Schlagwort: Indie Rock

The Vices

The Vices – Unknown Affairs

Indie-Charme aus Groningen schwappt über die Grenze. Bereits vor zwei Jahren machten The Vices mit „Looking For Faces“ erstmals auf sich aufmerksam und erspielten sich schnell den Status als Geheimtipp für ihren abwechslungsreichen, rockigen, gerne auch mal poppig-tanzbaren Sound. Davon setzt es jetzt mehr, denn mit dem Zweitling wollen sie deutlich mehr wagen und versuchen, ihrer Stimme musikalischen Ausdruck verleihen. „Unknown Affairs“ fragt sich, warum die Welt von (un)geschriebenenen Regeln und den Meinungen anderer dominiert wird, und wo da Platz für das Selbst bleibt.

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The Luka State

The Luka State – More Than This

Sie kommen aus einer vergessenen Stadt und singen für vergessene Menschen, die abgehängt und zurückgelassen wurden: „Fall In Fall Out“, der Einstand von The Luka State war vor zwei Jahren ein absoluter Volltreffer und führte sie auf größere Bühnen. Als dieses Live-Comeback nach den Lockdowns endlich klappte, war das britische Quartett aber schon wieder woanders, schrieb bereits an einem Nachfolger. Auch „More Than This“ serviert kernigen Rock mit Indie-Schlagseite, der von Herzen kommt und mitten aus dem Leben stammt.

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Havemeyer

Havemeyer – Slacker

Für Slacker. Für Gazer. Für Feinspitze. Mit Havemeyer machen sich bekannte Gesichter (Mitglieder von Bands wie Die Nerven, Shipwrecks und Oracles) unter neuem Namen auf eine Klangreise durch die 90er und frühen 00er Jahre. Indie- und Alternative-Gitarren treffen auf Shoegaze, auf Post Rock und, nun ja, auf Slackertum. Das Berliner Quartett liebt warme Soundscapes und dichte Texturen zwischen Wohlgefühl und aufwühlender Bewegung, so retro wie im Hier und Jetzt verankert. Das erste Album trägt den programmatischen Titel „Slacker“ und geht im besten Sinne unter die Haut.

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DIRK.

DIRK. – Idiot Paradise

Eine der heißesten Indie-Bands-Belgien drängt mehr und mehr ins europäische Ausland. Obwohl es DIRK. erst seit 2016 gibt, hatten sie bereits mehrere Hits in den belgischen Indie-Charts und veröffentlichen nunmehr ihr drittes Album. Dieses versteht sich in klassischer Indie- und Alternative-Tradition mit 90er- und 00er-Jahre-Einschlag, so vielschichtig und mitreißend, gerne auch mal so anspruchsvoll wie möglich. Dazu gesellt sich eine kräftige Portion Humor, die für die nötige Würze sorgt. Sie steckt bereits im Titel des neuesten Werks: „Idiot Paradise“.

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shame

shame – Food For Worms

Immer noch versuchen shame sich selbst und die sie umgebende Welt zu verstehen. Das erste Album „Songs Of Praise“ katapultierte sie im jugendlichen Ungestüm auf schier endlose Konzertreisen, während „Drunk Tank Pink“ begann, die Unwirklichkeit des Erwachsenwerdens zu verstehen. Inzwischen soll die gewünschte und erkämpfte Reife eingekehrt sein, also richtet sich der Blick nach außen. „Food For Worms“ ist eine Ode an die Freundschaft, an die besondere Dynamik innerhalb der Band, an das Ringen um Erkenntnis in einer Atmosphäre der suchenden Verständnislosigkeit.

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New Pagans

New Pagans – Making Circles Of Our Own

Vor zwei Jahren wollten sie sich einfach nur behaupten, nun starten New Pagans endgültig durch: Der Einstand des Quintetts um die famose Lyndsey McDougall wurde zum Indie- und Alternative-Volltreffer mit feinem 90s-Schrammel-Chic. Nun geht es darum, neue Selbstsicherheit zu einem entsprechend souveränen Auftreten umzugestalten. Auf „Making Circles Of Our Own“ lassen die Nordiren die Krisen und das Chaos der jüngsten Vergangenheit hinter sich und behaupten sich mit Ellenbogen und Charme. Zugleich werden unnötige und überholte gesellschaftliche Grenzen und Hürden pointiert ins Visier genommen.

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Emily Breeze

Emily Breeze – Rapture

Age is just a number – davon singt Emily Breeze mehrere Lieder. Typen aus der Musikindustrie erklärten ihr, sie müsse ihr wahres Alter (der große 4er steht nun vorne, betont die Künstlerin) vor Presse und Publikum verstecken. Stattdessen geht die Britin ihren eigenen Weg, bemüht sich um Ehrlichkeit, nimmt aber ebenso kosmologische Themen und absurde Ideen mit. „Rapture“ denkt zudem Pop- und Rock-Ansätze auf kunstvolle Weise weiter und bietet einer spannenden Musikerin eine überaus vielschichtige Bühne.

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Somebody's Child

Somebody’s Child – Somebody’s Child

Mit einer Handvoll Singles spielte sich Cian Godfrey aka Somebody’s Child 2018/2019 schnell in die Herzen des irischen Publikums. Radio-Airplay, Support-Slots für Kaiser Chiefs und Primal Scream, sogar eine Late-Night-Performance – die Zeit für den großen Sprung war gekommen. Die Arbeiten am ersten Album dauerten etwas länger; Godfrey nahm sich alle Zeit der Welt, um seinen Indie-Perlen den nötigen Feinschliff zu verpassen und Persönliches zu verarbeiten. So geht es auf „Somebody’s Child“ darum, ein etwas anderes Irland fernab rauchender, saufender, Joyce lesender Klischees zu zeigen, und zwar anhand der Kindheit und Jugend des Protagonisten.

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Hey Hey My My

Hey Hey My My – High_Life

In ihrer Heimat zählen Julien Gaulier und Julien Garnier zu den absoluten Kritikerlieblingen. Als Hey Hey My My, benannt nach dem Neil Young-Song, veröffentlichten sie bislang drei Alben, die sich durch allerlei Rock-, Pop-, Indie- und Folk-Gefilde tankten. Ihre musikalische Reise in die 90er Jahre setzt sich fort und kündigt zugleich mehr Vielfalt denn je an. „High_Life“ geht neue Wege und gibt sich sowohl verträumter Atmosphäre als auch treibender, verschwitzter Zeitlosigkeit am Rande der Indie-Wurzeln hin.

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JW Francis

JW Francis – Dream House

Was Fanservice betrifft, ist JW Francis im besten Sinne anders als andere. Er schreibt nicht nur Songs über sein eigenes Leben, er macht Jahr für Jahr rund um den Valentinstag Musik für andere Menschen. In den vergangenen drei Jahren kamen mehr als 300 Anfragen zusammen. Sämtliche Tracks auf „Dream House“, das vierte Album für Sunday Best Recordings, entstammen diesem Projekt. Teils wurden sie in ihrer Ursprünglichkeit belassen, teils etwas überarbeitet, um dem Leben des New Yorkers zu entsprechen. Herausgekommen ist ein schillerndes, energisches und zugleich verträumtes Werk, das Vertrautes in einen frischen Kontext packt.

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