Air

Air – Twentyears

Mit Nicolas Godin und Jean Benoît Dunckel lernte Frankreich das Träumen. Gut 20 Jahre nach ihrer ersten Single ziehen Air Bilanz. Reihenweise Gold-Auszeichnungen, kleine Hits und faszinierende Videos sprechen für einen vermeintlichen Nischen-Act. Mit „Twentyears“ zieht das Duo nun auf einer Doppel-CD Bilanz. Auf einer Scheibe sammeln sie die besten und erfolgreichsten Tracks ihrer Karriere, während der zweite Silberling Raritäten und unveröffentlichtes Material sammelt.

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LFNT – Time To Bleed

Als Teil von Asaf Avidan & The Mojos hatte Ran Nir einen tanzbaren, wankelmütigen Welthit. Während Avidan seit dem Split solo weitermacht, kümmert sich Nir um die Belange seiner Band LFNT, bei der er auch den Gesang übernimmt. Ein erstes Album wurde 2012 in der israelischen Heimat veröffentlicht, der Nachfolger entstand rund um den Umzug nach Berlin. „Time To Bleed“ spielt sämtliche Pop/Rock-Stückchen, ist dabei aber eigenständig und anspruchsvoll genug, um sich von der gängigen Radiopampe abzuheben.

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There Will Be Blood – Horns

Vergeltung ist ein steiniger, blutiger Pfad. Das muss auch der Protagonist des dritten Albums von There Will Be Blood (nomen est omen) erkennen. Ein einsamer Wanderer sucht Erlösung und trifft dabei auf allerlei befremdliche Gestalten – so weit, so gut. Richtig spektakulär ist allerdings der Sound der Italiener, die sich über Blues, Soul, Gospel, Country, Stoner und Rock’n’Roll hermachen. Klingt wild, ist es auch, zumal bei „Horns“ der Name Programm ist.

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Colvin & Earle – Colvin & Earle

Eine seit 30 Jahren währende Freundschaft findet endlich ihre musikalische Erfüllung. Folksängerin Shawn Colvin („Sunny Came Home“) und Roots-Musiker Steve Earle („Copperhead Road“) lernten sich auf der Bühne kennten und blieben sich seither stets verbunden, tourten 2014 sogar gemeinsam. Inspiriert durch die gemeinsame Akustik-Reise, entstand ein schlicht „Colvin & Earle“ betiteltes gemeinsames Album, das neues Material und Interpretationen von Genreklassikern zwischen Folk, Country, Roots Rock und Americana verbindet.

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The Kills – Ash & Ice

Stolze fünf Jahre sind seit dem Release von „Blood Pressure“ vergangen. Beinahe wäre es das letzte Kills-Album in dieser Form gewesen, denn Gitarrist und Songwriter Jamie Hince musste nach mehreren Handoperationen um seine Profession bangen. Erfreulicherweise geht es nun doch weiter, wobei jene elektronische Spielereien, die Hince in Zeiten der Ungewissheit auf seinem iPad unternahm, auch auf „Ash & Ice“ ihre Verwendung finden.

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Phoria – Volition

Trewin  Horward hat mit einer Erkrankung zu kämpfen, die viele Menschen in den Wahnsinn treiben würde, für Musiker aber besonders schlimm ist: Er nimmt jedes Geräusch um sich wahr, und zwar verstärkt. Dennoch, auch durch die Unterstützung und den Zusammenhalt in seiner Band Phoria bedingt, macht der Songwriter und Produzent weiter. Auf „Volition“ betreibt das britische Quintett Klangforschung der besonderen Art, die mit ihrer verspielten und beinahe avantgardistischen Herangehensweise für Vergleiche mit James Blake und Sigur Rós sorgte.

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Ray Wilson – Song For A Friend

Da behalte mal einer den Überblick… Ray Wilson, bekannt durch den Stiltskin-Hit „Inside“ und seine Zeit bei Genesis, war in den letzten Jahren alles andere als passiv. Seit dem Ende von Genesis hat er mehrere Alben aufgenommen, teils unter seinem Namen, teils auch als Ray Wilson & Stiltskin, außerdem tourt er durch die Lande mit solch unterschiedlichen Projekten wie Genesis Unplugged, Genesis Klassik oder eben Ray Wilson & Stiltskin. Das neue Album des 47-jährigen Schotten wird nun aber ganz gewöhnlich unter seinem eigenen Namen veröffentlicht. Das sehr persönliche Werk trägt den Namen „Song For A Friend“ und ist von der ersten bis zur letzten Note seinem 2015 verstorbenen Freund James Lewis gewidmet.

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PUP – The Dream Is Over

„The Dream Is Over“ – mit diesen Worten ließ ein Doktor PUP-Sänger Stefan Babcock wissen, dass eine kleine Stimmbandzyste seine Musikerkarriere beenden würde. Der Kanadier ließ sich von dieser Diagnose nicht beeindrucken und machte sie sogar zum Titel des zweiten Albums. Am Sound hat sich seit dem eponymen Debüt wenig geändert – fieser Garage Punk, mal etwas melodischer mit Alternative-Schlagseite, mal herrlich rasend.

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Coogans Bluff – Flying To The Stars

Vor fast auf den Tag genau vier Jahren erfanden sich Coogans Bluff mit „Poncho Express“ neu. Als lässige Jam-Band rasen sie seither durch so ziemlich jedes gitarrenunterstützte Genre, das ihnen in die Quere kommt. Zwar hatte „Gettin‘ Dizzy“ seine Durchhänger, die reine Spielfreude gab dennoch Anlass zur Begeisterung. Jetzt wird es noch wilder: „Flying To The Stars“ ist ein Konzeptalbum, das die Band mit einer kitschfreien Version des Films „Interstellar“ vergleicht. Musikalisch hat Gevatter Groove Hochkonjunktur.

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Daniel Romano – Mosey

Was Country, Folk und Alternative betrifft, fristet Kanada neben seinem größeren, lauteren Bruder in Nordamerika nach wie vor ein Schattendasein. Dabei hat das Land der Ahornblätter und Eishockey-Arenen viele talentierte Songwriter und Erzähler zu bieten. Einer von ihnen ist der 30jährige Daniel Romano. Sein letztes Album war für einen Juno Award als „Adult Alternative Album of the Year“ nominiert, musste sich aber dem Duo Whitehorse geschlagen geben. Vielleicht klappt es nächstes Jahr mit Romanos fünfter Platte „Mosey“.

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