Autor: Walter Kraus

Ich bin, also denke ich.

The Vaccines – English Graffiti

Seit der Veröffentlichung ihrer ersten Single „Wreckin‘ Bar (Ra Ra Ra)“ Ende 2010 erleben The Vaccines vor allem in Großbritannien einen rasanten Aufstieg, der sie zuletzt mit ihrem zweiten Studioalbum gar an die Spitze der Charts führte. Die angekündigte Pause wurde abgekürzt, mit „English Graffiti“ steht die nächste Platte in den Startlöchern. Dieses Mal möchten die Briten zeitlos gegen zeitgemäß eintauschen und baten ihren Produzenten Dave Fridmann nach einer Produktion Marke „The Woods“ von Sleater-Kinney.

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Ash – Kablammo!

Nach der Veröffentlichung von „Twilight Of The Innocents“ 2007 hatten Ash dem Album-Format abgeschworen und wollten sich künftig auf Singles konzentrieren. Im Rahmen der „A-Z Series“ wurden 26 solcher Releases, verteilt über ein Jahr, veröffentlicht, die später – Bonus-Material inklusive – dennoch den Weg auf Silberlinge fanden. Offensichtlich revitalisiert von dieser Herangehensweise, entdecken die nordirischen Power-Popper ihre alte Liebe wieder. „Kablammo!“ kehrt nun zum klassischen Album zurück.

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Anti-Flag – American Spring

Auch nach mittlerweile mehr als zwei Dekaden Aktivismus und Kollektivismus werden Anti-Flag nicht müde ihre Stimme zu erheben. Bevorzugt geschieht dies in musikalischer Form. Nach „The General Strike“ landeten die US-Punks nun bei Spinefarm Records – eine Plattenfirma, die überwiegend für ihre Metal-Acts bekannt ist. Um Justin Sane und Konsorten muss man sich allerdings keine Sorgen machen, wie „American Spring“, ihr vielleicht bestes Album seit „The Terror State“ (2003), zeigt.

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blek le roc – The Irony

Nach der Veröffentlichung des eponymen Debütalbums kam das Unternehmen blek le roc erst einmal ins Stocken. Das Label war Vergangenheit, die gemeinsame Bandzukunft ungewiss. Die drei Münchner beschlossen ungezwungen drauflos zu spielen und fanden sich wieder. „The Irony“ heißt ihre zweite Platte, produziert von Alex Klier (Die Ärzte, Sportfreunde Stiller), horbär von Notwist-Produzent Mario Thalers Handschrift durchzogen.

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Inner Tongue – Tz, Ka EP

Eine komplizierte Stimmbandoperation drohte die Karriere des Wiener Mittzwanzigers Inner Tongue aus den Angeln zu heben, noch bevor sie begonnen hatte. Nach geglücktem Eingriff machte sich Unsicherheit breit, ob er das Schweigen je wieder durchbrechen können werde. In dieser Zeit entstanden die drei Songs der EP „Tz, Ka“, die Inner Tongue mit eigenem Gesang begleitet. Die Stimme kehrte zurück, das Happy End war da und findet nun eine musikalische Fortsetzung.

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Metz – II

Nach dem Urknall will nun nachgelegt werden: Mit ihrem eponymen Debütalbum gelang Metz im Herbst 2012 eine Punktlandung. Eine unwahrscheinlich laute, intensive halbe Stunde voller Lärm führte zu einer Fülle an Live-Gigs und Konzerttouren für das Trio aus Toronto. Nach knapp zwei Jahren auf Tour schlossen sich Metz monatelang im Proberaum ein, um einen ähnlich intensiven Nachfolger zu zimmern. Schlicht „II“ betitelt, werden abermals keine Gefangenen genommen.

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Eric Clapton – Forever Man

Zu seinem 70. Geburtstag beschenkt sich Eric Clapton selbst, und das in gleich mehrfacher Ausführung. Eine Mini-Tour führt „Mr. Slowhand“ zwei Mal in den legendären New Yorker Madison Square Garden und gleich sieben Mal in Londons Royal Albert Hall. Gefeiert wird mit der Compilation „Forever Man“, wahlweise auf CD, Vinyl und digital erhältlich. Besonderes Augenmerk gilt der 3CD-Ausgabe, die sich in einen Studio-Silberling, eine Scheibe mit Live-Aufnahmen und einem dritten, Claptons Liebe für Blues gewidmeten Teil gliedert.

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Kesä – Kesä

Was passiert, wenn man New Romanticism, New Wave und Synthi-Pop mit Post Punk, krautigen Soundtracks und Texten in finnischer Sprache kreuzt? So in etwa gestaltet sich der Hintergrund von Kesä (dt. „Sommer“), die sich – nomen est omen – im Sommer 2014 gründeten und nach zwei Singles nun ihr Debütalbum bei Svart Records veröffentlichen. Wo sonst vor allem Doom- und Psychedelic-Bands zuhause sind (aber eben auch die mittlerweile umbenannten Post-Punk-Heroen Beastmilk ihre ersten Schritte wagten), erscheint das schlicht „Kesä“ betitelte Werk.

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Superheaven – Ours Is Chrome

Heute schon ein Bad in der Essenz der 90er Jahre genommen? In etwa so klingen Superheaven aus Pennsylvania, die nun ihr zweites Album „Ours Is Chrome“ vorlegen und damit von den Höhen und Tiefen des Musikerlebens berichten. Hier treffen sich (Post-)Grunge und Alternative Rock irgendwo zwischen Soundgarden, The Smashing Pumpkins und Basement zu einem sympathischen Stelldichein mit hörbarer Ausrichtung auf amerikanische Rock-Radiostationen.

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Hathors – Brainwash

Die Mär von der zurückhaltenden Schweiz gehört schon lange der Vergangenheit an. Wenn man ehrlich ist, hätte man Hathors nicht unbedingt in Winterthur vermutet, sondern eher im Seattle der frühen 90er. Das Trio hat ganz offensichtlich „Bleach“ getrunken und mit Sonic Youth getanzt, ist aber mindestens genauso stark im Hardcore, Punk und Noise-Rock verankert. Das zweite Album „Brainwash“ spielt nun geschickt mit jenen Erwartungen, von deren Existenz man bislang nicht wusste.

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