Kategorie: Reviews & Previews

Simple Plan – Get Your Heart On!

Stolze zwölf Jahre umfasst die Bandgeschichte der kanadischen Rocker Simple Plan bereits. Dass in dieser Zeitspanne gerade einmal drei offizielle Studioalben veröffentlicht wurden, sorgt allerdings für einige Verwunderung. An mangelndem Erfolg kann das sicher nicht gelegen haben: Mit ihrem selbstbetitelten Album beispielsweise erreichte die Band 2008 Platz 10 der deutschen Charts und lieferte mit Singles wie „Your Love Is A Lie“, „Untitled (How Could This Happen To Me?)“ oder „When I’m Gone“ astreine Radiohits ab. Doch auch abseits des Airplay beweist die Band, dass in ihrer Musik noch weitaus mehr steckt, wie der brandneue Longplayer „Get Your Heart On!“ eindrucksvoll unterstreicht.

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Blondie – Mother

Blondies erfolgreichste Phase liegt bereits über 30 Jahre zurück. Ende der 70er Jahre landete die Band um Sängerin Deborah Harry mit Titeln wie „Denis“, „Heart Of Glass“ oder „Sunday Girl“, welche musikalisch zwischen Punk und New Wave hin- und herpendelten, Hit auf Hit. Dieser Erfolg setzte sich auch in den 80ern mit „Call Me“, „Atomic“ und „The Tide Is High“ fort, bis es 1982 schließlich ruhiger um die Band wurde und sie sich alsbald auflöste. Dennoch dürften Blondie auch jüngeren Menschen durchaus ein Begriff sein, landeten sie 1999 mit dem überraschend poppigen „Maria“ ein fulminantes Comeback, wenn auch nur von kurzer Dauer. In diesem Jahr starten Blondie einen weiteren Comeback-Versuch. Am 15. Juli erscheint das Album „Panic For Girls“, aus dem mit „Mother die erste Single vorab veröffentlicht wird.

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Dan Black – ((un))

Anfang 2009 wurde über den ehemaligen The Servant-Frontmann Dan Black im Rahmen des BBC Sound of 2009 berichtet, bevor zumindest hierzulande die große Funkstille einsetzte. Mit ganzen zwei Jahren Verspätung erscheint sein Debütalbum „((un))“ nun auch in Deutschland – in der heutigen, schnelllebigen Zeit eine halbe Ewigkeit. Dennoch: Das Warten hat sich definitiv gelohnt, denn Blacks Wonky-Pop-Vision – im weitesten Sinne schräg, instabil und doch am Puls der Zeit – funktioniert auch 2011 immer noch perfekt.

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The Kenneth Bager Experience – The Sound Of…

Mit Kenneth Bager startet ein alter Hase erneut durch. Der 49jährige dänische DJ debütierte bereits vor zwei Jahrzehnten mit der Acid House-Hymne „Kaos“, hatte zwei Plattenfirmen und durchaus namhafte Compilations am Start. Mittlerweile operiert er als ‚The Kenneth Bager Experience‘ mit großem Erfolg in seiner Heimat. Auch die Festung Deutschland könnte fallen, denn nach dem Sommerhit-tauglichen „The Sound Of Swing (Oh Na Na)“ mit Gastsänger Aloe Blacc steht nun das überaus breit gefächerte Album „The Sound Of…“ in den Startlöchern.

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Brooke Fraser – Flags

Es sind im Jahr nur eine handvoll Songs, meist von ganz unterschiedlicher Natur, doch vereint durch ihren atypischen Charme, der gleich aufs erste Gehör sympathisch ist. Und es soll mehr daraus werden. Brooke Frasers „Something In The Water“ ist solch einer. Infektiöser Country-Pop mit Stomp Energie, wie sie im Ohr bleibt. Was man in Frasers neuseeländischer Heimat schon seit drei Alben weiß, die Dame hat nicht nur Stimme, sondern ist vor allem mit Talent zum Songwriting gesegnet. Jetzt auch bei uns zu hören auf „Flags“.

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U.S. Christmas – The Valley Path

Wie keine zweite Band verstehen es U.S. Christmas den Klang der Appalachen auf CD zu bannen. Ihr psychedelischer Blues Rock mit proggigen Sumpf-Elementen ist eine echte Herausforderung für gängige Hörgewohnheiten und auf seine warmherzig kauzige Art und Weise lohnenswert. Nur ein Jahr nach ihrem letzten Werk „Run Thick In The Night“ erscheint ihr fünftes Studioalbum „The Valley Path“. Kurios: Die ganze Platte besteht aus einem einzigen, 39 Minuten langen Song. Im Gegensatz zu Meshuggah auf „Catch Thirtytree“ ist dieser auch nicht auf mehrere Tracks aufgeteilt, sondern ein einziges Bollwerk mit geschickt gesetzten Zäsuren.

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Unearth – Darkness In The Light

Vom Schimpfwort zum Trademark: Nach jahrelanger Metalcore-Übersättigung funktioniert das einst stigmatisierte Genre wieder perfekt, was vor allem an zahlreichen qualitativ hochwertigen Releases von einer deutlich geringeren Anzahl an Bands liegt. Unearth zählen seit ihrem 2001 erschienenen Debütalbum zu den Veteranen der melodischen Bärbeißigkeit und entdecken auf ihrer mittlerweile fünften Platte „Darkness In The Light“ eine längst vergessene Zutat wieder – den Klargesang.

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autoKratz feat. Peter Hook – Becoming The Wraith

Klingt wie ein Werkzeug gegen vereiste Windschutzscheiben, ist aber wesentlich musikalischer – autoKratz haben ihr zweites Album am Start. Das Duo aus London debütierte vor zwei Jahren weitestgehend mit „Animal“ in einer Grauzone zwischen Joy Division, Underworld, The Fall und Kraftwerk – Electro-Sounds mit Wave-Elementen und Rock-Attitüden, sozusagen. „Self Help For Beginners“ steht als Nachfolger bereits in den Läden, ist über das eigene Label erschienen. Darauf geben sich David Cox und Russell Crank eine Spur forscher und dringlicher, ohne jedoch ihr Händchen für gute Melodien zu verlieren. Für die zweite Auskopplung „Becoming The Wraith“ konnte sogar ein persönliches Vorbild gewonnen werden.

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HeadCat – Walk The Walk…Talk The Talk

Als bärbeißiger Frontmann von Motörhead, Rock’n’Roll-Legende und neuerdings auch Doku-Star ist Lemmy bestens bekannt. Seine Liebe zu klassischen Rock’n’Roll-Klängen ist jedoch kaum bis gar nicht dokumentiert worden. Unter dem Banner HeadCat (ehem. The Head Cat) zockt er gemeinsam Drummer Slim Jim Phantom (The Stray Cats) und Gitarrist Danny B. Harvey (Lonesome Spurs, The Rockats) Rockabilly, Blues und klassischen Rock’n’Roll. Was einst als Elvis-Tribute-Act begonnen hat, wirft nun das zweite Studioalbum „Walk The Walk…Talk The Talk“ ab.

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The Antlers – Burst Apart

Als die New Yorker Band The Antlers vor zwei Jahren mit „Hospice“ debütierte, umschrieb der Independent Rock geneigte Amerikaner den Albumsound wohl gerne mit „Eargasm“. Fantastische Klanglandschaften und ihr Spiel mit unterschwelligen Nuancen vereinnahmten dabei die trostlose Seite der Realität. Die Geschichte einer Todkranken und ihres Pflegers mochte konzeptionell geschuldet oder gar autobiographischer Natur sein. Bandleader Peter Silberman beließ die Wahrheit in der Musik selbst. Nicht derart elendig, dafür gedämpft und vertraulich klingt sie auf dem Nachfolger „Burst Apart“.

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