Electric Acid – TrouperspHEARe

Wenn vergleichsweise junge Bands wie alte Profis klingen, dann ringt das Respekt ab. Noch schöner natürlich, wenn eine solche Band aus Deutschland kommt. Electric Acid fanden sich im Winter 2016 in Leipzig und erklärten schnell die 70s zum idealen Rock-Jahrzehnt. Rund um den Release ihres ersten Albums „TrouperspHEARe“ ist von ‚New Classic Rock‘ die Rede, einer gekonnten Vermischung aus Hard Rock, psychedelischen Sounds und vielen weiteren Zutaten.

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Atlas : Empire – The Stratosphere Beneath Our Feet

Nach extensiver Vorarbeit in Form von mehreren Kleinformaten breiten Atlas : Empire nun endlich den Landeanflug vor. Das Trio setzt die schottische Alternative Rock-Tradition fort, spielt aber ebenso mit Post Rock und gelegentlichen Prog-Ausflügen. Wie komplex und dennoch eingängig Musik sein kann, stellt nun das erste Studioalbum unter Beweis. Auf „The Stratosphere Beneath Our Feet“ findet sich gleich eine volle Stunde Musik – teils bereits bekannt, überwiegend angenehm neu und frisch.

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Drug Church – Cheer

Mit ihrem dritten Album landen die angenehm kotzigen Drug Church bei Pure Noise Records, und das passt wie Arsch auf Eimer. Der räudige Sound des Quintetts aus Albany, New York ist nach wie vor zugleich abstoßend und harmonisch, denn hier trifft Punk mit Hardcore-Schlagseite auf Grunge- und Alternative-Sounds aus den 90er Jahren. „Cheer“ gibt sich nun noch kompromissloser und doch, für Bandverhältnisse, eingängiger denn je.

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Statues – Adult Lobotomy

In Schweden braut sich gerade gar Ruppiges zusammen. Hinter dem omniösen Bandnamen Statues stecken aktuelle und ehemalige Mitglieder von Starmarket und KVLR, die sie in Umeå niedergelassen haben. Irgendwo zwischen Post Punk, Garage Rock und Noise angesiedelt, tun sich vor allem gewaltige Riffwände, tanzbare Rhythmen und möglichst schroffe Präsentationstechniken auf. Klingt spannend? „Adult Lobotomy“ passt als Albumtitel wie Arsch auf Eimer.

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Sunshine Frisbee Laserbeam – Blackout Cowboy

Sie sind eine der fleißigsten britischen Rock-Bands der letzten Jahre, und doch kennt kaum einer ihren Namen. Die Rede ist von Sunshine Frisbee Laserbeam, was natürlich herrlich sperrig klingt. Dass die Mitglieder ihre Wurzeln in Noise-Punk-Formationen haben, passt fast ins Bild. Seit 2013 veröffentlichen die Herren aus dem Großraum Birmingham fleißig Alben, „Blackout Cowboy“ ist bereits ihre fünfte Platte, auf der sie außerdem erstmals als Quintett auftreten.

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Art Brut – Wham! Bang! Pow! Let’s Rock Out!

Was blieb vom großen Post Punk- und Art Rock-Revival der frühen 2000er? Die großen Überlebenden, wie Franz Ferdinand, Bloc Party und Maximo Park, haben sich mittlerweile weiterentwickelt, andere Weggefährten sind längst von der Bildfläche verschwunden. Art Brut waren – und klangen – immer schon ein wenig anders, was nicht zuletzt an Eddie Argos‘ ungewöhnlichem Gesangsstil lag. Nach gut siebenjähriger Pause erscheint mit „Wham! Bang! Pow! Let’s Rock Out!“ tatsächlich noch ein fünftes Studioalbum. Ob sich irgendwas getan hat?

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Can’t Swim – This Too Won’t Pass

Wie würden eigentlich Blink 182 mit Core-Einschlag klingen? Diese Fragen haben sich bestimmt schon unzählige Menschen… nicht gestellt, und doch geben Can’t Swim musikalische Antwort. Seit gerade einmal drei Jahren aktiv, kann das Quartett aus Keansburg im US-Bundestaat New Jersey ein beeindruckendes Repertoire an Support-Gigs sein Eigen nennen. „This Too Won’t Pass“ ist bereits das zweite Studioalbum und stellt Pop-Punk neben Emocore mit dezenten Hardcore- und Punk-Einflüssen.

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Muse – Simulation Theory

Wie interessant und/oder relevant sind Muse 2018 überhaupt noch? Zumindest vom Rock-Radar scheinen sie mittlerweile komplett verschwunden und in einem Sumpf aus Grandezza und kruden Abhandlungen über Science-Fiction und Verschwörungstheorien untergegangen zu sein. Und dann, siehe da, erscheint die eine oder andere Single mit Unterhaltungswert, wenngleich meilenwert von der kreativen Hochphase der ersten vier Alben entfernt. Reicht das für eine kleine Renaissance? „Simulation Theory“ simuliert den kreativen Ernstfall.

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Kaufmann Frust – Aus Wachs

Was Post-Punk-Deutschland alleine dieses Jahr an Perlen abgeworfen hat, man ringt geradezu mit der Fassung, die Vielfalt und den Elan der Szene auch nur annähernd zu erfassen. Und doch kommt das Beste, so meint man, erst am Schluss. Wobei, sind Kaufmann Frust wirklich ’nur‘ Post Punk? Schubladendenken ist bei den Stuttgartern so und so fehl am Platz, wie ihre ellenlangen Songs, die mit depressiver Düsternis und krautig-epischer Manie kokettieren, unter Beweis stellen. „Aus Wachs“ ist der Titel ihres Full-Length-Debüts, das auch gleich sämtliche Versprechungen in Bausch und Bogen einlöst.

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Motion Picture – Far Wild Quest

Energischen Schrittes marschieren Motion Picture nach nirgendwo, ihre Identität verborgen. Wer genau hinter diesem jungen kanadischen Trio steckt, erfährt man erst, wenn man tiefer gräbt. Mit anderen Worten: Eigentlich soll die Musik für sich sprechen, und das ist bei der erst 2014 gegründeten Band auch richtig so. Stolze drei Jahre investierten sie in die Arbeiten an ihrem Debütalbum „Far Wild Quest“, welches progressiven Alternative Rock mit einem hörbaren Faible für cineastische Soundtracks kombiniert.

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