Kategorie: Reviews & Previews

Bosse – So oder so

Was einmal funktioniert hat, das klappt auch beim zweiten Mal. Das mag sich Axel Bosse nach seiner ersten erfolgreichen Teilnahme am Bundesvision Song Contest 2011 gedacht haben. Damals sang er sich mit Silly-Frontsängerin Anna Loos noch bis auf Platz 3, 2013 soll es solo funktionieren. Die Chancen auf einen Erfolg stehen gut, denn Axel Bosse ist populär wie nie. Sein aktuelles Album „Kraniche“ stieg auf Platz 4 der Charts ein und ist seit dem Release im März 2013 konstant in den Top 100. Zudem geht er für Niedersachsen mit einem der stärksten Album-Titel an den Start – „So oder so“.

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Confide – All Is Calm

Was für manche wie Sand am Meer ist, ist für andere der New Wave of American Heavy Metal. Denn gerade im Schatten von Bands wie August Burns Red, Parkway Drive, Bring Me the Horizon oder Heaven Shall Burn für die etwas älteren Semester, hat sich seit Anbeginn dieses Jahrtausends eine ordentlich im Metalcore verwurzelte Szene ambitionierter Formationen gebildet. Dazu zählen Confide aus Kalifornien. Seit 2004 ist man mit zuletzt dreijähriger Unterbrechung und Personalwechseln dabei, nicht nur sich selbst zu finden, sondern auch pekuniären Zuspruch. Letzterer ermöglichte nun das Comeback – durch Crowdfunding.

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Retro Stefson – Qween

Längst weiß man, dass es sich in Island prima tanzen lässt. Obwohl Retro Stefson den World-Music-Anteil ihres internationalen Debüts „Kimbabwe“ mittlerweile ein wenig zurückgeschraubt haben, unterhält auch die aktuelle, eponyme Platte mit deutlich tanzbarerem, poppigen Material. Nach „Glow“ erscheint nun eine zweite Auskopplung, mit Sicherheit eine gute Wahl. Schließlich versteckt sich hinter dem gewohnt seltsam geschriebenen „Qween“ der beste Song des neuen Albums.

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Fiddler’s Green – Winners & Boozers

Deutschlands Iren kommen aus Erlangen, machen seit mittlerweile 23 Jahren Musik und legen nun ihr dreizehntes Studioalbum vor. Dabei avancierte das Kleeblatt für Fiddler’s Green zu weit mehr als nur zu der Bühne ihres Speedfolk. Ein Glücksgriff zur Wegbereitung und Prägung des punkigen Folk-Rock, der heute spielend alles vom Metaller bis HipHoper und Andersgläubigen einzufangen versteht. Weder Konkurrenz noch Kritiker hat das Sechsgestirn zu fürchten, schließlich beherrscht es sein Handwerk seit jeher. Trotzdem wird es „Winners & Boozers“ nun schwer haben.

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The Flying Eyes – Lowlands

Nächster Anlauf, nächster Arschtritt. Als The Flying Eyes aus Baltimore 2007 ihre Karriere begannen, waren die vier Musiker gerade einmal volljährig geworden. Zwei Alben folgten seither, in denen man sich von Doors-Jubilaren zu einer vielschichtigen Rock-Band mit 60s- und 70s-Flair entwickelte. Damit nicht genug: Für die dritte Platte „Lowlands“, das Debüt bei den Feinschmeckern von Noisolution, erweiterten die US-Amerikaner ihren Sound ein weiteres Mal und wagen einen Kurzbesuch in der Wüste.

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Glitches – Only Time Will Tell

Ein Glitch, das wissen vor allem Zocker, ist eine Störung, ein kurzer Störungsimpuls, der etwas unbrechen und/oder durcheinander bringen kann. Wollen Glitches aus Whitechapel in East London somit bloß stören? Bestenfalls bringt das Trio die musikalische Gefühlswelt seiner Ersthörer durcheinander. In ihrem Glitches HQ – man lebt und musiziert gemeinsam – tummelten sich unter anderem bereits We Have Band und NZCA/Lines für Live-Sessions. Mit „Only Time Will Tell“ drängen die Briten nun auch auf den deutschen Markt.

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Babyshambles – Nothing Comes To Nothing

Pete Doherty will wieder musikalisch Schlagzeilen schreiben und reaktiviert dafür seine Babyshambles, die zuletzt 2007 ein Album veröffentlichten. In der Zwischenzeit verdingte sich Doherty mit Sologigs, einem Solo-Album, einer kleinen Libertines-Reunion und einem Gefängnis-Aufenthalt. Während der Brite aktuell im Kostümfilm „Confession“ in deutschen Kinos zu sehen ist, kündigt er für den 30. August die dritte Babyshambles-Platte „Sequel To The Prequel“ an. So kryptisch der Titel klingt, so klar ist die Aussage der ersten Single „Nothing Comes To Nothing“.

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Ladi6 – Shine On

An die Popularität in ihrer Heimat Neuseeland – Gold für das Album „The Liberation Of…“, Platin für die Single „Like Water“ – mag Ladi6 hierzulande annähernd nicht herankommen, Feinschmeckern im Urban-Sektor ist die 30jährige nicht nur durch den Blumentopf-Hintergrund längst ein Begriff. Aktuell bereitet Karoline Tamati, so ihr bürgerlicher Name, den Release ihrer dritten Platte „Automatic“ vor. Der ozeanische Raum bekommt das Album bereits im August, hierzulande gibt es noch keinen Termin. Wer nicht länger warten will: „Shine On“, die zweite Vorab-Single, ist bereits erhältlich.

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King Krule – Easy Easy

Nach einigen ersten Kleinformaten setzt der erst 18jährige Archy Marshall, besser bekannt als King Krule, endgültig zum Landeanflug an. „6 Feet Beneath The Moon“ heißt sein Debütalbum, das am 23. August in Deutschland erscheinen und dem einzigartigen Singer/Songwriter eine weitere Bühne für seinen düsteren, rockorientierten Sound geben wird. Als Nachfolger von „Octopus“ erscheint die erste echte Vorabsingle – keiner der bislang veröffentlichten Tracks wird auf dem Erstling enthalten sein – „Easy Easy“.

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The xx – Fiction

Während den drei Jahren zwischen dem Release des prämierten Debütalbums „xx“ und seinem Nachfolger profilierte sich in einer kleinen Bandpause ausgerechnet mit Jamie Smith aka Jamie xx das ruhigste Mitglied von The xx. Die Texte von Gil Scott-Heron brachte er zurück ins Rampenlicht, für Drake produzierte er einen Song auf „Take Care“ und erarbeitete einen Remix von Adeles „Rolling In The Deep“. Seit September 2012 steht aber wieder die Band im Mittelpunkt mit dem starken zweiten Album „Coexist“. Die neue Auskopplung „Fiction“ eignet sich perfekt als Antithese zu Strandfeten jeder Art.

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