Schlagwort: Dream-Pop

Melody's Echo Chamber

Melody’s Echo Chamber – Unclouded

Ihre Musik, so Melody Prochet, bewegt sich stetig in einer Art Schwellenzone zwischen Realismus und Fabeln. Es ist diese unwirkliche Unmittelbarkeit, die ihre Releases als Melody’s Echo Chamber seit dem Einstand 2012 auszeichnen. Die französische Musikerin vertritt eine ganz eigene, im besten Sinne unnachahmliche Art von Psychedelic Pop, verträumt und doch konkret, die zu schier endlosen Gedankenreisen einlädt. Für ihr erstes Album seit dreieinhalb Jahren holte sie sich unter anderem Mitglieder von Wunder und Dina Ögon als Session-Musiker und Co-Songwriter an Bord sowie Malcom Cotto, der unter anderem bereits für DJ Shadow und Madlib zu den Drumsticks griff. „Unclouded“ schwebt über den Wolken.

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The Mary Onettes

The Mary Onettes – Sworn

Die Rückkehr von alten Bekannten ist immer ein Grund zur Freude. Tatsächlich hat das letzte Album von The Mary Onettes inzwischen über elf Jahre auf dem Buckel. Obwohl in der Zwischenzeit immer wieder einmal hier und da ein paar Singles erschienen war, konzentrierte man sich zuletzt vor allem auf andere Lebensbereiche, vom Privaten bis zum Komponieren von Filmmusik. Und doch entstand mit der Zeit eine gewisse Leere, die nur das Schreiben verträumter Indie-Songs füllen konnte. Ihr Comeback „Sworn“ klingt – um das alte Klischee zu erfüllen – tatsächlich so, als hätte es diese Auszeit nie gegeben.

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Cubzoa

Cubzoa – Unfold In The Sky

Vor über zehn Jahren tauchten zwei Releases unter dem Namen Cubzoa auf Bandcamp auf, die als Grundlage für den Sound von Penelope Isles dienen sollten, die Band der Geschwister Jack und Lily Wolter. Es war Jack, der mit dem an Cubozoa (eine giftige Würfelqualle) angelehnten Pseudonym erste psychedelische Gehversuche wagte. Während der Lockdowns schrieb er zahlreiche Songs im Haus seiner Eltern, die nicht zur gemeinsamen Band passen. Stattdessen wurde Cubzoa als Wolters Soloprojekt wiederbelebt, verträumt, elektronisch, semi-akustisch und – trotz aller Synthetik – höchst warmherzig. Exakt das zeigt sich im magischen ersten Album „Unfold The Sky“.

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Packaging

Packaging – Packaging

Daniel „Connor“ Birch (Flaural) und Daniel Lyon (Spirit Award) lernen sich 2016 auf Tour kennen. Aus der anfänglichen Freundschaft entstand schnell der Drang, musikalische Ideen auszutauschen – bei Nacht, unabhängig von etwaigen geographischen Grenzen. So ging es wiederholt zwischen Denver und Seattle, den Homebases, hin und her, während beim Ausloten eigener Grenzen Songs entstanden und aufgenommen wurden. Das Ergebnis heißt Packaging und wandelt bodenständig durch Träume, analog und digital zugleich. Ihr erstes Album hört auf denselben Namen und kreiert binnen kürzester Zeit einen hochspannenden musikalischen Mikrokosmos.

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Tristesse

Tristesse – Schönste Trauer

Eine fantastische EP, ein großartiges Album … und jetzt? Binnen kürzester Zeit konnten sich Tristesse zur neuen Top-Adresse für verträumten Rock mit Gaze und Alternative etablieren. Auf Lorbeeren sollen sich aber andere ausruhen, neues Material steht bereits in den Startlöchern. Nach diversen Singles landet mit „Schönste Trauer“ – je nach Sicht der Dinge – ein sehr kurzes Album oder eine etwas ausführlichere EP, erstmals als Quartett. In gerade einmal 19 Minuten liefern die Berliner ein Sammelsurium sympathischer und kurioser Beobachtungen aus ihrem Alltag, betonen Gegensätze und plädieren für Akzeptanz und das Gemeinsame.

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Matt Jencik & Midwife

Matt Jencik & Midwife – Never Die

Genug gedröhnt: Nach diversen instrumentalen Drone-Soloplatten wollte Matt Jencik (u. a. Implodes und Don Caballero) etwas ausprobieren und versuchte sich an einer gesangslastigen Platte. In Madeline Johnston aka Midwife fand er eine kongeniale Partnerin. Beide kennen sich seit 2015, sind seit 2018 befreundet und fanden gemeinsam einen minimalistischen Weg, von Gesang über Arrangierung bis hin zu Engineering. „Never Die“ beruht auf Jenciks Erkenntnis, dass ihn geliebte Menschen eines Tages verlassen müssen, egal wie sehr er sich an sie klammert, während Johnston mit ihrer spirituellen Betrachtungsweise das Leben feiert.

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Glare

Glare – Sunset Funeral

Während das große Shoegaze-Revival entweder gerade abebbt, erneut Fahrt aufnimmt oder eh nie so wirklich eine Pause eingelegt hatte, wandert der verspätete Blick auf neue Hoffnungsträger aus Texas. Wobei, ganz so neu sind Glare freilich nicht. Das im Rio Grande Valley gegründete Quartett besteht mittlerweile seit 2017, veröffentlichte diverse Kleinformate und nahm selbst die Zwangspause locker hin. Inzwischen steht man bei Sunday Drive Records, einem Rock-lastigeren Offshot der Krach-Könige Deathwish, unter Vertrag, und packte im Frühjahr ein erstes Album aus. „Sunset Funeral“ hallt noch nach und klingt tatsächlich so, wie es der Titel vermuten lässt.

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Disso!ver

Disso!ver – Die völlige Abwesenheit von Punk

Jahrelange Arbeit, ein neuer Moog und ganz viel Herzblut für die Überschreitung musikalischer Grenzen: Zwischen 2020 und 2024 und somit teilweise bereits vor dem Release von „Lagerkoller“ arbeitete Roman Biewer mit neuem Synthesizer an neuer Musik. Als Disso!ver ist er gerne krautig unterwegs, blickt dabei aber ebenso über den Tellerrand und lotete in stundenlangen Sessions jede Nuance seiner Instrumente und Aufnahmegeräte aus. Über mehrere Jahre hinweg entstanden daraus Skizzen, die wiederum zu Songs verarbeitet wurden. „Die völlige Abwesenheit von Punk“ lässt den eigenen Sound mit Gusto weiter anschwellen.

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Sunflower Bean

Sunflower Bean – Mortal Primetime

Beinahe hätte es dieses Album nicht gegeben, denn die drei Musiker*innen hinter Sunflower Bean hatte sich etwas auseinandergelebt. Geographische Veränderungen, zerbrochene Beziehungen, neue Songwriting-Schwerpunkte und Nebenprojekte wirbelten einiges durcheinander. Und doch versuchte man es noch einmal, traf sich – mit bewährtem Team im Hintergrund – in Los Angeles und spürte die Magie schnell wieder. Letztlich entschied man sich, die inzwischen vierte Platte selbst zu produzieren und live im Studio zu tracken. „Mortal Primetime“ fängt das Unmittelbare des Trios ein und erforscht einmal mehr den ureigenen Sound.

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Echolalia

Echolalia – Echolalia

Ein altes Kloster auf der Isle of Wight wurde für alte Freunde zum Quell der Inspiration. Hinter Echolalia stecken acht (Studio-)Veteranen aus Nashville, die gemeinsame Sache machen wollten. Songwriter und Steel-Guitar-Spieler Spencer Cullum erzählte Kumpel und Multi-Instrumentalist Jordan Lehning von einem ehemaligen Kloster aus dem Jahr 1160, das inzwischen als Studio betrieben wird. Ursprünglich sollten vier Songwriter – Andrew Combs und Dominic Billett kamen hinzu – je drei Songs schreiben, um diese gemeinsam auszuarbeiten. Das Projekt wuchs immer weiter, sichtlich von diesem besonderen Ort inspiriert, und wirft mit „Echolalia“ nun ein komplettes Album ab.

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