Yukon Blonde

Yukon Blonde – Vindicator

Stillstand? Für Yukon Blonde unvorstellbar. Mit beinahe jedem Album verändern sie ihre Sound, starteten einst als Gitarrenrock-Band und hangelten sich über Pop-Exkurse in elektronisch angehauchte Indie-Gefilde. Nun kommt alles zusammen, bloß eine Spur grooviger und Keyboard-lastiger. „Vindicator“ nennt sich die neueste Häutung des kanadischen Quintetts; die erste Platte, die komplett in Eigenregie aufgenommen und produziert wurde.

Weiterlesen
Petter Carlsen

Petter Carlsen – The Sum Of Every Shade

Seit Jahren begeistert und überrascht Petter Carlsen mit seinem eklektischen musikalischen Ansatz, der vornehmlich mit Progressive Rock und Indie Pop arbeitet, dabei unzähligste Folk-, Rock- Metal- und Pop-Subformen miteinbezieht. Er sang ein Album lang mit Long Distance Calling (und ist weiterhin gerngesehener Gast), nimmt mit Pil & Bue fieberhafte Hymnen auf und widmete sich zuletzt norwegischer Folklore in Musik und Text. Kurzum: Man weiß nie so genau, was Carlsen serviert. Auf „The Sum Of Every Shade“ kommen nun so ziemlich alle Einflüsse zusammen. Der Titel ist, wenn man so will, Programm.

Weiterlesen
The Casket Lottery

The Casket Lottery – Short Songs For End Times

Lange Pausen werden überbewertet, denn The Casket Lottery machen einfach weiter, wo sie vor acht Jahren aufhörten. Nach dem Release von „Real Fear“ zog sich die US-Band langsam, aber sicher zurück. Der Vinyl-Re-Release ihrer ersten drei Alben im Jahr 2017 entfachte das Feuer erneut, man ging wieder auf Tour und hatte plötzlich Bock auf Musik. Gitarrist und Sänger Nathan Ellis schrieb „Short Songs For End Times“ mit der Live-Situation im Hinterkopf. Eine große Gitarrenplatte sollte es werden, und genau das ist den Veteranen gut 20 Jahre nach ihrem Debüt tatsächlich gelungen.

Weiterlesen
All diese Gewalt

All diese Gewalt – Andere

So stark Die Nerven auch sind: Max Rieger wollte immer schon etwas haben, das nur ihm gehört. Deswegen entstand 2013 All diese Gewalt, ein Soloprojekt für den rastlosen Musiker, der Stress und Hektik schätzt, der nicht durchatmen will. Zuletzt kramte er diesen Nebenschauplatz vor vier Jahren hervor, als sich „Welt in Klammern“ ins semi-konzeptuelle Chaos stürzte und daran große Freude fand. „Andere“ brauchte laut Rieger geraume Zeit, um sich zu finden und zu sortieren. Das Ergebnis wirkt geräumiger und konkreter zugleich.

Weiterlesen
King Creature

King Creature – Set The World On Fire

Von 0 auf 100 in zwei Jahren: So viel Zeit verging zwischen der Gründung von King Creature und einem ersten Support-Gig für Motörhead. Das Quartett aus Cornwall teilte sich in späteren Jahren die Bühne mit Megadeth und Down, tourte mit Therapy? durch das Land und veröffentlichte nebenbei ein beachtliches Album sowie mehrere Kleinformate. Für den Nachfolger musste das Hard-Rock-Quartett in eine Garage ausweichen und sich digital mit Produzent John Cornfield austauschen – ein Begleiteffekt des ersten britischen Lockdowns. Entsprechend ist der Albumtitel „Set The World On Fire“ als Kampfansage zu verstehen.

Weiterlesen
Thelonious Monster

Thelonious Monster – Oh That Monster

Bereit für ein weiteres Comeback? Für Thelonious Monster ist dies bereits die dritte Reunion. In den 80er und 90ern veröffentlichten die US-Amerikaner einige bissige Punk-Platten, tauchten unter, kamen für Live-Aktivitäten und „California Clam Chowder“, das bislang letzte Studioalbum aus dem Jahr 2004, wieder zusammen, machten abermals eine Pause bis zu einem kleinen Live-Comeback, und sind nun zurück. Wie lange dieser Zustand mit immerhin drei Mitgliedern des Original-Lineups hält, muss sich erst zeigen. Das neue Werk „Oh That Monster“ erscheint pünktlich zum Wahltag in den USA. Worum bzw. um wen es geht, liegt auf der Hand.

Weiterlesen
Pale Honey

Pale Honey – Some Time, Alone

Die überaus sympathischen Pale Honey zeigen einmal mehr, dass Göteborg längst nicht nur reine Melodic-Death-Metal-Heimatstadt ist. Der Sound der Schweden wirkt im besten Sinne eigentümlich – schroffer, traumwandlerischer Alternative Rock mit deutlichem Pop- und sogar Electro-Einschlag. Für ihr drittes Album wollte das Trio so ehrlich und mutig wie noch nie sein. Eben jenes Selbstbewusstsein ist auf „Some Time, Alone“ omnipräsent.

Weiterlesen
Lester

Lester – Die beste aller Zeiten

Raus aus der Tristesse eines absoluten Mistjahres, vorbei am Stillstand und hin zur Hoffnung auf Glück, auf bessere Tage: Lester liefern die Antithese zu Pein und Pandemie mit zehn Songs zwischen Punk, Indie und 90s-Emo. Was auf dem Debütalbum der vier Münchner bereits recht gut funktionierte, wird nun kultiviert: Mit einem neuen Label im Rücken versucht „Die beste aller Zeiten“ ein Meer aus geplatzten Träumen vergessen zu machen.

Weiterlesen
Mourn

Mourn – Self Worth

Ein Frühjahr, das so schnell niemand vergessen wird: Von der grassierenden Pandemie ganz abgesehen, hatten Mourn plötzlich mit internen Problemen zu kämpfen. Die Gruppendynamik stimmte nicht mehr, Drummer Antonio Postius verließ schließlich die Band. Die Katalanen befreiten sich von diesen Missetönen und zogen sich für eine knappe Woche in ein kleines Haus in den Pyrenäen zurück, um neue Songs zu schreiben. Zurück in der Heimat, mit einem neuen Drummer, fand man den Teamspirit schnell wieder und nahm neue Musik auf. Mit „Self Worth“ halten Mourn ihren Zwei-Jahres-Rhythmus und servieren eine waschechte Empowerment-Platte.

Weiterlesen
Statues

Statues – Holocene

Vor knapp zwei Jahren tauchten Statues mit „Adult Lobotomy“ aus dem Nirgendwo auf und gingen durch die Decke. Der überwältigende Dampfhammer kam und kommt allerdings nicht von ungefähr, denn die Mitglieder spielen bereits seit 1991 in verschiedenen Formationen zusammen. Über die Jahre wurden die Schweden immer wütender und schraubten die Intensität in die Höhe. In dieser Konstellation wagt sich das Trio an eine Mischung aus Proto-Indie-Rock mit Garage-Schlagseite sowie Punk Rock mit gelegentlichem Post-Präfix. Für „Holocene“ wurden gleich über 40 Songs geschrieben, von denen es letztlich elf auf die Platte schafften.

Weiterlesen

Wir verwenden Cookies. Cool?