Kategorie: Alben

Noah Gundersen

Noah Gundersen – A Pillar Of Salt

2009 zog Noah Gundersen, gerade einmal 20 Jahre alt, aus der Kleinstadt nach Seattle. In der damaligen Künstlerstadt, wo immer noch ein Hauch von Grunge durch die Luft wehte, hatte er das Gefühl, alles erreichen zu können. Nach und nach verschwand die Kultur der Stadt, wurde von großen Tech-Konzernen verdrängt. Als Corona schließlich alles Bars schließen ließ, verabschiedete sich auch der Singer/Songwriter aus seiner einstigen kreativen Heimat. Und doch vermisst er Seattle bzw. die Erinnerung an die einstige Größe. „A Pillar Of Salt“ blickt mit einer gewissen Wehmut zurück.

Weiterlesen
JOHN

JOHN – Nocturnal Manoeuvres

Ein kryptischer, unsuchbarer Bandname legt den Fokus auf Musik und Kreativität: Das Duo JOHN heißt nicht nur aufgrund der Vornamen der beiden Musiker (John Newton und Johnny Healey) so, sondern versucht damit das eigentliche Spiel, das Momentum des gemeinsamen Erschaffens neuer Ideen in den Mittelpunkt zu rücken. Falls das nicht reicht, nennen sie sich auch JOHN (TIMESTWO), um es den Suchmaschinen einfacher zu machen. Wie dem auch sei, „Noctural Manoeuvres“ ist bereits das dritte Album der Londoner, das sich abermals durch brachiale Lautstärke, komplexe Strukturen und anspruchsvolle Lyrics auszeichnet.

Weiterlesen
We Are Scientists

We Are Scientists – Huffy

„It’s A Hit“, deklarierten We Are Scientists vor mittlerweile 16 Jahren, und nahmen ihren kometenhaften Aufstieg zwischen Festival-Bühne und Indie-Disco quasi vorweg. Songs wie „After Hours“ und „Nobody Move, Nobody Get Hurt“ gehören auch heute noch zum Standardrepertoire. Keith Murray und Chris Cain veröffentlichten seither viele weitere kurzweilige Platten mit packenden Indie-Songs und kleinen Ohrwürmern. „Huffy“ ist bereits ihre siebte Platte und besinnt sich auf das, was die Beiden am besten können: noch mehr richtig gute, mitreißende Lieder an den Start bringen.

Weiterlesen
Catalyst

Cataylst – A Normal Day

Die Zeiten, als eine Duo-Besetzung alleine bereits für Rock-Schlagzeilen reichte, sind längst vorbei. Von The White Stripes über Royal Blood bis zu The Picturebooks gibt es mittlerweile prominente Beispiele wie Sand am Meer. Für Catalyst ist das kein Thema, denn die Schweizer überzeugen durch ihre Musik doppelt und drei- bzw. zweifach. Dominic Curseri und Ramon Wehrle aus St. Gallen mögen es bevorzugt laut und deftig, irgendwo zwischen Alternative, Blues und der Garage angesiedelt. Und doch hat der Einstand „A Normal Day“ noch so viel mehr zu bieten.

Weiterlesen
Nightwatchers

Nightwatchers – Common Crusades

Französischer Kolonialismus ist gewiss kein typisches Punk-Thema. Für Nightwatchers spielen politische Texte eine zentrale Rolle, so bereits auf ihren beiden EPs und dem Debütalbum „La paix ou le sable“ geschehen. Mit ihren Lyrics wollen sie auf die Gewalt und die Verbrechen der französischen Kolonialzeit hinweisen und ziehen zugleich Parallelen zur Art und Weise, wie Frankreich heute mit dem Islam umgeht. Diesen durchaus starken Tobak kleiden die vier Herren aus Toulouse in schroffe, scharfkantige Tracks, die zwischen Uptempo-Hooks und ein wenig Post-Düsternis pendeln. „Common Crusades“ setzt die Reise fort.

Weiterlesen
Strand Of Oaks

Strand Of Oaks – In Heaven

Eine Zeit der Trauer und des Aufbruchs legte den Grundstein für die neue Strand Of Oaks-Platte. Ende 2018 verstarb Tim Showalters Schwiegermutter bei einem Autounfall, kurze Zeit später wurde bei der geliebten Katze Stan unheilbarer Krebs diagnostiziert. Showalter schwor dem Alkohol ab, um sich besser um seine Frau zu kümmern und das gemeinsame Leben wiederaufzubauen. Spontan zog man nach Texas – eine irrationale Entscheidung, die letztlich den Grundstein für „In Heaven“ legte. Es ist ein Album über Liebe, Tod und Erleuchtung geworden, das zugleich musikalisch frische Wege beschreitet.

Weiterlesen
Actors

Actors – Acts Of Worship

Die Musik der 80er Jahre strahlt weiterhin ungebrochene Faszination aus. Bei Artoffact Records finden zahlreiche Revivalisten aus dem vermeintlichen Underground ein wunderbares Zuhause. So auch Actors aus Kanada, die vor drei Jahren ihr Wave-getränktes Post-Punk-Debüt veröffentlichten und mit ihrer erdrückenden Düsterromantik seither Herzen brechen. „Acts Of Worship“, von Sänger und Gitarrist Jason Corbett im eigenen Studio in Vancouver produziert, holt nun erneut auf die Tanzfläche, nur um dort nach einem ausladenden Balzritual schulterzuckend zu resginieren.

Weiterlesen
The Lathums

The Lathums – How Beautiful Life Can Be

Wigan mag vieles sein, doch eine große Musiktradition kann man der britischen Industriestadt kaum nachsagen. Entsprechend mussten sich The Lathums erst ihre eigene Infrastruktur schaffen und bezogen ein Pub. Unter der Woche wurde geprobt, gespielt abends und wochenends für die Gäste – wie die Beatles in Hamburg, wie das Quartett scherzhaft meint. Drei Jahre später haben sie einen Majordeal in der Hand und gelten als nächste große Indie-Band der Insel. „How Beautiful Life Can Be“ verbindet einen gewissen DIY-Ethos mit einem Faible für große Melodien, das die Brücke zwischen Pub-Bühne und Stadion schlägt.

Weiterlesen
School Of X

School Of X – Dancing Through The Void

Endlich hatte sich Rasmus Littauer, der unter anderem MØ als Schlagzeuger auf Tour begleitet, musikalisch emanzipiert. Als School Of X veröffentlichte der Däne im vergangenen Jahr nach zwei EPs sein erstes Soloalbum „Armlock“ und sollte auf dem legendären SXSW-Festival auftreten. Kurz vor der Abreise wurde es abgesagt, wie auch das gesamte öffentliche Leben lahmgelegt. Anstatt nun verständlichen Trübsal zu blasen, steckte Littauer seine ganze Energie in die Musik und schrieb ein neues Album. „Dancing Through The Void“ denkt den kurzweiligen Indie Pop weiter, blickt in eine spannende Zukunft und lässt zugleich die Vergangenheit Revue passieren.

Weiterlesen
ViLLA NOiSE

ViLLA NOiSE – Conversations On A Lonely Star

Die letzten eineinhalb Jahre hinterließen bei und an allen Spuren. ViLLA NOiSE vertonen diese und öffnen sich musikalisch deutlich. „Stories“, der Einstand der Kölner, hat bereits drei Jahre auf dem Buckel und wirkt stellenweise wie aus einer anderen Zeit. Mehr Experimente, mehr Alternative- und sogar Art-Einflüsse, dazu deutlich präsentere elektronischere Einflüsse – der Indie-Ansatz des Debüts erhält nun einen frischen Anstrich. „Conversations On A Lonely Star“ arrangiert Gedankenfetzen um musikalisch wechselhafte Tracks, die präzisen Minimalismus mit wuchtigem Druck torpedieren.

Weiterlesen

Wir verwenden Cookies. Cool?