Kategorie: Reviews & Previews

Nine Inch Nails

Nine Inch Nails – Came Back Haunted

„Ich war nicht besonders ehrlich darüber, was ich in letzter Zeit so gemacht habe.“ – Mit diesen Worten eröffnet Trent Reznor ein Posting auf der offiziellen Nine Inch Nails-Band-Homepage über das Studio-Comeback seiner Band, nachdem bereits erste Live-Auftritte und ein neues Tour-Lineup angekündigt worden waren. Nachdem sich Reznor im September 2009 eine Auszeit von seinem Industrial-Monster nahm, veröffentlichte er das Debütalbum von How To Destroy Angels, der gemeinsamen Band mit seiner Frau Mariqueen Maandig, und steuerte zusammen mit Atticus Ross die Soundtracks zu „The Girl With The Dragon Tattoo“ und „The Social Network“ bei, letzterer sogar Oscar-, Grammy- und Golden Globe dekoriert. Nun taucht, quasi aus dem Nichts, die neue Nine Inch Nails-Single „Came Back Haunted“ auf.

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Jimmy Eat World – Damage

Wie eine gut geölte Maschine machen Jimmy Eat World weiter und weiter und weiter. Egal, ob man sich gerade poppig-zugänglich gab oder College-Rock widmete – die Emo-Vorreiter riskieren seit ihrem Durchbruch mit der Single „Lucky Denver Mint“ keinen Blick zurück. Ihr bereits achtes Album nahm das Quartett aus Mesa, Arizona ohne Plattenvertrag auf. Ein weltweiter Partner – einmal mehr mit Major-Hintergrund – wurde vor wenigen Monaten gefunden, „Damage“ steht nun in den Startlöchern und zeigt, gerade inhaltlich, einen etwas erwachseneren Jim Adkins.

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Tricky feat. Nneka – Nothing Matters

Die Qualität mag zwar gestimmt haben, doch der letzte durchschlagende Erfolg des TripHop-Veteranen Tricky ist bereits geraume Zeit her. Kommerziell wollten seine letzten Alben nicht so recht zünden. Das Ergebnis: eigenes Label, eigener Kopf. Reinreden lässt sich der Brite erst recht nicht. „False Idols“, gleichzeitig der Name seiner Plattenfirma und seines neuen, zehnten Albums, reduziert die Anzahl der Kollaborateure und der prominenten Namen auf ein Minimum. Mit dem Fokus auf das Wesentliche fühlt man sich an den durchschlagenden Erfolg der 90er erinnert. Die Stimme der Single „Nothing Matters“ ist zumindest in Deutschland bestens bekannt.

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Sportfreunde Stiller – New York, Rio, Rosenheim

WM-Hymne, Edel-Metall, Udo Jürgens – die Sportfreunde Stiller waren 2009 mit der Veröffentlichung ihres Unplugged-Albums am Karriere-Olymp angekommen. Was folgte, war eine (angekündigte) lange Pause, die Schlagzeuger Flo Weber unter anderem für seinen zweiten Roman „Grimms Erben“ und Aushilfsarbeit bei den legendären Noise-Rockern Harmful nutzte. Die Zeit der Stille ist nun vorbei, mit „New York, Rio, Rosenheim“ erscheint, im Sog des Top-10-Einstiegs des Vorboten „Applaus, Applaus“, das erste reguläre Studioalbum seit 2007.

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Frida Gold – Liebe ist meine Rebellion

Eine der vielversprechendsten deutschen Bands kommt aus dem beschaulichen Hattingen im Ruhrgebiet und nennt sich Frida Gold. Die Truppe um Frontfrau Alina Süggeler erregte erstmals im Dezember 2010 mit ihrem Song „Zeig mir wie du tanzt“ Aufmerksamkeit, der im Rahmen der „MTV Mobile“-Kampagne gespielt wurde. Noch wesentlich erfolgreicher wurden jedoch das Debütalbum „Juwel“ (Platz 14) und der Dauerbrenner „Wovon sollen wir träumen“ (Platz 19). Nach knapp anderthalbjähriger Pause steht mit „Liebe ist meine Religion“ das zweite Album in den Startlöchern. Zuvor wird mit „Liebe ist meine Rebellion“ ein erster Vorbote veröffentlicht, der mit hohem Suchtfaktor daherkommt.

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Wankelmut & Emma Louise – My Head Is A Jungle

Man kann es so oder so sehen. Der großen Feierstunde nach dem kommerziellen Erfolg für den vom deutschen DJ Wankelmut produzierten Remix von Asaf Avidans „One Day / Reckoning Song“ in den Charts folgte der Kater in Form des altbekannten Phänomens der Überpräsenz eines Songs in der Radiolandschaft. Ob nun Ehre oder Laster, mit „My Head Is A Jungle“ wird nun eine Produktion von Jacob Dilßner (so der bürgerliche Name Wankelmuts) selbst als Single veröffentlicht, die in Zusammenarbeit mit der australischen Singer/Songwriterin Emma Louise Lobb entstand.

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French Films – White Orchid

Legt man „White Orchid“, das zweite Album von French Films, ein, wähnt man sich in einem sonnendurchfluteten Raum mit offenen Fenstern, vielleicht im Garten, möglicherweise sogar im Strand – Hauptsache wohlig warm. Dass dieses Quintett aus Finnland kommt, verwundert allerdings. Auf dem Sprung sind die Mannen aus dem Norden schon lange, debütierten vor zwei Jahren mit „Imaginary Future“ überaus erfolgreich und waren seither stets unterwegs. Auf „White Orchid“, eben jenem Zweitling, spielen die Finnen mit psychedelischen Klängen und wollen ihren Gitarrenpop ein wenig erwachsener klingen lassen.

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Sodom – Epitome Of Torture

Seit Mitte der 80er halten die Ruhrpott-Metaller von Sodom nun schon die Thrash Metal-Fahne hoch. Auch im dreißigsten Jahr ihres Bestehens denkt das Dreigestirn um Shouter Tom Angelripper gar nicht daran, nachzulassen. Sodom gehören zu den wenigen Thrash Metal-Bands, die auch in der schwierigen Phase in den 90er Jahren auf Kurs geblieben sind. In einer Zeit, in der sich Kreator in seichtere Gefilde begeben und Destruction sich aufgelöst hatten, waren es Sodom, die ihrem knüppelharten Sound treu geblieben waren. Dieser Tage ist Thrash Metal aus deutschen Landen glücklicherweise wieder ziemlich angesagt. Man denke nur an Kreator, die im letzten Jahr mit „Phantom Antichrist“ ordentlich abgeräumt haben. Im Zuge dieses Revivals lassen nun auch Sodom wieder von sich hören – und das mit Nachdruck, denn das neue Album „Epitome Of Torture“ gehört zu den stärksten Scheiben der Gelsenkirchener.

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Vicious Rumors – Electric Punishment

Bewegte Zeiten mussten die US Power Metaller von Vicious Rumors nach dem Tod ihres Sängers Carl Albert im Jahr 1994 durchmachen. Drei mittelmäßige bis schwache Alben verließen das Presswerk, bevor sich die Band im Jahr 2006 endlich wieder aufrappeln konnte und mit „Warball“ eine zumindest ordentliche Scheibe ablieferte. Der Nachfolger „Razorback Killers“ war ebenfalls nicht von schlechten Eltern, doch von ihren Glanztaten Ende der 80er, Anfang der 90er, waren Vicious Rumors nach wie vor meilenweit entfernt. Glücklicherweise sieht die Situation im Jahr 2013 um einiges besser aus, denn mit „Electric Punishment“ veröffentlichen die Kalifornier ihr bestes Album seit nunmehr fast 20 Jahren.

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The Pigeon Detectives – We Met At Sea

Mit zwei Top-5-Alben, vier Top-20-Singles sowie Gold- und Platin-Auszeichnungen in ihrer britischen Heimat starteten The Pigeon Detectives überaus erfolgreich in ihre Karriere, blieben hierzulande jedoch ein reines Spezialistenthema. Vor zwei Jahren folgte der erste größere Rückschlag, als die dritte Platte „Up, Guards And At ‚Em!“ mit Ach und Krach die Top 30 erreichte, überdies von den Kritikern nicht selten verrissen wurde. Anstatt sich von dadurch entstandenen Selbstzweifeln, wie es Gitarrist Oliver Main nennt, zerfressen zu lassen, schrieb man einfach darauf los. „We Met At Sea“, das Ergebnis dieser freien Arbeitsweise, kann sich hören lassen.

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