Schlagwort: Dark Rock

Dool

Dool – The Shape Of Fluidity

Die Düsternis und Schwere, die Dool in jede einzelne Note ihres Schaffens stecken, sorgt immer wieder für hochgradige Faszination. Mit ihrem ans Metallische grenzenden Mix aus Dark Rock, Prog, Psych und dezent okkulten Noten rennt das Quintett um Raven van Dorst offene Türen ein. Zuletzt zeigte man sich auf „Summerland“ eine Spur geordneter und konzentrierter, was dem Sound der Niederländer*innen richtig gut bekam. „The Shape Of Fluidity“, das sich unter anderem mit van Dorsts ursprünglich angeborener Intersexualität befasst, kostet die musikalischen Möglichkeiten weiter aus.

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Blacklist

Blacklist – Afterworld

Düstere Zeiten verlangen düstere Musik. Entsprechend könnte das Comeback von Blacklist kaum günstiger fallen. Das Quartett aus New York veröffentlichte sein erstes und bis jetzt letztes Album 2009, eine Auseinandersetzung mit aufkeimendem Faschismus aufgrund politischer und religiöser Dogmen. 2020 beendete man die Pause, um den Finger erneut in die Wunde zu legen. Auf mehrere Singles folgt nun tatsächlich ein weiteres Album, das die Brücke zwischen Cold Wave, Post Punk und Dark Rock schlägt. „Afterworld“ gibt sich betont unbequem und doch schmeichelnd.

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Preoccupations

Preoccupations – Arrangements

Wenn man festsitzt und sonst nichts tun kann, dann kommt man schon mal auf ungewöhnliche Ideen. Scott Munro hing während der Pandemie 16 Monate lang in Calgary bei seinen Eltern fest. Um die bereits begonnenen Arbeiten am vierten Album seiner Band Preoccupations fortzusetzen, richtete er sich ein notdürftiges Studio ein, Ideen wurden quer durchs Land verschickt. „Arrangements“, so der mittlerweile etatmäßig schräge Albumtitel, will nach Keyboard-fokussierten Platten endlich wieder die Gitarren in den Mittelpunkt rücken und dem zuweilen düsterpoppigen Post Punk zusätzliche Kanten verleihen.

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Empyrium

Empyrium – Über den Sternen

2014 war ein besonderes Jahr für die Fans mystisch-emotionaler Musik im Spannungsfeld zwischen Neofolk, Gothic und Doom Metal. Nach zwölfjähriger Pause meldeten sich die stilistischen Vorreiter Empyrium zurück und überzeugten mit „The Turn Of The Tides“ auf ganzer Linie. Wer damals allerdings eine Rückkehr zur musikalischen Linie des 1997er Meisterwerks „Songs Of Moors And Misty Fields“ erwartete, zeigte sich ob der stilistischen Bandbreite von Folk über dezente Doom-Anleihen bis hin zu Post und Progressive Rock doch etwas enttäuscht. Sieben Jahre später stehen die Zeichen im Hause Empyrium aber voll auf Retro: „Über den Sternen“ markiert die Rückkehr zu den glorreichen Bandzeiten Ende der 90er.

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Bootblacks

Bootblacks – Thin Skies

Vier düstere Gesell*innen aus Brooklyn wollen bestimmt nicht nur spielen. Seit ca. zehn Jahren tanken sich Bootblacks durch den finsteren Untergrund. Ihr synthetisch befeuerter Post Punk machte sie zu Club-Helden wie auch zu Gästen auf Rock-, Punk- und Gothic-Festivals. Nach zwei spannenden Alben ging es zu Artoffact, wo aktuell der Retro-Post-Puls der Zeit schlägt. „Thin Skies“, das Labeldebüt, vermengt das urbane, chaotische und rastlose New York mit dem steten Suchen nach dem perfekten Delay-Effekt.

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XTR Human

XTR Human – Interior

Eile wird überbewertet, und so ließen sich XTR Human nach ihrem Debütalbum „Atavism“ ordentlich Zeit. Die drei Wahl-Berliner tourten in den sechs Jahren seither fleißig und veröffentlichten eine packende EP, ansonsten hielt man sich mit Grüßen aus dem Studio zurück. Neue Ideen, neue Songs mussten erst reifen, und genau das ist jetzt passiert. „Interior“ dreht sich um Reflektion, um Zerrissenheit und Entfremdung. Dem düster-euphorischen Sound zwischen Post Punk, Indie Rock, Wave und Shoegaze bekommt das prima.

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Dool

Dool – Summerland

Die Suche nach dem eigenen Sound scheint für Dool abgeschlossen zu sein. Als sich die fünf Niederländer 2015 fanden, war noch weitestgehend unklar, wohin die Reise gehen soll. Das passt durchaus, denn der Bandname bedeutet übersetzt so viel wie „Umherwandern“. Und so einigte man sich auf „Here Now, There Then“ auf eine Art Mix aus Dark Rock, Psychedelic Rock und Post-Something mit metallischer Kante. Eine kleine EP später steht der Nachfolger „Summerland“ in den Startlöchern. Wer The Devil’s Blood mag, jedoch gut und gerne auf billige Teufelsgesten verzichten kann, ist hier richtig.

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Bambara

Bambara – Stray

Der Tod lauert überall, an allen Ecken und Enden, ist unvermeidbar, abstrakt und doch eine höchst individuelle Sache. Für Bambara ist das Lebensende Antrieb für eine komplette Platte. Das Trio aus Athens, Georgia um die Zwillingsbrüder Reid und Blaze Bateh sowie Bassist William Brookshire schätzt düstere Klänge zwischen Post Punk und Dark Rock mit Gothic-Note – in Ton und Text. „Stray“, das Follow-up zur herrlich verstörenden Düsterperle „Shadow On Everything“, beißt sich in der Materie fest.

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Nick Cave And The Bad Seeds – Lovely Creatures

Eigentlich wollte Nick Cave vor drei Jahren eine kleine Werkschau zu 30 Jahren mit The Bad Seeds veröffentlichen. Diese verschob sich jedoch, sodass zwischenzeitlich die schmerzhafte wie eindrucksvolle, berührende Trauerarbeit „Skeleton Tree“ das Licht der Welt erblickte. Folglich findet sich auch keiner dieser Songs auf eben jener Compilation, die nun – endlich – als „Lovely Creatures“ erscheint und auf drei prall gefüllten CDs jeder Cave’schen Dekade einen Silberling widmet – ohne Soundtrack-Projekte, ohne schroffe Nebenschauplätze.

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Nicole Sabouné – Miman

In ihrer schwedischen Heimat durchaus bestens bekannt, bläst Nicole Sabouné nun auch zum Angriff auf den Rest Europas. Ihr düsterer, bedrohlicher Sound erinnert ein wenig an die finsteren Größen der 80er Jahre, wie Dead Can Dance und Cocteau Twins. Mit ein wenig Verzögerung erhält nun Sabounés zweites Album „Miman“ den verdienten Deutschland-Release. Inspiriert von einem Gedicht Harry Martinsons aus dem Jahr 1956, behandelt sie die Gier der Menschheit und deren Pfad zur Selbstzerstörung.

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