Schlagwort: Post-Hardcore

Breathe Atlantis – Soulmade

In nur zwei Alben zum Modern-Rock-Hoffnungsträger: Ihre metallischen Wurzeln mögen Breathe Atlantis mittlerweile weitestgehend hinter sich gelassen haben, der wuchtige Alternative-Sound mit Post-Hardcore-Einflüssen und butterweichen Vocals ist dafür ein Erfolgsrezept. Frisch zu Arising Empire gewechselt, veröffentlicht das Quartett aus Essen nun sein drittes Album „Soulmade“. Darauf zu hören: noch mehr waschechte Stadionhymnen.

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Cursive – Vitriola

Die bislang längste musikalische Dürreperiode in der gut zwei Jahrzehnte andauernden Bandgeschichte von Cursive ist vorbei: Stolze sechs Jahre vergingen seit „I Am Gemini“. Die Band aus Omaha, Nebraska war aber weiterhin aktiv, u.a. veröffentliche Tim Kasher mehrere Soloalben. Nun, erstmals seit „Happy Hollow“ 2006, arbeitet man wieder mit Saddle Creek-Ikone Mike Mogis zusammen, außerdem ist Schlagzeuger und Gründungsmitglied Clint Schnase zurück an Bord. „Vitriola“ zeigt das Quartett von seiner besten Seite mit dem vielleicht stärksten Album seit 15 Jahren.

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Lygo – Schwerkraft

Seit Jahren fühlen sich Lygo von einem eigenartigen Zwiespalt begleitet, der irgendwo zwischen Zuversicht und Resignation klebt. Gesellschaftliche Verhältnisse sorgen für Frust, und doch steckt das Trio aus Bonn jegliche Anflüge von Unmut viel lieber in die Musik. Nach Jahren zwischen Proberaum und JuZ entwachsen Jan Heidebrecht, Daniel Roesberg und Simon Meier ihrem Dunstkreis endgültig. Das zweite gemeinsame Album „Schwerkraft“ schlägt geschickt in die Fjørt’sche Kerbe, und ist doch so viel mehr.

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Delta Sleep – Ghost City

Bloß nicht wie alle anderen klingen, das hatten sich Delta Sleep vor zwei Jahren für ihr Debütalbum „Twin Galaxies“ ans Revers geheftet. Tatsächlich schlugen sie mit ihrem Math-Rock-Einstand in gleich mehrere Richtung aus – von soft und synthetisch bis zu wirr und durchaus heavy. Der Nachfolger entstand überwiegend auf Tour und wagt sich an Konzeptkunst. „Ghost City“ behandelt Weltlichkeit und Existenzialismus in einer dystopischen Welt, welche mit den negativen Auswirkungen von technologischem Fortschritt zu kämpfen hat.

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Blackout Problems – Kaos

Kraft aus dem Rückschlag, Kontrolle gegen Unstetigkeit eintauschen: Die zwei Jahre seit dem Release von „Holy“ waren für Blackout Problems alles andere als einfach. Zwischen Tourstress und emotionaler Dauerbelastung entstanden reihenweise Songs im beinahe klaustrophoben Verhältnis zwischen Schein und Sein. Auf „Kaos“ ist der Name Programm – und der dem Alternative Rock entstammende Sound breiter aufgestellt denn je.

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Sink The Ship – Persevere

Sink The Ship wissen, wie der Pop-Punk-Hase läuft. Und wohin. Wo andere Bands auf einen vergleichsweise geradlinigen, homogenen Sound setzen, streckt das US-Quartett den alten Gevatter Eingängigkeit um Metalcore-Referenzen und eine Prise Post-Hardcore. Das mutet schon mal ein wenig ungewöhnlich an, geht dafür sofort in die Beine. Auf ihrem Full-Length-Debüt „Persevere“ wird es so bunt und doch eingängig wie nur irgendwie möglich.

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Scraps Of Tape – The Will To Burn

Die schönsten musikalischen Momente tauchen oft aus dem kompletten Nichts auf. Wobei, ganz unbekannt sind Scraps Of Tape nun auch nicht. Seit 2000 veröffentlichen die Schweden in schöner Regelmäßigkeit süßlich-sperrigen Post Rock mit Alternative-, Math- und sogar Post-Hardcore-Einschlag. Für das mittlerweile sechste Studioalbum „The Will To Burn“ verbarrikadierte sich das Quintett in einer alten Schule auf dem Land und nahm ihr bislang stärkstes Werk auf.

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Tiny Moving Parts – Swell

Im Mai 2016 packten Tiny Moving Parts mit „Celebrate“ einen kleinen Leckerbissen für Emo-Fans aus, schön über verschiedenste Genres und Epochen gestreckt. Es war bereits das dritte Album der Herren aus Minnesota und zugleich ein mächtiges Versprechen für die Zukunft. Dieses löst das Trio nun in Form von „Swell“ ein. Noch kürzer als zuletzt – knapp 32 Minuten Spielzeit -, noch schroffer, noch eingängiger, noch gefühlvoller, noch verkopfter.

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Farben/Schwarz – Drei

Ruhig sitzen bleiben und alles über sich ergehen lassen? Nicht mit Farben/Schwarz: Das Hamburger Quartett zieht die Daumenschrauben nach zwei intensiven EPs an und legt den Finger in die sprichwörtliche Wunde, nachdem zuvor noch ordentlich Salz reingestreut wurde. Aua? Und wie, aber so richtig. Das dritte Kleinformat hört auf den erwartbaren Titel „Drei“ und denkt den angepunkten Post-Hardcore-Sound in fünf manischen Kapiteln weiter.

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Report Suspicious Activity – Leviathan

Ungereimtheiten bei der Kür von George W. Bush zum 43. US-Präsidenten inspirierten Vic Bondi (u.a. Articles Of Faith, Alloy) aus dem musikalischen Vorruhestand zurückzukehren und neue Songs aufzunehmen. Schnell wurde daraus Report Suspicious Activity, eine Band um Mitglieder von Jawbox und Channels. Nach zwei Alben und einer EP war erst einmal Schluss. Zwei Viertel zogen aus New York weg, das Projekt war auf Eis gelegt. Zwei Tage nach der Trump’schen Präsidentschaftskur dann der erste Anruf – und jetzt das Comeback mit „Leviathan“.

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