Schlagwort: Art-Pop

Stefanie Schrank

Stefanie Schrank – Unter der Haut eine überhitzte Fabrik

Es hat sich angedeutet. Und es ist gut, dass es so gekommen ist. Die bildende Künstlerin Stefanie Schrank, unter anderem als Bassistin von Locas In Love bekannt, hat eine Soloplatte aufgenommen. Beinahe drei Jahre arbeitete sie an geheimnisvollen, maschinell anmutenden Songs, die irgendwo zwischen Elektronik, Popmusik, Arthouse und Indie-Chic andocken. Der Titel fasst das Geschehen prima zusammen: „Unter der Haut eine überhitzte Fabrik“.

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Hearts Hearts – Goods / Gods

Die Geschichte von „Goods / Gods“ nahm ihren Anfang an Neujahr 2016, kein Monat nach der Veröffentlichung des Debütalbums „Young“. David Österle erhielt zwei höchst unterschiedliche Samples von seinen Kollegen, vermengte beide in einen Track und nahm Vocals dazu auf. Aus dieser destillierten Gegensätzlichkeit entstand im Laufe der folgenden zwei Jahre eben jenes „Goods / Gods“, die zweite Platte der Wiener Electro-Schmiede, deren kunstvoller Pop/Rock-Sound mit avantgardistischer Klasse unter anderem verdiente Vergleiche mit alt-J einbrachte.

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Franz Ferdinand – Always Ascending

Linear? Gibt es bei Franz Ferdinand schon lange nicht mehr, und Stress hat sowieso keinen Platz. Abgesehen von FFS, dem gemeinsamen Projekt mit Sparks, hat das letzte reguläre Album der Schotten bereits viereinhalb Jahre auf dem Buckel. Gründungsmitglied Nick McCarthy ging von Bord, gleich zwei neue Musiker sind nun Teil der Band und hinter den Reglern sitzt dieses Mal Cassius-Mastermind Philippe Zdar. Entsprechend anders und doch vertraut präsentiert sich „Always Ascending“.

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And The Golden Choir – Breaking With Habits

Nach einem überaus produktiven Jahr mit Klez.e widmet sich Tobias Siebert nun wieder And The Golden Choir, seiner zweiten großen musikalischen Liebe. Hier trifft Pop auf verschiedenste avantgardistisch angehauchte Indie- und Art-Zustände, die schon mal an Radiohead oder Everything Everything erinnern. Klingt kauzig, weiß aber zu funktionieren: Auf „Breaking With Habits“ ist der Name Programm und das Überschreiten von Grenzen willkommene Begleiterscheinung.

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Telquist – Strawberry Fields

Anfang 20 und schon so gut: Telquist frustiert und verwundert. Wohnhaft und studierend in Regensburg, verschreibt sich der Jungspund dem klassischen Pop-Format, wohlweislich von einer alternativen, bunt und doch lässig schimmernden Seite aufgezogen. Ein Hauch Indie hier, eine Prise FM4 da, dazu hörbares Faible für charmanten Art Pop – fertig ist das Debütalbum „Strawberry Fields“ mit seinen zwölf kurzweiligen Perlen.

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BirdPen – O‘ Mighty Vision

Ist das noch Kunst oder kann das schon weg? Hinter BirdPen stecken Mike Bird und Archive-Frontmann Dave Pen, die sich 2003 eigentlich als Live-Visual-Duo formierten und sechs Jahre später schließlich ihr erstes Album präsentierten. Art-Pop/Rock, Avantgarde, experimentelle Elektronik-Klänge und butterweiche Popsongs mit 80s-Prägung verbinden Verwirrung mit Ohrwürmern. Wie kurios das klingen kann, verdeutlicht die neue Platte „O‘ Mighty Vision“.

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The Scenes – Sex, Drugs And Modern Art

The Scenes stehen vor einer Mammutaufgabe, schließlich müssen sie an ihr bärenstarkes zweites Album „Beige“ anknüpfen. Das wahnwitzige Art-Rock-Meisterwerk mit Ausuferungen in käsig-poppige und wütende Hardcore-Gefilde legt die Latte entsprechend hoch. Für „Sex, Drugs And Modern Art“ wollen die sechs Finnen nun etwas weiter weg vom latenten Wahnsinn und kündigen stattdessen ein songdienlicheres Werk an.

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Sans Parade – Artefacts

Alles begann mit den Überresten eines Briefs, den das Trio Sans Parade während eines Videodrehs fand. Die zusammengestückelten Artefakte boten herzzerreißende Einblicke in eine zerbrochene Liebe und wurden zur Inspiration für das neue Album der finnischen Band. „Artefacts“ behandelt eine Reihe an Fundstücken und Fragmenten – Gesprächsfetzen vom Nachbartisch im Restaurant, alte chinesische Sprichwörter, religiöse Zitate aus dem Fernsehen – im gewohnt anspruchsvollen, herausfordernden Art-Pop-Format.

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FFS (Franz Ferdinand & Sparks) – FFS

FFS, das ist nicht etwa ein mit Flüchen behafteter Ausruf, sondern die von langer Hand geplante und nun endlich realisierte Zusammenarbeit von Franz Ferdinand und Sparks, hinter der Jahre gegenseitiger Bewunderung stecken. Eigentlich hätte dieses Projekt schon vor zehn Jahren realisiert werden sollen, doch dann wurden die vier Schotten von einer wahren Erfolgswelle übermannt. 2013 traf man sich zufällig wieder, der Rest ist Geschichte. Nun steht „FFS“ in den Läden.

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The Scenes – Beige

Von finnischen Bands erwartet man sich, sofern nicht im Pop angesiedelt, eine gewisse Grundmelancholie, Nachdenklichkeit, ja sogar Fatalitätsempfinden. Das junge Sextett The Scenes hält davon herzlich wenig und befindet sich nun auch auf Kurs nach Deutschland. Erschien das Debütalbum „Images Of Animals Crying In Public“ noch ausschließlich in der Heimat, setzen die Jungs aus Oulu mit „Beige“ nun zum Breitenangriff an. Das weitgesteckte Sound-Outfit zwischen Alternative Rock, Prog, Art-Pop und sogar Hardcore Punk macht dieses Unterfangen nicht immer leicht.

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