Kategorie: Reviews & Previews

Kelly Clarkson – Stronger

Gewinner internationaler Castingshows halten sich in der Regel länger als ihre deutschen Kollegen – und doch gibt es in den letzten Jahren selbst in UK und den USA Abnutzungserscheinungen, was den Erfolg hochstilisierter Superstars angeht. Glücklich kann sich dagegen die Siegerin der ersten „American Idol“-Staffel Kelly Clarkson schätzen: Die 29-Jährige konnte seit 2003 bisher über 30 Millionen Tonträger verkaufen, und nach einer kurzen Verschnaufpause veröffentlicht sie nun ihr bereits fünftes Studioalbum namens „Stronger“. Dass der Name hier Programm ist, dürfte nicht schwer zu erraten sein. Mit viel Gefühl beweist die Texanerin stimmliche Power und Eleganz in Einem, und liefert das berühmte Rundum-Sorglos-Paket ab.

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Bush – The Sea Of Memories

Skunk Anansie, Stone Temple Pilots und jetzt Bush – die 90er Jahre melden sich wieder zurück. Letztere Post-Grunge-Rocker um Gwen Stefanis Gatten Gavin Rossdale sind für Hits wie „Machinehead“, „Swallowed“ und „Letting The Cables Sleep“ verantwortlich, lösten sich 2002 auf und tauchten größtenteils unter. Einzig Rossdale war mit Institute und seiner Solokarriere einigermaßen im Rampenlicht geblieben. Gemeinsam mit Drummer Robin Goodridge, Stand-in Chris Traynor und Neu-Bassist Corey Britz melden sich die US-Amerikaner nun in Form von „The Sea Of Memories“ zurück, lassen jedoch den Grunge wohl endgültig Grunge sein.

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Arctic Monkeys – Suck It And See

Mit ihrem dritten Album „Humburg“ haben sich die Arctic Monkeys nach zwei Garage Rock-Klassikern keine Freunde gemacht, auch wenn die psychedelischen, beinahe Stoner-artigen Sounds nicht einmal so schlecht gepasst haben. Auf „Suck It And See“ haben sie diesen zwar nicht komplett abgeschworen, aber dafür das Songwriting entsprechend verfeinert. Mit anderen Worten: die Hits sind wieder da. Ein eben solcher ist auch der Titeltrack „Suck It And See“, die bereits dritte Single innerhalb von sechs Monaten. Passend zur Jahreszeit schlagen die vier Briten dieses Mal deutlich ruhigere und nachdenklichere Klänge an.

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Professor Green – At Your Inconvenience

Während Professor Green in seiner britischen Heimat gewaltig abgegangen ist – das Album „Alive Till I’m Dead“ schaffte es auf die #2, die Single „I Need You Tonight“ auf die #3 – wurde er hierzulande weitestgehend übersehen. Das zweite Album „At Your Inconvenience“ erscheint in UK bereits am 31.10., ein Deutschland-Releasedate ist jedoch nicht in Aussicht. Auch erscheint nicht etwa das Mainstream taugliche „Read All About It“ mit Vocals von Emeli Sandé („Heaven“) als erste Single, sondern das ursprünglich nur als Hype-Track angedachte „At Your Inconvenience“ ohne jegliche Promo – und dieses Mal auch ohne bekanntes Sample.

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Young The Giant – Cough Syrup

Einst als reines Metal-Label unterwegs, signt Roadrunner Records seit zwei bis drei Jahren auch verstärkt Rock-Bands und beweist dabei einen Riecher für gute Qualität. Bestes Beispiel dafür sind Young The Giant aus Irvine, Kalifornien. Das US-Trio ist klar im Indie Rock der besonders hymnischen Sorte (man ziehe die frühen Killers mit reduziertem Synthie-Einsatz als ungefähre Referenz heran) beheimatet und hat sich auf dem im April veröffentlichten, schlicht „Young The Giant“ betitelten Debütalbum gleichermaßen sympathisch und hitverdächtig gezeigt. Die zweite Auskopplung „Cough Syrup“ zählt ohne Frage zu den Highlights des Erstlings.

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We Are Augustines – Book Of James

Nach internen Querelen sowie Problemen mit ihrem Label und ihrem Management lösten sich Pela 2009 auf. Sänger / Gitarrist Billy McCarthy und Bassist Eric Sanderson nahmen aus diesem Split eine Fülle an Songs mit, die eigentlich für ein neues Pela-Album gedacht waren, gründeten We Are Augustines und holten Drummer Rob Allen ins Boot. Die Labelsuche lief dieses Mal deutlich vorsichtiger ab, das Debütalbum „Rise Ye Sunken Ships“ wurde bislang nur digital veröffentlicht. ‚Begonnen‘ hat die gemeinsame Reise mit den Arbeiten an „Book Of James“, das nun als erste Single erscheint.

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Collapse Under The Empire – Shoulders & Giants

Ohne Frage zählen Collapse Under The Empire gegenwärtig zu den aktivsten und am härtesten arbeitenden Instrumental- / Post-Rock-Bands des Kontinents. Mit nunmehr zwei Alben und zwei EPs – darunter die Split „Black Moon Empire“ mit den russischen Kollegen Mooncake – innerhalb von 22 Monaten liefert das Hamburger Duo eine Unmenge an Material, noch dazu von feinster Qualität. So auch das neue Werk „Shoulders & Giants“, der erste Teil eines Doppelalbums, das sich mit der menschlichen Existenz, dem Traum von Aussteigen und einem Leben in absoluter Freiheit, aber auch mit Isolation und dem Tod befasst.

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Aura Dione – Geronimo

Würde man ein Ranking der nervigsten Radio-Hits der letzten Jahre erstellen, hätte Aura Diones Nr. 1-Single “I Will Love You Monday (365)” gute Chancen weit oben mitzumischen. Grundsätzlich ist die Dänin mit den extravaganten Outfits natürlich nicht uninteressant, wie sie auf ihrem Debütalbum “Columbine” beweisen konnte. Anfang November kommt der Nachfolger “Before The Dinosaurs” in die Läden – natürlich nicht, ohne vorab einen neuen Ohrwurm auf die Musikwelt loszulassen.

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Rihanna feat. Calvin Harris – We Found Love

Bei einigen Menschen scheint der Tag aus mehr als 24 Stunden zu bestehen. Anders lässt es sich kaum erklären, dass die barbadische Pop- und Dance-Queen Rihanna seit 2009 jedes Jahr kontinuierlich gen Ende November ein neues Album rausschießt. Das nächste Baby des Workaholics hört auf den simplen Namen „Talk That Talk“; für die erste Singleauskopplung „We Found Love“ (bereits die fünfte in diesem Jahr) hat sie sich den schottischen Beatschmied Calvin Harris geangelt, der dem Track seine ganz eigene Note verleiht. Und trotz aller medialer Omnipräsenz: Auch mit diesem Song kann die 23-Jährige bei Fans und Kritikern gleichermaßen erneut punkten.

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Baby Lou – Fresh Water In A Dirty Glass

Lebt Punk Rock eigentlich noch? Und wenn ja, was ist das überhaupt, dieses klassische, längst in seine Einzelteile zerlegte Genre? Mit dem Sex-Appeal von Pistolen haben Baby Lou nichts zu tun, London scheint das Quartett aus Hamburg und Saarbrücken sowieso nicht zu rufen. Kein Wunder, mit Schnappatmung kommt man nicht so leicht zu recht. Wohl aber das junge Hamburger Label 141records, für die „Fresh Water In A Dirty Glass“ erst der zweite Release ist (nach „Sanguinity“ von Three Chord Society). Dafür aber ein guter, versteht sich.

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