Autor: Walter Kraus

Ich bin, also denke ich.
The K's

The K’s – Pretty On The Internet

Ausverkaufte Konzerte, umjubelte Festival-Gigs und Top 3 in England: The K’s starteten im Vorjahr mit ihrem Einstand „I Wonder If The World Knows?“ scheinbar aus dem Nichts durch. Tatsächlich gibt es das Quartett aus Earlestown im Norden des Landes bereits seit 2016. Jahrelange harte Arbeit, mehrere Singles, EPs und Live-Platten sowie ungebrochene Live-Präsenz sind die Zutaten für den mehr als verdienten Durchbruch, von richtig guten Indie-Tracks ganz zu schweigen. Nur 15 Monate später landet der Nachfolger „Pretty On The Internet“ – Schnellschuss oder Bestätigung des frühen Erfolgs?

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Laura Jane Grace In The Trauma Tropes

Laura Jane Grace In The Trauma Tropes – Adventure Club

Zwei Einladungen nach Griechenland binnen sechs Monaten legen den Grundstein für ein grandioses Album: Laura Jane Grace reiste im Vorjahr wiederholt nach Südeuropa. Erst war sie von der Onassis Foundation eingeladen worden, das etwa 100 Jahre alte Gedicht „Walls“ von Constantine P. Cavafy für eine Kurzdoku zu vertonen, bevor es im Sommer ein Residency-Programm in Athen sein durfte. Gemeinsam mit (Noch?)-Ehefrau Paris Campbell Grace und diversen lokalen Musikern entstanden neue Songs. Und daraus wurde schließlich ein komplettes Album: „Adventure Club“, so der Spitzname für ihre hellenische Freundes- und Musikgruppe, kommt dem Against Me!-Sound so nahe wie lange nicht.

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Themis

Themis – Self Mythology

Düster, treibend, energisch und gerne mal noisig: So präsentiert sich der Stuttgarter Musiker Themis und arbeitet ganz nebenbei daran, seinen Zwei-Jahres-Release-Rhythmus beizubehalten. Zuletzt befasste er sich nach eigenen Angaben mit einem genauen Blick auf sein Leben und sein Umfeld, suchte und fand Einklang mit der inneren Stimme, erzählt zudem Geschichten von Freunden sowie von Menschen und ihren gesellschaftlichen Konflikten und Erlebnissen. Die Rede ist von dunklen und bittersüßen Klängen, von mehr Punk und Queer-Attitüde. Rausgekommen ist unterm Strich „Self Mythology“, das Mythen rankt und kontextualisiert, begleitet von mehr musikalischer Vielfalt.

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Red Mess

Red Mess – Hi-Tech Starvation

Berlin. Berlin. Sie fuhren nach Berlin. 2013 im brasilianischen Londrina gegründet, veröffentlichten Red Mess ein Album und mehrere Kleinformate, bevor sie nach Corona eine Europatour spielten und gleich den großen Sprung in die deutsche Hauptstadt wagten. Eine weitere Platte folgte, die Zahl der Konzerte nahm zu, der Sound reifte. Inzwischen haben die Noisolution-Feinschmecker zugeschlagen und gewähren dem fieberhaften wie abgehangenen Sound des Trios eine starke, verdiente Bühne. „Hi-Tech Starvation“ räumt in aller Kürze ab und verpasst den drückenden Wüstenklängen frische Akzente.

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Stateside

Stateside – Where You Found Me

Stateside gehören beinahe zum Inventar der neueren Pop-Punk-Generation, obwohl sie im Laufe der Jahre ’nur‘ diverse Singles und EPs veröffentlichten. Dennoch konnte sich der hooklastige und doch nachdenkliche, emotional aufgeladene Sound des kalifornischen Quintetts schnell ein feines Publikum erarbeiten. Mit „Where You Found Me“ gehen sie nun doch das Longplay-Format an und liefern das Ergebnis von nahezu drei Jahren auf Tour und den gesammelten positiven wie negativen Eindrücken, von Verlusten und Kompromissen, von erbrachten Opfern, aber auch von großen Highlights, die sich in diesen zehn Tracks wiederfinden.

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The Reds, Pinks And Purples

The Reds, Pinks And Purples – The Past Is A Garden I Never Fed

Über 200 Songs schrieb Glenn Donaldson in den letzten sechs Jahren für sein Soloprojekt The Reds, Pinks And Purples. Nicht alle davon haben es auf seine Platten geschafft. Das soll sich mit dieser Sammlung ändern, denn das ‚jährliche‘ Album widmet sich diversen Tracks, die zuvor nie physisch erschienen waren. „The Past Is A Garden I Never Fed“ is eine Zeitreise durch die eigene Vergangenheit und bezieht aus dieser tatsächlich reiche, gewohnt abwechslungsreiche Ernte in gleich 14 Kapiteln. Wie so oft geht es um kleine Beobachtungen, magische Erlebnisse und die Sorgen des Alltags, die durch allerlei Indie-Gärten traumwandeln.

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Alice Cooper

Alice Cooper – The Revenge Of Alice Cooper

Selbst im stattlichen Alter von nunmehr 77 Jahren veröffentlicht Alice Cooper weiterhin neue Musik in schöner Regelmäßigkeit. Diese Platte ist jedoch eine Besonderheit, markiert sie doch das erste gemeinsame Werk mit der originalen Alice Cooper Band seit 1973. Mit Ausnahme des viel zu früh verstorbenen Glen Buxton sind tatsächlich alle an Bord und lassen den Geist der späten 60er und frühen 70er hochleben. „The Revenge Of Alice Cooper“ ist aber weder reine Nostalgiereise noch purer Fanservice, sondern unterstreicht die Klasse echter Pioniere, die auch heute noch die Shock-Rock-Fahne voller Elan in die Höhe stemmen.

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Night Moves

Night Moves – Double Life

Eine lange Pause und ein noch längerer Weg zurück: „Can You Really Find Me“ hat mittlerweile tatsächlich sechs Jahre auf dem Buckel. Untätig waren Night Moves keinesfalls, wenngleich äußere Umstände für die eine oder andere Herausforderung sorgten. Mit den Konzerten ging lange Jahre nichts, gerade Frontmann John Pelant hatte mit gravierenden persönlichen Veränderungen zu kämpfen, mit Todesfällen in der Familie, mit einem beschissenen Nebenjob inmitten der Krise, einem unwirtlichen Proberaum, aber auch mit freudigen Ereignissen, wie seiner Verlobung. Entsprechend differenziert, direkt und doch universell auf das eigene Leben übertragbar gibt sich „Double Life“.

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Kombynat Robotron

Kombynat Robotron – AANK

Binnen kürzester Zeit etablierten sich Kombynat Robotron als Geheimtipp für ellenlange, krautig-psychedelische Meditationen rein instrumentaler Art – verklärt, verspielt, getrieben und immer für die eine oder andere Überraschung gut. Die größte Überraschung setzt es aber jetzt: Das Trio aus Kiel kann auch singen. Und songdienlich arbeiten. Mit „AANK“ bricht die Band aus vermeintlichen, wenngleich sehr locker definierten Mustern aus und steuert neue Ufer an. Ob dieser mutige, gerne mal lärmende und auf andere Weise herausfordernde Schritt gelingt?

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Elbow

Elbow – AUDIO VERTIGO ECHO elbow EP5

Direkt, unmittelbar, poppig und tanzbar: „Audio Vertigo“ war vielleicht nicht das, was man sich von Elbow erwartet hatte, doch entpuppte sich das zehnte Album der Briten als voller Erfolg – Platz 1 in England, hierzulande immerhin mit Platz 35 endlich wieder im Aufwind befindlich. Guy Garvey und Konsorten wollten den Rückenwind nutzen und spielten direkt neues Material ein. Was als kleine Standlone-Single begann, landet nun einerseits als Teil der Deluxe-Variante ihrer aktuellen Platte und andererseits als eng angebundenees und doch eigenständiges Kleinformat: „AUDIO VERTIGO ECHO elbow EP5“.

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