Schlagwort: Indie Rock

Love A.M.

Love A.M. – In Disarray

Für Love A.M. ist jede Zeit Liebeszeit. 2016 aus Schulbekanntschaften entstanden, veröffentlichten die fünf Grazer zuletzt ein paar kurzweilige Singles, die konsequent nach dem eigenen Sound suchten, ohne dabei vor emotionalen, liebevollen Themen zurückzuscheuen. Indie, Dream-Pop, New Wave und ein wenig Rock der verwaschenen Art mit zarten Gaze-Untertönen säumten die bisherigen Releases. Sie alle – und noch viel mehr – finden auf dem ersten Album „In Disarray“ zusammen. Und hier arbeitet sich das österreichische Quintett weiterhin durch ein Sammelsurium an Ideen und Einflüssen.

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Proper.

Proper. – The Great American Novel

Schwarz und queer in einer überwiegend cis-männlichen, heterosexuellen Szene zu sein, ist – gelinde gesagt – alles andere als einfach. Proper. packen ihre Erfahrungen in kleine Songperlen zwischen Sturm, Drang und Suche. „I Spent The Winter Writing Songs About Getting Better“ setzte sich vor knapp drei Jahren mit dem Ausbruch aus Erwartungen des eigenen Umfelds auseinander, nun will das Trio gleich ein komplettes Buch vertonen. Jeder Track auf „The Great American Novel“ versteht sich als Kapitel eines Twenty-Something-Protagonisten, der in den 2010er Jahren aufwächst und sich mit der missbräulichen Beziehung seiner Herkunft und seiner Identität auseinandersetzt.

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The Districts

The Districts – Great American Painting

Die High-School-Band aus Lititz, Pennsylvania wächst weiter. The Districts sehen seit jeher für eleganten, gerne verspielten und in den richtigen Momenten ernsten Indie Rock, dessen Pop-Gefühl im richtigen Moment durchzuschimmern weiß. Für die Aufnahmen ihres mittlerweile fünften Albums – das letzte mit Connor Jacobus, der kurze Zeit später in aller Freundschaft ging – wollte Frontmann Rob Grote zurück zum Gemeinsamen, die Einfachheit des eigenen Sounds betonen und dabei die Stärken der individuellen Musiker auf allen Ebenen einbringen. „Great American Painting“ befasst sich mit einem Amerika, in dem sehr viel falsch läuft, und das sich einen kräftigen Funken Hoffnung verdient hat.

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Stereophonics

Stereophonics – Oochya!

Eigentlich wollten sich die Stereophonics zum 25jährigen selbst beschenken und hatten eine kleine Compilation geplant. Im Zuge dessen entdecken die Waliser einige Songs, die unvollendet geblieben waren. Ehe man sich’s versah, war ein komplettes, brandneues Album geschrieben, teils auf ursprünglich aussortierten Ideen basierend. Nicht nur das, man verbrachte gerade einmal eine Woche zusammen im Studio, spielte fast alles live ein und konzentrierte sich vor allem auf schnelleres Material. Entsprechend klingt das zwölfte Studiowerk „Oochya!“, als wären Kelly Jones und Konsorten in einen Jungbrunnen gefallen.

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Band Of Horses

Band Of Horses – Things Are Great

Man mag es seiner Musik nicht immer anhören, doch Ben Bridwell schlägt sich mit Unbehagen herum. Der Gründer und Frontmann von Band Of Horses musste abermals das Line-up ändern – neben den Urgesteinen Creighton Barrett und Ryan Monroe wurden Rückkehrer Matt Gentling und der ehemalige Band-Merch-Manager Ian MacDougall (Broken Golden) bereits 2017 aufgenommen – und fand in Sound-Engineer Wolfgang Zimmerman einen neuen Partner, mit dem er so ziemlich alle neuen Tracks aufnahm. „Things Are Great“ nimmt die schwierigen Dinge des Lebens mit und findet trotzdem Raum für das Schöne.

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Swutscher

Swutscher – Swutscher

Wenn Anachronismus zur Quasi-Avantgarde reift, dann sind Swutscher nicht weit. Ihr Sound – weitestgehend rund um Pub Rock und Rock’n’Roll angesiedelt – wäre eigentlich wunderbar antiquiert und passt trotzdem perfekt ins Hier und Jetzt. Bereits mit ihrem Debütalbum „Wilde deutsche Prärie“ rannten die Hamburger offene Türen ein, fast vier Jahre später gibt es endlich Nachschub. Komplett selbst produziert und in Eigenregie gebastelt, um keine Kompromisse eingehen zu müssen. Der leidenschaftiche und zugleich gefühlvolle Rock-Ansatz nennt sich dieses Mal schlicht „Swutscher“ und rennt offene Türen ein.

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Bedroom Eyes

Bedroom Eyes – Sisyphus Rock

Aus dem beschaulichen Nordschweden schickt Jonas Jonasson seine sympathischen Songs in die weite Welt hinaus. Sein Power-Pop-Projekt Bedroom Eyes ist mittlerweile zur vollwertigen Band aufgestiegen und veröffentlichte bislang zwei starke Alben, zu deren prominenten Fans unter anderem US-Schauspieler Fred Armisen zählt. Er war auch einer der Ersten, die das dritte Werk „Sisyphus Rock“ hören durfte. Aufgenommen an einem abgelegenen Ort in den nordischen Wäldern, setzt es insgesamt deutlich mehr Gitarren sowie spürbaren Indie-Einschlag.

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Shybits

Shybits – Body Lotion

Eine EP und ein paar Singles reichten 2018 aus, um einen Mini-Hype auszulösen: Shybits supporteten unter anderem Art Brut, Turnover und Razz, waren mit ihrem schmissigen Mix aus Indie, Alternative, Post Punk und Britpop schnell in aller Munde. Das internationale Trio – Sänger und Gitarrist Liam stammt aus Großbritannien, Bassist Pietro aus Italien und Schlagzeugerin Meghan aus Südafrika – ist mittlerweile in Berlin ansässig und tüfelt seither am eigenen Sound. Nun gibt es die sympathischen, schmissigen Täne der Shybits endlich im Albumformat: „Body Lotion“ macht genau da weiter, wo die bisherigen Kleinformate aufgehört haben.

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Go Go Gazelle

Go Go Gazelle – Instinkte

Dämmerschlaf? Nicht mit Go Go Gazelle! Ihren Erstling veröffentlichten die Augsburger am Anfang der Pandemie, mit den erhofften Live-Aktivitäten ging leider nicht ganz so viel. Während die Kulturszene kämpft, schloss sich das Trio im Proberaum ein, um Negativschlagzeilen mit schmissiger Kreativität zu begegnen. „Instinkte“ denkt den Punk-, Indie- und Folk-Ansatz mit Elan weiter, wagt musikalisch noch etwas mehr und schreibt weiterhin kleine Hits, die förmlich nach der Bühne schreien. Und das wird auch irgendwann wieder passieren.

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Johnossi

Johnossi – Mad Gone Wild

Ein alter Bekannter meldet sich im Hause Johnossi zurück. Die Roscoe-Figur tauchte erstmals auf der „Mavericks“-Platte auf, erhielt sogar eine eigene Comicserie. Mittlerweile wandelt er an der Grenze zum Wahnsinn mit einem wilden, chaotischen Nachtleben und schwerer Reue am Tag. Das schwedische Duo entschied sich kurzerhand, ihr siebtes Album zu einem Konzeptwerk zu machen. Mehr noch, „Mad Gone Wild“ versteht sich als Thriller, der den zunehmenden Absturz eines alten Bekannten begleitet und es dabei dem Publikum überlässt, eigene Schlüsse zu ziehen.

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