Schlagwort: Indie Folk

XANKY

XANKY – small moves

Die Abkehr von einem vermeintlich gefestigten Karrierepfad legte den Grundstein für einen neuen Weg: Timo Xanke schloss den Popkurs der Hochschule für Musik und Theater Hamburg 2015 ab, studierte am Institut der Musik der Hochschule Osnabrück und arbeitete in seiner Tätigkeit als Songwriter und Produzent unter anderem mit Jupiter Jones und Tujamo zusammen. Als Die Krux ging es auf Solopfade – deutschsprachige Musik mit Folktronica-Einfluss, was sich für den Künstler nie so richtig stimmig anfühlte. Nach dem zwischenzeitlichen Rückzug und der Suche nach einer eigenen musikalischen Sprache geht es nun als XANKY englischsprachig weiter. „small moves“ ist das erste Album.

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Bright Eyes

Bright Eyes – Kids Table

Wenn es läuft, dann so richtig: „Five Dice, All Threes“ bannte alle Stärken der Bright Eyes auf eine Platte, so kauzig und harmoniebedürftig wie eh und je, begleitet von spannenden Gästen und nicht minder interessanten Ideen. Wenig überraschend haben Conor Oberst, Mike Mogis und Nate Walcott Nachschub im Gepäck. Von Anfang an sollte jenes Material, das nicht 100%ig zum Fluss des Albums passte, zu einem späteren Zeitpunkt nachgereicht werden. Begleitet von einigen weiteren Tracks, überrascht „Kids Table“ mit spannenden bis ungewöhnlichen Ansätzen, die sowohl die aktuelle Platte erweitern als auch komplett für sich selbst stehen können sollten.

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Sydney Minsky Sargeant

Sydney Minsky Sargeant – Lunga

Als Teil von Working Men’s Club tankt er sich seit Jahren durch synthetisch-tanzbare Popmusik mit klarem 80s-Einschlag, doch schlägt das musikalische Herz von Sydney Minsky Sargeant auch für ganz andere Klänge. Seit seiner Jugend schreibt der Mittzwanziger aus dem Nordwesten Englands sehr persönliche, gerne mal romantische Songs, die mit Folk und Singer/Songwriter anbandeln und eine insgesamt ruhigere Seite zeigen. Sich nun als Solokünstler dieser Seite zu widmen, geschieht ganz bewusst, denn Minsky Sargeant befürchtete, nach und nach die Kontrolle über sein Leben zu verlieren. „Lunga“ ist Neuanfang, Aufbruch und elementarer Blick nach innen in einem.

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Charlie Cunningham

Charlie Cunningham – In Light

Die Intimität des weit geöffneten Klangraums begleitet die kompositorische Klasse eines Charlie Cunningham seit Jahren. Wie nur wenige andere versteht es der britische Singer/Songwriter, mit übersichtlicher Instrumentierung und lebendiger, dennoch bewusst limitierter Produktion maximalen Eindruck zu hinterlassen. In Luke Smith (u.a. Foals, Depeche Mode) fand er einen passenden Partner an den Reglern und nahm in fünf Wochen zehn Songs auf, jeweils in einem Take, mit nur geringer Nachbearbeitung. „In Light“ lässt dem Bewusstseinsstrom freien Lauf und sucht nach Wahrheiten, die selbst in vermeintlich beklemmenden Momenten nie die Hoffnung aus den Augen verlieren.

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Father John Misty

Father John Misty – Mahashmashana

Wenn der Pater die Rock-Messe liest, hört man gar aufmerksam zu. Ein neues Album von Father John Misty ist stets ein Grund zur Freude, gerade nach dem Fake-out im Sommer. Damals erschien ein kleines Best-of-Werk mit einem brandneuen Track, der nun zur Lead-Single der inzwischen sechsten Soloplatte wird. Noch Fragen? „Mahashmashana“, ein Sanskrit-Begriff, der sich um Einäscherung und Bestattung, aber auch um Vergänglichkeit und spirituelle Transformation dreht, wird zur Überschrift für acht neue Erzählungen mitten aus dem Leben, abermals schräg und silbenreich sowie mit dem einen oder anderen Querverweis auf Nick Cave vorgetragen.

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Dawes

Dawes – Oh Brother

Und dann waren es nur noch zwei: Vergangenes Jahr verabschiedeten sich mit Langzeit-Keyboarder Lee Pardini sowe Bassist und Gründungsmitglied Wylie Gelber zwei Viertel von Dawes im Guten. Übrig bleiben die Brüder Taylor und Griffin Goldsmith, die das Heft selbst in die Hand nahmen und nun das Gemeinsame betonen, wiewohl man die langjährigen Weggefährten vermisst. Entsprechend lässt sich „Oh Brother“, der Titel des inzwischen neunten Studioalbums, bewusst mehrdeutig auslegen. Und so bewegt man sich im vertrauten Fahrwasser, bringt etwas Wehmut mit und konzentriert sich zugleich auf die mehr als 15 Jahre andauernde kreative Partnerschaft der Goldsmiths.

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Bright Eyes

Bright Eyes – Five Dice, All Threes

Auf die Retrospektive folgt der Blick nach vorne. Conor Oberst verbrachte die letzten Jahre damit, die Alben seiner Bright Eyes neu aufzulegen und diesen einiges an Bonus-Material beizumengen. Neben dieser willkommenen Aufbereitung des illustren Katalogs sollte ebenso ein Nachfolger von „Down In The Weeds, Where The World Once Was“, das Comeback-Werk im Bandformat mit Mike Mogis und Nate Walcott, entstehen. Das in Eigenregie produzierte „Five Dice, All Threes“ gibt sich intensiv und zärtlich zugleich, richtet den Blick auf vertraute persönliche Themen und befasst sich mindestens so engagiert mit gesellschaftlichen Problemen und Entwicklungen.

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The Decemberists

The Decemberists – As It Ever Was, So It Will Be Again

Nach Ende der Tour zu „I’ll Be Your Girl“ merkte Colin Meloy, dass The Decemberists längst nicht mehr ausschließlich sein kreatives Leben bestimmten. Der Mastermind der 2000 gegründeten Indie- und Folk-Institution wendete sich erst einmal verstärkt seinen anderen Schauplätzen zu, schrieb weitere Kinderbücher und ist an der Film-Version seines ersten Buchs „Wildwood“ beteiligt, die im kommenden Jahr erscheinen soll. Als es schließlich 2023 doch wieder ins Studio ging, war das Feuer wieder da. Die Pause tat hörbar gut, und so zeiget sich das Quintett nach sechs Jahren auf „As It Ever Was, So It Will Be Again“ in bestechender Form.

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Villagers

Villagers – That Golden Time

Es musste sich etwas ändern im Hause Villagers – zumindest auf kreativer Ebene, denn nach dem bunten, schillernden „Fever Dreams“ strebte Mastermind Conor O’Brien einen anderen Ansatz an. Das neue Material wies für den 1984 geborenen Iren eine ‚internalisierte Stimme‘ auf, die ihn geradezu zwang, alles von den Aufnahmen bis zum Mix selbst in seinem eigenen Apartment in Dublin zu erledigen. Erst zum Ende hin lud er einige Gäste für zusätzliche Instrumente ein. Entsprechend klingt „That Golden Time“ eine Spur intimer und reduzierter, ohne dabei vertraute Qualitäten zu ignorieren.

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Vera Sola

Vera Sola – Peacemaker

Eigentlich hätte es mit Vera Solas zweitem Album nicht so lange dauern sollen. Bereits im Herbst 2019 war der Nachfolger von „Shades“ größtenteils aufgenommen. Naturkatastrophen, die Pandemie und der Verlust wichtiger Menschen und Orte stemmten sich wieder und wieder gegen den Release, flossen letztlich in die elf neuen Songs ein. Als Sola sich erneut der Musik annahm, verspürte sie viel Wut, aber auch Liebe, die sich letztlich durchsetzen sollte. Dieses Wechselbad der Gefühle zeichnet „Peacemaker“, ihren Einstand für City Slang, letztlich aus.

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