Kategorie: Alben

The Drippers

The Drippers – Scandinavian Thunder

Einfach mal alle Verstärker auf Elf drehen und sehen, was passiert: The Drippers wissen, wie der Hase läuft. Ihr Debütalbum „Action Rock“ trägt nicht nur einen richtig guten Titel, es rannte im Sommer 2019 offene Türen ein. Der klassisch skandinavische 90s-Rock mit leicht punkigen Untertönen hallt immer noch ein wenig nach, mit der anschließenden Tour klappte es leider nicht so ganz. Macht aber nichts, dachten sich die drei Schweden, und schrieben stattdessen einfach neue Songs. Elf davon haben es auf „Scandinavian Thunder“ geschafft. Drin ist, was auf dem Etikett steht.

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Lisa Wanloo

Lisa Wanloo – Shadows

Drei Songs vor drei Jahren, so machte Lisa Wanloo 2018 erstmals auf sich aufmerksam. Die junge schwedische Singer/Songwriterin aus Hönö in den Göteborger Schären führt eine lebenslange Liebesbeziehung zu Grunge und kultiviert diese mit reduziert instrumentierten Methoden. Zuletzt ging Wanloo durch eine Zeit der Einkehr und der Klarheit, die sich nun, so lässt man verlautbaren, in einer Art sinnlicher Dunkelheit äußert, angelehnt an die etwas düstere Singer/Songwriter- und Americana-Kunst von Sharon Van Etten oder Angel Olsen. „Shadows“ wagt sich erstmals an die Albumlänge.

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Daily Thompson

Daily Thompson – God Of Spinoza

Mund abwischen, weitermachen: Im Sommer 2020 veröffentlichten Daily Thompson das mächtige „Oumuamua“, bloß mit der dazugehörigen Tour wollte es nicht so recht klappen. Also nahm man die angestaute Energie einfach mit in den Proberaum und spielte weiter. Die drei Dortmunder wollten vor allem nicht auf der Stelle treten. War die letzte Platte über weite Strecken noch heavy wie Sau, ist davon jetzt etwas weniger zu hören. „God Of Spinoza“ setzt zwar weiterhin auf spacige Psych-Ideen, holt sich aber zusätzlich lässig abgehangenen 90s-Alternative-Rock ins Boot. Und das funktioniert hervorragend.

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Weedpecker

Weedpecker – IV: The Stream Of Forgotten Thoughts

Eine Ende kann manchmal auch ein Anfang sein. Diesen abgelutschen Sinnspruch verdeutlichen Weedpecker. Nach dem Release von „III“ verabschiedeten sich drei langgediente Mitglieder und Piotr Dobry musste die Band neu aufstellen. Was sich bei einer ersten kurzen Tour im Jahr 2019 bereits angedeutet hatte, wird nun deutlich: Das Quartett nutzt den Neustart gleich für kleinflächige Veränderungen. Statt der doppelten Lead-Gitarre wurde nun ein Keyboard fest im Line-up verankert, zudem konzentriert sich „IV: The Stream Of Forgotten Thoughts“ fast ausschließlich auf Psychedelic-Klänge, lässt Stoner- und Fuzz-Elemente weitestgehend in den Hintergrund wandern.

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Musa Dagh

Musa Dagh – Musa Dagh

Lange Jahre wurde der Begriff ‚Supergroup‘ geradezu inflationär gebraucht, schien sich aber zuletzt ein Stück weit zurückzuziehen. Und tauchen einige Herren auf, die diesen Namen wirklich verdient haben. Hinter Musa Dagh – benannt nach einem Zufluchtsort für 4.000 Armenier während des Völkermords im Jahr 1915 – stecken Charakterstimme Aydo Abay (ABAY, Ken, ehem. Blackmail) Noise-Rock-Großmeister Aren Emirze (Harmful, Taskete! und Emirsian), Schlagzeug-Powerhouse Thomas Götz (Beatsteaks) und Rock-Superproduzent Moses Schneider. Das erste Album heißt wie die Band und der Sound ist von impulsiver Wucht.

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Rhapsody Of Fire

Rhapsody Of Fire – Glory For Salvation

Rhapsody Of Fire? Luca Turilli’s Rhapsody? Turilli / Lione Rhapsody? An Veröffentlichungen von Mitgliedern, die dereinst Teil der Band Rhapsody waren, mangelt es wahrlich nicht, und angesichts der diversen Interpreten-Namen kann der unbedarfte Hörer da schon mal leicht den Überblick verlieren. Zur Erinnerung: Rhapsody Of Fire ist nach wie vor das Baby von Gründungsmitglied und Keyboarder Alex Staropoli, während sämtliche andere Bandmitglieder erst in den letzten Jahren dazugestoßen sind. Nachdem unter diesem Bandnamen einige schwächere Alben veröffentlicht worden waren, ging die Formkurve mit „The Eighth Mountain“ 2019 wieder deutlich nach oben. Das neue Werk „Glory For Salvation“ setzt diesen positiven Trend glücklicherweise konsequent fort.

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Albert Luxus

Albert Luxus – YinYin

Ist es nun vorbei mit der Leichtigkeit? Eine solche trug „Diebe“, das Debütalbum von Albert Luxus, über weite Strecken in sich. Das Indie-Pop-Kunsthandwerk nimmt nun das Thema Gleichgewicht in den Blick, sowohl auf innerer als auch auf globaler Ebene. Matthias Albert Sänger, zuletzt unter anderem als Teil des prominent besetzten Projektes Freindz in Erscheinung getreten, und Andreas Kiwitt bemühen sich um neue Wärme, holen einen 70s-Synthesizer an Bord und lassen etwas Melancholie über das Weltgeschehen einkehren. „YinYin“ trägt die fehlende Balance bereits im Titel.

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Shun

Shun – Songs From The Centrifuge

Ein einziges Tape mit gerade einmal vier Songs reichte, um Shun auf Kurs zu bringen. Schnell durfte sich das Quartett aus Münster die Bühne unter anderem mit den legendären The Psychedelic Furs und den belgischen Upstarts Slow Crush teilen. Der erfrischende Shoegaze-Ansatz, der unterem mit Dream-Pop- und Post-Punk-Ideen flirtet, wird nun endlich auf Albumlänge ausgedehnt. Bei This Charming Man Records erscheint „Songs From The Centrifuge“, ein kurzes, aber durchschlagendes Werk zwischen Sorglosigkeit und lässiger Nachdenklichkeit.

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Elbow

Elbow – Flying Dream 1

Außergewöhnliche Zeiten fördern außergewöhnliche Alben zutage. Elbow – vier Musiker, die sich eigentlich nur während des Band-Alltags unterhalten – schrieben ihre neuen Songs distanziert. Das passt zum Ethos, das passt zur komplizierten Zeit. Für die Aufnahmen mietete man hingegen ein Theater in Brighton, das damals erzwungenermaßen leerstand, und nutze den erhabenen, weit offenen und zugleich so stillen Raum für eine Platte, die sich ebenfalls den etwas leiseren Momenten widmet. „Flying Dream 1“ befreite sich von etwaigen Erwartungen an ein Elbow-Album und bemühte sich stattdessen um Ruhe.

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Maybeshewill

Maybeshewill – No Feeling Is Final

Eigentlich hatten sich Maybeshewill 2016 nach einer kurzen Tour verabschiedet, von einem kleinen One-Off-Konzert abgesehen. Was aber bewog das britische Instrumental-Rock-Quintett zum echten Comeback und zum ersten Album seit „Fair Youth“ vor über sieben Jahren? Die einzelnen Musiker hatten immer wieder an ein paar Ideen gearbeitet, die letztlich dasselbe Thema behandeln: Frust und Verzweiflung über eine Welt, die sehenden Auges die Selbstzerstörung vorantreibt. „No Feeling Is Final“ holt den cineastischen Post-Rock-Ansatz zurück.

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