Schlagwort: Country

Daniel Romano – Mosey

Was Country, Folk und Alternative betrifft, fristet Kanada neben seinem größeren, lauteren Bruder in Nordamerika nach wie vor ein Schattendasein. Dabei hat das Land der Ahornblätter und Eishockey-Arenen viele talentierte Songwriter und Erzähler zu bieten. Einer von ihnen ist der 30jährige Daniel Romano. Sein letztes Album war für einen Juno Award als „Adult Alternative Album of the Year“ nominiert, musste sich aber dem Duo Whitehorse geschlagen geben. Vielleicht klappt es nächstes Jahr mit Romanos fünfter Platte „Mosey“.

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Low – Ones And Sixes

Mittlerweile mehr als zwei Slowcore-Jahrzehnte sind Low jung, ein Ende ist nicht in Sicht. Das Trio aus Duluth erfreut sich nicht nur an einer Reihe prominenter Fans, sondern scheint ihrem ohnehin beeindruckend breitgefächerten, imposanten Sound stets neue Facetten abzugewinnen. Auch für „Ones And Sixes“ ließen sich Low von Hier und Jetzt beeinflussen, wie Alan Sparhawk nicht müde wird zu betonen. Die damit verbundene Entdeckungsreise entführt in ungeahnte und doch so vertraute Sphären.

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The Deslondes – The Deslondes

Dass The Deslondes aus New Orleans kommen, hört man erst, wenn man sich etwas genauer mit dem Sound des Quintetts befasst. Die US-Amerikaner konzentrieren sich auf Country, Roots und Bluegrass, lassen aber gelegentlich Soul-, RnB- und Folk-Einflüsse durchschimmern. Alle fünf Musiker singen und schreiben gemeinsam, was die gelegentlich kaum auf einen Nenner zu bringende Bandbreite des eponymen Debütalbums „The Deslondes“ erklärt.

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Jason Derulo – Everything Is 4

Er ist Dauergast in den Charts, bekannt für Clubhits und Balladen gleichermaßen und seit nunmehr sechs Jahren dick im Geschäft. Die Rede ist vom 25-jährigen RnB-Singer/Songwriter Jason Derulo. Allein in Deutschland konnte der US-Amerikaner mit haitianischen Wurzeln bereits sechs Singles in den Top 10 platzieren und mit „Talk Dirty“ im Jahr 2013 sogar seinen ersten Nr. 1-Hit verbuchen. Seit Ende Mai gibt es nun sein mittlerweile viertes Studioalbum namens „Everything Is 4“ zu erstehen, für das er sich prominente Unterstützung in Form von namhaften Gastmusikern ins Boot geholt hat.

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Steve Earle & The Dukes – Terraplane

Country-Outlaw Steve Earle kann auf eine bewegte Karriere mit zahlreichen Höhen und Tiefen zurückblicken. Kürzlich 60 geworden und zum siebten Mal geschieden, erfüllte er sich einen lange gehegten Wunsch und nahm eine Blues-Platte auf. „Terraplane“, Earles bereits 16. Studioalbum und ein wissendes Nicken in Richtung Robert Johnson, entstand vornehmlich auf ausgedehnten Tourneen, die er nach eigenen Angaben absolvieren musste, um sich seine aktuelle Scheidung leisten zu können. Von Überdruss oder Verbitterung ist allerdings nichts zu hören.

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Elliott BROOD – Work And Love

Country und Roots sind, entgegen dem europäischen Empfinden, nicht ausschließlich amerikanische Domänen. Auch in Kanada kann man diesem Sound durchaus etwas abgewinnen. Zu den bekanntesten Szene-Künstlern des Landes zählt das Trio Elliott BROOD aus Toronto, die erst im vergangenen Jahr mit einem Juno Award – dem kanadischen Grammy – für das beste Roots & Traditional-Album des Jahres ausgezeichnet wurden. Für die Arbeiten zum Nachfolger „Work And Love“ zogen sich Casey Laforet, Mark Sasso und Stephen Pitkin in ein Bauernhaus in Bath, Ontario zurück.

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The Flying Eyes – Leave It All Behind Sessions

Nach dem hochtrabenden, mächtigen „Lowlands“ zeigen The Flying Eyes eine andere Seite von sich. Auf Tour und im Rahmen diverser Radio-Sessions war vom mächtigen, wüsten Rock’n’Roll des Baltimore-Vierers nur noch wenig zu hören. Akustik-Gitarre, Blues, Country und Folk gehören ebenso zum Inventar wie die bleierne, getriebene Schwere des Nebenschauplatzes Black Lung. Die Idee zu den „Leave It All Behind Sessions“ eröffnete sich zwischen zwei Alben nach dem Einspielen von „Leave It All Behind“.

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Impala Ray – Old Mill Valley

Laute Beats, wummernde Beats, Sample-Wahn – der Sommer muss kein musikalisches Unding sein. Wie es gehen, wie es klingen kann, zeigt die Band Impala Ray aus München. Folk, Country, Indie – ganz viel von allem, dazu ein wenig Lokalkolorit mit Bläsern, destilliert auf zehn kleine Songs: Das Rezept ist beileibe nicht kreativ, hält nichts von Überraschungen und besticht durch seine poppige Schlichtheit. Den bislang überwiegend live dargebotenen ‚BayFolk‘ – ein Neologismus aus Bayern und Folk mit einer kleinen Anspielung auf San Francisco – wurde in Form von „Old Mill Valley“ auf Platte gebannt.

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Johnny Cash – Out Among The Stars

Beim Sichten der elterlichen Archive sowie jener von Sony Music stieß John Carter Cash 2012 auf Bänder eines Albums seines Vaters aus den 80ern, das nie veröffentlicht wurde. „Out Among Stars“ fasst zwölf Studioaufnahmen zwischen 1981 und 1984 zusammen – eine Ära, die wieder für Cash’sche Großtaten noch als besonders Country-freundlich bekannt ist. Dennoch darf eine Platte mit neuer Musik des mittlerweile vor zehn Jahren verstorbenen Johnny Cash als mittlere Sensation gewertet werden. Stellt sich bloß eine Frage: Verschimmelte das Material zu Recht im Archiv?

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Coogans Bluff – Gettin‘ Dizzy

Nach ihrem eindrucksvollen Heavy-Prog-Funk-Exkurs „Poncho Express“ satteln Coogans Bluff den Esel ein weiteres Mal und eliminieren den ‚Rost‘ aus ‚Rostock‘ ein für alle Mal. Was aus ursprünglich für instrumentale Live-Performances entstandenen Jams vor zwei Jahren für ein bissiges Album umgearbeitet wurde, ist nun so etwas wie Alltag. Coogans Bluff gehen auf „Gettin‘ Dizzy“ in die musikalische Breite für kleine und große Überraschungen, wagen sich an Country-Exkurse und eine Cover-Version.

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