album gleich zweimal an der Chartspitze. Bei uns hat die 19-Jährige dagegen deutlich schlechtere Startbedingungen. Sony wagt trotzdem einen Versuch und veröffentlicht nahezu unbemerkt ihr Erstlingswerk „Songs From The Tainted Cherry Tree“.

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Turbostaat – Urlaub auf Fuhferden

Zeit für Parolen, Zeit für zitierfreundliche Texthappen, Zeit für einen Hauch von Hardcore im Post-Deutschpunk-Universum. Turbostaat haben sich trotz Major-Deal nicht verbiegen lassen – ihr aktuelles Album „Das Island Manøver“ ist Zeuge dafür. Ihren potentiellen Crossover-Hit „Urlaub auf Fuhferden“ verschenken sie jedoch regelrecht als nicht promotete Download-Single ohne Video-Unterstützung.

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Broken Bells – The Ghost Inside

Brian Burton aka Danger Mouse braucht wohl keine Pausen. Kaum ist nach langem rechtlichen Hick-Hack endlich seine Kombination mit dem mittlerweile verstorbenen Sparklehorse „Dark Night Of The Soul“ auf den Markt gekommen, legt er gemeinsam mit The Shins-Sänger James Mercer als Broken Bells „The Ghost Inside“ nach, die zweite Single aus dem selbstbetitelten Album.

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Apocalyptica feat. Gavin Rossdale – End Of Me

Lange Zeit konnten sich Apocalyptica mit dem Gedanken eines Produzenten nicht anfreunden, scheinen jedoch mit Joe Barresi (Queens Of The Stone Age, Tool) endlich jemanden gefunden zu haben, der ihren einzigartigen Cello-Metal entsprechend in Szene setzen kann, wovon man sich ab dem 20. August auf „7th Symphony“ überzeugen können wird. Vorab gibt es die Rock-Radio-freundliche Single „End Of Me“ mit Gavin Rossdale von Bush am Mikrofon – einer von vier Gastsängern auf dem kommenden Album.

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Blind Guardian – At The Edge Of Time

Viele alte Fans waren von den letzten Blind Guardian-Alben enttäuscht, da sich die Band immer mehr in symphonischem Bombast verzettelte und dabei die Songs an sich außer Acht ließ. Nicht wenige wünschen sich die alten, straighten Speed Metal-Kracher, mit denen sie Anfang der 90er für Furore sorgten, zurück. Andere schätzen dagegen die Verspieltheit der neueren Werke. Das Idealziel der Band müsste somit in der Zufriedenstellung beider Gruppen liegen. Und genau diese schwere Aufgabe meistert die neue Scheibe „At The Edge Of Time“ mit Leichtigkeit.

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Hurts – Wonderful Life

Man mag ironisch fragen, was war zuerst: die jährliche „Sound of“-Prognose der BBC oder doch die Band selbst. In diesem Fall waren es Theo Hutchcraft und Adam Anderson. 2009 fanden sich die beiden Elektroniker aus Manchester zu dem zusammen, was heute als Hurts ganz heiß gehandelt wird. Ende August erscheint ihr Debütalbum „Happiness“. Schon jetzt lässt „Wonderful Life“ ein längst verstaubtes Jahrzehnt wieder aufleben.

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Combichrist – Never Surrender

Mit ihrer rohen Live-Energie durften Combichrist zuletzt als Support von Rammstein einem deutlich breiteren Publikum einheizen, was sich auch bei den Verkaufszahlen von „Today We Are All Demons“ bemerkbar gemacht hat. Trotz ausgedehnter Tour-Aktivitäten (fast eineinhalb Jahre on the road) hat das norwegisch-amerikanische Electro-Industrial-Hasspaket Zeit gefunden das neue Album „Making Monsters“ aufzunehmen. Die Vorabsingle „Never Surrender“ macht Hoffnung auf tiefschwarzes Blut.

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ZPYZ – Walking Alone

ZPYZ – auf den ersten Blick ein sehr ungewöhnlicher Interpretenname. Ausgesprochen wird er genau wie das englische Wort Spice, also „Gewürz“ – und da haben wir auch schon die Bedeutung. Ein wirklich passender Name, wenn man bedenkt, dass die beiden kreativen Köpfe namens Locke und Ivan verschiedenste Stilrichtungen miteinander vermengen, bis eine wahrhaft würzige Mischung entsteht. Da trifft Elektro auf Glam Rock, um sich anschließend unter Beimengung von New Wave-Klängen im Hip Hop-Rhythmus zu vereinen. ZPYZ verstehen ihr Handwerk und präsentieren in ihrer Musik zumeist eine Best of-Kollektion der gängigsten Musikstile der letzten Jahrzehnte. Nach der „She’s A Dealer“-EP erscheint nun auch die Downloadsingle „Walking Alone“.

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Arcade Fire – The Suburbs

Als Lieblinge von Fans, Presse und Stars wie David Bowie stehen Montreals Arcade Fire unter dem Druck einer überlebensgroßen Erwartungshaltung, bedingt durch die beiden Überalben „Funeral“ und „Neon Bible“ und Titel wie ‚Radiohead der 00er-Jahre‘. Vom Bombast haben sich Win Butler, Gattin Régine Chassagne und Konsorten allerdings abgewendet. „The Suburbs“ markiert die Renaissance des Minimalismus, die Erkundung der Schönheit des Moments im Kleinen.

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