Schlagwort: Alternative Rock

PEACH

PEACH – Only Love

Ein Riesenalbum aus dem gefühlten Nirgendwo … und jetzt? Gleich mit dem Einstand gelang PEACH ein Volltreffer. Das Quartett aus Bristol veröffentlichte sein Debüt im September 2023 und punktete mit einer wütenden, intensiven Mischung aus Alternative, Grunge, Post Punk und Noise sowie dem einen oder anderen Abstecher in die Wüste. Daran hat sich seither herzlich wenig geändert. „Only Love“ tritt nun ein schweres Erbe ein, tobt sich mit den gewonnenen Erfahrungen der letzten Jahre aus und hat hörbar wenig Lust darauf, auch nur im Geringsten nachzugeben – das sollte spätestens nach einem Blick auf das Artwork keineswegs überraschen.

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Temples

Temples – BLISS

Seit bald 15 Jahren ackern sich Temples aus Kettering durch ihren ureigenen Psych- und Alternative-Mikrokosmos. Nachdem ihre ersten drei Alben in den UK-Charts gelandet waren, der Einstand sogar auf Platz 7, lief mit „Exotico“ im Frühjahr 2023 rein gar nichts. Einige Fans, die die Band auf Tour getroffen hatten, wussten nicht einmal von der neuen Platte. Dieser Schock musste erst einmal verdaut werden. Neue Songs ergaben sich erst nach und nach anhand von Home-Recording-Ideen, man baute sich ein neues Team auf, wechselte zu V2 Records und nahm zudem alles in Eigenregie auf, arbeitete einzelne Tracks sogar erst im Studio fertig aus. „BLISS“ ist mehr als nur ein lautstarkes Lebenszeichen geworden.

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Hard-Fi

Hard-Fi – Sweating Someone Else’s Fever

2005 tauchten Hard-Fi auf und dominierten zumindest eine Saison lang den Indie-Zeitgeist. „Hard To Beat“ ist und bleibt ein unkaputtbarer Sommerhit, das erste Album „Stars Of CCTV“ erreichte Platz 1 in Großbritannien und hierzulande die Top 20. Ihre Unbeschwertheit ging auf den nach wie vor guten beiden Folgeplatten verloren, nach einem Best-of-Album 2014 tauchte man erst einmal unter. Comeback-Gigs 2022 und 2023 entfachten das sprichwörtliche Feuer erneut, mit „Sweating Someone Else’s Fever“ gibt es nun tatsächlich ein erstes neues Studiowerk seit stolzen 15 Jahren. Und das mit einer Rückkehr zu alten, bewährten Qualitäten.

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Modest Mouse

Modest Mouse – An Eraser And A Maze

Mit ihrem ersten Album seit fünf Jahren melden sich Modest Mouse unter besonderen Vorzeichen zurück. Erstmals seit über zwei Jahrzehnten stehen sie nicht bei einem Major-Label unter Vertrag, zudem musste Isaac Brock nach diversen Ausstiegen sowie dem viel zu frühen Krebstod von Gründungsmitglied Jeremiah Green gleich drei neue Musiker ins Line-up integrieren. Ursprünglich als EP für Brocks Nebenprojekt Ugly Casanova gedacht, enstand schließlich „An Eraser And A Maze“, für das der Mastermind nach eigenen Angaben sämtliche Filter deaktivierte und sich einfach von der Musik leiten ließ. Das Ergebnis spricht für sich und wirkt wie eine Rückkehr zu den klassischen Modest-Mouse-Platten der 2000er.

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Madsen

Madsen – SMILE

Was kann man über Madsen nach mittlerweile mehr als zwei Jahrzehnten noch großartig sagen? Das mehr als verdiente erste Nummer-Eins-Album ihrer illustren Karriere liegt hinter den Wendländern, doch umgeworfen wurde deswegen selbstverständlich nichts. Ihre mittlerweile zehnte Studioplatte wurde im eigenen Proberaum aufgenommen und produziert, natürlich von der Band selbst, kommt über das eigene Label, und auch weite Teile der Videos und Social-Media-Content wurden selbst gedreht und geschnitten. Selbst gewisse Spannungen, die sich zuletzt durch die enge, langjährige Zusammenarbeit ergeben hatten, wurden souverän überstanden. „SMILE“ ist das mehr als starke Ergebnis des geplatzten Knotens.

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Sparta

Sparta – Cut A Silhouette

Jim Ward versucht weiterhin, seine Liebe für die Musik zurückzuerlangen. Das überraschende Sparta-Comeback 2020 war ein Schritt in die richtige Richtung, der eponyme Nachfolger machte viel richtig. Eine Dokumentation über den viel zu früh verstorbenen Comedian John Candy verschaffte ihm schließlich die entsprechende Motivation, genauer gesagt: eine Aussage von Macaulay Culkin (‚Kevin -Allein zu Haus‘, ‚My Girl‘). Er erwähnte, wie es Candy gelang, binnen kürzester Zeit einen Eindruck zu hinterlassen, in Erinnerung zu bleiben. „Cut A Silhouette“, wie es Culkin nannte, wurde zum Titel des neuesten Sparta-Streichs, auf dem neben Bassist Matt Miller auch erstmals der neue Drummer Neil Hennessy zu hören ist.

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Get Well Soon

Get Well Soon – Minus The Magic

Ein neues Album von Get Well Soon ist immer ein Grund zur Freude, wenngleich die vier Jahre Wartezeit doch wieder sehr lange waren. Unter anderem produzierte Konstantin Gropper fleißig für diverse Film- und Fernsehproduktionen (zuletzt „How To Sell Drugs Online (Fast)“ und „Achtsam morden“), außerdem sollten nach 20 Jahren ein paar Dinge etwas anders laufen. So wurde das siebte reguläre Studioalbum erstmals komplett in Bandbesetzung eingespielt, dazu auf die eine oder andere ältere Nummer zurückgegriffen. „Minus The Magic“ ist ein Werk über die Lebensmitte, irgendwo zwischen Bestandsaufnahme, Selbstreflexion und Blick nach vorne unterwegs.

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Abramowicz

Abramowicz – Joy Of Missing Out

Das Heartland-Herz schlägt endlich wieder in Hamburg, und das lauter denn je: Abramowicz haben nach über sechs Jahren wieder neue Musik im Gepäck. Nach der Tour zum 2019 erschienen „The Modern Times“ war erst einmal Ruhe. Für einen Nachfolger ließ man sich bewusst Zeit, erarbeitete alles nach und nach im Proberaum und integrierte mit Nico Thiel einen dritten Gitarristen, der den Sound noch größer klingen lässt. Von Dankbarkeit ist die Rede, vom Blick zurück auf die Reise der Jugend zur erwachsenen Gegenwart, vom Gemeinsamen und von Tiefgang in einer Welt voller Oberflächlichkeiten. „Joy Of Missing Out“ lehnt sich zurück und lässt doch nie locker.

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Marmozets

Marmozets – CO.WAR.DICE

Nach der ausgedehnten Tourphase zu ihrem Anfang 2018 erschienenen zweiten Album „Knowing What You Know Now“ ging es für Marmozets in eine Pause auf unbestimmte Zeit. Nur ein Jahr später wurden Sängerin Becca Macintyre und Gitarrist Jack Bottomley erstmals Eltern, 2022 heirateten die beiden. Weitere Neuigkeiten – ein Deal mit Nettwerk, eine fertige Platte, die erste Single, neue Tourdaten – kamen nach und nach hinzu. Nun steht „CO.WAR.DICE“ in den Startlöchern und beschwört vertraute Qualitäten mit ebenso vertrauter Intensität, neue Perspektiven hin oder her, und klingt trotz langer Unterbrechung so kraftvoll wie eh und je.

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Hysterese

Hysterese – Hysterese

Understatement bleibt das Motto von Hysterese. Keine großen Worte, keine Werbung, wenig Social-Media-Aktivität und Minimalismus bei der Benennung ihrer Alben zeichnen das Quartett aus Tübingen seit seienr Gründung 2009 aus. Ihre letzte Platte hat mittlerweile knapp fünf Jahre auf dem Buckel, auch der Nachfolger verzichtet auf einen Titel. Die Musik soll für sich sprechen, und das gelingt einmal mehr. „Hysterese“ (das fünfte Album, das den Namen der Band trägt) erweitert den Sound ein weiteres Mal, spielt mehr und mehr mit klassischeren Alternative- und Hard-Rock-Mustern, bleibt dem Punk in verschiedenen Spielarten treu und schielt gerne mal in Richtung Heavyness.

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