The 1975 – A Brief Inquiry Into Online Relationships

Um eines mal gleich klarzustellen: The 1975 sind keine 70er-Retro-Rockband und klingen auch in keiner Hinsicht nach jenem Jahrzehnt. Das Quartett aus Manchester, das sich nach der merkwürdigen Datierungsweise im Tagebuch eines alten Beat-Musikers benannt hat, begann in den Gründungstagen zwar als Punkband, entwickelte sich aber schon auf dem Debütalbum in Richtung Pop-Rock mit starken 80er- und 90er-Referenzen. Wobei die Musikrichtung der Band ohnehin nicht in Stein gemeißelt scheint, denn wo das letzte, in mehreren Ländern die Spitze der Charts erreichende Album „I Like It When You Sleep…“ noch stark an die 80er-Revival-Welle angelehnt war, wagt man auf „A Brief Inquiry Into Online Relationships“ den Sprung in die stilistische Breite und ins Experimentelle.

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Beans On Toast – A Bird In The Hand

Am 1. Dezember 2018 feiert Jay McAllister gleich doppelt Geburtstag. Es ist nicht nur sein eigener, er veröffenticht außerdem zum zehnten Mal ein neues Studioalbum unter seinem Künstlernamen Beans On Toast. Und dieses Mal gilt es eine besonders hohe Hürde zu überwinden, denn „Cushty“ aus dem Vorjahr geht locker als bisheriges Karriere-Highlight durch. „A Bird In The Hand“ trägt eine noch persönlichere Färbung als zuletzt.

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Orango – Evergreens

Orango spielen sich abermals in einen Rausch. Das norwegische Trio veröffenlicht neues Material in kurzer Abfolge und weiß immer wieder zu überraschen. „Evergreens“ markiert überhaupt den Aufbruch in eine neue Ära. Südstaaten-Klänge bleiben wichtiger Eckpfeiler des Sounds, werden nun aber auf deutlich trockenere Hard-Rock- und Blues-Arrangements heruntergebrochen. Außerdem halten deutlich proggigere Elemente Einzug.

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Hilma Nikolaisen – Mjusic

Hilma Nikolaisen stammt aus einer besonders musikalischen Familie. Ihre erste Punk-Band gründete sie bereits im zarten Alter von fünf Jahren. Mit dabei war Bruder Ivar, mittlerweile bei The Good The Bad And The Zugly sowie, seit kurzem, der Kult-Formation Kvelertak tätig. Die gemeinsame Band aus Kindheitstagen hieß schlicht und ergreifend „Mjusic“, und das ist zugleich auch der Titel von Nikolaisens zweitem Album.

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Oxen – Postpone And Forget

Zwei alte Schulfreunde ziehen in die große Stadt und gründen eine Band: So oder so ähnlich lässt sich die Geschichte von Oxen auf den Punkt bringen. Erik Hases und Stefan Söderqvist kennen sich von Kindesbeinen an, lebten im Herzen Schwedens, versuchten sich an der Musik und wagten schließlich den Sprung nach Stockholm. Dort entstand Oxen, ein Power-Duo nach dem (musikalischen) Vorbild von Johnossi. Nach einer selbstbetitelten EP folgt nun das Debütalbum „Postpone And Forget“, bis zum Rand hin voll mit eingängigen Indie Pop/Rock-Perlen.

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Albert Luxus – Diebe

Bis dato dürfte der Name Albert Luxus selbst der breiten Indie-Öffentlichkeit noch weitestgehend unbekannt sein. Matthias Albert Sänger und Andreas Kiwitt hatten 2009 und 2011 bereits zwei englischsprachige Platten in Eigenregie auf den Markt gebracht, widmeten sich dann jedoch anderen Projekten (u.a. Wellness und When People Had Computers). Im Frühjahr diesen Jahres durfte es endlich wieder luxuriös werden – nun auf Deutsch, leicht verspielt und mit einem Hauch von Nostalgie ausgestattet. Auf die EP folgt nun das Debütalbum „Diebe“.

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Pranke – Monkey Business

Jazz, so befanden einst Die Ärzte, sei anders. Von Pranke konnten die Punk-Veteranen zu diesem Zeitpunkt nichts wissen. Das deutsch-isländische Duo verpasst aktuell der Berliner Jazz-Rock-Szene eine überaus vitale Frischzellenkur. Von Math- und Kraut-Elementen begleitet, tanken sich Daniel Bödvarsson und Max Andrzejewski durch mitunter wahnwitzige Jam- und Fusion-Landschaften. „Monkey Business“ wird seinem Namen gerecht.

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Samavayo – Vatan

Samavayo verbreitern sich gekonnt. Die Berliner Stoner-Veteranen wollen musikalisch wesentlich mehr. Zu den vertrauten Psychedelic- und Desert-Einflüssen gesellen sich nun handfester Prog und überraschender Alternative Rock, begleitet von gewohnt politischen, aufwühlenden Texten. Somit bietet „Vatan“, das Debüt für Noisolution, zugleich vertraute Kost und beschreitet dennoch komplett neue Wege.

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ClickClickDecker – Am Arsch der kleinen Aufmerksamkeiten

Bei ClickClickDecker geht es gerne mal ein wenig gemütlicher vor sich – nicht nur auf Platte, sondern auch dazwischen. Fast fünf Jahre vergingen seit „Ich glaub dir gar nichts und irgendwie doch alles“, der erste Chart-Einstieg in der Bandgeschichte. Von Untätigkeit kann aber keine Rede sein, wie alleine schon ein Blick auf die diversen Nebenschauplätze zeigt. Nun ist das Trio um Tausendsassa Kevin Hamann mit dem sechsten Studioalbum zurück, das natürlich wieder einen klingenden Namen trägt: „Am Arsch der kleinen Aufmerksamkeiten“.

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Ryley Walker – The Lillywhite Sessions

Der überaus umtriebige Ryley Walker ist um keine schräge Ideen verlegen. Nur ein halbes Jahr nach seinem bis dato letzten regulären Album „Deafman Glance“ widmet er sich… der Dave Matthews Band? Wobei, auch das ist nur halb richtig, denn eigentlich befasst sich Walker mit einem Bootleg, den legendären „The Lillywhite Sessions“. Dieses populäre Bootleg aus Filesharing-Tagen, ursprünglich vor dem Top-Seller „Everyday“ aufgenommen, später verworfen und schließlich als Neuaufnahme unter dem Namen „Busted Stuff“ veröffentlicht, wird nun durch einen überraschend jazzigen Fleischwolf gedreht.

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