FredAtLast

FredAtLast – Banner Of A Lost Belief

1996 rief Fredrik Wallin gemeinsam mit seinen Schulfreund*innen Yukimi Nagano und Erik Bodin eine erste Band ins Leben, Little Dragon. Was als Jam-Session nach Unterrichtsende gedacht war, hat tatsächlich bis heute Bestand. Wallin sammelte im Laufe der Zeit jedoch alle möglichen eigenen Ideen für ein Solowerk, überwiegend zuhause in Improvisationssitzungen erdacht und in einer alten, angemieteten Holzwerkstatt geschrieben. Fünf Jahre ließ er sich dafür Zeit, nun bemüht er unter dem Pseudonym FredAtLast erstmals eigene Wege. Die EP „Banner Of A Lost Belief“ konzentriert sich auf einfühlsame Songs, die möglichst weit weg von Little Dragon entfernt sein sollten.

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Snake

Snake – Undreams

Nach ihrem gefeierten Debütalbum „Cradle Of Snake“ supporteten Snake unter anderem Refused, erhielten einen schwedischen Indie-Award und schienen plötzlich zu verblassen. Eine natürliche Pause entwickelte sich zum scheinbaren mehrjährigen Stillstand, in dem sich die drei Musikerinnen aus Stockholm um diverse Solo- und Nebenschauplätze kümmerten. Tatsächlich begannen die Arbeiten am Nachfolger bereits 2017, inspiriert durch #MeToo. Entstanden ist eine relativ düstere Platte, die aus schwierigen Erfahrungen Kraft bezieht und das Gemeinsame betont. „Undreams“ stellt sich dem Leben und bemüht sich um Veränderungen.

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Hater

Hater – Sincere

Zwei Alben, großes Halleluja: Hater aus Malmö sind so etwas wie ein Geheimtipp. Der Indie-Ansatz des südschwedischen Quartetts spielt sich irgendwo zwischen Rock, Pop und Shoegaze ab, die Mischung aus Hooks und Entfremdung brachte sie auf Festivals in ganz Europa und sogar bis in die USA. Zwischenzeitlich begrüßte man gleich zwei neue Bandmitglieder, die Chemie stimmte allerdings sofort. Erste Demos waren schnell entstanden, die Veredelung zu düsteren, bittersüßen Perlen ein Leichtes. „Sincere“ ist nach kleiner Studiopause eine Rückkehr und Bestätigung vertrauter Form.

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!!! (Chk Chk Chk)

!!! (Chk Chk Chk) – Let It Be Blue

Stillstand ist der Feind von !!!, seit mittlerweile 25 Jahren. Die Band aus Kalifornien häutete sich im Laufe ihrer Platten wiederholt, verschliss dabei ordentlich Musiker und orientierte sich laufend neu. Ihr neuntes Album wurde überwiegend distanziert erarbeitet, Tonspuren wanderten hin und her, man suchte zugleich nach frischen musikalischen Möglichkeiten. „Let It Be Blue“ wird nun als neuer Gipfel des Minimalismus und der Entschlackung angekündigt, ohne dabei die eigentliche Mission aus den Augen zu verlieren. Mit der Vision einer Rückkehr auf die Tanzflächen der Welt vor Augen, bemüht das Sextett ein im besten Sinne unerwartet Dance-lastiges Werk.

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Rolling Blackouts Coastal Fever

Rolling Blackouts Coastal Fever – Endless Rooms

In einem kurzen Zeitfenster der Freiheit zogen sich Rolling Blackouts Coastal Fever in ein kleines Haus nördlich von Melbourne zurück, das in den 70er Jahren von der Großfamilie der Russo-Brüder Tom (Gesang, Gitarre) und Joe (Bass) erbaut worden war. Die zwölf Tracks für das neue Album nahmen den Esprit dieses Orts an und so entschied sich das Quartett, dort gleich aufzunehmen, erstmals sogar komplett selbst zu produzieren. „Endless Rooms“ beschreibt nich nur die Gegebenheiten des Hauses, sondern zeugt zugleich vom vielfältigsten Werk der Australier bis dato.

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Vague

Vague – Out Soon

Zwischen Wien und Berlin entstehen zeitlose, schwebende Songs, die Genregrenzen bestenfalls vage definieren. Vague haben den passenden Bandnamen für ihren Sound. Das Quintett mit gleich drei Songwritern und Sängern tankt sich durch die Jahrzehnte mit Anleihen von Shoegaze, New Wave, Psychedelic, Kraut und Pop, vornehmlich in gemächlicheren, Collagen-artigen Gefilden angesiedelt. Entsprechendes gilt auch für ihr mittlerweile drittes Album. „Out Soon“ vereint gleich 15 Songs auf 57 Minuten und nähert sich der gefühlvollen, zumindest oberflächlich tiefenentspannten Überforderung.

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Hook, Line And Sinker

Hook, Line And Sinker – (Smooth Jazz Implies The Existence Of) Rough Jazz

Müssen sich Schweizer Riffs zwangsläufig in Zeitlupe abspielen? Die Quote des furchtbaren Witzes wäre somit erreicht, die Aufmerksamkeit gilt von nun an Hook, Line And Sinker. Tatsächlich spielen Riffs eine wichtige Rolle im Sound des Trios aus Freiburg im Üechtland, das musikalisch weitestgehend in der Wüste beheimatet ist. Stoner, Desert, Fuzz und Psych, aber auch verwaschene Pop-Ideen finden sich auf ihrem ersten Album wieder. Das trägt den wunderbar ausladenden Titel „(Smooth Jazz Implies The Existence Of) Rough Jazz“, wobei eine Sache festgehalten werden möchte: Jazz findet sich auf dieser Platte nicht. Muss ja auch nicht sein.

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Bloc Party

Bloc Party – Alpha Games

Back and to the left: Das letzte Bloc Party-Album hat tatsächlich über sechs Jahre auf dem Buckel. „Hymns“ zeigte eine Band auf dem Scheideweg, noch ohne die damals recht frischen Neuzugänge Louise Bartle und Justin Harris geschrieben, nach einer musikalischen Identität suchend. Auf Tour und bei Live-Performances des legendären Debüts „Silent Alarm“ fand man sich und den eigenen Sound (wieder). „Alpha Games“ ist bereits seit 2018 in Arbeit, wurde in Etappen geschrieben und aufgenommen, entstand im Kollektiv und distanziert sich ein wenig von der jüngsten Sinnkrise.

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Jono McCleery

Jono McCleery – Moonlit Parade

Nach „Pagodes“ bog Jono McCleery vom vermeintlichen Highway des Erfolgs ab, so will es zumindest seine aktuelle Bio wissen. Auf seine von der Kritik gefeierten Werke folgte ein Labelwechsel sowie der Drang, in Eigenregie und nach eigenem Gutdünken aufzunehmen und zu produzieren. „Here I Am And There You Are“ war ein kleiner, wenngleich höchst gelungener Bruch. Elektronische Spuren sind mittlerweile weitestgehend verschwunden: Das neue Werk „Moonlit Parade“ entstand im Band-Line-up und trägt eine wunderbar blues-jazzige Retro-Note in sich.

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Arionce

Arionce – Calls From Afar Shores

Das stete, häufig widersprüchliche Verhältnis zwischen Spannung und Entspannung begleitet Arionce seit ihrer ersten EP. Das Berliner Quartett tummelt sich im weiten Alternative-Rock-Mikrokosmos, begleitet von Prog- und Indie-Einflüssen, zwischen Atmosphäre, Hymne und Nachdruck pendelnd. Ihr Debütalbum nahmen sie im eigenen kleinen, frisch ausgebauten Studio auf, wo sie alle Zeit der Welt hatten, mit Sounds und Stimmungen zu experimentieren. „Calls From Afar Shores“ befasst sich mit der Suche nach Kraft in Zeiten sozialer Isolation, nach dem Verlust eines geliebten Verwandten, im Umgang mit der Demenzerkrankung des eigenen Vaters.

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