Schlagwort: HipHop

Wesley Joseph

Wesley Joseph – Forever Ends Someday

Seit seiner Single „Ghostin’“ sorgt Wesley Joseph für Furore. Der in Walsall geborene und später für ein Filmstudium nach London gegangene Musiker, Songwriter und Regisseur heimste gleich mit seiner ersten EP über 100 Millionen Streams ein, machte auf dem Nachfolger gleich einen mächtigen kreativen Sprung nach vorne und arbeitete unter anderem mit Loyle Carner, Jorja Smith und Joy Orbison. Nun kommt also ein erstes komplettes Album, aufgenommen zwischen London, Walsall, Los Angeles und in den Schweizer Bergen, und natürlich von einem ganzheitlichen audiovisuellen Konzept begleitet. „Forever Ends Someday“ erreicht das erhoffte nächste Level.

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Doodseskader

Doodseskader – The Change Is Me

Wenn das zweite Album tatsächlich das schwerste sein soll, was denken Doodseskader wohl über ihre dritte Platte? Relativ wenig, denn nach „Year One“ und „Year Two“ verwarfen Tim De Gieter und Sigfried Burroughs das bereits fix und fertige „Year Three“. Diverse Gigs während dem Mixing-Prozess zeigten dem Duo aus dem belgischen Gent, dass sie inzwischen zu anderen Menschen geworden waren. Anstatt sich abermals auf kontinuierliche Selbstverbesserung zu konzentrieren, dokumentierte man ausnahmsweise den Status Quo und bemühte sich um die Akzeptanz eigener Fehler und Stärken. „The Change Is Me“ soll eine positivere Ära einläuten.

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Modha

Modha – At Your Pace

Entschleunigung und Entspannung ist eine Wohltat in einer Welt, die immer hektischer und rasanter wird. Modha erklären diese etwas gemächlichere Herangehensweise als eines ihrer kreativen Leitmotive, wie auch emotionale Ehrlichkeit und eine neugierige Offenheit für neue Klänge. Das Berliner Duo um Dhanya Langer und Maximilian Scholl hält herzlich wenig von glatten, perfekten Produktionen, und rückt stattdessen das Bauchgefühl, die Schönheit des Moments in den Mittelpunkt. Ein erstes Album erschien 2023, mit dem Nachfolger „At Your Pace“ rückt das eigene Tempo weiter in den Mittelpunkt, begleitet von verschiedenen Gästen sowie einer bekömmlichen Mischung aus Jazz, Soul, HipHop und RnB.

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War Child Records

War Child Records – HELP(2)

1995 taten sich Größen der britischen Musikszene für einen Benefizsampler zusammen, um mit „The Help Album“ der gemeinnützigen Organisation War Child und somit Kindern in Kriegsgebieten zu helfen. Seither erschienen mehrere Compilations, die globale Lage wurde jedoch kaum besser. Heute lebt fast jedes fünfte Kind in einem Kriegsgebiet; Schutz und schnelle Nothilfe sowie psychosoziale Unterstützung sind wichtiger denn je. „HELP(2)“ ist die leider dringende, notwendige Fortsetzung, appelliert an Solidarität und trommelte dafür einmal mehr große musikalische Prominenz zusammen, die neues Material und exklusive Cover-Versionen beisteuert.

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Aquakultre

Aquakultre – 1783

Während des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs wurde die kanadische Provinz Nova Scotia zum sicheren Hafen für britische Loyalisten. Die Gründung von ‚Black Nova Scotia‘ im Jahr 1783 bezieht sich auf die Umsiedlung von über 4.000 Schwarzen an die kanadische Ostküste durch die Britische Krone – eine Zahl, die sich bis heute etwa versiebenfachte. Lance Sampson stammt direkt von dieser Bevölkerungsgruppe und ihrer aufregenden, vielfältigen Kultur ab. Mit seinem Projekt Aquakultre schafft er nun eine kleine Hommage an die (Familien-)Geschichte und das Leben über Generationen, schlicht „1783“ betitelt.

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Sam Akpro

Sam Akpro – Evenfall

Warum sollte man Musik in Schubladen drängen, wenn man doch einfach verschiedenste Ideen und Ansätze frei miteinander kombinieren kann? Nach diesem Prinzip arrangiert Sam Akpro seine Songs. Der Südlondoner spielt mit Stimmungen, liebt Noir-Atmosphäre und findet Eingängigkeit selbst in ruppigen Gefilden. Zwischen sonnigen Tagen und kalten Nächten, zwischen Entfremdung und großem Wiedersehen spielt sich das erste komplette Album „Evenfall“ ab – wenig überraschend eine weitere kleine musikalische Häutung mit frischem Wind und alten Wunden, die wieder und wieder gekonnt zusammenfinden.

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Everything Is Recorded

Everything Is Recorded – Temporary

Ob als DJ-Legende als Kicks Like A Mule, als Produzent oder als Inhaber von XL Recordings: Richard Russell ist eine Alternative- und Electro-Gallionsfigur. Seit einigen Jahren unterhält er zudem ein kleines, aber mehr als feines Musikprojekt, für das er unzählige Stimmen und Wegbegleiter vereint. Everything Is Recorded nennt sich das kollaborative Unterfangen, das auf den bisherigen Releases vor allem dem Rhythmus verschrieben war. Nun ändert sich das jedoch, denn nach einem spirituellen und textlichen Gedankenexperiment, das Analoges und Digitales mit Abhandlungen über Trauer und Verlust verbindet, rückt „Temporary“ die Melodie in den Mittelpunkt.

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Bartees Strange

Bartees Strange – Horror

Der durchaus offensive Umgang mit Ängsten gehört für Bartees Strange quasi zum guten Ton – bei einem erklärten Horrorfan keine große Überraschung. Und doch geht es nicht unbedingt um Gruseln und Jumpscares, sondern um eine Welt, die nicht immer durch erklärte Freundlichkeit glänzt. Als junger, queerer, schwarzer Mensch waren die ländlichen USA gewiss nicht der einfachste Ort. Letztlich waren Gruselfilme ein wertvolles Hilfsmittel zur Vorbereitung auf den Alltag. Und der ist anno 2025 selbst in den großen amerikanischen Städten alles andere als eitel Sonnenschein. „Horror“ bringt diese Herausforderungen auf den Punkt und genießt zudem die Freiheit, sich musikalisch einmal mehr vollends auszutoben.

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John Glacier

John Glacier – Like A Ribbon

Rapperin, Dichterin, Produzentin: John Glacier ist eine Künstlerin von vielfältigen Talenten. In eine kinderreiche, traditionelle jamaikanische Familie geboren und im Londoner Stadtteil Hackney mit Grime, Country und Reggae aufgewachsen, schien ihr die Musik in die Wiege gelegt. Und doch geht sie ihren eigenen Weg, wortreich und bestimmt. Bereits auf ihren ersten Tracks zeigte sich ein gewisses Faible für das gesprochene Wort, das die Poesie dem HipHop-Vortrag vorzieht, während die Beats die Post-Moderne mit einem Kaleidoskop konfrontieren. „Like A Ribbon“ ist das erste komplette Album.

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K.I.Z.

K.I.Z. – Görlitzer Park

Übertriebene Gewalt. Explizite sexuelle Handlungen. Exzessive Drogenverherrlichung. Die Kannibalen in Zivil wissen genau, wie sie Politik, Establishment, Presse und Staatsbedienstete immer wieder gegen sich aufbringen. Die Texte: fast immer bewusst inhaltlich drüber, oft hochpolitisch, gerne bis weit ins Bizarre übertrieben und absolut immer von bösem Sarkasmus eingehüllt. So kennt man Deutschlands erfolgreichste, hart-linke Rapband aus den Schlagzeilen. Doch wer hinter die medialen Irrlichter schaut, findet politisch engagierte, sich für Gleichberechtigung und Frauenrechte einsetzende ehemalige Problemkids, die sich 100 % gegen Faschismus und Fremdenhass positionieren. Und zwar um jeden Preis, jedes Mittel ist recht.

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