Evanescence – Evanescence

Die Bandgeschichte der amerikanischen Alternative-Rocker Evanescence darf man getrost als bewegt titulieren. Nach dem Durchbruch mit der Single „Bring Me To Life“ und dem Album „Fallen“ im Jahr 2003 verließ Mitbegründer und Gitarrist Ben Moody urplötzlich die Truppe, angeblich wegen musikalischer Differenzen zwischen ihm und seiner Jugendfreundin, Sängerin Amy Lee. Drei Jahre Rehabilitationszeit später erschien 2006 mit „The Open Door“ ein ebenfalls erfolgreicher Nachfolger. Doch erneut spaltete sich die Band: Im Mai 2007 gab man die Trennung von Gitarrist John LeCompt und Schlagzeuger Rocky Gray bekannt. In diesem Jahr geht man also mit einer fast kompletten Neubesetzung an den Start. Das Ergebnis des selbstbetitelten dritten Studioalbums büßt jedoch qualitativ keineswegs ein.

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Fenech-Soler – Stop And Stare

Der massiven Unterstützung von Groove Armada, die Fenech-Soler mit auf Tour nahmen und Sänger Ben Duffy ihre Single „Paper Romance“ einsingen ließen, ist es unter anderem zu verdanken, dass sich das britische Quartett mittlerweile einen Namen machen konnte. Auch wenn man bislang nicht an den Erfolg von Kollegen wie The Naked And Famous oder Gypsy & The Cat anknüpfen konnte: Rein musikalisch gesehen macht ihr selbstbetiteltes Debütalbum immer noch verdammt viel Spaß. Die mittlerweile dritte Single „Stop And Stare“ übt sich in zartem Understatement und verleiht klassischen Dance-Pop-Klängen eine leicht melancholische Note.

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Paley & Francis – Paley & Francis

Zwei Stimmen, eine Platte: Reid Paley (Reid Paley Trio) und Black Francis (aka Francis Black, The Pixies) haben sich an einem wahren Schnellschuss versucht. Die Musik für ihr gemeinsames Album haben sie an drei Nachmittagen im Eilverfahren geschrieben, weil Francis an jedem dieser Tage für Soloshows in New York verweilte. Man teilte sich die zehn Songs auf, jeder schrieb zu deren fünf Texte und sang die Lead Vocals, während der jeweils andere die Backings übernahm. Aufgenommen wurden die Songs an zwei kurzen Tagen vor einem Jahr, weil an den Abenden Pixies-Shows am Programm standen. Klingt alles recht hektisch – sämtliche verwendete Aufnahmen sind First Takes – funktioniert aber überraschend gut, wie „Paley & Francis“ beweist.

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Guano Apes – This Time

Als sich die Guano Apes im Frühjahr nach ihrer erfolgreicher Live-Reunion mit einem neuen Studioalbum zurückmeldeten, waren zynische Stimmen weit verbreitet – kein Wunder nach schwachen Soloalben und Nachfolgeprojekt. Ob des Geldes wegen oder nicht: „Bel Air“ hat es an die Spitze der Charts geschafft mit einem neuen, deutlich rockigeren Sound. Nun erscheint eine ‚Gold Edition‘ des Albums mit zwei neuen Songs und einer zusätzlichen DVD, gesäumt von der mittlerweile dritten Single „This Time“, die allerdings nur digital erhältlich sein wird.

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DZ Deathrays – Ruined My Life

Während sich Death From Above 1979 endlich wieder zusammengerauft haben und zumindest gemeinsam auf Tour gegangen sind – ein eventuelles neues Album steht noch in den Sternen – schaffen es ihre potentiellen Nachfolger aus Australien mit zweijähriger Verspätung endlich auch nach Deutschland. DZ Deathrays (ehemals DZ) kultivieren eben jene Dancepunk-  / Noise-Rock-Melange, die das DFA-Duo vor sieben Jahren in sämtliche Hipster-Lokale katapultiert hat. Sänger Shane Parsons und Drummer Simon Ridley haben nun ihre EP „Ruined My Life“ am Start, die Down Under bereits seit 2009 erhältlich ist.

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Veto – This Is Not

Was sich zu Jahresbeginn angedeutet hat, ist mittlerweile sympathische Realität geworden. Mit „Everything Is Amplified“, dem Nachfolger zum wahnwitzigen internationalen Debüt „Crushing Digits“, haben es die Dänen Veto erneut geschafft, Indie-Klänge in ein schwer tanzbares Gewand zu zwängen. Im Jänner bereits als Teaser veröffentlicht „This Is Not“, gleichzeitig auch die neue Single. Klingt komisch, ist aber durchaus Usus: Aus einem 1-Track-Download ist nun ein stattliches Bundle geworden, speziell für Club-Freunde. Der Qualität des Songs an sich schadet so ein Re-Release freilich überhaupt nicht.

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Emil Bulls – Oceanic

Nach sieben Studioalben (und zwei Livealben) im Laufe ihrer mittlerweile 16 Jahre andauernden Karriere kann man Emil Bulls getrost als etabliert bezeichnen. Die fünf Münchener nähern sich wieder den Chartpositionen ihrer Anfangszeit und müssen längst nicht mehr auf Cover-Versionen zurückgreifen. Im Gegenteil: „Smells Like Rock’n’Roll“, „Leaving You With This“ und „Newborn“ dürfen mit Fug und Recht als Klassiker bezeichnet werden. Einordnen lassen sich die Herren auch auf „Oceanic“, ihrem siebten Streich, noch nicht, haben aber dennoch längst ihren eigenen Sounds zwischen Hits und kleineren Schönheitsfehlern gefunden.

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Jennifer Rostock – Ich kann nicht mehr

Sie haben Spaß. Sie haben Aufmerksamkeit. Sie lassen sich nicht abstempeln. Für Jennifer Rostock läuft es gerade wie geschmiert: Ihr drittes Album „Mit Haut und Haar“ katapultierte sie mit links in die deutschen Top 5. Intensiv, ausgeflippt und facettereich präsentiert sich die Band um Jennifer Weist – und das mit zunehmenden Erfolg. Überraschend, dass sie Mecklenburg-Vorpommern erneut beim Bundevision Songcontest vertreten werden? Warum nicht? Zum milden Herbstbeginn wagen sich die Musiker an balladeskere Töne mit „Ich kann nicht mehr“.

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Nneka – My Home

Dreieinhalb Jahre ist es mittlerweile her, dass Nnekas bislang letztes Album „No Longer At Ease“ erschienen ist – eine bewegte Zeit für die 30jährige Nigerianerin, die mittlerweile seit über einer Dekade in Hamburg lebt. Während sie sich in Deutschland rar machte, eroberte sie die britischen Charts und hatte zahlreiche Auftritte in den USA, unter anderem in der David Letterman Show. Nun ist das Soul- und Reggae-Wunder wieder zurück mit „Soul Is Heavy“, das am 7. Oktober erscheinen soll. Vorab gibt es als bereits zweite Single „My Home“, leider erneut nur als rein digitalen Release.

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