Schlagwort: Post-Hardcore

Jamie Lenman

Jamie Lenman – Shuffle

Nach dem Überalbum darf fleißig experimentiert werden: Mit „Devolver“ gelang Ex-Reuben-Frontmann Jamie Lenman ein kreativer wie musikalischer Volltreffer auf allen Ebenen. Packendes Songwriting, unvorhersehbare Arrangements und cleveres Genre-Bending förderten unzählige Hits zutage. Der Nachfolger entpuppt sich als eine Art Mixtape. „Shuffle“ ist als Blindflug durch allerlei Medien gedacht. Lenman lädt durch eine Cover- und Zitat-Rundreise durch seine absoluten Favoriten im Bereich Musik, Film, Cartoon, Videospiel, Buch und TV ein.

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Death Cults

Death Cults – Death Cults

Etwas ausgefallenere Nebenschauplätze scheinen langsam aber sicher zur Spezialität von Arctic Rodeo zu werden. Wie schon bei Ageist, mischt auch bei Death Cults Personal von Primitive Man mit, ergänzt durch weite Teile der auf Eis liegenden Pilot To Gunner. Gemeinsam widmet man sich widerborstigem Post-Hardcore mit noisigem Alternative Rock, Erinnerungen an Therapy?, Planes Mistaken For Stars und Samiam werden wach. Das selbstbetitelte Debütalbum steht nun in den Startlöchern.

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Trade Wind

Trade Wind – Certain Freedoms

Mehr musikalisches Notizbuch als Nebenprojekt, so oder so ähnlich lässt sich Trade Wind zusammenfassen. Die Band um Mitglieder von Stray To Your Path und Stick To Your Guns verarbeitet Ideen, die bei ihren jeweiligen Hauptbands kaum Platz hätten. Alternative Rock, ein wenig Post-Hardcore und weit offene Songstrukturen ließen bereits das Debüt „You Make Everything Disappear“ zu einer spannenden Grenzerfahrung reifen. „Certain Freedoms“ geht gefühlt gleich drei Schritte weiter.

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Raketkanon

Raketkanon – RKTKN#3

Zeit für den nächsten Raketenabschuss: Stolze vier Jahre ließen Raketkanon seit ihrem letzten Album vergehen. Die Belgier entschieden sich für eine kreative Pause nach der letzten Tour, die unter anderem für Nebenprojekte – Frontmann Pieter-Paul Devos war mit Kapitan Korsakov aktiv – genutzt wurde. Nun meldet sich das Quartett aus Gent mit seinem unheilvollen Mix aus Noise Rock, Electro und Post-Hardcore zurück. Natürlich kann der Drittling nur „RKTKN#3“ heißen und erneut an die Substanz gehen.

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Free Throw

Free Throw – What’s Past Is Prologue

Pokémon-Referenzen und poppige Hooks im Vordergrund, seelische Abgründe dahinter: Bereits auf „Bear Your Mind“ deutete sich so etwas wie ein Wandel in Cory Castros Texten an, als sich der Free Throw-Frontmann erstmals mit seiner Dysmorphophobie und psychischen Gesundheit auseinandersetzte. Kurz darauf folgte der komplette Zusammenbruch, Bruder und Bassist Justin reichte die helfende Hand. Auf „What’s Past Is Prologue“ blickt die Band nun auf eine überaus schwere Zeit zurück und bezieht beeindruckende Kraft aus dieser.

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Kind Kaputt

Kind Kaputt – Zerfall

Musikalisch klingt das, was Kind Kaputt auf ihrem Debütalbum „Zerfall“ zelebrieren, durchaus vertraut. Alternative Rock, Post-Hardcore und ein wenig Emo mit deutschen Texten erinnern im besten Sinne an Fjørt, Lyvten und Heisskalt. So weit, so gut? Nicht ganz, denn beim Aufbau orientierte sich das Quartett am literarischen Genre des Bildungsromans. Über zwölf Songs wird die Entwicklung einer Figur an der Schwelle zur Reife in steter Kollision mit der harschen Realität ausgebreitet. Klingt anspruchsvoll, ist es auch.

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Monza

Monza – Der Tag an dem Berge aus dem Himmel wuchsen

Monza liegt neuerdings in Bayern. Oder liegen in Bayern, wobei die drei Herren hinter diesem Pseudonym alles andere als auf der faulen Haut liegen. Vor sieben Jahren in München gegründet, befinden sie sich meilenweit entfernt von jeglichem Szenedenken und stellen sich geschickt quer, wenn es darum geht, ihre Musik in irgendeiner Form zu kategorisieren. Auf ihrem Debütalbum „Der Tag an dem Berge aus dem Himmel wuchsen“ – neben dem Digital-Release nur auf Vinyl erhältlich – treffen Alternative, Post-Something, ein wenig Prog und bärbeißige Riffs aufeinander.

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Ageist

Ageist – Babyface

Mitglieder so prominenter Bands wie Thursday, Freedom Fighters, Primitive Man, God Fires Man, I Hate Our Freedom und Errortype:11 suchten ein neues Betätigungsfeld. Nun sind sie, so die süffisante Anmerkung im Pressetext, „alte Männer, die in einer Band spielen, von der niemand je gehört hat“. Das wird sich aber ändern, denn das herrlich angepisste Alternative-Rock-Outfit Ageist hält, wie schon der Name verrät, rein gar nichts vom Altenteil. „Babyface“ erweist sich als angenehm schroffes und zugleich hochgradig eingängiges Debüt.

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Breathe Atlantis – Soulmade

In nur zwei Alben zum Modern-Rock-Hoffnungsträger: Ihre metallischen Wurzeln mögen Breathe Atlantis mittlerweile weitestgehend hinter sich gelassen haben, der wuchtige Alternative-Sound mit Post-Hardcore-Einflüssen und butterweichen Vocals ist dafür ein Erfolgsrezept. Frisch zu Arising Empire gewechselt, veröffentlicht das Quartett aus Essen nun sein drittes Album „Soulmade“. Darauf zu hören: noch mehr waschechte Stadionhymnen.

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Cursive – Vitriola

Die bislang längste musikalische Dürreperiode in der gut zwei Jahrzehnte andauernden Bandgeschichte von Cursive ist vorbei: Stolze sechs Jahre vergingen seit „I Am Gemini“. Die Band aus Omaha, Nebraska war aber weiterhin aktiv, u.a. veröffentliche Tim Kasher mehrere Soloalben. Nun, erstmals seit „Happy Hollow“ 2006, arbeitet man wieder mit Saddle Creek-Ikone Mike Mogis zusammen, außerdem ist Schlagzeuger und Gründungsmitglied Clint Schnase zurück an Bord. „Vitriola“ zeigt das Quartett von seiner besten Seite mit dem vielleicht stärksten Album seit 15 Jahren.

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