Gotthard – Bang!

Was war das für ein Schock, als Gotthard-Sänger Steve Lee 2011 bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam. Auf einen Schlag hatten die Schweizer nicht nur ihr gesangliches Aushängeschild, sondern auch einen talentierten Songschreiber verloren, der gemeinsam mit Gitarrist Leo Leoni schon solche Hits wie „One Life, One Soul“, „Heaven“ und „Don’t Let Me Down“ verfasst hat. Gotthard aber ließen sich von einem solchen Schicksalsschlag nicht unterkriegen. Mit ihrem neuen Sänger Nic Maeder und dem tollen „Firebirth“-Album haben sie 2012 auch ihre härtesten Kritiker überraschen können. Nic Maeders Gesangsorgan harmonierte ganz hervorragend mit den neuen Songs, die im Vergleich zu den Vorgängeralben überraschend rockig intoniert waren. Ähnlich positiv setzt sich die Geschichte Gotthards auch 2014 fort, denn mit „Bang!“ wird ein weiteres überzeugendes Kapitel geschrieben.

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Judith Holofernes – Danke, ich hab schon!

Wenn schon nicht Heldenzeit, dann eben Holofernes-Zeit. Die Band macht Pause auf unbestimmte Zeit. Vielleicht findet man sich mal wieder zusammen, vielleicht aber auch nicht. Wo Erinnerungen bleiben, setzt Judith Holofernes zur Enthauptung an. „Ein leichtes Schwert“ erinnert, natürlich, nicht nur aufgrund ihrer charakteristischen Stimme an Wir sind Helden, auch textlich mag sich dort so mancher gut gelaunter, an unbeschwertere Zeiten erinnerter Querverweis versteckt haben. Die Mutterrolle hört man ihr auf dem charmant-überraschenden Lo-Fi-Platte an – und sie steht ihr gut. Wenn Holofernes daraus ausbricht, dann aber so richtig: „Danke, ich hab schon!“.

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Kerretta – His Streets Of Honey, Her Mouth Of Gold

Zuletzt war es etwas ruhig in Neuseeland. Kerretta veröffentlichten im September 2011 ihr Album „Saansilo“ und betourten dieses auch, danach hörte man wenig aus dem Lager des Instrumental-Rock-Trios aus Auckland. Im Herbst soll nun ein noch namenloser Nachfolger erscheinen. Zuvor geht es ab dem 11. April auf Europa-Tour. Mit im Gepäck: „His Streets Of Honey, Her Mouth Of Gold“, eine neue 2-Track-Single, die digital und als 7″ erhältlich sein wird.

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Elli Ingram – The Doghouse

Eine neue, junge, rauchige Stimme erhebt sich aus Großbritannien, um demnächst den Rest Europas zu erobern. Die erst 20jährige Elli Ingram debütierte vergangenes Jahr mit ihrer EP „Sober“, die ihr unter anderem Vergleiche mit Amy Winehouse, Duffy und Adele einbrachte – wohl aber urbaner und dreckiger als zumindest die beiden letzteren Damen. Einen Major-Vertrag hat Ingram mittlerweile unterschrieben, die zweite EP mit dem Titel „The Doghouse“ ist nun erhältlich und entführt in eine obskure Klangwelt zwischen Soul, Jazz und deutlich experimentelleren Klängen.

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Milow – Silver Linings

Als smarter Singer/Songwriter mit Pop-Appeal ist der Belgier Milow längst Dauergast in den heimischen Airplay-Druckwellen geworden. „Ayo Technology“, „You Don’t Know“ und „You And Me (In My Pocket)“ rotieren nach wie vor, das eponyme Deutschland-Debüt und der betont fröhliche Nachfolger „North And South“ durften sich über Edelmetall freuen. Für „Silver Linings“ ging Milow nun nach Los Angeles, wo er Sound City-Luft atmete und vor Ort den Reset-Knopf betätigte, um sich live als weitestgehend anonymer Künstler ein kleines Publikum zu erspielen.

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The Black Keys – Fever

Zweieinhalb Jahre nach „El Camino“ kündigen The Black Keys ein neues Album an. Auf „Turn Blue“, das am 9. Mai erscheinen soll, arbeiteten Dan Auerbach und Patrick Carney einmal mehr mit Danger Mouse zusammen. Das Ergebnis dürfte erneut weitestgehend funky ausfallen, zieht man als ersten Hinweis die Single „Fever“ heran, die man bei digitaler Vorbestellung frei Haus (bzw. Festplatte) geliefert bekommt.

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Messenger – Illusory Blues

Bei Svart Records kann man momentan offensichtlich nichts falsch machen. Ob Post Punk (Beastmilk), Doom (Kuolemanlaakso), Blackened Kraut (Oranssi Pazuzu) oder geschwärzter Duo-Death-Rock (Mantar) – die Finnen werfen hochkarätige Releases en masse auf den Markt. Nun wird auch Prog Folk Rock durch die Briten Messenger beackert, eine Art Missing Link zwischen Pink Floyd, Ulver, Porcupine Tree und Opeth. Ihr Debütalbum „Illusory Blues“ zeigt sich der Natur verbunden und taucht doch in die ausufernd arrangierte Magie der 70er Jahre ein.

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Johnny Hates Jazz – Lighthouse

Wer sich gegen Ende der 80er für Charts-Musik interessierte, der wird auch an Johnny Hates Jazz nicht vorbeigekommen sein. Das britische Popmusik-Quartett war eigentlich ein klassischer Fall von „zu spät dran“. Ihr klassischer New Romantic-Sound war eher Mitte der 80er Jahre angesagt, politische Texte wie der von „I Don’t Want To Be A Hero“ waren zu Beginn des Jahrzehnts in. Dennoch war die Band extrem erfolgreich und einige ihrer Hits, z.B. „Shattered Dreams“, laufen noch heute regelmäßig im Radio. Johnny Hates Jazz sind seit ihrer Reunion im Jahr 2007 (Urmitglied Clark Datchler ist seit 2009 wieder mit an Bord) aber nicht nur ein Teil der musikalischen Vergangenheit, sondern auch der Gegenwart. 2013 erschien das Comeback-Album „Magnetized“, „Lighthouse“ ist bereits die zweite Auskopplung.

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Johnny Cash – Out Among The Stars

Beim Sichten der elterlichen Archive sowie jener von Sony Music stieß John Carter Cash 2012 auf Bänder eines Albums seines Vaters aus den 80ern, das nie veröffentlicht wurde. „Out Among Stars“ fasst zwölf Studioaufnahmen zwischen 1981 und 1984 zusammen – eine Ära, die wieder für Cash’sche Großtaten noch als besonders Country-freundlich bekannt ist. Dennoch darf eine Platte mit neuer Musik des mittlerweile vor zehn Jahren verstorbenen Johnny Cash als mittlere Sensation gewertet werden. Stellt sich bloß eine Frage: Verschimmelte das Material zu Recht im Archiv?

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Blank & Jones – Milchbar // Seaside Season 6

Es geht zurück in ein Land, in dem Milch und Ambient fließt. Fast auf den Tag genau ein Jahr nach der letzten Ausgabe geht die „Milchbar“-Sampler-Reihe von Piet Blank und Jaspa Jones in die sechste Runde. Die Soundtracks des Duos, der in zehnstündigen, exklusiven Sunset-Live-Sessions kulminiert, begleiten Bar-Besucher in Norderney seit geraumer Zeit. Was es dort unter anderem an Lounge, Ambient und Chillout zu hören gibt, bekommen geneigte Freunde der Entspannung bereits jetzt in seiner sechsten Auflage serviert.

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