Schlagwort: Country

Elliott BROOD – Work And Love

Country und Roots sind, entgegen dem europäischen Empfinden, nicht ausschließlich amerikanische Domänen. Auch in Kanada kann man diesem Sound durchaus etwas abgewinnen. Zu den bekanntesten Szene-Künstlern des Landes zählt das Trio Elliott BROOD aus Toronto, die erst im vergangenen Jahr mit einem Juno Award – dem kanadischen Grammy – für das beste Roots & Traditional-Album des Jahres ausgezeichnet wurden. Für die Arbeiten zum Nachfolger „Work And Love“ zogen sich Casey Laforet, Mark Sasso und Stephen Pitkin in ein Bauernhaus in Bath, Ontario zurück.

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The Flying Eyes – Leave It All Behind Sessions

Nach dem hochtrabenden, mächtigen „Lowlands“ zeigen The Flying Eyes eine andere Seite von sich. Auf Tour und im Rahmen diverser Radio-Sessions war vom mächtigen, wüsten Rock’n’Roll des Baltimore-Vierers nur noch wenig zu hören. Akustik-Gitarre, Blues, Country und Folk gehören ebenso zum Inventar wie die bleierne, getriebene Schwere des Nebenschauplatzes Black Lung. Die Idee zu den „Leave It All Behind Sessions“ eröffnete sich zwischen zwei Alben nach dem Einspielen von „Leave It All Behind“.

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Impala Ray – Old Mill Valley

Laute Beats, wummernde Beats, Sample-Wahn – der Sommer muss kein musikalisches Unding sein. Wie es gehen, wie es klingen kann, zeigt die Band Impala Ray aus München. Folk, Country, Indie – ganz viel von allem, dazu ein wenig Lokalkolorit mit Bläsern, destilliert auf zehn kleine Songs: Das Rezept ist beileibe nicht kreativ, hält nichts von Überraschungen und besticht durch seine poppige Schlichtheit. Den bislang überwiegend live dargebotenen ‚BayFolk‘ – ein Neologismus aus Bayern und Folk mit einer kleinen Anspielung auf San Francisco – wurde in Form von „Old Mill Valley“ auf Platte gebannt.

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Johnny Cash – Out Among The Stars

Beim Sichten der elterlichen Archive sowie jener von Sony Music stieß John Carter Cash 2012 auf Bänder eines Albums seines Vaters aus den 80ern, das nie veröffentlicht wurde. „Out Among Stars“ fasst zwölf Studioaufnahmen zwischen 1981 und 1984 zusammen – eine Ära, die wieder für Cash’sche Großtaten noch als besonders Country-freundlich bekannt ist. Dennoch darf eine Platte mit neuer Musik des mittlerweile vor zehn Jahren verstorbenen Johnny Cash als mittlere Sensation gewertet werden. Stellt sich bloß eine Frage: Verschimmelte das Material zu Recht im Archiv?

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Coogans Bluff – Gettin‘ Dizzy

Nach ihrem eindrucksvollen Heavy-Prog-Funk-Exkurs „Poncho Express“ satteln Coogans Bluff den Esel ein weiteres Mal und eliminieren den ‚Rost‘ aus ‚Rostock‘ ein für alle Mal. Was aus ursprünglich für instrumentale Live-Performances entstandenen Jams vor zwei Jahren für ein bissiges Album umgearbeitet wurde, ist nun so etwas wie Alltag. Coogans Bluff gehen auf „Gettin‘ Dizzy“ in die musikalische Breite für kleine und große Überraschungen, wagen sich an Country-Exkurse und eine Cover-Version.

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Johnny Cash – She Used To Love Me A Lot

Über ein Jahrzehnt nach dem Tod der Country-Legende Johnny Cash erscheint ein neues Album. Anstatt dieses Mal den Outtake-Katalog erneut auszuquetschen, gibt es auf „Out Among The Stars“ tatsächlich brandneue Songs zu hören. Das am 21. März erscheinende Werk wurde 1981 und 1984 in einer der klassischen Countrymusik verschlossen gegenüber stehenden Ära unter der Ägide von Bill Sherrill aufgenommen. Cashs Sohn und Nachlassverwalter John Carter Cash entdeckte die Songs im Archiv und sorgt nun für eine Veröffentlichung, die als Verbindung den Sun-Rockabilly-Jahren und der „American Recordings“-Spätphase angekündigt wird. „She Used To Love Me A Lot“ darf als erste Hörprobe herhalten.

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Blue Rodeo – In Our Nature

In ihrer kanadischen Heimat sind sie Stars und verdiente Mitglieder der nationalen Music Hall of Fame, in Europa 29 Jahre nach Gründung immer noch bloß ein Geheimtipp: Blue Rodeo um die beiden Sänger und Haupt-Songwriter Jim Cuddy und Greg Keelor ließen seit ihrem letzten Album ungewohnt lange vier Jahre verstreichen. Das lag vor allem an Keelors Problemen mit dem Gehör, die eine lange Auszeit, einhergehend mit kleinen Veränderungen in Sound und Herangehensweise, mit sich brachten. Die prominente E-Gitarre rückt ein wenig in den Hintergrund, der smarte, bewegende Country Rock ist dem 13. Studioalbum „In Our Nature“ erhalten geblieben.

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Turin Brakes – We Were Here

Ein reines Acoustic-Duo sind Turin Brakes längst nicht mehr. Olly Knights und Gale Paridjanian treten mittlerweile im Bandformat auf, konnten aber an den Erfolg ihres einzigen UK-Top-5-Hits „Pain Killer (Summer Rain)“ bislang ansatzweise nicht herankommen. Macht auch nichts, man ist weiterhin fleißig unterwegs und hat nun auch einen Nachfolger zu „Outbursts“ am Start. Auf „We Were Here“ bieten die Briten einen Einblick in das gegenwärtige Seelenleben jener Figur, um die sich das 2001 veröffentlichte Debüt „The Optimist LP“ drehte.

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Avicii – True

Von 0 auf 100 ging es in Lichtgeschwindigkeit für den schwedischen DJ Tim Bergling, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Avicii, als er 2011 völlig überraschend mit seinem Floorfiller „Levels“ die weltweiten Dance- und Singlecharts stürmte. Schon zu dieser Zeit flehten die Fans förmlich nach einem Longplayer, doch sie mussten sich noch ein gutes Stück gedulden. Nachdem in diesem Sommer dann „Wake Me Up“ zusammen mit Aloe Blacc durch die Decke ging und Nr. 1-Platzierungen zuhauf einheimste, erhörte der 24-Jährige die Bitten. Mit „True“ steht nun ein mehr als würdiges Debütalbum in den Startlöchern, das jedoch mit weitaus mehr als wummernden Bässen aufwartet: ein für eingefleischte Anhänger möglicherweise leicht gewöhnungsbedürftiger Mix aus Country, Folk, Pop, Elektro und House.

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Mrs. Greenbird – Shooting Stars & Fairy Tales

Einer greisen Vogeldame verdanken Sarah Nücken und Steffen Brückner ihren Künstlernamen Mrs. Greenbird. Dass sie unter diesem Pseudonym die nunmehr dritte Staffel von „X Factor“ in Deutschland gewonnen haben, dürfte der Namensgeberin jedoch entgangen sein, schließlich weilt sie der Legende nach nicht mehr unter den Lebenden. Umso ehrenvoller halten die beiden Musiker den Namen der Verstorbenen mit ihrem folkigen Singer/Songwriter-Pop im Gespräch und ziehen mit der Eigenkomposition „Shooting Stars & Fairy Tales“ nun durch die Musikwelt.

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