Schlagwort: Psychedelic Rock

Toy – Clear Shot

Die Suche nach krautigem Psychedelia-Plüsch geht in die dritte Runde. Toy aus London sind mittlerweile so etwas wie ein Geheimtipp für eingängige und doch ausufernd wilde Klangreisen fernab sämtlicher gängigen Spektren. Das vor drei Jahren erschienene „Join The Dots“ war ein hörbarer Versuch, den ausufernden Wahnwitz des Debüts in halbwegs geregelte Bahnen zu zwängen, dabei aber gleichzeitig spontan und positiv abgedreht zu klingen. „Clear Shot“ baut auf diesen Bemühungen auf.

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zZz – Juggernaut

Es hat wieder eine Weile gedauert, bis der psychedelische Wahnsinn von zZz auf heimischen Plattentellern landet. Nicht nur die lange Wartezeit seit „Running With The Beast“, auch der etwas zähe Import hinterlässt Spuren; mit einem Jahr Verspätung wurde ein deutscher Vertrieb gefunden. Und doch fasziniert das Duo aus Amsterdam abermals, weil es auf seinem dritten Album „Juggernaut“ zwischen Krautrock, Psychedelic, Darkwave und Synth-Pop alles mitnimmt.

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Coogans Bluff – Flying To The Stars

Vor fast auf den Tag genau vier Jahren erfanden sich Coogans Bluff mit „Poncho Express“ neu. Als lässige Jam-Band rasen sie seither durch so ziemlich jedes gitarrenunterstützte Genre, das ihnen in die Quere kommt. Zwar hatte „Gettin‘ Dizzy“ seine Durchhänger, die reine Spielfreude gab dennoch Anlass zur Begeisterung. Jetzt wird es noch wilder: „Flying To The Stars“ ist ein Konzeptalbum, das die Band mit einer kitschfreien Version des Films „Interstellar“ vergleicht. Musikalisch hat Gevatter Groove Hochkonjunktur.

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Suns Of Thyme – Cascades

Geographisches Kuriosum: Suns Of Thyme ist ein Quintettaus Berlin ohne einen einzigen Berliner. Die fünf Mitglieder sammelten reichlich Erfahrung in anderen Bands, brachten es aber jeweils nie über ein Album hinaus. Irgendwann landeten sie schließlich in der Hauptstadt und vereinten ihre Vorlieben für Kraut, Psychedelic, Post Punk, Shoegaze und zahlreiche weitere düstere und experimentelle Klänge. „Cascades“ ist ihre zweite gemeinsame Platte und damit ein Novum für alle Beteiligten.

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Black Lung – See The Enemy

Ein ellenlanger Mammutwinter mit Eiseskälte in Baltimore wurde zur Geburtststunde von Black Lung, einem Nebenschauplatz der Flying Eyes. Pulsierender Blues Rock aus der Garage, live eingespielt, machte den eponymen Erstling zum unterhaltsamen Zeitvertreib. Auf „See The Enemy“ will es das Trio nun wissen. Doom, Psych und Stoner halten Einzug und sorgen für einen abgedrehten Trip mit hohem – pardon – Suchtfaktor.

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Hot Panda – Bad Pop

Kanadas Berufswahnsinnige Hot Panda melden sich mit ihrem vierten Studioalbum zurück und kämpfen, nun nur noch als Trio unterwegs, gegen das Erwachsenwerden an. Ein bisschen Revolte ist natürlich dabei, aber auch viel Melodie. „Bad Pop“ ist genau das, weil Popmusik hier nicht vorkommt. Art Punk, Noise, Indie Rock und Psychedelia geben sich die Klinke in die Hand und rauschen durch 38 herrlich überdrehte Minuten.

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Childrenn – Animale

Manche Platten sind einfach zu schräg, um sie zu ignorieren. Unter diese Kategorie fällt auch das Debüt des dänischen Quartetts Childrenn. Hinter diesem ominösen Banner versteckt sich eine Reihe bekannter Musiker, die unter anderem mit SPEkTR, Hymns From Nineveh und The Raveonettes aktiv waren bzw. sind. Der gemeinsame musikalische Nenner liegt bei Gitarrenmusik aller Art und so pendelt „Animale“ zwischen forschen Stompern und krautigen Psychedelic-Exkursen.

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The Coral – Distance Inbetween

So plötzlich sie sich eine Auszeit nahmen, so unerwartet tauchten The Coral vor wenigen Monaten mit neuem Material auf und kündigten nach Solo-Aktivitäten ein neues Studioalbum an. Zuvor war es mehrere Jahre ruhig gewesen, sieht man vom Quasi-Outtake-Album „The Curse Of Love“ ab. Nun also neuer Stoff, noch eine Spur psychedelischer und abgehobener. Auf „Distance Inbetween“ lehnen sich die einstigen Jung-Hippies besonders weit aus dem Fenster und zelebrieren eine Platte zwischen mitreißenden Überraschungsmomenten und temporärer Tristesse.

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Motorpsycho – Here Be Monsters

Auch nach einer faszinierenden Werkschau ist die Reise Motorpsychos alles andere als abgeschlossen, ganz im Gegenteil: nur vier Monate später steht ein brandneues Studioalbum in den Startlöchern. Teile der Musik auf „Here Be Monsters“ wurden gemeinsam mit Ståle Storløkken für das Jubiläum des Norwegischen Technikmuseums im November 2014 geschrieben. Ohne den verhinderten Storløkken wurde daraus ein komplettes Motorpsycho-Werk, das sich mit höchst unterschiedlichen Aspekten des Lebens beschäftigt.

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Young Rival – Interior Light

Pünktlich zu Weihnachten gaben die (verbliebenen) Beatles ihren Katalog auf verschiedenen Streaming-Diensten frei und lösten prompt einen Sturm der Begeisterung aus. Der Sound der 60s und 70s erfreut sich nach wie vor größter Beliebtheit – und genau hier treten nun Young Rival auf den Plan. Das Trio aus dem kanadischen Hamilton vermengt Garage Rock mit Psychedelic Pop und erinnert damit an die British Invasion sowie Beach Boys-Smartness. Ihr neues Album „Interior Light“ sorgt für gute Laune.

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