Schlagwort: Indie Pop

Hayden Arp

Hayden Arp – With Eliza

Auf dem Weg von ersten Ideen bis zur Fertigstellung seines Debütalbums durchreiste Hayden Arp zahlreiche Städte, mehrere Länder und überquerte sogar einen Ozean. Erste Spuren entstanden bereits 2018, als er in Richmond mit den Musiker*innen Lucy Dacus und Ali Thibodeau (Deau Eyes) lebte. Die Schlagzeugspuren folgten 2019 in Nashville durch Jake Finch, weitere E-Gitarren kamen 2020 in Los Angeles hinzu. Gesang und Mixing schlossen die Angelegenheit schließlich im eigenen Homestudio in der neuen Heimat Wien ab. Entsprechend bemüht „With Eliza“ etwas Vergängliches und Vergangenes, vermengt Indie, Folk und Pop mit Nostalgie.

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Low Island

Low Island – Life In Miniature

Gut eineinhalb Jahre nach der poppigen Punktlandung legen Low Island nach. Lauscht man dem Sound des Quartetts aus Oxford, so will man kaum glauben, dass sie erst eine eigene Plattenfirma gründen mussten, um gehört zu werden. „If You Could Have It All Again“ versprühte gute Laune mit ernsten Untertönen und schimmerte geschickt auf mannigfaltige, elektronische Weise. Die nunmehr bewährte Mischung aus Optimismus und Melancholie setzt auch auf dem hörbar alles andere als schweren zweiten Album fort: „Life In Miniature“ liefert erneut den einen oder anderen bittersüßen bis hoffnungsvollen Schwank aus dem Leben.

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Júníus Meyvant

Júníus Meyvant – Guru

Moderne Popmusik mit Retro-Präsentation, so oder so ähnlich lässt sich der Sound von Júníus Meyvant zusammenfassen. Der 1982 als Unnar Gisli Sigmundsson geborene Isländer nennt seine Musik „Freaky Folk Pop“ und trifft damit den Nagel auf den Kopf. Seine beiden bisherigen Alben waren wunderbar aus der Zeit gefallen, reich an dichten Texturen und warmen, wohligen Melodien. Und doch bezeichnet er „Guru“ als sein persönlichstes Werk – im Heimstudio entstanden und nur mit kleiner Band-Besetzung eingespielt. Hält die Reduktion Einzug auf den Vestmannaeyjar?

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Dayglow

Dayglow – People In Motion

Die kleinen und definitiv mehr als feinen Indie- und Pop-Perlen von Sloan Struble ziehen weiterhin sympathische Kreise. „Harmony House“ holte vergangenes Jahr Freundlichkeit und Charme in eine zermürbende Welt, führte Dayglow auf Festival-Bühnen und zu Late-Night-Auftritten. Auch seine neue Platte schlägt in eine ähnlich positive Kerbe, will Konflikte und Dramen vermeiden, erkennt aber zugleich, dass nicht alles eitel Sonnenschein sein kann. „People In Motion“ strahlt Fröhlichkeit aus und erkennt dennoch Hindernisse hinter dem Regenbogen.

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Totally Enormous Extinct Dinosaurs

Totally Enormous Extinct Dinosaurs – When The Lights Go

Zurück aus der Versenkung? Zehn Jahre nach seinem ersten Album „Trouble“ meldet sich Orlando Higginbottom zurück. Eigentlich war der als Totally Enormous Extinct Dinosaurs auftretende Elektronik-Experte nie weg, bloß ignorierte er das Longplayer-Format. Der Brite produzierte freilich, tourte um die Welt, legte auf und gründete ein eigenes Label. Zudem erschienen immer wieder einzelne Songs und EPs. Nun ist also „When The Light Go“, eine Art Bestandsaufnahme, endlich da. In diesen 17 Tracks findet sich alles, was Higginbottom erlebte, von zerbrochenen Beziehungen über Mental Health bis zum persönlichen Glück.

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Art Moore

Art Moore – Art Moore

Nach der Arbeit an Ezra Furmans Soundtrack-Platte zum Netflix-Hit „Sex Education“ wollte Sam Durkes mehr. Gemeinsam mit Trevor Brooks, mit dem er ebenfalls bereits für Furman aufnahm, sowie Taylor Vick aka Boy Scouts rief Durkes ein Soundtrack-Projekt ins Leben. Schon bei den ersten Sessions zeigte sich ein blindes Verständnis, die ersten Pläne führten zu einer Band. Art Moore bemühen sich um verträumte, poppige Indie-Klänge, die – wenig überraschend – wie ein Soundtrack ohne Film klingen. Exakt dieses Konzept verfolgt das erste Album, schlicht „Art Moore“ betitelt.

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Alex The Astronaut

Alex The Astronaut – How To Grow A Sunflower Underwater

Das Leben ist furchtbar genug – wie soll man da bloß glücklich sein? Diese Frage stellte sich die australische Singer/Songwriterin Alex The Astronaut gerade zu Lockdown-Zeiten wiederholt. Die Sonnenblume wurde zum Symbol für das Streben nach besseren Tagen. Und solche hätte sie sich definitiv verdient angesichts verschiedener Traumata und Rückschläge, die auf ihrem zweiten Album ebenso verarbeitet werden wie kuriose Alltagsbeobachtungen und humorvolle Euphorie. „How To Grow A Sunflower Underwater“ setzt sich offensiv mit posttraumatischem Wachstum auseinander und bemüht Blickwinkel, die das Hier und Jetzt glücklicher gestalten können.

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Asger Techau

Asger Techau – Levels

Die dänischen Rock-Veteranen Kashmir haben ihre Auszeit beendet und befinden sich seit wenigen Monaten auf Tour. Ob da vielleicht neue Musik kommt? Schlagzeuger Asger Techau macht derweilen solo von sich reden. Seine eigenen Platten sind alles andere als rhythmuslastig und stützen sich stattdessen auf poppige Sensibilitäten, auf Zeitlosigkeit mit Geschmack. Techaus zweites Soloalbum „Levels“ erschien eigentlich bereits im Vorjahr ohne großes Brimborium, erhält jetzt allerdings seinen verdienten Release auf CD und LP durch das Berliner Label Crocodile Tears. Grund genug, einen zweiten Blick auf diesen Charmebolzen zu werfen.

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Will Joseph Cook

Will Joseph Cook – Every Single Thing

Will Joseph Cook ist verliebt und will die Welt daran teilhaben lassen. Zu viele Platten, so der junge Sänger und Songwriter, befassen sich mit unerwiderter Liebe und Trennungen. Stattdessen gibt es von ihm Musik, die ein Lächeln auf die Lippen zaubern soll, und das kann der Brite, der trotz zwei erfolgreicher Alben und eines viralen TikTok-Hits durch alle kreativen wie mentalen Höhen und Tiefen ging, gut brauchen. „Every Single Thing“ entsprang einem besonders intensiven Aufnahmeprozess – einen eben solchen hatte sich Cook inständig gewünscht – der ihn vom britischen Landleben über Mexiko bis nach Los Angeles führte.

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HÆCTOR

HÆCTOR – Modern Urban Angst

Der Alltag ist ein Meer der Unsicherheiten geworden, ein Sammelsurium der kleinen und großen Ängste, die sich wie ein ermattender roter Faden durch das existenzielle Sein und den damit verbundenen Schein ziehen. HÆCTOR zaubern daraus fantastischen Indie Pop. Was sich wie ein bizarrer Widerspruch liest, ergibt eigentlich Sinn, denn durch packende Melodien und den Funken Hoffnung fällt der Umgang mit der gefühlt permanenten Bedrückung gleich leichter. Die vier Hamburger*innen nennen ihr erstes Album gleich „Modern Urban Angst“ und liefern eine kleine Wundertüte, an der man sich nicht satt hören will.

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