Schlagwort: Krautrock

Papir

Papir – VI

Nur wenige Bands verstehen es, ihre leicht entrückte Musik so homogen zu gestalten wie Papir. Seit 2010 veröffentlichen die Dänen regelmäßig Musik, tief in Psychedelic, Kraut und sogar Jazz verhaftet. Auch wenn sich der Schwerpunkt gerne mal verschiebt, der melodisch-rhythmische Kern bleibt bis heute Fixpunkt in den spannenden Klangforschungen des Trios aus Kopenhagen. Auf das spannende Doppelalbum „V“ folgt, man wird es bereits erraten haben, „VI“.

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Chris Forsyth

Chris Forsyth – All Time Present

Der überaus umtriebige Chris Forsyth wagt sich wieder an ein neues Soloalbum im Spannungsfeld verschiedenster experimenteller Genres. Kraut und Psychedelic treten laufend auf den Plan und befeuern das anspruchsvolle wie ansprechende Gitarrenspiel des Meisters. „All Time Present“ ist ein Doppelalbum geworden – schon wieder, möchte man fast sagen – das auch bei kräftiger Überlänge nicht langweilig wird und laufend neue Duftmarken setzt.

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Kaufmann Frust – Aus Wachs

Was Post-Punk-Deutschland alleine dieses Jahr an Perlen abgeworfen hat, man ringt geradezu mit der Fassung, die Vielfalt und den Elan der Szene auch nur annähernd zu erfassen. Und doch kommt das Beste, so meint man, erst am Schluss. Wobei, sind Kaufmann Frust wirklich ’nur‘ Post Punk? Schubladendenken ist bei den Stuttgartern so und so fehl am Platz, wie ihre ellenlangen Songs, die mit depressiver Düsternis und krautig-epischer Manie kokettieren, unter Beweis stellen. „Aus Wachs“ ist der Titel ihres Full-Length-Debüts, das auch gleich sämtliche Versprechungen in Bausch und Bogen einlöst.

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Pranke – Monkey Business

Jazz, so befanden einst Die Ärzte, sei anders. Von Pranke konnten die Punk-Veteranen zu diesem Zeitpunkt nichts wissen. Das deutsch-isländische Duo verpasst aktuell der Berliner Jazz-Rock-Szene eine überaus vitale Frischzellenkur. Von Math- und Kraut-Elementen begleitet, tanken sich Daniel Bödvarsson und Max Andrzejewski durch mitunter wahnwitzige Jam- und Fusion-Landschaften. „Monkey Business“ wird seinem Namen gerecht.

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Rotor – Sechs

Gesang wird überbewertet – immer noch! – wenn Rotor die Bühne betreten. Und das seit mittlerweile 1998. 20 Jahre gibt es die Berliner Stoner- und Instrumental-Institution also schon, begleitet von spannendem Output, endlosen Jams und kreativer, leicht verschrobener Heavyness. „Sechs“ ist der Titel ihres mittlerweile sechsten regulären Studioalbums, und das packt abermals alle leicht proggigen, psychedelischen und krautigen Vorzüge der Band auf Vinyl-Ideallänge.

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King Buffalo – Longing To Be The Mountain

Wie ein Donnerschlag hallte „Orion“ vor zwei Jahren durch die Psychedelic-Rock-Szene. Das Full-Length-Debüt das US-Trios King Buffalo, geschickt mit Stoner- und Kraut-Elementen angereichert, entpuppte sich als kurzweiliges Kleinod, mit „Repeater“ sollte eine bärenstarke EP folgen. Stillstand ist für die Herren aus Rochester im Bundesstaat New York keine Option, und so steht mit „Longing To Be The Mountain“ bereits die nächste Platte in den Startlöchern.

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Aua Aua – Alles gut

Jan Frisch – kein Unbekannter und immer für eine Überraschung gut. Ob solo, mit Keine Übung oder der Alin Coen Band setzt der Leipziger immer wieder kleine wie große musikalische Ausrufezeichen. Sein neuestes Projekt hört auf den Namen Aua Aua und versteht sich auf experimentelle Singer/Songwriter-Kunst. Soll heißen: Liedermacherei im Fragment, begleitet von Krautrock, Jazz und durchaus literarischem Anspruch. „Alles gut“ nennt sich das Debütalbum.

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Farflung – This Capsule

Sie zählen zu den US-Psych-Urgesteinen und treten dennoch vornehmlich in der zweiten Reihe auf. Die Rede ist von Farflung, die kurz vor einem Vierteljahrhundert Bandgeschichte stehen und mit Sicherheit eine der produktivsten Bands ihres Genres sind. Und doch bleiben die Herren aus Los Angeles eher zurückhaltend, tummeln sich vor allem im Untergrund und dürfen sich auf eine überaus treue Fanschar verlassen. „This Capsule“ ist ihr neuester Streich.

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Teksti-TV 666 – Aidattu tulevaisuus

Krautrock, Post Punk, Synth und Psychedelic auf einer Platte – und das alles auch noch in finnischer Sprache und mit gleich vier bis fünf Gitarren. Teksti-TV 666 gehören sicherlich nicht zu jenen Bands, die man mal so locker zwischendurch hören kann. Und doch gestaltete sich „1, 2, 3“, eine Zusammenstellung ihrer längst ausverkauften ersten drei EPs, recht unterhaltsam. „Aidattu tulevaisuus“, was auf Deutsch so viel wie ‚eine gepflegte Zukunft‘ bedeutet, geht nun als erstes reguläres Album des wilden Septetts durch.

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Suuns – Felt

Was ist eigentlich Musik? Und warum muss über dieses Thema immer wieder debattiert werden? Grenzgänger stoßen Diskussionen an und sind längst drei Türen weiter, während sich Fans und Experten den Kopf zerbrechen. Case and point Suuns, deren krautig-psychedlischer Art-Sound die Grenzen zwischen Rock und Electro regelmäßig verwischt. „Felt“ ist bereits das vierte Studioalbum der Kanadier, mit dem sie noch tiefer in den musikalischen Wahnsinn einer längst vergangen scheinenden Zukunft eintauchen.

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