Schlagwort: Blues

Natalia M. King

Natalia M. King – Woman Mind Of My Own

Es ist nie zu spät für frische Impulse. Das dachte sich wohl auch Natalia M. King und wagt sich auf ihrem sechsten Album in neue Gefilde vor. Rock- und Alternative-Ansätze gehören der Vergangenheit an, langweilten die Künstlerin inzwischen, und werden gegen Blues, RnB, Soul und Roots eingetauscht. Ein Film von Wim Wenders, „The Soul Of A Man“, der sich unter anderem Skip James‘ Lebensgeschichte widmete, brachte King langsam, aber sicher auf Blues-Kurs. Nun gibt es diese neue Ära auf einer kompletten Platte, selbstbewusst „Woman Mind Of My Own“ betitelt.

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Circle Of Mud

Circle Of Mud – Circle Of Mud

Nichts weniger als Blues für eine neue Generation wollen Circle Of Mud spielen, so zumindest heißt es vorab. Das Quartett aus Frankreich bemüht sich um eine frische Interpretation unter modernen Gesichtspunkten, die allerdings doch nahe an den Originalen bleibt – ein schwieriger Spagat zwischen Traditionalismus und Roots auf der einen sowie zeitgemäßer Rock-Generalüberholung auf der anderen Seite. Und so rockt das erste Album, schlicht und ergreifend „Circle Of Mud“ betitelt, mit voller Kraft dem vermeintlichen Abgrund entgegen, der letztlich bestimmt keiner ist.

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Cautious Clay

Cautious Clay – Deadpan Love

Endlich, möchte man sagen, tritt Cautious Clay seinen mehr als verdienten Siegeszug an. Mit seinen ersten drei EPs entwickelte sich der 28jährige US-Amerikaner zum Liebling von Fans und Kritikern. Seine Songs waren unter anderem in Folgen von „Insecure“ und „13 Reasons Why“ zu hören, zudem, wirkt er vor der Kamera und im Tonstudio der zweiten Staffel von „Godfather Of Harlem“ mit. Irgendwo fand der Sänger, Songwriter, Produzent und Multi-Instrumentalist noch Zeit, sein erstes Album einzuspielen. Er nennt es „Deadpan Love“, bezogen auf seine rauere äußere Schale und seinen weichen Kern des Mitgefühls.

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Amythyst Kiah

Amythyst Kiah – Wary + Strange

Ihr Leben ist ein offenes Buch: Nach einem Grammy-nominierten Album mit der Supergroup Our Native Daughters meldet sich Amythyst Kiah mit einem neuen Solowerk zurück. Und dieses könnte kaum roher ausfallen. Der Selbstmord der Mutter, das Leben mit Trauer, Alkoholprobleme, das Aufwachsen als schwarze LGBTQI+ Frau im Bible Belt und der harte Kampf um Selbstakzeptanz treffen auf einen Sound, der mehr denn je die klassischen Grenzen des Roots-Genres durchbricht. „Wary + Strange“ schlägt ein neues Kapitel für Kiah auf.

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Alabama Slim

Alabama Slim – The Parlor

Alabama Slim singt seit seiner Kindheit den Blues. Der Gigant aus New Orleans spielte bereits in den 50ern und 60ern mit seinem Cousin Little Freddie King in diversen Bands. Zwischendurch verlor man sich aus den Augen, musiziert aber mittlerweile fast jeden Tag gemeinsam, und das hört man auch. 2007 und 2010 nahmen die beiden zwei Alben auf und tourten für die Music Maker Relief Foundation rund um den Globus. Nun ist der mittlerweile 81jährige Alabama Slim zurück und präsentiert das gemeinsam mit Cousin King und Drummer Ardie Dean aufgenommene „The Parlor“.

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Bobby Rush

Bobby Rush – Rawer Than Raw

Bobby Rush muss unkaputtbar sein. Anders lässt sich die Langlebigkeit der Blues-Legende schwer erklären. Auch mit Mitte 80 macht der gute Mann nicht langsam, veröffentlichte erst im vergangenen Jahr das großartige „Sitting On Top Of The Blues“, eine kurzweilige Platte zwischen Blues, Funk und Soul. Nun geht es zurück zu den Wurzeln. „Rawer Than Raw“ ist genau das, ein puristisches, reduziertes Blues-Album, eine Hommage an Mississippis Blues-Geschichte.

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Pokey LaFarge

Pokey LaFarge – Rock Bottom Rhapsody

2018 übersiedelte Pokey LaFarge von St. Louis nach Los Angeles. In seiner neuen Umgebung fand der Swing- und Americana-Troubadour viele neue Ideen und ordentlich Inspiration, erlag aber auch so mancher Versuchung. Zahlreiche schlechte bis katastrophale Entscheidungen waren die Folge. „Rock Bottom Rhapsody“ nimmt diese Zeit nun mit – geschrieben während dieser Abwärtsspirale, aufgenommen in der Zeit danach, als sich das Privatleben zu einer Art Scherbenhaufen gewandelt hatte. Selten ging die Text-Musik-Schere bei LaFarge so weit auseinander.

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Robert Cray Band

Robert Cray Band – That’s What I Heard

Weit über 40 Jahre im Geschäft, mit mehreren Grammys ausgezeichnet und Mitglied der Blues Hall of Fame: Über Robert Cray muss man keine großen Worte verlieren. Als Solokünstler und Bandleader setzt der 66jährige laufend neue, musikalische Ausrufezeichen zwischen Soul, Blues und RnB. Nun ist er wieder mit seiner Robert Cray Band unterwegs und vereint auf „That’s What I Heard“ neues Material mit verschiedenen Cover-Version. Die Idee dahinter: den Sound von Sam Cookes frühen Alben aufzugreifen.

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The Wood Brothers

The Wood Brothers – Kingdom In My Mind

Mittlerweile sind The Wood Brothers eine Folk- und Americana-Institution. Ihr letztes Album „One Drop Of Truth“ landete auf Platz 1 der Billboard Heatseekers Charts und brachte dem Trio um die Brüder Oliver und Chris Wood sowie Jano Rix sogar ihre erste Grammy-Nominierung ein. Anstatt mit einem bewussten Plan ins Studio zu gehen, jammte man erst einmal drauflos. Die Sessions entwickelten eine spontane, leidenschaftliche Magie, und so entschloss man sich dazu, das entstandende Material auf einzelne Songs herunterzubrechen. „Kingdom In My Mind“ befasst sich nun mit dem Suchen und Finden gedanklicher Refugien als Rückzugsorte zwischen Licht und Schatten.

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Algiers

Algiers – There Is No Year

Mit ihrer einzigartigen Version von Protestmusik rennen Algiers offene Türen bei Alternative-Hörern ein. Soul, Blues, RnB, Industrial, Post Punk und Rock sind nur einige der Zutaten, welche auf den beiden letzten Alben hochspannende Herangehensweisen an gängige Klangschemata hervorbrachten. Mit den Produzenten Randall Dunn, der bereits mit den Drone-Königen Sunn O))) arbeitete, und Ben Greenberg verlieh man dem urgewaltigen Sound auf „There Is No Year“ eine neue, nicht minder spannende Struktur. Fieberhafter, feinsinniger und noch nervöser – und nach wie vor ohne Blatt vor dem Mund.

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