Palm Ghosts

Palm Ghosts – Loop Arcade

Das Trio Palm Ghosts um Songwriter und Produzent Joseph Lekkas beackert seit einigen Jahren das breite Dream-Pop- und Post-Punk-Feld mit Songs, die ein wenig an Echo And The Bunnymen, an U2 und New Order erinnern. Hohe Releasefrequenz – mehrere EPs und einzelne Songs pro Jahr, dazu ein paar Alben – bei gleichzeitig hoher Qualität sorgt für einen erstaunlichen Katalog seit der ersten Songsammlung vor sechs Jahren. Auf der neuen EP „Loop Arcade“ finden sich sechs weitere Tracks, die unterschiedlicher kaum sein könnten.

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The Naked And Famous

The Naked And Famous – Recover

Mit ihrem Debütalbum „Passive Me, Aggressive You“ gingen die Neuseeländer The Naked And Famous förmlich an die Decke. Zwei waschechte Airplay-Hits, ausverkaufte Touren und große Support-Slots machten die Band von der kleinen Insel quasi über Nacht weltberühmt. Die Nachfolger waren nicht schlecht, schafften es aber nur selten, die Magie des Einstands zu erreichen. In den letzten Jahren schrumpfte das Quintett zum Duo zusammen, einzig die beiden Sänger und Klangschmiede Alisa Xayalith und Thom Power blieben übrig. Das wirkt sich gewissermaßen auch auf den Sound des neuen Albums „Recover“ aus.

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Howling

Howling – Colure

Nur wenige Künstler hauchen elektronischer Musik so viel Seele ein wie Howling. Das Duo um den australischen Sänger RY X und den Deutschen Frank Wiedemann, eine Hälfte von Âme, sorgte vor fünf Jahren mit „Sacred Ground“ für verdiente Furore. Zuletzt arbeitete man abwechselnd für sich und zusammen, einzelne Songs entstanden, dazu Platten der jeweiligen Projekte. Auf „Colure“ finden X und Wiedemann erneut zusammen und beschreiben – alleine schon durch Artwork und Titel – wie diese beiden Welten, diese beiden Planeten miteinander harmonieren können.

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Pretenders

Pretenders – Hate For Sale

Eigentlich eine bizarre Situation: Obwohl Chrissy Hynde seit beinahe 15 Jahren mit demselben Line-up um die Welt tourt, ist dieses Quartett erst jetzt als Pretenders auf Platte zu hören – frühere Werke wurden mit Studiomusikern und anderen Wegbegleitern aufgenommen. Beweisen müssen die britischen Rock-Legenden nach über vier Jahrzehnten im Geschäft freilich nichts mehr, und so erfüllt „Hate For Sale“ einfach mal sämtliche Erwartungen.

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L.A. Salami

L.A. Salami – The Cause Of Doubt & A Reason To Have Faith

Es gibt viel zu wenig gute Storyteller in der Musikwelt. Unter ihnen ist L.A. Salami ein Outlier. Mit Meistern des Genres wie Bob Dylan aufgewachsen, zugleich aber so unterschiedliche Einflüsse wie Indie, Folk, HipHop und Blues in einen Topf werfend, steht Lookman Adekunle Salami – kein Künstlername – für eklektische, unpolierte Rohdiamanten im XXL-Format. Sein drittes Album „The Cause Of Doubt & A Reason To Have Faith“ dreht sich lose um das Konzept eines Gottes, und wie sich Menschen solche Figuren durch technologische Konzepte selbst erschaffen.

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Silverbacks

Silverbacks – Fad

Von der extensiven Vinyl-Sammlung ihres Vaters inspiriert, gründeten die Brüder Daniel und Kilian O’Kelly eine Band. Im College in Dublin lernten sie Emma Hanlon und Peadar Kearney kennen, der Kontakt zu Gary Wickham wurde schließich bei einem Wilco-Konzert geknüpft. Silverbacks, so der Name der gemeinsamen Band, haben mit dem smooth-experimentellen Indie-Sound der US-Amerikaner allerdings herzlich wenig zu tun. Stattdessen docken die Iren im No Wave-Bereich an – Punk-Reste, Post-Punk-Vorboten, Art und Noise begleiten das Debütalbum „Fad“.

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Janice Prix

Janice Prix – Waking

Janice Prix haben es sich alles andere als einfach gemacht und spielen elektronischen Indie-Pop in einer Stadt, die für ihre lebhafte Metal- und Punk-Szene bekannt ist. Von offener Ablehnung zu sprechen, wäre dezent übertrieben – eines Tages wurden gefälschte Nachrufe mit den Namen der Mitglieder an die Studiotür genagelt. Unbeeindruckt davon widmet sich das Trio ihren Noir-Klängen, hörbar in den 80er Jahren verwurzelt, und doch im Hier und Jetzt angesiedelt. „Waking“ zeigt eine Band, die tatsächlich aufwacht und die Welt begrüßt.

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Protomartyr

Protomartyr – Ultimate Success Today

Wo Protomartyr aufschlagen, wächst nichts mehr. Schon gar kein Gras. Seit über einem Jahrzehnt verbreitet die US-Band bedrohliche, unheilvolle Stimmung. Ihre Mischung aus Post Rock und noisigem Gothic Rock ist der Soundtrack für die gefühlten Untergangsszenarien dieser Zeit, von jüngeren Ereignissen inspiriert. Apropos jüngere Ereignisse: Der Re-Release der vergriffenen Debütalbums veranlasste das Quartett, einen Blick auf diese anfängliche Dringlichkeit im Sound zu werfen und sie erneut aufzugreifen. „Ultimate Success Today“ münzt besagten jugendlichen Elan auf gegenwärtige Verzweiflung um.

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Portmonee

Portmonee – 404

Von Resignation und Perspektivenlosigkeit ließen sich Portmonee nie unterkriegen. Eine Jugend in Ostdeutschland – man fühlte sich falsch und lag damit richtig. Was sich ominös liest, macht auf Platte Sinn. Nach dem Umzug in die Hauptstadt fand sich das Sextett im Indie-Bandformat. Nicht komplett poppig, aber auch keine zwingenden Rocker, schon mal elektronisch beeinflusst, ab und an mit HipHop und Soul flirtend: Das Debütalbum „404“ will wie ein Biopic verstanden werden.

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Margo Price

Margo Price – That’s How Rumors Get Started

Nach zwei mit ihrer Tour-Band aufgenommenen Album wollte Margo Price etwas Neues ausprobieren. Gemeinsam mit ihrem langjährigen Freund Sturgill Simpson, der ihr extra eine Studio-Formation zusammenstellte, schloss sie sich ein und versuchte sich an frischen Ansätzen, welche die etablierten Country-Pfade nun deutlich erweitern sollen. Prices drittes Studioalbum „That’s How Rumors Get Started“ gibt sich insgesamt rockiger und fieberhafter, nimmt aber auch eine kräftige Prise Pop-Charme mit.

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