Jonas Alaska – Younger

In seiner norwegischen Heimat ist Jonas Alaska Dauergast in den Charts, im Radio und bei diversen Preisverleihungen. Hierzulande bäckt er noch kleinere Brötchen und machte vor einem Jahr mit „Tonight“, einer Compilation seiner bis dato nur in Norwegen erscheinenen Platten, erstmals auf sich aufmerksam. Sein neues Album „Younger“ erscheint hierzulande nun regulär. In elf Kapiteln setzt er sich mit Szenen aus dem Alltag eines typischen Teenagers auseinander.

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Yuma Sun – Watch Us Burn

Das Ende der Welt ist nah und Norwegens Yuma Sun haben erneut den perfekten Soundtrack dafür geschrieben. Domesdagrock nennen sie ihren Sound, also apokalyptische Rockmusik für jedermann. Dafür mischen sie Country, Indie, Alternative und ein wenig Post Punk / Dark Wave in einem großen Topf zusammen, getragen von herrlich fatalistischen Lyrics, für die Sänger Jaran immer wieder auf den Sündenfall des Alten Testaments und ähnlich dramatisch-verwegene Topoi zurückgreift. Wer die beiden Vorgänger mochte, wird auch „Watch Us Burn“ lieben. Yuma-Sun-Neulinge schnallen sich besser an.

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White Miles – The Duel

Schweißtreibender Blues, feiste Stoner-Grooves und die wuchtige Dynamik eines echten Power-Duos: Die gelebte Leidenschaft zur Musik brachte das gemischte Tiroler Doppel White Miles in den Support-Slot der letzten Eagles Of Death Metal-Tour. Den unvorstellbaren Terroranschlag auf das Pariser Bataclan überstanden sie unverletzt und standen nur ein Monat später wieder auf der Bühne. Weiter, immer weiter: White Miles lassen ihr Leben nicht von der Tragödie diktieren und melden sich mit „The Duel“ kämpferisch zurück.

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Pet Shop Boys – Super

Wenn ein neues Album an einem 1.April erscheint, kann das den einen oder anderen Rezensenten schnell zu lustigen Wortspielen rund um das Thema Aprilscherze verleiten. Auch ein Albumtitel wie „Super“ ist geradezu prädestiniert für Kalauer wie „Super ist super“. Derlei abgegriffene Spielereien würden dem neuen Album der Pet Shop Boys jedoch nicht gerecht werden – nicht nur, weil man es hier mit einer Pop-Legende zu tun hat, die sich auf ihren nun 13 Alben immer wieder neu erfunden haben, sondern auch, weil die beiden Briten mit „Super“ trotz deutlicher Früh-90er-Referenzen eine weitere überaus kreative Facette ihres Schaffens präsentieren.

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Yeasayer – Amen & Goodbye

Nach dem experimentellen Höhepunkt „Fragrant World“ ging es für Yeasayer zunächst in eine kleine Pause, dann wurde die Herangehensweise geändert. Das vierte Studioalbum sollte eine Bandplatte werden, man zog sich mit einer Tape-Maschine in die Wildnis zurück und nahm gemeinsam auf. Ein Sturmschaden vernichtete den Großteil des Materials, der Rest wurde dekonstruriert und neu zusammengesetzt. Entsprechend organisch und doch sympathisch digital präsentiert sich „Amen & Goodbye“.

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Hammock – Everything And Nothing

Seit mittlerweile elf Jahren verstehen sich Hammock aus dem US-Bundesstaat Kentucky auf cineastische Grenzerfahrungen, die sie in ein Soundtrack-artiges Post-Rock-Gewand kleiden. Dafür gab es in der Vergangenheit viel Lob, unter anderem von Jónsi, Stimme der isländischen Genre-Vorreiter Sigur Rós. Für „Everything And Nothing“ schlossen sich Marc Byrd und Andrew Thompson in einer abgelegenen Hütte in den Carolinas ein. Mit knapp 77 Minuten Musik sprengen sie die Grenzen der menschlichen Aufnahmefähigkeit.

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Ensiferum – Two Decades Of Greatest Sword Hits

Dass zum zwanzigjährigen Bandjubiläum ein „Best Of“-Album in die Läden kommt, ist gängige Praxis. Häufig ist es in solchen Fällen nicht mal die erste „Best Of“, denn in den heutigen schnelllebigen Zeiten bringen viele Bands bereits zum zehnjährigen Bestehen die erste Hitkollektion heraus – oder die Ex-Labels überschütten den Markt mit Greatest Hits-Scheibletten ihrer ehemaligen Schützlinge. Im Falle der Folk-/Viking Metal-Hitgaranten von Ensiferum war eine „Best Of“-Scheibe allerdings mehr als überfällig. Immerhin hat das finnische Quintett um Sänger Pedri Lindroos seit Bestehen sechs hochwertige Studioalben randvoll mit hitverdächtigen Hymnen in die Läden gebracht. Einige der besten dieser Songs finden sich nun auf dem beim Ex-Label Spinefarm erscheinenden „Two Decades Of Greatest Sword Hits“ wieder.

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Douglas Firs – The Long Answer Is No

Nach Trixie Whitley ist Douglas Firs der nächste belgische Musiker, der sich hörbar als Kosmopolit versteht und außerhalb seiner Comfort Zone bewegt. Hinter diesem Pseudonym steckt Gertjan Van Hellemont, der nach erfolgreichem Debütwerk auf Road-Trip entlang der US-amerikanischen Westküste und nach Kanada ging. Herausgekommen ist dabei „The Long Answer Is No“ ein herrlicher Hybrid aus Folk, Indie Rock und Americana.

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Lucer – Bring Me Good News

Die große Zeit des Britpop mag mittlerweile zwar Jahrzehnte her sein, doch das hindert junge Bands rund um den Globus nicht daran, sich am Sound der Granden zu versuchen. Case and point Lucer, ein Trio aus Dänemark um die Brüder Lasse und Anders Bøgemark sowie Jonathan Nørgaard. Das Trio ist erst Anfang 20 und hilft gelegentlich als Backing-Band sowie Support-Act für die dänische Rocklegende Mike Tramp (u.a. White Lion) aus. Auf ihrem Debütalbum „Bring Me Good News“ klingen sie allerdings eher nach Oasis und den Foo Fighters.

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Childrenn – Animale

Manche Platten sind einfach zu schräg, um sie zu ignorieren. Unter diese Kategorie fällt auch das Debüt des dänischen Quartetts Childrenn. Hinter diesem ominösen Banner versteckt sich eine Reihe bekannter Musiker, die unter anderem mit SPEkTR, Hymns From Nineveh und The Raveonettes aktiv waren bzw. sind. Der gemeinsame musikalische Nenner liegt bei Gitarrenmusik aller Art und so pendelt „Animale“ zwischen forschen Stompern und krautigen Psychedelic-Exkursen.

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