Kategorie: Alben

King Buffalo – Longing To Be The Mountain

Wie ein Donnerschlag hallte „Orion“ vor zwei Jahren durch die Psychedelic-Rock-Szene. Das Full-Length-Debüt das US-Trios King Buffalo, geschickt mit Stoner- und Kraut-Elementen angereichert, entpuppte sich als kurzweiliges Kleinod, mit „Repeater“ sollte eine bärenstarke EP folgen. Stillstand ist für die Herren aus Rochester im Bundesstaat New York keine Option, und so steht mit „Longing To Be The Mountain“ bereits die nächste Platte in den Startlöchern.

Weiterlesen

Cursive – Vitriola

Die bislang längste musikalische Dürreperiode in der gut zwei Jahrzehnte andauernden Bandgeschichte von Cursive ist vorbei: Stolze sechs Jahre vergingen seit „I Am Gemini“. Die Band aus Omaha, Nebraska war aber weiterhin aktiv, u.a. veröffentliche Tim Kasher mehrere Soloalben. Nun, erstmals seit „Happy Hollow“ 2006, arbeitet man wieder mit Saddle Creek-Ikone Mike Mogis zusammen, außerdem ist Schlagzeuger und Gründungsmitglied Clint Schnase zurück an Bord. „Vitriola“ zeigt das Quartett von seiner besten Seite mit dem vielleicht stärksten Album seit 15 Jahren.

Weiterlesen

Aua Aua – Alles gut

Jan Frisch – kein Unbekannter und immer für eine Überraschung gut. Ob solo, mit Keine Übung oder der Alin Coen Band setzt der Leipziger immer wieder kleine wie große musikalische Ausrufezeichen. Sein neuestes Projekt hört auf den Namen Aua Aua und versteht sich auf experimentelle Singer/Songwriter-Kunst. Soll heißen: Liedermacherei im Fragment, begleitet von Krautrock, Jazz und durchaus literarischem Anspruch. „Alles gut“ nennt sich das Debütalbum.

Weiterlesen

Gregory Alan Isakov – Evening Machines

Musiker mit Jobs sind keine Seltenheit, doch nur wenige sind wohl als Vollzeit-Landwirte tätig. Gregory Alan Isakovs Hof boomt. Er verkauft fleißig auf Bauernmärkten und findet doch nebenher immer wieder Zeit, sich seiner durchaus illustren musikalischen Karriere zu widmen. „Evening Machines“ ist das bereits vierte Studioalbum, entstanden vornehmlich frühmorgens sowie in langen Winternächten im milden Bundesstaat Colorado.

Weiterlesen

All Them Witches – ATW

„Sleeping Through The War“, so meinte man, zeigte eine Band, die sich und ihren Sound endgültig gefunden hatte. Was sagen All Them Witches dazu? Nope! Scheinbar gefestigt und sich entsprechenden Klangschablonen annähernd, schlägt das Quartett aus Nashville doch wieder einen Haken. Auf ihrem mittlerweile fünften Studioalbum „ATW“ bleibt es angenehm psychedelisch, aber auch im besten Sinne anders, vielleicht sogar feinsinniger.

Weiterlesen

The Holydrug Couple – Hyper Super Mega

Wie viele Bands und Musiker aus Chile kann der durchschnittliche Hörer eigentlich nennen? Die Anzahl dürfte verschwindend gering sein, und so haben The Holydrug Couple durchaus so etwas wie Exotenbonus. Das Duo aus Südamerika wirbelt seit mittlerweile zehn Jahren durch die Lande und drängt nun mehr und mehr gen Rest der Welt. „Hyper Super Mega“ bringt ihren stilvollen Sound aus Psychedelic Pop und Dream-Pop auf den Punkt.

Weiterlesen

Go March – II

Mogwai meets Kraftwerk – diese spannende Umschreibung war vor drei Jahren in der Fachpresse zu hören, als Go March ihr Debütalbum vorstellten. Die Band aus dem belgischen Antwerpen versteht sich auf Post-Math-Rock – progressive, vertrackte Strukturen mit deutlich elektronischem Einschlag. Mehrere Tourneen durch Europa und Asien mit echten Szenegrößen sollten folgen, begleitet von spektakulären Remixen. Nun meldet sich das Trio mit „II“ zurück und setzt auf bewährt entstellte Songstrukturen, die abermals geschickt mit sämtlichen Erwartungen brechen.

Weiterlesen

Villagers – The Art Of Pretending To Swim

Nach dem hochspannenden, reduzierten „Darling Arithmetic“ wollte Conor O’Brien wieder einiges anders machen und zum deutlich bunteren Sound der ersten beiden Villagers-Alben zurückkehren. So schloss er sich in ein kleines Dachgeschosszimmer ein und nahm fast die gesamte Platte dort auf. „The Art Of Pretending To Swim“ bemüht sich nicht nur um Rückbesinnung, sondern möchte auch einiges anders machen. Unter anderem halten erstmals Samples Einzug.

Weiterlesen

The Holy – Daughter

The Holy – nicht gerade ein Bandname, der besonders Google-freundlich wirkt. Dahinter verbirgt sich ein junges Quintett aus Finnland, erst vor wenigen Jahren gegründet und musikalisch in schroffen bis hymnischen Alternative- und Indie-Rock-Gefilden verankert. Auf dem Debütalbum „Daughter“ verarbeitet Frontmann Eetu Henrik Iivari in groben Zügen seine Kindheit und Jugend, seinen Umgang mit Depressionen und den politischen und sozialen Faktoren, die dafür mitverantwortlich waren.

Weiterlesen

Insert Coin – Way Out

Dank eines Werbespots sind Insert Coin seit 2015 Stammgäste bei Rock am Ring. Zwei Songs der Skate-Punks aus dem Ruhrgebiet finden sich in einem Rockstar Energy-Clip wieder. Aber auch ohne diese absolut verdiente Aufmerksamkeit trifft das Quintett mit schöner Regelmäßigkeit ins Schwarze. Seit über zehn Jahren tourt man durch die Lande, veröffentlichte bis dato zwei Alben und diverse Kleinformate. Auf „Way Out“ rückt Skate-Punk nun – vergleichsweise – in den Hintergrund und trifft auf einen deutlich mächtigeren, abwechslungsreicheren Sound.

Weiterlesen

Wir verwenden Cookies. Cool?