Schlagwort: Krautrock

Jaga Jazzist

Jaga Jazzist – Pyramid

Die Art und Weise, wie Jaga Jazzist mit Gevatter Jazz umgehen, fasziniert seit mittlerweile 35 Jahren. Der Fusion-Ansatz mit experimenteller Elektronik, Post Rock, Kraut und Psychedelic verbindet Kopfkino mit kreativer Höchstleistung. Tatsächlich erfinden sich die Norweger immer wieder neu und überraschen mit frischen Ansätzen. Verkehrte „Starfire“ vor fünf Jahren das Konzept der klassischen Studioaufnahme noch ins Gegenteil, schloss man sich für „Pyramid“ zwei Wochen in einem Waldstudio ein und bemühte sich um Spontanität, ohne die Ideen übermäßiger Analyse auszusetzen.

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Friends Of Gas

Friends Of Gas – Kein Wetter

Intensiv, schroff, ein rauschendes musikalisches Erlebnis zwischen Schein und Sein: Wo Friends Of Gas hintreten, wächst kein Gras mehr. Der finstere, karge Sound des Münchner Quintetts glänzt durch abstoßende Schönheit und bizarr-paradoxe Aufbauten, irgendwo zwischen Post Punk, Noise und Kraut firmierend. Für „Kein Wetter“ erheben sie sich ein zweites Mal aus dem Düster-Keller und starten einen Angriff auf sämtliche Sinne, in beklemmende Arrangements gekleidet.

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Warm Digits

Warm Digits – Flight Of Ideas

Wenn sich die beiden Klangmagier von Warm Digits aus Newcastle-upon-Tyne an die Arbeit machen, wird es spektakulär. Irgendwo zwischen Space-Disco, Electro-Pop und Krautrock legen Andrew Hodson und Stephen Jefferis ungeahnte kombinatorische Möglichkeiten frei. Abwechselnd unverschämt eingängig und im besten Sinne abgehoben, lässt sich der Sound nie so recht festnageln, die Idee dahinter allerdings schon: „Flight Of Ideas“ ruft zum Nachdenken auf, widmet sich der Wahrheit eigener Gedanken und der Geschichte der Psychologie.

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Coogans Bluff

Coogans Bluff – Metronopolis

Was auch immer Coogans Bluff anstellen, ihre Musik hat Hand, Fuß und unzählige weitere Körperteile, von denen man gar nicht wusste, dass man sie unbedingt benötigt. Die stete Suche nach neuen musikalischen Möglichkeiten im betont weit gesteckten Rock-Universum treibt kuriose Blüten, kokettiert schon mal mit Konzeptkunst und lotet die Fusion-Möglichkeiten vollends aus. „Metronopolis“ ist sozusagen der Zwischenstopp nach „Flying To The Stars“. Wo sich diese faszinierende Welt befindet? Das bleibt auch nach mehreren Durchläufen unklar.

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Mint Mind

Mint Mind – Thoughtsicles

Seit mittlerweile 20 Jahren unterstützt Rick McPhail Tocotronic, 2004 stieß er als fixes Mitglied zu den Ikonen der Hamburger Schule. Damit alleine ist der gebürtige US-Amerikaner allerdings nicht annähernd ausgelastet und unterhält diverse Nebenprojekte, zuletzt unter anderem Venus Vegas und Glacier. Aktuell sind Mint Mind an der Reihe, mit denen er sich etwas direkteren Klängen widmet. Indie-Ursuppe, Post Punk, Fuzz und sogar der eine oder andere Kraut-Ausflug begleiten das neue Album „Thoughtsicles“.

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Nap

Nap – Ausgeklingt

Manchmal kommen Platten auf den Tisch, mit denen kann man nicht rechnen. Will man auch nicht. „Villa“, das Debüt von Nap, war ein solches Teil. Durch den Re-Release via Noisolution erhielt die kleine Perle zwischen Stoner, Kraut, Prog und ein wenig Psych verdiente Aufmerksamkeit, wenig später folgte eine packende Split 12″ mit Black Lung. Nun also das schwere zweite Album, wie es gerne heißt. „Ausgeklingt“ lässt sich etwaige Hürden erst gar nicht anmerken.

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The Dead Sound

The Dead Sound – Cuts

Ende vergangenen Jahres schrieb Love A-Schlagzeuger Karl Brausch erste Demos für ein herrlich düsteres Soloprojekt, auf der Bühne gemeinsam mit Bandkollege Dominik Mercier – die beiden spielen auch gemeinsam bei Matches – und Lars Borrmann von den mittlerweile aufgelösten Freiburg umgesetzt. Mittlerweile sind The Dead Sound eine Band, mit Crazysane Records wurde das passende Label gefunden. Auf dem Einstand „Cuts“ finden sich neun hibbelige, bedrohliche Tracks zwischen Post Punk, Dark Wave, Shoegaze und krautigem Psychedelic Rock.

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Papir

Papir – VI

Nur wenige Bands verstehen es, ihre leicht entrückte Musik so homogen zu gestalten wie Papir. Seit 2010 veröffentlichen die Dänen regelmäßig Musik, tief in Psychedelic, Kraut und sogar Jazz verhaftet. Auch wenn sich der Schwerpunkt gerne mal verschiebt, der melodisch-rhythmische Kern bleibt bis heute Fixpunkt in den spannenden Klangforschungen des Trios aus Kopenhagen. Auf das spannende Doppelalbum „V“ folgt, man wird es bereits erraten haben, „VI“.

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Chris Forsyth

Chris Forsyth – All Time Present

Der überaus umtriebige Chris Forsyth wagt sich wieder an ein neues Soloalbum im Spannungsfeld verschiedenster experimenteller Genres. Kraut und Psychedelic treten laufend auf den Plan und befeuern das anspruchsvolle wie ansprechende Gitarrenspiel des Meisters. „All Time Present“ ist ein Doppelalbum geworden – schon wieder, möchte man fast sagen – das auch bei kräftiger Überlänge nicht langweilig wird und laufend neue Duftmarken setzt.

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Kaufmann Frust – Aus Wachs

Was Post-Punk-Deutschland alleine dieses Jahr an Perlen abgeworfen hat, man ringt geradezu mit der Fassung, die Vielfalt und den Elan der Szene auch nur annähernd zu erfassen. Und doch kommt das Beste, so meint man, erst am Schluss. Wobei, sind Kaufmann Frust wirklich ’nur‘ Post Punk? Schubladendenken ist bei den Stuttgartern so und so fehl am Platz, wie ihre ellenlangen Songs, die mit depressiver Düsternis und krautig-epischer Manie kokettieren, unter Beweis stellen. „Aus Wachs“ ist der Titel ihres Full-Length-Debüts, das auch gleich sämtliche Versprechungen in Bausch und Bogen einlöst.

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