Schlagwort: Punk Rock

The Good The Bad And The Zugly – Brainbomb

Laut, hässlich, ungemütlich – wer aktuell auf Stromgitarren-Krach steht, ist aktuell in Norwegen besonders richtig. Neben Kvelertak punktet vor allem die Fysisk-Front um Bands wie Haust, Okkultokrati und Livstid regelmäßig mit fiesen Releases. Nun setzen auch The Good The Bad And The Zugly zum Angriff an. Das Quintett aus Harestua mischt Punk Rock mit Hardcore, vornehmlich auf zahlreichen Kleinformaten. Ein Album ist nicht in Sicht, dafür gibt es nun „Brainbomb“, gleichzeitig digital und als auf 500 Stück limitierte 7″ erhältlich.

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Billy Talent – Surprise Surprise

Billy Talent gehen nur zurück, um Anlauf zu nehmen: Während ihr erstes Album noch abseits des Mainstreams stattgefunden hatte, öffnete die #1 in den deutschen Albumcharts für „Billy Talent II“ den Kanadiern Tür und Tor. Ein Nachfolger mit stärkerem Rockanteil (und durchaus vorhandenem Erfolg) schloss die Albumtrilogie ab, überdies ist man nach wie vor auf Festivals gern gesehener Gast und sorgt regelmäßig für ausverkaufte Hallen. Nachschub gibt es am 7. September in Form von „Dead Silence“, der ersten unnummerierten Billy Talent-Platte. „Viking Death March“ machte vor wenigen Monaten bereits Dampf, mit „Surprise Surprise“ steht nun eine zweite Vorab-Single in den Startlöchern.

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The Gaslight Anthem – „45“

Während die musikalische Zukunft von Against Me! aktuell alles andere als sicher ist – Tom Gabel nahm all seinen Mut zusammen, outete sich im Mai als transsexuell, nennt sich fortan Laura Jane Grace und unterzieht sich aktuell einer Hormontherapie – ist es mehr denn je an The Gaslight Anthem, die gute alte Rock’n’Roll-Flagge, getränkt in Punk-Absinth, hoch zu halten. Ende Juli erscheint „Handwritten“, ihr Major-Einstand, der in Nashville unter der Regie von Brendan O’Brien aufgenommen wurde und uramerikanische Themen behandeln soll. „’45′“, die erste Single, weckt große Hoffnungen.

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Paper – Mischmasch

Mit Bandnamen ist es ja so eine Sache. Einprägsam sollten sie sein, gerne kurz und schlagkräftig, möglichst unverwechselbar. Was sich Paper bei ihrer Gründung wohl gedacht haben? Das schwedische Trio um Calle Olsson (The Bear Quartet, Paddington DC) hat sein Debütalbum „An Object“ längst hinter sich gelassen und präsentiert auf dem direkten Nachfolger nun mehr von allem; mehr Garage Rock, mehr Punk, mehr Krautrock, mehr Elektronik. Eben ein echter „Mischmasch“, gleichermaßen komplex wie hitverdächtig, irgendwo zwischen den Hives und Joy Division.

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Turbonegro – You Give Me Worms

Turbonegro mustn’t be destroyed: Nach dem Ausstieg von Frontmann Hank Von Helvete 2010 nahmen sich Turbonegro eine kleine Auszeit. Während Helvete wenig später die Supergroup Doctor Midnight & The Mercy Cult um Tim Skold (Marilyn Manson, KMFDM) sowie ehemalige Mitglieder von Satyricon, Celtic Frost, Apoptygma Berzerk und Extol gründete, meldeten sich die Hobbit Motherfuckers vergangenen Sommer mit Neo-Frontmann Tony Sylvester (aka The Duke Of Nothing), Präsident der Londoner Turbojugend, zurück. Nun geht es Schlag auf Schlag: Im Juni erscheint das neue Album „Sexual Harassment“, die erste Single „You Give Me Worms“ – unter anderem mit Tommy Manboy hinter der Schießbude und Rückkehrer Rune Rebellion – ist ab sofort erhältlich.

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Donots – Wake The Dogs

Die zweite Karriere der Donots nimmt mehr und mehr Fahrt auf. Ihre erfolgreiche Pop-Punk-Zeit und der lähmende Bruch mit dem damaligen Label gehören endgültig der Vergangenheit an, der Neustart über das eigene Label Solitary Man Records war überaus erfolgreich. Auf neuen musikalischen Wegen begeisterten „Coma Chameleon“ und „The Long Way Home“, mittlerweile hat man sogar wieder einen Major-Deal am Haken. Verbiegen lassen sich die Ibbenbürener auf „Wake The Dogs“ jedoch nicht, ganz im Gegenteil: es geht sogar noch eine Spur abwechslungsreicher zur Sache, man befindet sich hörbar auf der Suche.

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Anti-Flag – The General Strike

Arabischer Frühling, #Occupy-Bewegung, politischer Stillstand und nicht enden wollende Unterdrückung von Minderheiten – Anti-Flags Rolle als generationsübergreifendes Sprachrohr scheint wichtiger denn je zu sein. Die Punk Rock-Veteranen aus Pittsburgh, Pennsylvania sind längst bei SideOneDummy an- und damit in den Underground zurückgekommen, wo sie sich am wohlsten fühlen und bestens austoben können. Ihr achtes Studioalbum trägt den Titel „The General Strike“ und legt acht Fäuste in die eitrigen Wunden der Reichen und Korrupten.

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MIA. – Tacheles

Was 1997 in Berlin als Schülerband begann, ist mittlerweile zu einer Institution der deutschen Pop/Rock-Landschaft gereift: MIA. haben sich im Lauf ihrer Karriere von den verschiedensten Seiten gezeigt, waren Electropunker, spielten „Stille Post“, tingelten zwischen Zirkus und Club hin und her. Dreieinhalb Jahre nach ihrem bis dato letzten Studioalbum „Willkommen im Club“ erscheint nun mit „Tacheles“ die fünfte Platte der mittlerweile zu einem Quartett geschrumpften Berliner, die sich 2012 durch 80er-Dissen, britische Elektronik und eine feine Prise NDW beißen.

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Featuring Yourself – Inner Underground

Ein wenig Namedropping zum Auftakt: Featuring Yourself ist ein Trio aus Norddeutschland, dessen Mitglieder in Bands wie The Detectors, The Creetins und Rantanplan spielen bzw. spielten. Nach einer kleinen EP, die kurz nach der Bandgründung 2010 veröffentlicht wurde, sind Kay Petersen, Matthias Frank und Timo Köhler mittlerweile bei 141records (Three Chord Society, Baby Lou, Chäirwalk) untergekommen, von wo aus sie generischem Punk Rock den Kampf ansagen wollen. Klingt mutig, zumal ihr Debütalbum „Inner Underground“ mit Punk jedweder Art relativ wenig zu tun hat, wobei die selbst gewählte Genre-Bezeichnung ‚Modern Postpunk‘ ein wenig in die Irre führt.

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Frau Potz – lehnt dankend ab

Ein Ende kann ein neuer Anfang sein; gelegentlich auch ein verspäteter Anfang, wie in diesem Fall. Nachdem sich Escapado zunächst in eine längere Pause, schließlich aber komplett verabschiedeten, konnte Sänger Felix Schönfuss endlich das Debütalbum seiner Band Frau Potz – den Namen verdankt das Trio einer besprühten Wand – vorantreiben. Aufgenommen im Tonstudio 45 von Kurt Ebelhäuser (Blackmail, Scumbucket), entpuppt sich „lehnt dankend ab“ als angepisster Stoff zwischen Hardcore und Punk, zwischen Comeback Kid und Turbostaat.

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