Schlagwort: Singer/Songwriter

Gudrid Hansdóttir – A Faroese Fisherman Speaks Of Drowning

Nur selten schafft es Musik von den Färöer Inseln auf das europäische Festland. Dass man in allen Bereichen mithalten kann, zeigt aktuell zum Beispiel Hamferðs Sieg beim „Wacken Metal-Battle“, der den Metallern von der Insel einen Plattenvertrag bei Nuclear Blast eingebracht hat. Deutlich kleinere Brötchen muss hierzulande Gudrid Hansdóttir backen, zuletzt gemeinsam mit Sutcliffe in Erscheinung getreten. Ihr drei Alben haben in der Heimat zahlreiche Preise abgeräumt, in Deutschland ist ihr sympathisch folkiger Singer/Songwriter-Sound nach wie vor eine Randgruppenerscheinung. Pünktlich zum Vinyl-Release ihrer dritten Platte „Beyond The Grey“ erscheint „A Faroese Fisherman Speaks Of Drowning“ als Download-Single.

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Sea + Air – The Heart Of The Rainbow

Wenn Zwei sich gleichen wie Wasser und Luft, deren elementare Unterschiede anziehender denn je sind, so müssten sie durch die Erdatmosphäre tauchen und im Ozean Luftschlösser bauen können. Zuzutrauen wäre es dem Singer/Songwriter-Duo Sea + Air. Dessen Verbindung geht jedoch auf die Eigenwilligkeit vom gesprochenen „Sie + Er“ zurück, welche das deutsch-griechische Paar vor allem musikalisch auslebt. Man höre „The Heart Of The Rainbow“ und sei hiermit gewarnt: Die Gefahr eines extravaganten Zuckerschocks war selten so kalkuliert.

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Patrick Richardt – So, wie nach Kriegen

Als Tour-Support von Thees Uhlmanns Soloexkurs ist der Name Patrick Richardt so manchem Konzertbesucher bereits einigermaßen geläufig. Das neue Grand Hotel van Cleef-Signing spielte seinem prominenten Chef und Mitreisenden an einem Abend einige Demos seines geplanten Albums vor und bat um Verbesserungsvorschläge. Verändert wurde daran kaum etwas, Uhlmann selbst war davon begeistert und trieb die Aufnahmen von Richardts Debüt voran. „So, wie nach Kriegen“ heißt die Platte, die klassischen Singer/Songwriter-Sound auf Indie Pop/Rock mit beseelten Untertönen treffen lässt. Man stelle sich vor, Gisbert zu Knyphausen und Max Prosa würden sich ein Tag-Match mit Thees und Conor Oberst liefern.

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Mrs. Greenbird – Shooting Stars & Fairy Tales

Einer greisen Vogeldame verdanken Sarah Nücken und Steffen Brückner ihren Künstlernamen Mrs. Greenbird. Dass sie unter diesem Pseudonym die nunmehr dritte Staffel von „X Factor“ in Deutschland gewonnen haben, dürfte der Namensgeberin jedoch entgangen sein, schließlich weilt sie der Legende nach nicht mehr unter den Lebenden. Umso ehrenvoller halten die beiden Musiker den Namen der Verstorbenen mit ihrem folkigen Singer/Songwriter-Pop im Gespräch und ziehen mit der Eigenkomposition „Shooting Stars & Fairy Tales“ nun durch die Musikwelt.

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Everlast – Long Time

Streng genommen ist Everlast ein One-Hit-Wonder. Mit „What It’s Like“ schlug er Ende der Neunziger hohe Wellen – unter anderem Platz 17 in Deutschland – danach gab es maximal kleinere Lebenszeichen, während sich die Alben ganz solide schlugen. So auch das aktuelle Werk „Songs Of The Ungrateful Living“, das es in die Top 60 schaffte. Das Mitglied der mittlerweile wiedervereinten House Of Pain hat sich mittlerweile als Singer/Songwriter mit einem Faible für Folk, Blues und Country fest etabliert. „Long Time“, die zweite Auskopplung aus besagtem Album, zeigt Everlast in gewohnt guter Form.

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Nadine Shah – Aching Bones

Ein Blick in die Musik-Blogosphäre zeigt: Während die BBC ihre „Sound of…“-Nominierten noch nicht bekannt gegeben hat, läuft in der Online-Welt die Suche nach potentiellen Kandidaten bereits auf Hochtouren. Neben Laura Mvula taucht auch immer wieder der Name Nadine Shah auf. Shah hat norwegische und pakistanische Wurzeln, stammt aus dem Norden Englands und wird bevorzugt mit PJ Harvey, Marianne Faithfull und Nick Cave verglichen, ist eine Singer/Songwriterin mit einem Händchen für düstere, ungewöhnliche Klänge. Ihre Debüt-EP „Aching Bones“ zählt zu den interessantesten Genre-Releases des Jahres.

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Donots feat. Frank Turner – So Long

Der zweite Karriere-Kickstart war für die Donots gleichbedeutend mit musikalischer Veränderung. Fun-Punk mit Pop-Schlagseite gehört längst der Vergangenheit an, stattdessen rockt man nun gar handfest, verschließt sich auch Experimenten nicht. Dennoch war ihre Major-Rückkehr „Wake The Dogs“ ein zwar immer noch guter, stellenweise aber überraschend durchwachsener Mix, dem der nötige rote Faden abging. Immerhin gibt man sich bei der Single-Wahl weiterhin treffsicher. Ein halbes Jahr nach „Come Away With Me“ folgt die zweite Auskopplung „So Long“.

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Jonathan Jeremiah – Gold Dust

Die Geschichte ist hinlänglich bekannt: Jonathan Jeremiah schob Nachtschichten im Sicherheitsdienst der Londoner Wembley Arena, um sein Debütalbum zu schreiben und sich die Orchester-Aufnahmen dafür leisten zu können. In „A Solitary Man“ stecken viele Jahre an Arbeit, die sich hörbar ausgezahlt haben und dem Briten entsprechenden Zuspruch brachten. Singles wie „Heart Of Stone“ und das auf dem Soundtrack zu „What A Man“ enthaltene „Happiness“ summt man immer noch im Radio mit. Nur 14 Monate später erscheint der Nachfolger „Gold Dust“.

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Asaf Avidan – Different Pulses

Eine USA-Reise, ein Remix und Youtube- bzw. Soundcloud-Präsenz machten es möglich: Wochenlang stand der israelische Folkmusiker Asaf Avidan an der Spitze der deutschen Singlecharts. Die von Wankelmut überarbeitete Version von „One Day / Reckoning Song“ traf den Nerv des nationalen Publikums und bietet dem 32jährigen Singer/Songwriter nun die Möglichkeit, mit seinen eigenen, ’naturbelassenen‘ Songs nun auch von einem breiteren Publikum wahrgenommen zu werden. Sein erstes Soloalbum „Different Pulses“ – die Kollaboration mit seiner Band The Mojos liegt aktuell auf Eis – erscheint am 23. November, der Titeltrack ist ab sofort digital erhältlich.

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Honig – Empty Orchestra

Es war einmal ein Junge, der sich stets in der Natur aufhielt. Wanderte mit einem Pflanzenbestimmungsbuch in der Hand, radelte durch Schweden, paddelte mit dem Kajak über stille Seen. Später war er Teil der Metalband Benevolent, blieb irgendwo hängen und ließ sich von einem Tinnitus zurück zur Stille des Moments führen. Stefan Honig macht Musik als Honig, schnitzt Singer/Songwriter-Perlen mit sympathischem Pop-Appeal und viel Gefühl, und hat mittlerweile seinen Job als Erzieher gekündigt. „Empty Orchestra“ heißt sein neues Album, auf dem er sich unter anderem von einem Ex-Benevolent-Kollegen und dem aktuellen Clueso-Schlagzeuger unterstützen ließ. Kann man machen.

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