Schlagwort: Post-Hardcore

Lygo

Lygo – Lygophobie

Nach dem Abschluss ihrer letzten Tour zu „Schwerkraft“ planten Lygo eine Pause auf unbestimmte Zeit, um sich einfach mal anderweitig auszutoben. Als die Welt stillstand, kam die Lust aufs Songwriting schneller zurück, als man erwartet hatte. Zudem konnte die Band nun selbst Musik im Proberaum aufnehmen – Drummer Daniel hatte sich in der Auszeit mit Musikproduktion beschäftigt. Und dann gab es noch einen angenehmen Zufall: Das Trio entdeckte den Begriff „Lygophobie“. Diese übermäßige Angst vor der Dunkelheit, so die Bedeutung, wird auf der gleichnamigen neuen Platte durch den Weg zurück ins Licht konterkariert.

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Save Face

Save Face – Another Kill For The Highlight Reel

Was, wenn My Chemical Romance „The Black Parade“ auf Kollisionskurs mit „A Fever You Can’t Sweat Out“ von Panic! At The Disco geschickt hätten? Möglicherweise wären dabei Save Face herausgekommen. Das US-Quartett vereint Emo, Screamo und Post-Hardcore mit der Broadway-Musical-Vorliebe von Mastermind Tyler Povanda. Entsprechend dramatisch, abgefahren und unvorhersehbar klingt die Truppe aus New Jersey, die mit „Another Kill For The Highlight Reel“ nun ihr zweites Album präsentiert. Und das geht im besten Sinne an die Substanz.

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LÜT

LÜT – Pandion

Nach dem Album ist das Album vor dem Album – nein, das ist nicht etwa das Tic Tac Toe-Follow-up zu „Morgen ist heute schon gestern“, sondern die Release-Politik von LÜT. Erst im Februar veröffentlichten die Norweger ihren bärenstarken Zweitling „Mersmak“, schon jetzt eine der besten Platten des Jahres. Im Zuge dessen werfen sie nun einen Blick zurück auf den Einstand, der nie offiziell außerhalb der Heimat erschien. Mit „Pandion“ ging es 2017 los, Nominierung für den norwegischen Grammy und manch ein Festival-Auftritt inklusive. Diesen Auftakt gibt es nun überall inklusive Bonus-Track.

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Lurk

Lurk – Around The Sun

Das Leben ist an sich bereits stressig und zäh genug, also warum nicht einfach einmal etwas locker machen? Lurk vertreten die absurde Seite des Punk und sind, so die eigene Auffassung, einzigartig in ihrer Chicagoer Heimat. Zwischen kernigen Akkorden, tanzbarem New Wave und beißendem Post-Hardcore verpacken sie skurrile Ideen in griffige Hooks und kernigen Drive. „Around The Sun“, so der Titel des Debütalbums, probt den Ausbruch aus dem Alltag und versucht sich gleichzeitig in einer neuen, sich stetig verändernden Welt irgendwie zurechtzufinden.

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Press To MECO

Press To MECO – Transmute

Das Unterfangen Press To MECO war beinahe zum Scheitern verurteilt. Luke Caley und Lewis Williams waren frustiert und begannen an sich selbst zu zweifeln, denn während andere Bands und Weggefährten plötzlich durch die Decke ging, trat man auf der Stelle. Ein paar neue Songs sollten zeigen, ob die britische Band eine Zukunft hatte. Mittendrin musste der Tieftöner neu besetzt werden, das übernahm mit Jake Crawford ein guter Freund. Dann waren noch ein paar Aufnahmehürden zu überwinden – wenige Tage vor der Reise nach Texas ins Studio schloss Corona die Grenzen – zum Abschluss gab es sogar eine Albumverschiebung. Nun ist „Transmute“ endlich da und tatsächlich mehr als nur ein Ansporn für das Trio, weiterzumachen.

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Quicksand

Quicksand – Distant Populations

Nach 22 Jahren Pause wärmen sich Quicksand gerade erst auf. „Interiors“ war ein gutes Comeback für die Post-Hardcore-Veteranen, die während der dazugehörigen Tour Gitarrist Tom Capone verloren und seither als Trio weitermachen. Und zwar tatsächlich genau das, denn Walter Schreifels, Savio Vega und Alan Cage haben trotz unzähliger anderer Projekte tatsächlich eine weitere Quicksand-Platte auf die Beine gestellt. „Distant Populations“ befasst sich mit der Eigentümlichkeit einer Gesellschaft, die gleichzeitig enger denn je verbunden und doch weit voneinander entfernt ist.

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Capstan

Capstan – Separate

Mit mehreren Millionen Streams für ihr Debütalbum und abgefeierten Konzerten gingen Capstan direkt durch die Decke. Das Quintett aus Orlando, Florida heimste begeistertes Feedback für den Erstling „Restless Heart, Keep Running“ ein. Dann kam der komplette Shutdown, in dem einerseits Zeit für Kreativität blieb, der jedoch andererseits ungeahnte Belastungen barg. Gitarrist Joe Marby erlebte schwere Depressionen aufgrund seiner Scheidung, und so bringen die Texte eine gewisse Düsternis mit. „Separate“ deutet sie bereits im Namen an.

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Jim Ward

Jim Ward – Daggers

Jim Ward hat sich erneut verliebt; und zwar in die Musik, denn das Verhältnis der Beiden war zuletzt etwas angespannt, um es höflich auszudrücken. Das Comeback von Sparta aus dem Vorjahr setzte mit einem neuen Songwriting- und Recording-Ansatz frische Energien frei, und motivierte Ward, eine neue Soloplatte aufzunehmen. Anstatt jedoch den erwarteten Singer/Songwriter-Weg weiterzugehen, wollte der Protagonist endlich wieder lauter unterwegs sein. Von seinen guten Freunden Tucker Rule (Schlagzeuger bei Thursday) und Ben Kinney (Bassist bei Incubus) unterstützt, entstand das herrlich launische und harmonische „Daggers“.

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W!zard

W!zard – Definitely Unfinished

Bordeaux assoziiert man eigentlich mit gutem Wein oder mittelprächtigem Fußball. Nun gesellt sich kurzweiliger Lärm dazu. Wobei, W!zard sind eigentlich keine ganz neue Band. Das Trio veröffentlichte bereits zwei EPs und ein Album, obwohl man erst seit 2016 unterwegs ist. Mit ihrem wilden, derben Mix aus Noise Rock, Post Punk und Post-Hardcore rennen die Franzosen offene Türen ein, zugleich düster, widerborstig und doch irgendwo mitreißend. „Definitely Unfinished“ ist ihr neuester Streich – eine weitere EP mit fünf neuen Tracks.

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Watching Tides

Watching Tides – We’ve Been So Close // Yet So Alone

Läuft aktuell ein kleines Midwest-Emo-Revival an? Gefühlt scheinen sich überdurchschnittlich viele Bands mit dem 90s-Sound zu befassen, von tatsächlichen Comebacks ganz zu schweigen. Watching Tides befinden sich ebenfalls in diesem ungefähren Dunstkreis. Das Trio aus Berlin bringt obendrein etwas Post-Hardcore und sogar leicht angepunkten Drive in den Mix ein, der sie bereits auf zwei EPs begleitete. „We’ve Been So Close // Yet So Alone“ ist ihr Debüt auf Albumlänge und rechnet mit diversen Altlasten aus der persönlichen Vergangenheit ab, mit alten Freundschaften und der Heimat.

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