Schlagwort: Country

Jodi

Jodi – Blue Heron

Über Jahre wirkte Nick Levine immer wieder bei Pinegrove mit, wenngleich mit stark fluktuierender Häufigkeit. Nebenher entstand ein Solo-Schauplatz. Nach einer ersten EP „Karaoke“ wird nun jener Stil weiterverfolgt, den Levine (selbstgewählte Pronomen: they/them) als ‚Queer Country‘ bezeichnet. Wobei Country nur eine sehr ungefähre Beschreibung dessen ist, was Jodi auf Platte zaubert. Das Album „Blue Heron“ ist reich an Symbolik und bemüht sich darum, der Welt einen Sinn zu geben, und zugleich die Zufälligkeit des eigenen kreativen Ausdrucks fest zu umarmen.

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Amythyst Kiah

Amythyst Kiah – Wary + Strange

Ihr Leben ist ein offenes Buch: Nach einem Grammy-nominierten Album mit der Supergroup Our Native Daughters meldet sich Amythyst Kiah mit einem neuen Solowerk zurück. Und dieses könnte kaum roher ausfallen. Der Selbstmord der Mutter, das Leben mit Trauer, Alkoholprobleme, das Aufwachsen als schwarze LGBTQI+ Frau im Bible Belt und der harte Kampf um Selbstakzeptanz treffen auf einen Sound, der mehr denn je die klassischen Grenzen des Roots-Genres durchbricht. „Wary + Strange“ schlägt ein neues Kapitel für Kiah auf.

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The Steel Woods

The Steel Woods – All Of Your Stones

Am 16. Januar 2021 verstarb Gitarrist und Songwriter Jason „Rowdy“ Cope aus ungeklärter Ursache im Schlaf, er wurde nur 42 Jahre alt. Seine Band The Steel Woods entschloss sich, in Abstimmung mit Copes Familie, weiterzumachen und das gemeinsam erarbeitete Album zu veröffentlichen. „All Of Your Stones“ zeigt eine Band, die stets Negatives in Positives umzuwandeln versuchte, und mit ihrem Mix aus Country, Americana, Southern Rock und Blues für Großes bestimmt war. Und nun vielleicht endlich genau das erreicht.

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Don Marco & die kleine Freiheit

Don Marco & die kleine Freiheit – Gehst du mit mir unter

Von Fuck Yeah zu Fick ja: Nach zwei englischsprachigen Alben mit seinem bandfluchenden Quartett wechselt Sänger, Gitarrist und Songwriter Markus Naegele zur deutschen Sprache. Als Don Marco treibt er den Rock’n’Roll-Ansatz seiner Kollegen voran, bringt zudem Power-Pop, ein wenig Glam und den stilsicher sitzenden Cowboy-Hut ein. Begleitet von die kleine Freiheit – aktuelle und ehemalige Mitglieder von Swans, Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen, Fuck Yeah und Superpunk – präsentiert der Don sein Solowerk „Gehst du mit mir unter“.

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Steve Earle & The Dukes

Steve Earle & The Dukes – J.T.

Ein neues Album von Steve Earle & The Dukes sollte ein Anlass zur Freude sein. Dem ist dieses Mal bestenfalls bedingt so. Am 20. August 2020 starb sein Sohn Justin Townes Earle, er wurde nur 38 Jahre alt. Für den Vater gab es nach eigener Angabe nur eine einzige Art, wirklich Abschied zu nehmen: auf musikalische Weise. Auf „J.T.“ – Justin Townes‘ Spitzname bis zum Erwachsenenalter – covert er sich durch den Katalog des Sohnes. 100 % der Einnahmen gehen an einen Trust für Justins dreijährige Tochter Etta.

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Margo Price

Margo Price – That’s How Rumors Get Started

Nach zwei mit ihrer Tour-Band aufgenommenen Album wollte Margo Price etwas Neues ausprobieren. Gemeinsam mit ihrem langjährigen Freund Sturgill Simpson, der ihr extra eine Studio-Formation zusammenstellte, schloss sie sich ein und versuchte sich an frischen Ansätzen, welche die etablierten Country-Pfade nun deutlich erweitern sollen. Prices drittes Studioalbum „That’s How Rumors Get Started“ gibt sich insgesamt rockiger und fieberhafter, nimmt aber auch eine kräftige Prise Pop-Charme mit.

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Steve Earle & The Dukes

Steve Earle & The Dukes – Ghosts Of West Virginia

Für US-Präsident Donald Trump ist Kohle alles. Geld regiert so und so seine Welt, sein populistisches Faible für den fossilen Brennstoff verschließt sich ebenfalls jeglicher Logik, wie so vieles an dieser bizarren Erscheinung. Vom schwerwiegenden Verschmutzungsgrad abgesehen, ranken sich unzählige Geschichten um Verfehlungen im Sicherheitsbereich von Kohleminen. Country- und Americana-Ikone Steve Earle widmet sein neues, 20. Studioalbums „Ghosts Of West Virginia“ einem verheerenden Minenunglück.

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Pokey LaFarge

Pokey LaFarge – Rock Bottom Rhapsody

2018 übersiedelte Pokey LaFarge von St. Louis nach Los Angeles. In seiner neuen Umgebung fand der Swing- und Americana-Troubadour viele neue Ideen und ordentlich Inspiration, erlag aber auch so mancher Versuchung. Zahlreiche schlechte bis katastrophale Entscheidungen waren die Folge. „Rock Bottom Rhapsody“ nimmt diese Zeit nun mit – geschrieben während dieser Abwärtsspirale, aufgenommen in der Zeit danach, als sich das Privatleben zu einer Art Scherbenhaufen gewandelt hatte. Selten ging die Text-Musik-Schere bei LaFarge so weit auseinander.

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Marcus King

Marcus King – El Dorado

Mit gerade einmal 23 Lenzen zählt Marcus King zu den großen Southern- und Blues-Hoffnungen der Gegenwart. Seine Marcus King Band veröffentlichte bereits drei umjubelte Studioalben, nun wagt sich der Sänger und Songwriter alleine an vorderste Front. Gemeinsam mit Dan Auerbach (The Black Keys) nahm er in Nashville zwölf neue Songs auf, von allerlei Studiomusiker-Prominenz begleitet. „El Dorado“ gräbt sich tiefer in Soul, RnB, Gospel und Country ein, ohne die Klänge seiner Hauptband zu vernachlässigen.

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Come Up To The House: Women Sing Waits

Come On Up To The House: Women Sing Waits

Die tiefe, kratzige Stimme, das faszinierende Storytelling, die Langlebigkeit: Tom Waits gilt gemeinhin als Songwriters‘ Songwriter und kann auf eine legendäre, faszinierende Karriere zurückblicken. Am 7. Dezember 2019 feiert er seinen 70. Geburtstag, zwei Wochen vorher erscheint eine etwas andere und gerade deswegen hochgradig spannende Tribute-Compilation. Auf „Come On Up To The House: Women Sing Waits“ setzt es zwölf Klassiker aus neuer Perspektive, denn der rauchige Waits wird von bemerkenswerten Künstlerinnen neu interpretiert.

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