Schlagwort: Hard Rock

Deep Purple – inFinite

20 Alben in 50 Jahren – Deep Purple können auf eine stattliche, aber auch wechselvolle Karriere zurückblicken. Neben Black Sabbath und Led Zeppelin Ende der 60er zu den Gründervätern des Hard Rock gehörend, löste sich die Band 1976 nach mehreren Lineup-Wechseln auf. Seit 1984 rocken Deep Purple aber, in weiterhin wechselnden Besetzungen, wieder durch die Lande. Während Gitarrengott Richie Blackmore nach wie vor seinem Mittelalter-Projekt Blackmore’s Night frönt, gehören mit Ian Gillan, Roger Glover und Ian Paice derzeit immerhin drei Langzeitmitglieder zur aktuellen DP-Besetzung. Zwar ist das Karriereende bereits in Sicht, doch bevor es ab Mai auf große Abschiedstournee geht, bringt die Band mit „inFinite“ noch mal eben das beste Album seit „Perfect Strangers“ in die Läden.

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The Picturebooks – Home Is A Heartache

Von Gütersloh in die Welt hinaus. Fynn Claus Grabke und Philipp Mirtschink lernten sich in einem Skatepark kennen, schreiben und machen seither gemeinsam Musik und nehmen ihre Songs mittlerweile in jener Garage auf, in der sie auch Motorräder und Chapper beackern. Dem Sound des Duos haftet spätestens seit „Imaginary Horse“ eine gewisse Portion Dreck und Motoröl an. Auf „Home Is A Heartache“ setzt sich die Reise durch US-Blues-Rock-Landschaften fort.

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Woodland – Go Nowhere

Langsam aber sicher dringt Trondheims Rock-Underground in den Rest Europas vor und demonstriert die Kreativität der Szene rund um Motorpsycho und Spidergawd. Neuestes Beispiel sind Woodland, die sich hörbar vom amerikanischen Delta-Blues beeinflussen ließen, diesem Sound jedoch eine dicke Rock-Schlagseite verpassten. Jack White trifft auf Robert Johnson trifft auf Seasick Steve – bevor es auf gemeinsame Tour mit Spidergawd geht, erscheint nun erst einmal „Go Nowhere“.

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Spidergawd – IV

Mittlerweile kann man sich die Uhr nach Spidergawd stellen. Der einstige Motorpsycho-Offshot veröffentlicht neue Musik im Jahresrhythmus und rockt sich regelmäßig locker-lässig in die Jahresbestenlisten. Für ihr mitterweile viertes Album, das natürlich den Titel „IV“ trägt, geben sich die Norweger deutlich härter und spielfreudiger. Spidergawd haben die New Wave Of British Heavy Metal, kurz NWOBHM, für sich entdeckt, und geben Stoff.

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Mother’s Cake – No Rhyme No Reason

Sie sind aktuell so etwas wie Österreichs Rock-Band der Stunde, und das aus gutem Grund. Der wuchtige, psychedelisch-proggig angehauchte Hard-Rock-Sound von Mother’s Cake brachte die Innsbrucker bereits auf Tour mit Wolfmother, Deftones und Iggy Pop. Eben erst von einer ausgedehnten Europa-Tour zurückgekehrt, steht nun das dritte Studioalbum „No Rhyme No Reason“ am Start, das abermals wuchtige 70s-Riffs mit verspielten, kunstvollen Arrangements verbindet.

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Orango – The Mules Of Nana

Bei den norwegischen Südstaaten-Fetischsten Orango geht es aktuell schnell: Keine 21 Monate nach „Battles“ steht bereits ein Nachfolger in den Läden, der Blues- und Southern-Fans vereint, dabei aber auch das nötige Händchen für Soul und Folk mitbringt. Für „The Mules Of Nana“ packt das Trio zehn neue, leicht verträumte Songs aus, die mit ihren Harmonien die goldenen 60s und 70s amerikanischer Rockmusik heraufbeschwören.

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Nightstalker – As Above, So Below

Seit fast einem Vierteljahrzehnt veröffentlichen die Griechen Nightstalker regelmäßig neue Alben und bedienen sich Retro-Riffs, die sich bis auf die 60s und 70s zurückverfolgen lassen. Von musikalischen Schubladen hält das Quartett jedoch nichts, gerade mit dem in jüngerer Vergangenheit bemühten Stoner-Vergleich kann man nichts anfangen. Und doch lassen die zwischen Black Sabbath und Kyuss verorteten Riffs auf „As Above, So Below“ kaum anderweitig zuordnen.

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Airbourne – Breakin‘ Outta Hell

Keine Airbourne-Rezension ohne AC/DC-Vergleich – bringen wir diese lästige Pflicht somit am besten gleich zu Beginn dieses Textes hinter uns. Natürlich erinnert die Musik der genau wie die großen Vorbilder aus Australien stammenden Hard Rock-Band rund um die Brüder Joel und Ryan O’Keeffe auch im Jahr 2016 stark an eben jene Rock-Giganten, hier und da garniert mit dezenten Anleihen bei anderen Bands aus dem hart rockenden Blues Rock-Spektrum wie z.B. Whitesnake. Will man als Gruppe jedoch auf lange Sicht bestehen, ist auch das Entwickeln einer eigenen Identität von Nöten. Mit „Breakin‘ Outta Hell“ ist dieser Tage das vierte Airbourne-Album in die Läden gekommen. Grund genug also, einmal abzuchecken, wie gut es um die Identität des Quartetts bestellt ist.

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Hansen & Friends – XXX – Three Decades In Metal

Jubiläen sind ja immer so eine Sache. Oft werden sie von Bands dazu genutzt, eine Best Of-Rückschau ihres Schaffens in die Läden zu bringen, in anderen Fällen werden alte Songs neu eingespielt und auf zumeist eher zweifelhaften Retroscheiben veröffentlicht. Kai Hansen, seines Zeichens Ex-Helloween-Gitarrist und Sänger sowie Gitarrist und Songschreiber bei seiner Band Gamma Ray und bei Unisonic, geht einen anderen Weg. Nicht nur, dass es ungewöhnlich ist, wenn ein Künstler, der sonst nur aus Bandzusammenhängen bekannt ist, zu seinem persönlichen 30-jährigem Schaffensjubiläum eine Soloscheibe veröffentlicht, nein, sein Album „XXX – Three Decades In Metal“ ist auch frei von aufgewärmten Altlasten und enthält zehn brandneue Kompositionen und jede Menge Kollaborationen mit dem Who-is-Who der deutschen Heavy-Szene.

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Franklin Zoo – Red Skies

Dänemark konnte sich in den letzten Jahren als wahre Rock- und Metal-Talenteschmiede etablieren. Bestes Beispiel dafür sind die hierzulande bis dato kaum bekannten Franklin Zoo. Ein Sänger, der an Chris Cornell erinnert, dazu der Sound von Alter Bridge, Mastodon und diversen Post-Grunge-Größen. Zwischen schier unheimlicher Power und rohen Emotionen packt das Quintett nun sein zweites Studioalbum „Red Skies“ aus, das einen heißen Gitarrenherbst einläutet.

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