Schlagwort: Indie Pop

DOTE

DOTE – feelings

Vom Feeling her haben DOTE ein gutes Gefühl. Die vier Nordessener kennen sich vom Chor und/oder vom Schulhof, und beschlossen vor sechs Jahren, gemeinsam Musik zu machen. Und die ist vornehmlich in legeren bis verträumten Pop-Gefilden mit deutlicher Indie- und Retro-Schlagseite verhaftet – verwaschen, ohne dabei gekünstelt zu wirken; eingängig, ohne mit voller Absicht ins Radio zu drängen. Dieses Rezept geht auf und führt num ersten Album des Quartetts. „feelings“ befasst sich mit Gefühlszuständen und Gefühlsregungen aus verschiedenen Blickwinkeln.

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Everything But The Girl

Everything But The Girl – Fuse

Plötzlich wieder da, als wäre nichts gewesen: Im Jahr 2000 verabschiedeten sich Everything But The Girl am Höhepunkt. Tracey Thorn zog sich zunächst ins Private zurück und veröffentlichte ein paar Solowerke, während Ben Watt unter anderem als Produzent, DJ, Remixer und Label-Chef tätig war. Ende vergangenen Jahres kündigte das Ehepaar ein Comeback an. Beide sind mittlerweile 60, scheinen allerdings in einen kreativen Jungbrunnen gefallen zu sein: „Fuse“ verschließt sich keinsfalls vor der Moderne, bemüht sich aber ebenso auf den Sound nach den Remix von „Missing“ zwischen folkiger Indie-Akustik und wuchtiger Elektronik mit Deep-House-Einschlag.

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Matt Holubowski

Matt Holubowski – Like Flowers On A Molten Lawn

Zig Millionen Streams, Musikpreise, Goldene Schallplatten, große Tourneen und Festival-Auftritte sowie prominente Fans: Für Matt Holubowski läuft es. Der kanadische Singer/Songwriter spielt mit Genres und Erwartungen, greift tief auf das Persönlichste zu und genießt zudem überaus kreative Phasen, in denen er exzessiv an neuer Musik arbeitet. Für seine neueste Platte wolle er einfache Melodien mit möglichst komplexen Arrangements kombinieren, sodass man sich das Ergebnis immer wieder anhören möchte, um neue Details zu entdecken. Exakt das gelang prima mit „Like Flowers On A Molten Lawn“.

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Benny Sings

Benny Sings – Young Hearts

Seit Jahren macht Benny Sings fantastische Musik, schreibt und produziert zudem für allerlei andere Künstler. Der ganz große Solowurf ist dem Niederländer bislang allerdings verwährt geblieben, wiewohl sein Sound  – Alternative Pop mit dezenten RnB-Untertönen und unterschwelligen Jangle-Vibes – dafür eigentlich prädestiniert wäre. Also holte er sich erstmals einen Produzenten an Bord in Form von Kenny Beats, der zuletzt für seine Arbeit mit Idles eine Grammy-Nominierung einfuhr. Wenig überraschend kann sich das Ergebnis, „Young Hearts“, mehr als hören lassen.

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The Reds, Pinks And Purples

The Reds, Pinks And Purples – The Town That Cursed Your Name

Jedes Jahr eine neue Platte, dieses Ziel scheint Glenn Donaldson aka The Reds, Pinks And Purples nun bereits zum fünften Mal zu verfolgen. Im Gegensatz zum luftigen, poppigen „Summer At Land’s End“ bemüht sich der Songwriter aus der Bay Area nun aber um etwas Lo-Fi-Abwechslung. Fuzzige, dominantere Gitarren erinnern an den großen College-Rock-Aufschwung Ende der 80er, ohne sich dabei komplett von vertrauten Klängen und Themen zu entfernen. „The Town That Cursed Your Name“ serviert zwölf sympathische, unterhaltsame Kurzgeschichten im Songformat.

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Unknown Mortal Orchestra

Unknown Mortal Orchestra – V

Ein zweiwöchiger Aufenthalt in Palm Springs im Jahr 2019 inspirierte Ruban Nielson, den Mastermind hinter Unknown Mortal Orchestra, bis er sich dort ein Haus kaufte. In der Folgezeit pendelte er zwischen Kalifornien und Hawaii, fühlte sich vom Tour-Burnout und gesundheitlichen Beschwerden befreit, bis gesundheitliche Probleme seines hawaiianischen Onkels zum Umzug der restlichen Familie führten. Zwischen anfänglicher Unbeschwertheit und der bewusst gewordenen Sterblichkeit entstand neue Musik, gemeinsam mit den Kernmitgliedern Jacob Portrait und Kody Nielson eingespielt. „V“ entzieht sich erwartungsgemäß jeglicher Kategorisierung und verfügt dennoch über jene Vibes, die Unknown Mortal Orchestra so anziehend klingen lassen.

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Ripe

Ripe – Bright Blues

Die Suche nach einem frischen musikalischen Ansatz begleitete Ripe während den letzten Jahren, brachte große Herausforderungen mit sich und machte sie letztlich – nach eigenen Angaben – doch stärker. Ein Herz für poppige, hymnische und zugleich verspielte Klänge hatte das Quartett immer schon, rückt dieses nun aber stärker denn je in Alternative- und Indie-Gefilde, ohne die bestens vertraute Tanzbarkeit außer Acht zu lassen. Entsprechend wächst und gedeiht „Bright Blues“ nun mit wachsender Begeisterung und hievt den Sound des Quartetts auf ein spannendes neues Level.

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Otra

Otra – I’m Not That Way

Selbsterkenntnis, die Suche nach der eigenen Identität, der Blick auf das Selbst von außen – all das spornt die Schwestern Kara und Laura Malhotra an, beeinflusst ihre Musik nachhaltig. Als Otra tat sich das Duo in ihrem Haus im nebligen Pacifica im US-Bundesstaat Kalifornien zusammen, um eigene Erwartungen weit hinter sich zu lassen und eine neue musikalische Identität zu suchen, die sich an poppigen, leicht experimentell veranlagten, zugleich eingängigen Indie-Formationen wie Beirut und Haim orientiert. „I’m Not That Way“ liegt nun digital vor, ein Vinyl-Release ist für Mai angedacht.

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Ian Fisher

Ian Fisher – Burnt Tongue

Trotz aller Umstände vermied es Ian Fisher tunlichst, ein Album über Pandemie und Lockdowns aufzunehmen – bei Songs, die zwischen 2019 und 2022 entstanden, freilich ein Kunststück. Stattdessen bemüht sich der mittlerweile in Wien sesshafte, eingebürgte Europäer um Abhandlungen über den Wandel im Leben, um kleine Experimente, um das Bewahren von Hoffnung in Situationen, wo das alles andere als einfach ist. „Burnt Tongue“ führt den ursprünglich aus Missouri stammenden Songwriter in neue musikalische Gefilde und bleibt dabei so charmant wie immer.

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Somebody's Child

Somebody’s Child – Somebody’s Child

Mit einer Handvoll Singles spielte sich Cian Godfrey aka Somebody’s Child 2018/2019 schnell in die Herzen des irischen Publikums. Radio-Airplay, Support-Slots für Kaiser Chiefs und Primal Scream, sogar eine Late-Night-Performance – die Zeit für den großen Sprung war gekommen. Die Arbeiten am ersten Album dauerten etwas länger; Godfrey nahm sich alle Zeit der Welt, um seinen Indie-Perlen den nötigen Feinschliff zu verpassen und Persönliches zu verarbeiten. So geht es auf „Somebody’s Child“ darum, ein etwas anderes Irland fernab rauchender, saufender, Joyce lesender Klischees zu zeigen, und zwar anhand der Kindheit und Jugend des Protagonisten.

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