Schlagwort: Blues Rock

Brother Grimm

Brother Grimm – On Flatland, On Sand

Der brüderliche Märchenerzähler lädt zur nächsten Audienz. Vor knapp zwei Jahren versperrte sich „Home Today, Gone Tomorrow“ jeglichen Kategorisierungsversuchen. Die ruppigen, experimentellen Blues-Exkurse, von x Untertönen gekonnt entstellt, tauchten Brother Grimm in gleißendes Licht als neuer Stern am Noir-Storytelling-Himmel, von schummrigem Nebel begleitet. Für den Nachfolger „On Flatland, On Sand“ kündigen sich Veränderungen an. Der Sound wirkt eine Spur bunter und lichter, wagt noch mehr, wird lauter und kauziger. Und über allem thront der sympathische Quasi-Outlaw.

Weiterlesen
Laura Cox

Laura Cox – Burning Bright

Natürlich könnte man über Frauen an der Gitarre sprechen, über die nach wie vor bestenfalls stiefmütterliche Repräsentation in der Rockmusik und über Schönheitsideale, die an allen Ecken und Enden das Gespräch dominieren. Laura Cox lässt jedoch die Musik für sich sprechen, und das ist die richtige Herangehensweise. Ihr Debütalbum „Hard Blues Shot“ knackte in Frankreich die 10.000er Marke, ihr überaus erfolgreicher YouTube-Kanal kann über 90 Millionen Views aufweisen. Nun startet die Gitarristin und Sängerin ein weiteres Mal durch. Auf „Burning Bright“ packt sie abermals ordentlich Blues, Southern und Hard Rock in den leidenschaftlich groovenden Mixer.

Weiterlesen
Hodja

Hodja – We Are The Here And Now

Die letzten 14 Monate waren für Hodja unglaublich spannend. Ihr drittes Album „The Flood“ zeigte das international besetzte Trio von einer deutlich direkteren Seite, umfassende Anerkennung sollte folgen. Kürzlich erhielt das Debüt eine aufpolierte Neuauflage, schon steht die nächste Platte bereit. „We Are The Here And Now“ will den eingeschlagenen Weg weitergehen. Es wird laut und explosiv, zuweilen durchaus ruhig, aber stets bereit Grenzen zu überschreiten.

Weiterlesen
Goodbye June

Goodbye June – Community Inn

Nach dem Major-Ausflug ist vor dem Major-Ausflug: Goodbye June durften ihre erste Platte über einen Industriegiganten veröffentlichen. Der bluesige Hard-Rock-Sound mit Southern-Einflüssen ließ „Magic Valley“ herrlich abgehangen leuchten, nur geht es jedoch gen neue Ufer. Dass die drei Herren aus Nashville gut mit Greta Van Fleet befreundet sind und diese auch schon auf Tour begleiten durften, hört man ihrem Sound an. Ein wenig Rival Sons und Lynyrd Skynyrd spielt auch mit, fertig ist der alles andere als schwere Zweitling „Community Inn“.

Weiterlesen
Bror Gunnar Jansson

Bror Gunnar Jansson – They Found My Body In A Bag

Sein Vater, ein renomierter Bassist, tourte mit Chet Baker, Dexter Gordon, Toots Thielemans und weiteren Jazz-Legenden. Sohnemann Bror Gunnar Jansson ist ebenfalls Vollblutmusiker. Die schwedische One-Man-Band steht auf Blues, Garage, Country und Folk. Mit Gitarre, Schlagzeug und Megaphon bewaffnet, ist er auf der Bühne eine Macht. Aber auch auf Platte macht sein Sound Laune. „They Found My Body In A Bag“ dreht sich immer wieder um wahre skandinavische Verbrechen und bringt somit Nordic Noir in den angenehm schwerfälligen Sound ein.

Weiterlesen
The Blue Poets

The Blue Poets – All It Takes

Blues-Gitarrist Marcus Nepomuc Deml ist ein Getriebener. Der gebürtige Prager, ein echter Weltenbummler, sucht immer wieder neue Herausforderungen, zuletzt als Errorhead-Mastermind. Aktuell hat er sich in Hamburg niedergelassen und The Blue Poets ins Leben gerufen. Das Quartett punktet mit Rock-Klängen, welche stark an die 70s erinnern und rein gar nichts vom klassischen Blues-Klischee halten. „All It Takes“ erweist sich als kurzweiliges Kleinod.

Weiterlesen
Jailbirds

Jailbirds – The Great Escape

Was macht man, wenn man in einem der größten Rock’n’Roll-Länder der Welt lebt, und eine Band gründen will? Richtig, man zieht auf die andere Seite der Welt. Die australischen Brüder Axel und Jay McDonald gingen nach Irland, um ihrer Liebe für klassischen Riff-Rock – AC/DC und Rose Tattoo lassen grüßen – zu frönen. Gemeinsam mit Jamie Trimble und Ed Orr wurden Jailbirds ins Leben gerufen, nach einer ersten EP erscheint nun das Debütalbum „The Great Escape“.

Weiterlesen
King Hobo

King Hobo – Mauga

Jean-Paul Gaster und Per Wiberg lernten sich 2003 während einer gemeinsam Tour ihrer Bands Clutch und Spiritual Beggars kennen. Seither fühlen sich die Herren, wenig später durch Kamchatka-Gitarrist Thomas Andersson vervollständigt, freundschaftlich verbunden. Ihr gemeinsames Projekt King Hobo veröffentlichte 2008 ein erstes Album, man spielte ein gemeinsames Konzert, dann verhinderten die Hauptbands weitere Aktivitäten. Zumindest bis jetzt: „Mauga“ hat in seinem Fundament bereits mehrere Jahre auf dem Buckel, wurde allerdings erst in den letzten Monaten komplettiert.

Weiterlesen
Justin Townes Earle

Justin Townes Earle – The Saint Of Lost Causes

Nach langen Jahren mit konstantem Blick in den Rückspiegel, seine Vergangenheit aufarbeitend, versucht ein verheirateter, nüchterner Justin Townes Earle nun den Perspektivenwechsel. Der junge Vater zeigt sich von den USA der Gegenwart geplättet und erkennt ein geschwächtes, entfremdetes Land. „The Saint Of Lost Causes“ widmet sich dem Alltag, den Unterdrückten und ihren Unterdrückern, Hoffnung und Hoffnungslosigkeit.

Weiterlesen
Tourette Boys

Tourette Boys – Zorn

Psychedelische Gitarrenmusik ist wie eine Traumreise ohne Anfang und ohne Ende. Scheinbar von jeglichen zeitlichen und räumlichen Sphären losgelöst, treibt sie durch die Suche nach dem ultimativen Crescendo mit großen Gefühlen und noch besseren Arrangements. Hier treten Tourette Boys auf den Plan. Das Trio aus Dresden und Berlin lässt sich musikalisch im besten Sinne treiben, geht dabei aber alles andere als planlos vor. Ihr Blues-getränktes neues Album „Zorn“ erweist sich als kleine Offenbarung.

Weiterlesen

Wir verwenden Cookies. Cool?