Kategorie: Reviews & Previews

Ghostmaker – Aloha From The Dark Shores

Dicke Gitarren, Alternative-Hymnen und ein wenig Weirdness zwischen Noise, Blues und Post Punk – Ghostmaker sind alles, nur nicht leicht greifbar. Der Sound der 2015 gegründeten Berliner Newcomer gibt sich bewusst breit gefächert, überrascht mit zahlreichen feinen Details und Wendungen, und wurde nicht zuletzt auf das Live-Erlebnis ausgerichtet. Nun erscheint „Aloha From The Dark Shores“, ein erstes Mini-Album der Band, das übrigens nach dem eigentlichen, für die zweite Jahreshälfte angekündigten Full-Length-Debüt aufgenommen wurde.

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Trevor Sensor – Andy Warhol’s Dream

Die Stimme. Diese unfassbar eigentümliche Stimme. Schräg, schrill und schroff, zugleich aber tief und weise. Und das von diesem Babyface. Wenn Trevor Sensor den Mund aufmacht, kollidieren ganze Planeten. Der 23jährige wollte sich eigentlich seinem Literatur- und Philosophie-Studium widmen, als er bei einem Bar-Gig von Killers-Gitarrist Dave Keuning entdeckt wurde. Eine Sache führte zur nächsten, und nun steht Sensors Debütalbum „Andy Warhol’s Dream“ in den Läden.

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Lea Porcelain – Hymns To The Night

Raus aus dem Club, rein in den Sommer: Seit geraumer Zeit arbeiten Julien Bracht und Markus Nikolaus an ihrem gemeinsamen Sound zwischen Dancefloor-Afterhour und 80s-Düsternis-Revival. Mit ihren bisherigen Kleinformaten sorgten Lea Porcelain für verdiente Aufmerksamkeit im Kleinen, doch jetzt geht es erst so richtig los. Als sympathische und grundehrliche Antithese zum Sommer entwickelt sich „Hymns To The Night“ zur Hitfabrik.

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Kevin Morby – City Music

Seine Woods-Vergangenheit hat Kevin Morby längst hinter sich gelassen. Aktuell agiert er als Suchender zwischen eigener Vergangenheit und dem Erbe seiner musikalischen Vorbilder. Wanderlust und urbane Grenzerfahrungen dienen als Ankerpunkt für „City Music“. Morbys viertes Album bewegt sich eine Spur weg von dessen autobiographischem Vorgänger. Vor dem inneren Auge des Singer/Songwriters starren die musikalischen Genies der 70er Jahre auf ihr Publikum und verarbeiten diese ungewöhnlichen Eindrücke in Form eines Mixtapes.

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Burning Witches – Burning Witches

„Die Schweiz, dieses romantische gipfelumrahmte Fleckchen Erde, steht für Alphörner, für Schokolade, Wilhelm Tell und Zürcher Geschnetzeltes – aber doch keinesfalls für Heavy Metal.“ Wer so denkt, kennt sich in der harten Szene nicht wirklich aus, denn aus unserem verhältnismäßig kleinen südlichen Nachbarn stammen nicht nur erfolgreiche Hard Rock-Bands wie Krokus, Gotthard und Shakra, sondern auch Metallegenden wie die Extrem-Metal-Urväter Celtic Frost und die Prog-Thrasher von Coroner. Mit dem Brugger Quintett Burning Witches tritt nun auch eine All-Female-Metal-Band an, um dem guten Ruf der Schweizer Hardwurstszene gerecht zu werden – was angesichts des Debütalbums „Burning Witches“ auch kein Problem darstellen sollte.

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Dead Heavens – Whatever Witch You Are

Die äußerst umtriebige Hardcore-, Rock- und Alternative-Ikone Walter Schreifels hat – wieder einmal – ein neues Projekt am Start. Dead Heavens nahmen ihren Ursprung als Schreifels‘ Backing-Band auf Solo-Tour, äußerst namhaft mit aktuellen und ehemaligen Mitgliedern von Cults, Walking Concert und White Zombie besetzt. Nach mehreren Kleinformaten setzt es nun das Debütalbum „Whatever Witch You Are“ – eine komplexe Auseinandersetzung mit Blues, Stoner, Rock’n’Roll und Psychedelic.

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Fyfe – The Space Between

Eigentlich wollte Paul Dixon kein neues Album schreiben, sondern sich bloß sein Gefühlschaos von der Seele schreiben. In den beiden Jahren nach seinem starken Debüt „Control“ waren die Großmutter und mehrere enge Freunde verstorben. Auch wurde der Brite in dieser Zeit gleich dreimal Onkel. Von Geburt und Tod gezeichnet, nahm er Songs zwischen diesen beiden Extremen des Lebens auf. Herausgekommen ist dabei „The Space Between“, trotz allem weder Trauer- noch Jubelalbum.

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Ant Antic – Wealth

Club, Pop und RnB – eine Kombination, die sich vor allem in Großbritannien besonderer Beliebtheit erfreut. Auch das oberösterreichische Duo Ant Antic um den mittlerweile in Berlin ansässigen Tobias Koett und den mit Leyya aktiven Marco Kleebauer bemüht sich um ähnliche Klänge zwischen Eingängigkeit und beatesker Präsentation. Auf ein paar Singles folgt nun das Debütalbum „Wealth“, das tatsächlich mit reichhaltigen Melodie-Konstruktionen punktet.

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Hans Maria Richter – Die Welt zu Gast beim Feind

Aktuell verzichtet Knut Stenert auf Samba und widmet sich viel lieber großer Solo-Kunst unter neuem Namen. Während Zeitgenossen mit alten Großtaten durch die Lande touren, startet der Veteran der deutschen Indie-Szene als Hans Maria Richter neu durch. Auf „Die Welt zu Gast beim Feind“ geht musikalische Entschlackung mit nüchternen bis zynischen Alltagsbeobachtungen einher, die Versöhnlichkeit mit Fatalismus kollidieren lassen.

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Tora – Take A Rest

Vor zwei Jahren tasteten sich Tora erstmals nach Europa vor, als eine Compilation ihrer bisherigen EPs als „High Enough“ erschien. Für das eigentliche Debütalbum ließen sich die Australier aber deutlich mehr Zeit, arbeiteten akribisch an ihren tanzbaren und doch entspannten Tracks, suchten lange nach den passenden Gaststimmen. „Take A Rest“ zeigt sich, entgegen des Titels, nun wesentlich lebhafter und energischer als die bisherigen Releases.

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