Kategorie: Reviews & Previews

Gran Noir – Electronic Eyes

Das digitale Zeitalter birgt so manche Schattenseite in sich. Vereinsamung, Ausbeutung und Kontrollverlust sind drei Schlagworte, mit denen sich Gran Noir aktuell beschäftigen. Das in Peking gegründete schweizerisch-deutsche Quintett debütierte bereits vor sechs Jahren mit kraft- und anspruchsvollem Alternative Rock, der Eingängigkeit neben ausgeklügelte Konzepte stellt. „Electronic Eyes“ ist ihr zweites Studioalbum, das so manche vertraute Note in sich trägt.

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Black Lung vs. Nap – Split 12″

Weggefährten, Tour-Genossen, Labelmates – die Wege von Black Lung und Nap kreuzen sich immer wieder. Nun wagen das einstige Nebenprojekt der Flying Eyes und die Newcomer aus Oldenburg den gemeinsamen Schritt zum musikalischen Traualtar mit einer Split 12″. Drei Songs pro Seite und Band, Wendecover, sympathisch limitierte Auflage und dazu kleinere musikalische Überraschungen – da darf und soll, nein, muss man unbedingt ein Ohr riskieren.

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We Invented Paris – Catastrophe

Alles neu und doch gewissermaßen vertraut bei We Invented Paris: Das Künstlerkollektiv um den Schweizer Flavian Graber meldet sich nach einer Schaffenspause tiefenentspannt und tanzbar zurück. An die 70 Songs schrieb der Basler für sein neues Album, 13 haben es letztlich auf die Platte geschafft. Vom folkigen Pop vergangener Tage ist allerdings nichts mehr zu hören. Graber schnallt sich auf „Catastrophe“ eine Keytar um und kleidet gesellschaftskritische Texte in 80s-Synth-Pop.

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Sion Hill – Elephant

Irland, Heimat längst überholter Klischees und großartiger Musiker. Nathan Johnston gehört klar und deutlich zu zweiterer Kategorie. Der junge Singer/Songwriter aus Mullingar in den Midlands brachte sich mit elf Jahren selbst das Gitarrespielen bei, schrieb bereits ein Jahr später eigene Songs und tourte in diversen Formationen durch die Lande. Mittlerweile ist er unter dem Pseudonym Sion Hill solo unterwegs, spielte auf den Straßen Berlins und unterschrieb einen Plattenvertrag. „Elephant“ tauscht Scheuklappen gegen richtig gutes Songwriting ein.

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Able Baker Fox – Visions

Bei den Arbeiten an einer gemeinsamen EP Anfang der 2000er lernten sich Mike Reed, Ben Reed und Jeff Gensterblum von Small Brown Bike und Nathan Ellis von Casket Lottery kennen. Die Chemie stimmte, sodass man gleich weiter gemeinsam Musik schrieb und Able Baker Fox gründete. 2008 erschien das Debütalbum „Voices“, seither war Funkstille. Nun steht plötzlich ein Nachfolger in den Startlöchern. „Visions“ nimmt keine Gefangenen.

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The Pink Moon – Let The Devil Take Tomorrow

Trondheims unwahrscheinlich bunte, abwechslungsreiche Musikszene präsentiert seine neuesten Lieblinge. Ursprünglich nahm Morten Kristiansen (u.a. Hedge Hog, Thrush) einige Demos in seinem Heimstudio auf, die viel zu gut waren, um verworfen zu werfen. Nach und nach entstand eine Band um den Sänger und Gitarristen. Als The Pink Moon verschreibt sich das norwegische Quintett nun klassischem Garage Rock der späten 60er Jahre mit dezent psychedelischen Untertönen. „Let The Devil Take Tomorrow“ ist ihr Debütalbum.

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Grizzly Bear – Painted Ruins

Ein bisschen Psychedelic hier, clevere Indie-Magie da: Grizzly Bear melden sich endlich wieder mit neuem Material zurück. Nach zwei US-Top-10-Alben („Shields“ erreichte immerhin die deutschen Top 40) nahm sich das Quartett aus Brooklyn erst einmal eine längere Auszeit, beschäftigte sich mit Reisen, Solo- und Soundtrack-Projekten. Die Arbeiten an einer neuen Platte gingen nur sehr langsam voran, bis man sich nach ersten Online-Gehversuchen schließlich doch im Studio traf. „Painted Ruins“ ist nun das erste Album seit knapp fünf Jahren.

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UNKLE – The Road, Pt. 1

Knapp 20 Jahre nach dem Debütalbum melden sich UNKLE mit einem neuen Studioalbum zurück. Aktuell kümmert sich James Lavelle weitestgehend alleine um das Projekt, natürlich abermals von allerlei Prominenz unterstützt. Diverse Gastsänger sowie Musiker von Primal Scream, Marilyn Manson, Beck und Queens Of The Stone Age stecken hinter „The Road, Pt. 1“. Drei Jahre nach der Idee steht die Platte nun endlich in den Läden – die erste seit dem 2010 erschienenen „Where Did The Night Fall“.

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Everything Everything – A Fever Dream

In ihrer britischen Heimat seit geraumer Zeit in den oberen Regionen der Album-Charts vertreten, fristen Everything Everything in weiten Teilen Europas weiterhin ein unverdientes Rand-Dasein. Dabei versteht es neben alt-J kaum eine zweite Band so gut, cleveren Pop mit anspruchsvollen Arrangements und durchdachten Texten zu verbinden. „A Fever Dream“ das nunmehr vierte Studioalbum, kombiniert Math und Alternative abermals mit einer überaus kritischen Beobachtung des Weltgeschehens.

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Papir – V

Wenn die drei Herren hinter Papir die Bühne betreten, erwartet man – ja, was eigentlich? Das freundliche, unschuldig wirkende Auftreten täuscht ein wenig. Zwar lassen die Dänen keineswegs die sprichwörtliche Sau raus, ihr rein instrumentaler Psychedelic Rock mit Kraut- und Prog-Schlagseite klingt dennoch wie von einem anderen Stern. Mittlerweile bei Stickman Records gelandet, erscheint nun ihr fünftes Studioalbum mit dem schlichten Titel „V“.

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