Schlagwort: HipHop

Young Fathers

Young Fathers – Heavy Heavy

Zurück zu den Wurzeln, diese Devise gaben Young Fathers für ihr viertes Studioalbum aus. Seit dem Release von „Cocoa Sugar“ vor knapp fünf Jahren war viel passiert, die Band spricht von ‚langen, verrückten Jahren‘, die alles andere als spurlos am Trio aus dem schottischen Edinburgh vorbeigingen. Keine externen Produzenten, nur ein Mini-Heimstudio mit ein paar Geräten und Mikrofonen, so entstand eine Ode an das Überleben, an den Exzess der Existenz. „Heavy Heavy“ setzt sich mit den eigenen Dämonen auseinander und findet darin die Kraft für das Morgen und Übermorgen.

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L.A. Salami

L.A. Salami – Ottoline

Die Suche nach dem Selbst hinter dem Selbst treibt L.A. Salami seit jeher an. Der in Peckham geborene Lookman Adekunle Salami wollte immer schon mehr über seine eigene Identität, seine Familie und seine Herkunft erfahren. Unter anderem äußert sich das in seiner überaus vielschichtigen Musik, die gerne mal den Bogen von Folk und Singer/Songwriter über Indie Rock und Post Punk bis hin zu Rap und HipHop spannt. Was auf „The Cause Of Doubt & A Reason To Have Fate“ bereits höchst spannende Blüten trieb, genießt nun eine nicht minder spannende Fortsetzung in Form von „Ottoline“.

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Jitwam

Jitwam – Third

Jitwam ist ein Reisender, ein Getriebener. In Indien geboren und im Kindesalter mit seinen Eltern nach Australien ausgewandert, suchte er nach seiner Identität, die er auf Reisen fand. So lebte er im vergangenen Jahrzehnt in fünf Ländern und auf vier Kontinenten. Seine Zeit in London und New York half ihm, seine Wurzeln zu erkunden, und sich zugleich musikalisch auszutoben. Auf seinen beiden bisherigen Soloalben kollidierten Elektronik und Rock, HipHop und Soul, Funk und Downbeat. „Third“ will nun verstärkt das in den Vordergrund rücken, was Jitwam eigentlich zu Jitwam macht.

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Wu-Lu

Wu-Lu – LOGGERHEAD

In seinen jungen Jahren stand Miles Romans-Hopcraft zwischen zwei Welten: Er wollte Grunger und Chili Pepper sein, stand aber auf Grime- und Jungle-Platten. Irgendwann schloss sich der Kreis der Identitätskrise: Romans-Hopcraft wurde zu Wu-Lu (eine Abwandlung des amharischen Wortes für Wasser) und öffnete seinen ureigenen HipHop-Ansatz für allerlei Einflüsse von Post Punk über Industrial bis Screamo. Das klappte vor sieben Jahren auf „Ginga“ bereits prima und erfährt nun weitere Verfeinerung. „LOGGERHEAD“ – die Unechte Karettschildkröte – wurde zum Spirit Animal und zugleich zum Titel der neuen Platte.

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Soul Glo

Soul Glo – Diaspora Problems

Über fünf Jahre konzipiert und mitten in der Sommerhitze 2021 zwischen einem unfertigen Lagerhaus und dem eigenen Proberaum aufgenommen: Soul Glo wollten, dass auf ihrem vierten Album alles stimmt. Hardcore Punk, so das Quartett aus Philadelphia, stehe an der Schwelle zu einer klanglichen Revolution. Neue kulturelle Identitäten halten Einzug, der Sound verändert sich, ebenso dessen Ausdrucksformen. „Diaspora Problems“ behandelt Selbsthass und Selbstzweifel eines Künstlers, verarbeitet Traumata und sucht nach sozialer Gerechtigkeit zwischen institutioneller und staatlicher Gewalt sowie der Kraft der eigenen Gemeinschaft.

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Cautious Clay

Cautious Clay – Deadpan Love

Endlich, möchte man sagen, tritt Cautious Clay seinen mehr als verdienten Siegeszug an. Mit seinen ersten drei EPs entwickelte sich der 28jährige US-Amerikaner zum Liebling von Fans und Kritikern. Seine Songs waren unter anderem in Folgen von „Insecure“ und „13 Reasons Why“ zu hören, zudem, wirkt er vor der Kamera und im Tonstudio der zweiten Staffel von „Godfather Of Harlem“ mit. Irgendwo fand der Sänger, Songwriter, Produzent und Multi-Instrumentalist noch Zeit, sein erstes Album einzuspielen. Er nennt es „Deadpan Love“, bezogen auf seine rauere äußere Schale und seinen weichen Kern des Mitgefühls.

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Sperling

Sperling – Zweifel

Die Band gibt es bereits seit einigen Jahren, der neue und aktuelle Name folgte allerdings erst im Mai: Sperling aus dem Hunsrück signalisierten mit der Umbenennung einen Neustart auf allen Ebenen, und der schlägt sich vor allem musikalisch nieder: Rock, Post-Hardcore und Rap gehen eine emotionale, spannungsgeladene Symbiose ein, die seit der ersten Single Vergleiche mit Casper und Fjørt aufs Tableau brachte. Warum das wie Arsch auf Eimer passt, und warum das Quintett trotzdem sein eigenes Ding durchzieht, zeigt das Debütalbum „Zweifel“ sehr eindrucksvoll.

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Corey Taylor

Corey Taylor – CMFT

Revolutionäre Metal-Wutproben mit Slipknot, Hard-Rock-Chart-Topper mit Stone Sour, mehrere Bücher auf den Beststeller-Listen: Corey Taylor ist ein Tausendsassa. Neben seinen beiden gigantischen Bands und diversen Nebenschauplätzen nimmt der charismatische Sänger nun ein weiteres Projekt in Angriff, und zwar in kompletter Eigenregie. Taylor gibt’s nun auch als Solokünstler mit Songs, die teils bis in seine Jugend zurückreichen, sowie komplett neuem Material. Ob kerniger Rock, Punk oder HipHop, auf „CMFT“ kommt zusammen, was eigentlich schon lange zusammengehört.

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L.A. Salami

L.A. Salami – The Cause Of Doubt & A Reason To Have Faith

Es gibt viel zu wenig gute Storyteller in der Musikwelt. Unter ihnen ist L.A. Salami ein Outlier. Mit Meistern des Genres wie Bob Dylan aufgewachsen, zugleich aber so unterschiedliche Einflüsse wie Indie, Folk, HipHop und Blues in einen Topf werfend, steht Lookman Adekunle Salami – kein Künstlername – für eklektische, unpolierte Rohdiamanten im XXL-Format. Sein drittes Album „The Cause Of Doubt & A Reason To Have Faith“ dreht sich lose um das Konzept eines Gottes, und wie sich Menschen solche Figuren durch technologische Konzepte selbst erschaffen.

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Tom Misch & Yussuf Dayes

Tom Misch & Yussef Dayes – What Kinda Music

Die Geschichte hinter dem gemeinsamen Album von Tom Misch und Yussef Dayes ist so erstaunlich wie passend. Misch sah Dayes im Grundschulalter bei einer Talentshow Schlagzeug spielen, man behielt sich im Auge, fand aber erst 2018 zusammen. Bei der Launch-Party zu Mischs Debüt-Album begannen die kreativen Funken zu fliegen, aus ersten Ideen wurde schnell ein komplettes Album. Nun fusionieren der Multi-Instrumentalist und der Jazz-Drummer die verschiedensten Genres – Vintage-HipHop, Soul, Jazz und Disco – und erklären „What Kinda Music“ zur Spielwiese für kleine Experimente und große Ideen. Und was für eine Spielwiese das geworden ist.

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