Schlagwort: Alternative Rock

Madsen

Madsen – Kompass

Von wegen One-Hit-Wonder: Auch zehn Jahre nach ihrem Einstand und „Die Perfektion“ haben Madsen weiterhin einen Fixplatz in der deutschen Indie-Landschaft. „Wo es beginnt“ schaffte es gar auf Platz 2 der Album-Charts, mit „10 Jahre Madsen Live“ würde überdies ein sympathsicher Bühnen-Rückblick eines legendären Show-Reigens veröffentlicht. Ob die Wendländer mit ihrem sechsten Album „Kompass“ noch aufregen oder gar überraschen können? Die kurze Antwort: ja und nein.

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Dan Andriano In The Emergency Room – Party Adjacent

2015 ist ein gutes Jahr für Alkaline Trio-Fans. Zwar macht die Band selbst gerade Pause, dafür gibt es Solomaterial von allen drei Mitgliedern. Nach Derek Grand und Matt Skiba ist nun Bassist Dan Andriano an der Reihe, der sich zum zweiten Mal in seinen Emergency Room begibt. Hier tobt er sich zwischen Rock’n’Roll, Americana und traditioneller Costello-Schule aus, mit Material, das für die Hauptband ungeeignet ist. „Party Adjacent“ bietet auch tatsächlich kurzweiliges, unterhaltsames Alternativprogramm.

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Fightball – théâtre fatal

Langsam aber sicher entwachsen Fightball dem Punk-Rock-Korsett. 2006 in Berlin gegründet, erspielte sich das Quintett schnell den Ruf als patente Live-Band, die auch so manchen Lineup-Wechsel locker verkraften konnte. Auf Studio-Ebene war es zuletzt auffällig ruhig; 2012 erschien die EP „Remains“, dann wurden ein neuer Gitarrist und ein neuer Schlagzeuger integriert. „théâtre fatal“ beseitigt nun diesen, pardon, fatalen Missstand und rockt in 13 Kapiteln zum Festival-Soundtrack.

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Turbo Fruits – No Control

Beinahe wäre den Turbo Fruits auf der Zielgerade das Geld ausgegangen. Nach drei erfolgreichen Alben versuchte sie ihr Label zu einer Zusammenarbeit mit Songwriting-Größen aus Nashville zu überreden. Das Quartett aus der Country-Hauptstadt lehnte dies jedoch ab und beschloss die Platte in Eigenfinanzierung einzuspielen. Im letzten Moment sprang ein prominenter Fan, Patrick Carney von den Black Keys, ein und proudzierte „No Control“ zu Ende.

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Ash – Kablammo!

Nach der Veröffentlichung von „Twilight Of The Innocents“ 2007 hatten Ash dem Album-Format abgeschworen und wollten sich künftig auf Singles konzentrieren. Im Rahmen der „A-Z Series“ wurden 26 solcher Releases, verteilt über ein Jahr, veröffentlicht, die später – Bonus-Material inklusive – dennoch den Weg auf Silberlinge fanden. Offensichtlich revitalisiert von dieser Herangehensweise, entdecken die nordirischen Power-Popper ihre alte Liebe wieder. „Kablammo!“ kehrt nun zum klassischen Album zurück.

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Superheaven – Ours Is Chrome

Heute schon ein Bad in der Essenz der 90er Jahre genommen? In etwa so klingen Superheaven aus Pennsylvania, die nun ihr zweites Album „Ours Is Chrome“ vorlegen und damit von den Höhen und Tiefen des Musikerlebens berichten. Hier treffen sich (Post-)Grunge und Alternative Rock irgendwo zwischen Soundgarden, The Smashing Pumpkins und Basement zu einem sympathischen Stelldichein mit hörbarer Ausrichtung auf amerikanische Rock-Radiostationen.

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Hathors – Brainwash

Die Mär von der zurückhaltenden Schweiz gehört schon lange der Vergangenheit an. Wenn man ehrlich ist, hätte man Hathors nicht unbedingt in Winterthur vermutet, sondern eher im Seattle der frühen 90er. Das Trio hat ganz offensichtlich „Bleach“ getrunken und mit Sonic Youth getanzt, ist aber mindestens genauso stark im Hardcore, Punk und Noise-Rock verankert. Das zweite Album „Brainwash“ spielt nun geschickt mit jenen Erwartungen, von deren Existenz man bislang nicht wusste.

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Apocalyptica – Shadowmaker

Nach der Veröffentlichung von „7th Symphony“ nahmen sich Apocalyptica erst einmal eine längere Auszeit, darunter ein ganzes Jahr, in dem kein einziger Song geschrieben wurde. Nach den zwischenzeitlichen Arbeiten am Live-Spektakel „Wagner Reloaded“ mit Orchester ging es dann schnell. Für das achte Studioalbum „Shadowmaker“ integrieren die Finnen ein neues Mitglied auf Zeit und präsentieren ihre erste Platte mit fixem Sänger.

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Drenge – Undertow

Der Name Drenge ist angelehnt an das dänische Wort für „Jungs“. Viel mehr sind die britischen Brüder Eoin und Rory Loveless auch nicht, die 2013 mit ihrem eponymen Debütalbum für hochgezogene Augenbrauen sorgten. So erinnerte das Duo mit ihrer Mischung aus Grunge, Punk, Noise und Blues nicht selten an ein Zwischenstück aus Nirvana und The Black Keys. Dieser Eindruck zieht sich auch durch so manche Stelle des Nachfolgers „Undertow“.

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Death By Chocolate – Among Sirens

Mit schweren Gitarren und packenden Melodien ausgerüstet, eroberten Death By Chocolate ihre Schweizer Heimat. Mit dem aktuellen Album „Among Sirens“ ging es für die Mannen aus Biel in die Top 10, eine Nominierung bei den Swiss Music Awards sowie gemeinsame Auftritte mit The Blue Van folgten. Besagte Platte erscheint nun auch in Deutschland und erinnert an die Anfänge von Mando Diao wie auch an die Übergangsphase der Arctic Monkeys von Garage-Helden zu Desert-Größen.

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