Go Go Gazelle

Go Go Gazelle – Flaschenpost an morgen

Zwei kurzweilige EPs liegen in der Vergangenheit, das Hier und Jetzt bemüht sich um ein ausladenderes Format: Go Go Gazelle wagen sich an ihr Debütalbum. Das Augsburger Indie-Punk-Trio mit schmissigen Melodien, selbstreflektierten bis (selbst-)ironischen Texten und gelegentlichen Folk-Einschüben möchte die Live-Energie auf Platte bannen und verzichtet weitestgehend auf unnötige Gimmicks oder Zusätze. „Flaschenpost an morgen“ erweist sich als gelungener Aufgalopp.

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Krief

Krief – Chemical Trance

Fast zeitgleich mit seiner Hauptband The Dears veröffentlicht Patrick Krief ein neues Soloalbum. Auf dem Vorgänger „Dovetale“ suchte der kanadische Sänger und Songwriter eine freudige, hoffnungsvolle Antwort auf die Finsternis bisheriger Alleingänge und fand ein beseeltes Lächeln vor. Den Nachfolger „Chemical Trance“ nennt er eine Art Ayahuasca-Reise, die Konfrontation mit den dunkelsten Dingen der eigenen Vergangenheit in überspitzter Form. Erlösung gibt es erst am Ende dieses durchgängigen Hörerlebnisses.

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Helgen

Helgen – Die Bredouille

Vor drei Jahren landete es, dieses „Halb oder gar nicht“. Helgen stellten sich vor und zeigten, dass Gitarren-Pop nicht nach klassischer deutscher Indie-Schule klingen muss. Tolle Melodien, kleine Experimente und packende Texte inspirierten vertraute Vergleiche und beschritten doch neue Wege. Nun befindet sich das Trio in einer gewissen Bedrängnis. Was kann auf diesen Einstand folgen, wie kann das ach so schwere zweite Album angegangen werden? Helgen nennen das Kind beim Namen – „Die Bredouille“ – und gehen endgültig durch die Decke.

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Bronson

Bronson – Bronson

Vor sechs Jahren trafen sich die beiden Odesza-Mitglieder Harrison Mills und Clayton Knight sowie Tom Stell von Golden Features bei einem australischen Musikfestival. Gegenseitige Bewunderung führte zu einem gemeinsamen Projekt, man blieb lose in Kontakt und schickte sich Musik hin und her. 2018 zog man sich schließlich für eine Woche in eine abgelegene australische Region zurück, um als Bronson konzentriert zu arbeiten. Nun ist das gemeinsame Debütalbum da, heißt so wie das Projekt, und bewegt sich in angenehm verschiedenartigen elektronischen Gefilden von gefühlvoll bis schroff.

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Jaga Jazzist

Jaga Jazzist – Pyramid

Die Art und Weise, wie Jaga Jazzist mit Gevatter Jazz umgehen, fasziniert seit mittlerweile 35 Jahren. Der Fusion-Ansatz mit experimenteller Elektronik, Post Rock, Kraut und Psychedelic verbindet Kopfkino mit kreativer Höchstleistung. Tatsächlich erfinden sich die Norweger immer wieder neu und überraschen mit frischen Ansätzen. Verkehrte „Starfire“ vor fünf Jahren das Konzept der klassischen Studioaufnahme noch ins Gegenteil, schloss man sich für „Pyramid“ zwei Wochen in einem Waldstudio ein und bemühte sich um Spontanität, ohne die Ideen übermäßiger Analyse auszusetzen.

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Another Sky

Another Sky – I Slept On The Floor

Singt da ein Mann oder eine Frau? Besser gesagt: Sollte das nicht eigentlich egal sein? Über Catrin Vincents Stimme wird seit der ersten Single ihrer Band Another Sky heftig debattiert, weil diese eben ein wenig anders klingt. Gerade das macht den Reiz aus, denn sie kleidet den ohnehin bereits eklektischen Sound des britischen Quartetts – irgendwo zwischen Alternative Rock, Art und Gaze-Pop angesiedelt – in ein noch spektakuläreres Licht. Das Debütalbum „I Slept On The Floor“ befasst sich mit Austerität, mit geistiger Gesundheit und toxischer Männlichkeit, und zeugt von der Adoleszenz in einer rechts geprägten Stadt sowie den Alltagserfahrungen einer Frau in Großbritannien.

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Fixation

Fixation – Global Suicide

Ein neues norwegisches Powerhouse setzt aktuell zum Ansturm auf den Rock-Olymp an. Fixation sind noch recht jung, aber bereits einige Jahre unterwegs und tingeln seither durch die Clubs ihrer Heimat. Musikalisch bewegt sich das Quintett irgendwo zwischen Hard Rock, Alternative, ein wenig Prog und Core – eingängig, hooklastig, ein wenig überdrüber und in den richtigen Momenten vogelwild. „Global Suicide“ ist ihre erste EP.

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NOFX vs. Frank Turner

NOFX vs. Frank Turner – West Coast vs. Wessex

NOFX und Frank Turner kennen sich bereits seit geraumer Zeit, sind einander freundschaftlich verbunden und wollten eigentlich dieses Jahr gemeinsam auf Tour gehen. Das klappte aus bekannten Gründen nicht; ein zweites, von Fat Mike angestoßenes Projekt erblickt nun allerdings doch das Tageslicht. Auf „West Coast vs. Wessex“ covern sich NOFX und Frank Turner gegenseitig – jeweils fünf Songs, jeweils älteres Material und natürlich ordentlich umgekrempelt.

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Daniel Blumberg

Daniel Blumberg – On&On

Persönliche Einschnitte inspirierten Daniel Blumberg zu „Minus“, einem Soloexkurs zwischen Dekonstruktion und halb-improvisierter Liedästhetik. Das ehemalige Mitglied von Cajun Dance Party und Yuck, zugleich ebenso als Soundtrack-Experte und bildender Künstler tätig, bricht auf Solopfaden vertraute Strukturen auf. So entstand seine neue Platte im Rahmen von Live-Sessions mit Musiker*innen der Londoner Improv-Bühne Café OTO. „On&On“ dreht sich um die Suche nach dem endlosen Lied.

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Friedemann Weise

Friedemann Weise – Das Weise Album

Seher der „heute-show“ und Frequentierer von Kleinkunstbühnen sind mit Friedemann Weise bestens vertraut. Der Liedermacher und Satirist ist aber kein reiner Comedy-Künstler, sondern begnadeter Songwriter und gewitzter Beobachter mit messerscharfem Blick. Ab und an veröffentlicht der 47jährige Alben, wobei das letzte bereits acht Jahre auf dem Buckel hat. Unter der Ägide von Jungproduzent Nicolas Epe (u.a. The Screenshots) entstand „Das Weise Album“.

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