Schlagwort: Pop

Leona Lewis – Glassheart

Fans der britischen X Factor-Gewinnerin Leona Lewis mussten sich in den vergangenen Jahren in Geduld üben. Während ihre Karriere bis zu ihrem zweiten Album „Echo“ im Jahr 2009 absolut rund verlief, traten bei der Produktion des Nachfolgers einige Komplikationen auf: Termine wurden nicht eingehalten, die Vorabsingle „Collide“ zusammen mit dem schwedischen DJ Avicii floppte aufgrund eines ominösen Rechtsstreits, der eine angemessene Promotion verhinderte. Ursprünglich bereits für Ende 2011 angekündigt, schafft es ihr dritter Longplayer „Glassheart“ nun auch endlich nach Deutschland – und präsentiert eine erneut stimmgewaltige Leona Lewis, die sich qualitativ wohltuend von Kolleginnen wie einer gewissen Christina Aguilera abhebt.

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Miriam Bryant – Finders Keepers

Manchmal kann es ganz schnell gehen. Eigentlich reiste die gebürtige Göteborgerin Miriam Bryant, Tochter eines englischen Bäckers und einer finnischen Lehrerin, im November 2011 in den Norden Schwedens, um ihrem guten Freund Victor Rådström bei einem musikalischen Projekt unter die Arme zu greifen. Tatsächlich schrieb man drei Songs für Bryant – die ersten Songwriting-Gehversuche für die 21jährige. Wenige Monate später hat die Schwedin nun einen Major-Vertrag in der Tasche und veröffentlicht „Finders Keepers“ nach diversen Download-Bundles und Verschiebungen auch auf CD.

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Nelly Furtado – Waiting For The Night

Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt. Auch wenn diese Formulierung ein wenig krass gewählt ist, so beschreibt sie doch recht treffend den Weg, den Nelly Furtados Karriere in der letzten Zeit eingeschlagen hat. Die Tage der „Loose“-Ära 2006/2007 sind lange gezählt, auch mit ihrem rein spanischen Album „Mi Plan“ konnte sie 2009 keine Bäume ausreißen. Nach der böse gefloppten Single „Night Is Young“ wollte die Kanadierin dieses Jahr mit ihrem neuen Album „The Spirit Indestructible“ wieder so richtig durchstarten. Nach einem guten Einstieg auf Platz 3 in Deutschland donnerte die Platte in der Folgewoche jedoch aus den Top 20. Mit dem tanzbaren Song „Waiting For The Night“ versucht die 34-Jährige nun zu retten, was noch zu retten ist, und geht dabei hörbar auf Nummer Sicher.

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Bruno Mars – Unorthodox Jukebox

Von 0 auf 100 innerhalb von gerade mal zwei Jahren. Diesen Karrieretraum, der für die meisten Künstler Zeit ihres Lebens unerreicht bleibt, lebt der gebürtige Hawaiianer Peter Gene Hernandez, besser bekannt als Bruno Mars, momentan in vollen Zügen. Nachdem sein erstes Album „Doo-Wops & Hooligans“ 2010 aus dem Stand die Spitze der weltweiten Hitlisten erreichte und Songs wie „Just The Way You Are“ und besonders „Grenade“ zu Mega-Sellern wurden, tat der mittlerweile 27-Jährige das einzig Richtige: Er nahm sich für die Aufnahmen zum Nachfolger ganz in Ruhe die Zeit, die er brauchte. Das Ergebnis hört auf den erneut ungewöhnlichen Namen „Unorthodox Jukebox“ und steht seinem Debüt in nichts nach, im Gegenteil. Er hat sich vielmehr auf höchstem Niveau noch weiter gesteigert.

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Girls Aloud – Something New

Nach drei Jahren Pause melden sich Kimberley Walsh, Sarah Harding, Cheryl Cole, Nicola Roberts und Nadine Coyle wieder mit vereinten Stimmen zurück, um gemeinsam mit ihren Fans das Comeback von Girls Aloud zu feiern. In erster Linie zelebrieren die fünf Britinnen mit ihrem kommenden Greatest Hits „Ten“ das zehnjährige Bandbestehen, aber auch andere Missionen lassen sich damit verknüpfen. Als Interpret des offiziellen Songs zur diesjährigen Charity-Gala „Children In Need“ der BBC lässt sich womöglich auch der verloren geglaubte Glanz der Girlgroups wieder herstellen. Mit viel Inspiration und Erfahrung aus vergangenen Solo-Projekten präsentiert das Quintett nun jedenfalls „Something New“.

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Rhythms Del Mundo – Africa

Die Weltreise von Rhythms Del Mundo geht weiter. Das 2004 vom US-Amerikaner Kenny Young nach der Tsunami-Katastrophe im Indischen Ozean gegründete Projekt Artists Project Earth, das sich ausschließlich durch die Verkäufe dieser Samplerreihe finanziert, interpretiert mit Musikern rund um den Globus Welthits von U2, Radiohead und Bob Dylan ebenso neu wie jene von deutschen Künstlern wie Juli, Xavier Naidoo und 2raumwohnung. Dieses Mal führte die Reise nach Afrika. In Ländern wie Mali, Kenia, Südafrika und Swasiland erarbeiteten populäre Musiker des Kontinents – unter anderem Mitglieder der ehemaligen Band von Grammy-Gewinnerin Miriam Makeba, Musiker aus dem Senegal und die Ali Farka Touré Band – Welthits auf ihre spezielle Art und Weise neu. „Africa“ muss sich keinesfalls hinter den kubanischen Ausgaben verstecken.

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Rihanna – Diamonds

Der Herbst hat Einzug in die deutschen Lande gehalten. Neben den üblichen Anzeichen erkennt man die graue Jahreszeit seit 2009 an einem weiteren todsicheren Aspekt: Rihanna veröffentlicht ein neues Album. Mit schöner Regelmäßigkeit haut die Powerfrau aus Barbados seit nunmehr drei Jahren im Zeitraum von zwölf Monaten einen Longplayer nach dem anderen raus, wobei sie besonders 2011 nach der Veröffentlichung von „Talk That Talk“ kurz vor dem Burnout stand. „Unapologetic“, also kompromisslos, soll es am 19. November weitergehen und als Appetizer kommt nun auch die erste Single „Diamonds“ als Single-CD in die Läden. Diejenigen, die den Song bislang noch nicht gehört haben und eine Kopie der Kopie von „We Found Love“ erwarten, werden von eher unbekannten, wenn auch nicht ganz unvertrauten Tönen überrascht.

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Lena – Stardust

Das Leben von Lena Meyer-Landrut fand in den letzten zwei Jahren fast ausschließlich in der Öffentlichkeit statt: Nachdem sie 2010 in Oslo sensationell den Eurovision Song Contest gewonnen hatte, war schnell klar, dass „Lovely Lena“ in Düsseldorf ein Jahr später ihren Titel verteidigen sollte. Dieses Unterfangen scheiterte, doch der Popularität der 21-jährigen Hannoveranerin tat dies keinen Abbruch, im Gegenteil. Ihre beiden Alben „My Cassette Player“ und „Good News“ erreichten die Spitze der Charts, verkauften sich zusammen über 700.000 Mal. Ende 2011 wollte sie es verdientermaßen ruhiger angehen lassen und ein Studium der Sprachen und Kulturen Afrikas sowie der Philosophie in Köln aufnehmen. Doch daraus wurde nichts, stattdessen begab sie sich der Liebe zur Musik wegen erneut ins Studio. Das Resultat ist ihr mittlerweile dritter Longplayer „Stardust“, mit dem sie nahtlos an ihre bisherigen Erfolge anknüpft.

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Robbie Williams – Candy

Er ist ein Mann der Rekorde: 68 Millionen verkaufte Platten, die meisten BRIT-Awards aller Zeiten (fünfzehn!), 1,6 Millionen an nur einem einzigen Tag verkaufte Konzertkarten. Die Rede ist von Superstar Robbie Williams, der als Musterbeispiel für erfolgreich laufende Solokarrieren eines (Ex-)Boyband-Mitglieds herhalten kann. Nach seinem Ausstieg bei Take That 1995 war es vor allem der Herzschmerzsong „Angels“, der ihn europaweit in die Charts katapultierte, die er seitdem auch nie wieder für allzu lange Zeit verlassen hat. Alben wie „Escapology“, „S(w)ing When You’re Winning“ oder zuletzt „Reality Killed The Video Star“ brachten ihm dutzende Nr. 1-Platzierungen, nur der Sprung über den großen Teich blieb ihm bis heute verwehrt. Dafür erfreut er unseren Kontinent nun mit der neuen Single „Candy“ aus dem dazugehörigen Longplayer „Take The Crown“, die ordentlich Farbe in die oftmals tristen Herbsttage bringt.

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Kylie Minogue – Flower

Seit einem Vierteljahrhundert tummelt sich Kylie Minogue bereits im Haifischbecken der Musikindustrie. Dabei schiffte die gebürtige Australierin ihr Lebenswerk nahezu unbeschadet durch die raue musikalische See und krönt das Jahr ihres 25jährigen Jubiläums, allem elektronischen Gegenwind zum Trotz, nun mit dem Album „The Abbey Road Sessions“, auf dem eine Auswahl ihrer größeren (und kleineren) Hits mit Orchester neu interpretiert wurde. Als Lead-Single dient derweil ein der breiteren Öffentlichkeit bisher weitestgehend unbekannter Song: „Flower“. Zwar schaffte es die Nummer im Jahr 2007 nicht auf Minogues zehntes Album „X“, wusste aber dennoch bei der darauffolgenden Tour zu begeistern.

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