Zig Zags

Zig Zags – They’ll Never Take Us Alive

Jahrelang auf Tour, viel Blut, Schweiß und Bier, dazu mehrfache Line-up-Wechsel – und doch sind die Zig Zags aus Los Angeles hierzulande bestenfalls ein Randnotiz. In ihrer neuesten Inkarnation übernimmt Toningenieur Sean Hoffman den Bass, während Alkohol und Tabak gegen Sport und Fitness eingetauscht wurden. Ihre bissige Gefährlichkeit haben die US-Amerikaner deswegen aber noch lange nicht verloren. „They’ll Never Take Us Alive“ serviert den bewährten Cocktail aus Proto-Punk, Heavy Metal und Garage Rock.

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Vampire Weekend

Vampire Weekend – Father Of The Bride

Nach dem Release von „Modern Vampires Of The City“ und dem Ausstieg von Produzent und Multi-Instrumentalist Rostam Batmanglij wurde es um Vampire Weekend geraume Zeit ruhiger. Wobei das, im Nachhinein betrachtet, eigentlich nicht so ganz richtig ist – einerseits arbeite Mastermind Ezra Koenig konstant an neuer Musik, andererseits wurde er bei manchen Songs von Batmanglij unterstützt, man blieb sich freundschaftlich verbunden. Fünf Jahre nach der letzten Platte steht nun „Father Of The Bride“ in den Läden – eingängig, überlang und ziemlich ambitioniert.

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Filthy Friends

Filthy Friends – Emerald Valley

Bei den Namen hinter Filthy Friends denkt man unweigerlich an eine Supergroup. Klar, schließlich sind Corin Tucker (Sleater-Kinney) und Peter Buck (R.E.M.) nicht irgendwer. Ursprünglich tat man sich zusammen, um Bowie-Songs zu covern, später wurde eine Band – aktuell mit Mitgliedern von The Minus 5, Fastbacks und Bitchface – daraus. Der ruppige Alternative Rock mutet tatsächlich wie eine Art Schnittmenge zwischen den jüngeren Sleater-Kinney-Platten und den etwas ungeschliffeneren Anfängen von R.E.M. an, „Emerald Valley“ ist bereits das zweite Studioalbum.

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Myrath

Myrath – Shehili

Heavy Metal und Afrika, das bringen viele Europäer nach wie vor nicht zusammen. Tatsächlich hat die härtere Gitarrenmusik auf dem afrikanischen Kontinent immer noch einen gewissen Exotenbonus, doch seit einigen Jahren ändert sich daran gehörig etwas – nicht zuletzt aufgrund der stark zugenommenen Berichterstattung. Zu den aktuell bekanntesten Metalbands aus Afrika gehören Myrath aus Tunesien. Als reine Progressive Metal-Band gestartet, hat sich das Quintett auf „Tales Of The Sands“ (2011) und „Legacy“ (2016) schon früh dem leicht progressiv angehauchtem Folk Power-Metal zugewandt. Wobei die folkloristischen Einflüsse hauptsächlich orientalischer Natur sind bzw. sich aus der landestypischen Mezwed-Musik ableiten. Auf ihrem neuesten Album „Shehili“ perfektionieren die Tunesier nun ihren ohnehin absolut eigenständigen Sound.

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An Horse

An Horse – Modern Air

Nach mehreren Jahren im ununterbrochenen Tour-Album-Tour-Zyklus, von mehreren privaten Schicksalsschlägen begleitet, waren An Horse am Ende. Kate Cooper und Damon Cox verordneten sich eine künstlerische Pause und verließen ihre australische Heimat in Richtung Montreal bzw. New York. Stolze sechs Jahre sollte diese Auszeit dauern, in der man freundschaftlich verbunden blieb, dann ging alles ganz schnell. Ideen wurden hin- und hergeschickt, über Weihnachten ging es nach Brisbane, dann folgte der Feinschliff in Kanada und schon steht „Modern Air“ in den Startlöchern.

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Frank Carter & The Rattlesnakes

Frank Carter & The Rattlesnakes – End Of Suffering

Frank Carters musikalische Wurzeln verblassen mehr und mehr. Von Hardcore und bissigem Punk ist herzlich wenig zu hören, stattdessen setzt er gemeinsam mit seinen Rattlesnakes auf druckvollen bis hymnischen Rock mit packenden Hooks und einem Hauch von Rebellion. „End Of Suffering“, während der Londoner Hitzewelle von 2018 aufgenommen, versteht sich als Weckruf und erklärt euphorisch, dass man auch leben kann, ohne andauernd Scheiße fressen zu müssen. Mahlzeit.

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Trade Wind

Trade Wind – Certain Freedoms

Mehr musikalisches Notizbuch als Nebenprojekt, so oder so ähnlich lässt sich Trade Wind zusammenfassen. Die Band um Mitglieder von Stray To Your Path und Stick To Your Guns verarbeitet Ideen, die bei ihren jeweiligen Hauptbands kaum Platz hätten. Alternative Rock, ein wenig Post-Hardcore und weit offene Songstrukturen ließen bereits das Debüt „You Make Everything Disappear“ zu einer spannenden Grenzerfahrung reifen. „Certain Freedoms“ geht gefühlt gleich drei Schritte weiter.

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Afenginn

Afenginn – Klingra

Achtung: Der Release von „Klingra“ verschiebt sich leider auf den 11. Oktober! Das Edel-Label Tutl bietet der lebhaften Musikszene der Färöer Inseln eine wertvolle Bühne in aller musikalischen Vielfalt. Mehr und mehr Künstler schaffen es mittlerweile aufs europäische Festland mit ihrem magischen Sound. Auch Afenginn sind alles andere als gewöhnlich. Das Quartett um Kim Rafael Nyberg kommt aus allen Ecken Skandinaviens und verbindet Folk, Indie und Anleihen klassischer Musik zu einer emotionalen und doch hochpräzise arrangierten Reise durch die Höhen und Tiefen des Seins. „Klingra“ reißt auf besondere Weise mit.

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Kelly Finnigan

Kelly Finnigan – The Tales People Tell

Obwohl sie bereits seit über einem Jahrzehnt touren, bleiben die Monophonics zumindest hierzulande ein halbwegs unbeschriebenes Blatt. Die Band aus der Bay Area vermischt Soul und RnB mit Indie- und Psychedelic-Sounds – tanzbar, eingängig und irgendwie anders. Frontmann Kelly Finnigan versucht sich nun an einer Soloplatte und vertont sein dem Soul, HipHop und RnB gewidmetes Leben. „The Tales People Tell“ reißt im besten Sinne mit.

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Hembree

Hembree – House On Fire

Isaac Flynn aus Kansas ist ein begeisterter Musiker. Seitdem er eigene Songs schreibt, begeistert er auch andere. Der lockere Charme von Indie- und Pop/Rock-Sounds mit einer Prise Talking Heads im Mix wirkt vertraut, der Hit-Faktor ist hoch. Dass hinter den durchaus hibbeligen Arrangements so ernste Themen wie Unsicherheit und Unentschlossenheit behandelt werden, lässt sich bestenfalls auf den zweiten und dritten Blick erkennen. „House On Fire“ macht für ein Debütalbum viel richtig.

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