Kategorie: Singles & EPs

Lena – Stardust

Viel wurde in den letzten Jahren über Lena Meyer-Landrut geschrieben, doch nur das wenigste hatte Hand und Fuß. Für die einen war sie schon vor dem Eurovision Song Contest-Sieg 2010 das nächste große Ding, während sie von anderen als schrecklich nervige Teenie-Göre abgestempelt wurde. Recht sollte keine der beiden Parteien haben, denn nach Lenas zweiter ESC-Teilnahme und der erschreckend schwachen „What A Man“-Coverversion („Who’d Want To Find Love“ wäre damals ganz klar die bessere Singlewahl gewesen) wurde es bei gleichzeitig sinkendem Nervfaktor deutlich ruhiger um sie. Statt ihre musikalische Karriere fortzusetzen, wollte sie ein Afrikanistik-Studium beginnen, welches sie bisher jedoch nicht angetreten hat. Dafür gibt es mit „Stardust“ nun ein musikalisches Lebenszeichen von ihr – und das erstmals ohne die Unterstützung ihres Mentors Stefan Raab.

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Laing – Morgens immer müde

Laing ist eine vierköpfige Popband, bestehend aus drei Sängerinnen und einer sächsischen Tänzerin – nichts anderes prädestiniert sie dafür, beim diesjährigen Bundesvision Songcontest für Sachsen anzutreten. ‚Laing‘ ist auch chinesisch und bedeutet so viel wie „Heißer Scheiß, der dir ab jetzt am Schuh klebt“. Eigentlich könnte ‚Laing‘ bereits seit vier Jahren Programm sein, denn so lange gibt es die Formation rund um Frontfrau Nicola Rost bereits. Doch erst jetzt, zum großen musikalischen Ländervergleich, wird dem Elektro-Doo-Wop-Crossover „Morgens immer müde“ auch bundesweit Gehör geschenkt.

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Fritz Kalkbrenner – Get A Life

115 Wochen: Über zwei Jahre konnte sich „Sky And Sand“ der Gebrüder Paul und Fritz Kalkbrenner in den deutschen Single-Charts halten, schaffte es bis in die Top 30 und gehört zu den großen Dauerbrennern der jüngeren Vergangenheit. Die Vocals stammen von Fritz Kalkbrenner, dem Jüngeren der beiden Brüder, darüber hinaus Produzent und Livemusiker. Für den 19. Oktober kündigt er sein zweites Artist-Album „Sick Travellin’“ an, dem Vernehmen nach alles andere als eine reine Club-Platte. Was diese kryptischen Worte bedeuten könnten, zeigt das vorab veröffentlichte „Get A Life“.

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Of Monsters And Men – Mountain Sound

Für Of Monsters And Men könnte es aktuell erfolgreicher kaum laufen. Im Februar erschien ihre erste Single „Little Talks“, die sich zum Dauerbrenner entwickelte und es sogar in die Top 5 der deutschen Charts schaffte. Ähnlich hoch hinaus ging es für das Debütalbum „My Head Is An Animal“; beide Releases konnten sich international gut platzieren, unter anderem in den schwierigen britischen und US-amerikanischen Musikmärkten. Zwar hat sich besagtes „Little Talks“ immer noch nicht aus den Top 30 verabschiedet, doch nach sieben Monaten muss wohl ein Nachfolger her. Dabei geht man bei „Mountain Sound“ recht vorsichtig vor und belässt es bei einem relativ blassen Download-Release.

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Sideburn – Bring Down The Rain

Zeit für guten, alten Hardrock: Über Sideburn aus Schweden weiß man herzlich wenig. Seit 1997 hält das Quartett aus Stockholm die Fahne der Gitarren-Klassiker hoch, zuletzt vor zwei Jahren auf „The Demon Dance“. Mit „IV Monument“ ist bereits ein Nachfolger in Planung, der vorerst nur digital bzw. via Import erscheinen soll. Warum man das vierte Studioalbum der Skandinavier dennoch antesten muss, beweist die digital veröffentlichte Single „Bring Down The Rain“ mit, nun ja, klassischer Ausrichtung.

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The Features – Another One

Als die Kings Of Leon 2009 ihr eigenes Label Serpents And Snakes gründeten, holten sie The Features als erste Band an Bord. Das Quartett aus Sparta, Tennessee, besteht bereits seit 1994, veröffentlichte vor acht Jahren sein Debütalbum „Exhibit A“ und tauchte danach wieder ein wenig unter. Dabei sind die verspielten Indie Rock-Songs mit Pop-Schlagseite eigentlich wie gemacht für Clubs und Festivalbühnen rund um die Welt, was besagte prominente Kollegen auch erkannten. „Wilderness“, ihr im vergangenen Jahr erschienenes drittes Album, erscheint am 14. September hierzulande immerhin digital. Zeitgleich damit wird der Albumtrack „Another One“ als Download-Single ausgekoppelt.

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Die Orsons feat. Cro – Horst & Monika

Es ist eine Geschichte wie aus einer anderen Welt: Horst schließt sich nach einer grauenvollen Kindheit der NPD an, um so etwas wie Zugehörigkeitsgefühl zu empfinden. Wohl fühlt er sich jedoch nicht, hasst seine raue, haarige Haut und trifft sich heimlich mit Männern. Schließlich fasst er allen Mut zusammen, bekennt sich zu seiner Transsexualität, tritt bei der NPD aus und wird zu Monika Strub, mittlerweile Mitglied der Linkspartei und im Herbst 2010 Landtagskandidatin für den Kreis Emmerdingen. Würde man diese Geschichte nicht kennen, man müsste den Orsons eine blühende Fantasie attestieren, wenn man sich mit ihrer neuen Single „Horst & Monika“ erstmals auseinandersetzt.

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Blumentopf feat. Pohlmann. – Bin dann mal weg

Im zwanzigsten Jahr ihres Bestehens sind Blumentopf präsenter denn je. Ihre Raportagen erfreuten sich größter Beliebtheit, dazu läuft aktuell eine 18teilige Vlog-Serie, mit der „Nieder mit der GbR“, das am 21. September erscheinende siebte Studioalbum, groß angekündigt wird. Eingeläutet wird der Nachfolger des starken „Wir“ durch „Bin dann mal weg“, eine Art Aussteiger-Hymne, die die Mühen des Alltags hinter sich lässt und dafür den Labelkollegen Pohlmann. ins Studio einlädt.

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XAVAS

XAVAS – Schau nicht mehr zurück

Wenn sich zwei in ihrem Genre überaus erfolgreiche Künstler für ein gemeinsames Projekt zusammentun, sind das schon mal keine allzu schlechten Vorzeichen. Mit Rapper Kool Savas und Soulsänger Xavier Naidoo haben sich zudem zwei gefunden, deren Stilrichtungen auch noch überaus gut miteinander harmonieren. Dabei führt ihr gemeinsamer Weg sogar bis ins Jahr 2004 zurück, als Naidoo auf dem Album „Rapper’s Delight“, das von Savas ausführend produziert wurde, gleich doppelt vertreten war. Seitdem nahm man immer mal wieder gemeinsame Songs auf und eine laut eigener Aussage tiefe Freundschaft entstand. Diese soll mit dem Projekt XAVAS nun ihren vorläufigen Höhepunkt finden. Mit der Single „Schau nicht mehr zurück“ treten sie nicht nur beim diesjährigen Bundesvision Song Contest für Baden-Württemberg an, sondern setzen im deutschsprachigen RnB- und HipHop-Business einige frische Akzente.

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Daughter – Smother

Mit gerade einmal zwei EPs im Gepäck haben sich Daughter einen respektablen Namen bei Bloggern und Feinschmeckern erspielt. Das Trio aus dem Norden Londons verkaufte zuletzt die Assembly Hall mit 700 Leuten restlos aus, die beiden Releases „His Young Heart“ und „The Wild Youth“ erfreuen sich großer Beliebtheit. Aktuell ist man auf diversen Festivals (am 7. September auch in Berlin) unterwegs und nimmt nebenbei obendrein das Debütalbum auf. Was man davon erwarten kann, deutet die Single „Smother“, mit der man bei 4AD Einstand feiert, an.

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