Kategorie: Reviews & Previews

Beans On Toast – Cushty

Seit 2009 veröffentlicht Jay McAllister aka Beans On Toast jedes Jahr zu seinem Geburtstag am 1. Dezember ein neues Album – pünktlich wie ein Uhrwerk, stets überraschend anders. So widmete sich der Drunk-Folk-Storyteller im vergangenen Jahr erstmals einer rein elektronischen Platte und verzichtete auf seine etatmäßige Gitarre. Auf „Cushty“, dem mittlerweile neunten Album, ist aber wieder alles beim Alten. Beans On Toast hat viel zu sagen und zeigt sich in bestechender Form.

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David Beckingham – Just When The Light

Nach mehrjähriger Pause touren Hey Ocean! aktuell wieder durch Nordamerika und veröffentlichten kürzlich erste Songs eines neuen Studioalbums. Die Band erfreut sich gerade unter Bronies einen Kultstatus, da Sängerin Ashleigh Ball Synchronarbeit für die nach wie vor ungewöhnliche Kultserie „My Little Pony: Freundschaft ist Magie“ leistet. Viel zu oft übersehen: Gitarrist David Beckingham, der vergangenes Jahr sein erstes Soloalbum veröffentlichte und besagtes „Just When The Light“ mit ordentlich Verzögerung nun endlich auch nach Europa bringt. Darauf enthalten: Zehn wahrlich magische Songs, ganz ohne animierte Abenteuer.

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Peter Muffin – Ich und meine 1000 Freunde

Die Nerven sind nicht nur als Band überaus umtriebig, auch solo zeigen sich die Mitglieder von ihrer produktiven Seite. Neben Sänger Max Rieger, der zuletzt unter dem Pseudoynm All diese Gewalt zwischen Drone und Easy Listening forschte, präsentiert nun auch Bassist und Butzen-Labelchef Julian Knoth eine Solo-Platte. Als Peter Muffin bewegt er sich zwischen Post Punk und Noise. „Ich und meine 1000 Freude“, herrlich unterkühlt von Kollege Rieger produziert, bleibt dem Sound der Hauptband über weite Strecken treu.

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Hey Ruin – Poly

Punktlandung mit rohem Biss: Hey Ruin debütierten im März 2016 gar erfolgreich mit „Irgendwas mit Dschungel“ und verpassten der deutschsprachigen No-Wave-Szene einen wichtigen Arschtritt. Nun möchte die Band aus Köln und Trier mehr. Mittlerweile zum Quintett angewachsen, öffnete man den Songwriting-Prozess für alle Musiker und verhandelte gerne auch schon mal über einzelne Wörter. Die Mühe lohnt sich: „Poly“ gibt sich auf allen Ebenen deutlich souveräner, erwachsener und bissiger.

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Pale | Seas – Stargazing For Beginners

Eigentlich sollte 2014 das Jahr von Pale | Seas werden. Von der Indie-Presse für ihre Kleinformate und Live-Konzerte gefeiert, stand ein Debütalbum bereits in den Startlöchern. Die Briten waren mit dem Ergebnis jedoch nicht zufrieden und tauchten einfach mal ein paar Jahre unter, um auf der Isle of Wight alles unter besonderen Voraussetzungen neu einzuspielen. Der etwas ungewöhnliche Aufwand macht sich auf „Stargazing For Beginners“ hörbar bezahlt.

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The Cherry Dolls – Viva Los Dolls

In ihrer australischen Heimat bereits ‚angekommen‘, stürzen sich The Cherry Dolls nun auch auf den Rest der Welt. Das Quintett aus Melbourne versteht sich auf klassichen Rock’n’Roll mit Alternative-Einflüssen und ein wenig Britpop – quasi eine unheilige Allianz aus Oasis und den Stooges. Auf zwei erfolgreiche EPs folgt nun das Debütalbum mit dem schmissigen Titel „Viva Los Dolls“ – in 31 Minuten gen Rock-Olymp.

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Black Sabbath

Black Sabbath – The End

Schluss, aus, vorbei: Am 4. Februar 2017 spielten die legendären Black Sabbath ihr allerletztes Konzert in ihrer Heimatstadt Birmingham und setzen damit einen glorreichen Schlusspunkt hinter eine Karriere, die sich über beinahe ein halbes Jahrhundert erstreckte. Ozzy Osbourne, Tony Iommi und Geezer Butler – leider ohne Original-Schlagzeuger Bill Ward, der bei dieser abschließenden Reunion nicht an Bord war – hielten dieses monumentale Ereignis auch für die Nachwelt fest, nun in Form von „The End“ erhältlich.

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Electric Eye – From The Poisonous Tree

Sie sind eine der Bands der Stunde im weiten Psych-Feld und fristen dennoch ein weitestgehend unbeachtetes Randgruppen-Dasein – vollkommen zu Unrecht. Electric Eye aus Bergen, der zweitgrößten Stadt Norwegens, reichern klassische 70s-Sounds mit Jazz-Groove und beatesken HipHop-Elementen auf, ohne sich dabei von ihren gitarrengesteuerten Wurzeln zu entfernen. Zwischen hibbeliger Tanzbarkeit und musikalischer Grenzerfahrung schlägt nun das neue Studioalbum „From The Poisonous Tree“ ein.

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Spinning Coin – Permo

Manche Bands schaffen es binnen kürzester Zeit, einen ureigenen Sound zu kreieren, der sich konsequent jeglichen Vergleichen entzieht. Natürlich spielen Spinning Coin aus Glasgow mit vertrauten Klängen zwischen Indie, Alternative, Shoegaze und Post Punk, gepaart mit herrlich unorthodoxem Storytelling. Das brachte dem Quintett zum Jahresende unter anderem ein paar Support-Gigs für Dinosaur Jr. ein. Tatsächlich passt ihr schräges und doch eingängiges Debütalbum „Permo“ perfekt zu den US-Alternative-Legenden.

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Greta Van Fleet – From The Fires

Ist Rock schon wieder in Nöten? Greta Van Fleet, so heißt es, seien auserkoren, den Dinosaurier zu retten. Über etwaige Notsituationen darf man geteilter Ansicht sein, wohl aber kaum über die Qualitäten der jungen Band. Vier Burschen aus dem beschaulichen Frankenmuth im Bundesstaat Michigan, 18 bis 21 Jahre alt, gelten seit dem Release ihrer Debüt-EP im April als ’next big thing‘ und werden kommendes Jahr unter anderem bei Rock am Ring und Rock im Park auftreten. Das neue Kleinformat „From The Fires“ untermauert den Hype durch musikalische Substanz.

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