Autor: Homer

The Antlers – Burst Apart

Als die New Yorker Band The Antlers vor zwei Jahren mit „Hospice“ debütierte, umschrieb der Independent Rock geneigte Amerikaner den Albumsound wohl gerne mit „Eargasm“. Fantastische Klanglandschaften und ihr Spiel mit unterschwelligen Nuancen vereinnahmten dabei die trostlose Seite der Realität. Die Geschichte einer Todkranken und ihres Pflegers mochte konzeptionell geschuldet oder gar autobiographischer Natur sein. Bandleader Peter Silberman beließ die Wahrheit in der Musik selbst. Nicht derart elendig, dafür gedämpft und vertraulich klingt sie auf dem Nachfolger „Burst Apart“.

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Brooke Fraser – Something In The Water

Wer ist diese Dame? Eine Frage, die man sich in Australien oder ihrer neuseeländischen Heimat nicht stellen würde. Als Mitglied des Hillsong United Ensembles hat man indirekt schon rund um den Gospel-Globus von Brooke Fraser gehört. Erstmals führen sie nun ihre Solopfade ebenfalls über den Pazifik hinaus. Der Grund ist ein Song – keine altbackene Kirchenkost, vielmehr mit dem Etwas, was Pop und Zeitgeist auszeichnet: „Something In The Water“.

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Synje Norland – Love Shuffle

Singer und Songwriting ist ein Handwerk. Wie es sich zum Lebensgefühl aufschwingt, um in lyrischen Melodien Ausdruck zu finden, ist dort zu erfahren, wo Synje Norland Musik macht. Ausgangspunkt der jungen Künstlerin ist Nordfriesland. Ihre Songs tragen den Geist von Kanadas unendlichen Weiten, die die heutige Hamburgerin bereits durchreiste, und sind zumeist von akustischer Natur. Mal die Ruhe selbst, mal ordentlich durchmischt. „Love Shuffle“ singt ein Lied davon.

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The View – Bread And Circuses

Schon die römischen Kaiser wussten ihr Volk bei Laune zu halten. Brot und Spiele waren ab 100 Jahre Anno Domini ein probates Mittel gegen Verdrossenheit. The View betreiben ebenfalls Massen-Unterhaltung, welche die vier Schotten zumindest im Vereinigten Königreich schon anziehen, aber unter ganz anderen Vorzeichen: unverbrauchte Leidenschaft ist das Brot, stimmiger Indie Rock die Butter, beides zusammen ihr Spiel auf „Bread And Circuses“.

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Angelzoom – Everyone Cares

Es ist dies Vertraute einer Heimkehr nach Hause, schöne Erinnerungen rufen sich ins Bewusstsein und dürfen die Liebe des Moments ihr Eigen nennen. So verhält es sich auch mit der Stimme von Angelzoom, Claudia Uhle, einst als X-Perience Frontfrau erfolgreich, steht sie seit sieben Solo-Jahren für wirkungsvolle Dark Ambient Electronic – mit diesem vertrauten Gesang. Den holt nun die Erinnerung ein, zu hören in „Everyone Cares“ vom aktuellen Album „Nothing Is Infinite“.

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IAMX – Ghosts Of Utopia

Unentwegt liegt ein Knistern in der Luft, zum Greifen nah, doch im Grunde unantastbar, bis die Spannung ihre Ventile findet und sich vielschichtig entlädt. Chris Corner ist ein Meister dieses Fachs. Die Musik seines Pseudonyms IAMX hat ihr eigenes Leben. Gleich dem ihres Schöpfers. Corner lebt fernab der Musikindustrie, in Berlin. Seine Outputs klassifizieren sich als Independent Electronic, sind durchwühlt von innerer Unruhe und geradezu besessen. Gespannt erwartet: „Volatile Times“ mit „Ghosts Of Utopia“ als Teaser.

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Dalriada – Ígéret

Wie die Gulaschsuppe der gut bürgerlichen Küche, so der Einfluss Ungarns auf die europäische Klassik. Dass heimische Folklore ebenfalls exporttauglich ist, will nun die Formation Dalriada beweisen. Seit sieben Jahren spielen die sechs Musiker ihre Art des Folk-Metal, episch, kräftig und vor allem erfolgreich. Ihr sechstes Album „Ígéret“ erscheint erstmals weltweit. Man mache sich darauf gefasst.

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Letzte Instanz – Heilig

Bist du schuldig, sei geduldig. Mit Sicherheit ist das keine Maxime der Letzten Instanz. War ihr letztjähriges Album „Schuldig“ doch Inbegriff eines neuen, fokussierten Tatendrangs, dessen geheimnisvolle Anklageschrift sich weit weniger ethisch-moralischen Standards hingab, als die fantastische Tiefgründigkeit des eigenen Folk-Rocks zu beschwören. Durchstreifte man schon den mythologischen Beginn aller Schuldigkeit, war es ein Hinweis auf das, was jetzt in „Heilig“ seine konzeptionelle Fortsetzung erfahren soll.

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Lordi – Babez For Breakfast

„Babez For Breakfast and Bitches For Brunch“ klingt eindeutig – nach ‚Mahlzeit‘ in der Monster-WG. Und sind derartige Kreaturen einmal hungrig, hört der Spaß auf. Wobei, nicht ganz, denn für die monströs bis kitschig inszenierten Hard-Rocker Lordi fängt selbiger ja jetzt erst an. Ihr fünftes Studioalbum soll das zeigen, allerdings mit dem Schritt zurück zu den bodenständigen Wurzeln zugleich für frischen Wind sorgen. Dieser scheint bitter nötig, verließ man sich zuletzt doch fast ausschließlich auf die eigene Show.

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Mono Inc. – Comedown

Kein leichtes Unterfangen, so ein Aufstieg aus der Unterwelt. Auch wenn dieses Schicksal frei gewählt ist. Und erfolgreich dazu. Denn Mono Inc. haben seit ihrem personellen Umbruch vor vier Jahren drei beachtliche Alben hervorgebracht. Zuletzt „Voices of Doom“, gefolgt von einem ausgiebigem Touring. In den dortigen Clubs erst erprobt wurde der Song „Comedown“. Er gefiel und so gibt’s eine EP als Zugabe. Dabei ist der Titel eigentlich nicht neu, sondern entstammt dem britischen Post-Grunge.

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