Kategorie: Singles & EPs

Cro – Du

Nach Casper rettet nun Cro deutschen HipHop, obwohl dieser weder gerettet werden will noch muss. Neben dem identischen Anfangsbuchstaben ist beiden Rappern wohl der ruhige Crossover-Habitus gen andere Genres gemein, wobei der Mann mit der Panda-Maske ein erklärtes Faible für Pop-Musik hat. Nicht umsonst trägt sein in einer Woche erscheinendes Album den Titel „Raop“, ein Hybrid aus Rap und Pop. Beeindruckend ist im Übrigen der Erfolg von „Easy“, das vor dem Release 16 Wochen lang als Gratis-Download erhältlich war und es doch auf Platz 2 in den Single-Charts geschafft hat, mehrwöchiger Top 10-Aufenthalt inklusive. Ob der zweite Appetizer „Du“ mithalten kann, ist fraglich.

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Ed Sheeran – Lego House

Manchmal, aber nur manchmal, haben Castingshows auch etwas Gutes an sich. So brachte die erste Staffel von „The Voice of Germany“ im vergangenen Winter nicht nur die Gewinnerin Ivy Quainoo hervor, sondern gab auch der Deutschland-Karriere des 21-jährigen Briten Ed Sheeran den nötigen Anstoß. Kurz nach seinem Auftritt im Finale der besagten Sendung schoss „The A Team“ hierzulande in die Top 10, das dazugehörige Debütalbum „+“ verfehlte diese denkbar knapp. Ziemlich verspätet reicht nun die Plattenfirma die Nachfolgesingle „Lego House“ als 2-Track hierzulande nach.

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Flux Pavilion feat. Example – Daydreamer

Nicht zuletzt durch die BBC-Zusammenstellung „Sound of 2012“ ist klar, dass Dubstep groß im Kommen ist. Neben dem vierten Platz für den mit drei Grammies ausgezeichneten Skrillex war auch Flux Pavilion auf der Longlist zu finden. Dabei hat der 23jährige Brite mit seinem US-amerikanischen Kollegen nur einige wenige Anknüpfungspunkte gemein, ist vornehmlich in Electronica- und Drum’n’Bass-Klängen, kurzem ‚Drumstep‘ genannt, beheimatet. Ein Album von Joshua Steele ist noch nicht in Sicht, wohl aber die brandneue Single „Daydreamer“, mit Platz 39 in Großbritannien der bislang erfolgreichste Release des Mannes aus Towcester.

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When Saints Go Machine – Mannequin

Als stilsichere Gourmetköche zwischen avantgardistischer Elektronik und feinsinnigem Pop hat man When Saints Go Machine kennengelernt. Die vier Dänen, hierzulande erstmals mit ihrer EP „Fail Forever“ einigermaßen in Erscheinungen getreten, schafften es vergangenes Jahr in ihrer Heimat mit dem zweiten Album „Konkylie“ gar auf den zweiten Chartplatz – der kleinen Hot Chip-Verneigung „Kelly“ nebst anderen Leckereien sei Dank. Bereits jetzt wird ein neuer Longplayer angekündigt, noch ohne Titel oder Veröffentlichungsdatum; ein Release in diesem Jahr scheint möglich. Nimmt man den ersten Teaser „Mannequin“ als Gradmesser, kann das Streetdate nicht schnell genug kommen.

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Ivy Quainoo – You Got Me

Als Gewinnerin der ersten Staffel von „The Voice of Germany“ hat sich Ivy Quainoo bereits bestens in der nationalen Musiklandschaft eingelebt. Die erste Single „Do You Like What You See“, eine Art Bond-Song, hat es bis auf die Zwei geschafft, das dazugehörige Debütalbum „Ivy“ landete in den Top 5. An diese Erfolge will der Cowboy-Schützling nun anknüpfen: „You Got Me“, das bereits seit über einem Monat durch Radio und TV-Werbung ausgiebig beworben wird, erscheint, wohl ein wenig spät, als zweite Single.

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The Gaslight Anthem – „45“

Während die musikalische Zukunft von Against Me! aktuell alles andere als sicher ist – Tom Gabel nahm all seinen Mut zusammen, outete sich im Mai als transsexuell, nennt sich fortan Laura Jane Grace und unterzieht sich aktuell einer Hormontherapie – ist es mehr denn je an The Gaslight Anthem, die gute alte Rock’n’Roll-Flagge, getränkt in Punk-Absinth, hoch zu halten. Ende Juli erscheint „Handwritten“, ihr Major-Einstand, der in Nashville unter der Regie von Brendan O’Brien aufgenommen wurde und uramerikanische Themen behandeln soll. „’45′“, die erste Single, weckt große Hoffnungen.

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The Cast Of Cheers – Animals

‚Neu‘ ist Math Rock längst nicht mehr, popularisiert wurde er von Mutemath, 65daysofstic und Foals bereits zur Genüge. Ob man in diesem Genre dennoch neue Akzente setzen kann? Wenn man The Cast Of Cheers heißt, lautet die Antwort ‚Ja‘. Die vier Iren stellten ihr Debütalbum „Chariot“ gratis auf Bandcamp und wurden mit 150.000 Downloads belohnt. Mit einem Plattenvertrag in der Tasche, steht das neue Album „Family“ bereits in den Startlöchern und verspricht eine Fülle an potentiellen Genrehits. Was man von den Mannen aus Dublin erwarten kann, verrät die zweite Vorabsingle „Animals“.

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Chima – Morgen

Mit seinen 39 Jahren ist der Deutsch-Nigerianer Chima bereits ein Veteran im Musikgeschäft. Seine ersten Gehversuche wagte er Mitte der 90er Jahre, gemeinsam mit den Geschwistern Aisha und Ismael Abdallah, als Teil der Rapgruppe Otropic T(h)ree, was sich jedoch als kommerzielle Bauchlandung erwies. Einer breiten Öffentlichkeit wurde Chima als Teil der Brothers Keepers bekannt, die 2000 mit „Adriano“ die Top 4 erreichten. Sämtliche Soloversuche in den nächsten Jahren, darunter die hervorragende Single „Wundervoll“, ein Soul-Electro-Pop-Hybrid, und das dazugehörige Album „Im Rahmen der Möglichkeiten“, floppten. Nach sechs Jahre Release-Auszeit geht es nun mit einem neuen Major-Vertrag und der Single „Morgen“ in eine neue, wohl deutlich erfolgreichere Runde.

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The Asteroids Galaxy Tour – Major

Es ist wie verhext: Da räumen The Asteroids Galaxy Tour europaweit ab (die Single „The Golden Age“ platzierte sich auf der #4 in Österreich, der #7 in der Schweiz und der #19 in Spanien) und schaffen es sogar dank massivem Werbe-Einsatz nach Nordamerika, doch in Deutschland kriegt man davon nichts mit. Schade, denn „Fruit“, das schräge Debütalbum der Dänen, entpuppte sich ob seiner eigenwilligen Mischung – irgendwo zwischen Pop, Indie, Funk, Soul, Reggae, Dancehall, Acid und Electro – als Wundertüte und Grower. Selbst der noch stärkere Nachfolger „Out Of Frequency“ ging unter, obwohl sich die Dänen musikalisch nichts vorzuwerfen haben. Auf das verschmähte „Heart Attack“ folgt nun mit „Major“ eine mächtige zweite Single.

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Oliver Koletzki feat. Bosse – Karambolage

Ein Album lang funktionierte die Idee: Auf „Großstadtmärchen“ kombinierte Oliver Koletzki („Der Mückenschwarm“) elektronische Musik mit Pop, ließ prominente Gäste wie Mieze Katz von MIA. und Axel Bosse aufmarschieren. Für die Fortsetzung gab es sogar einen Major-Deal, allerdings keinerlei Weiterentwicklung – die Höhepunkte kann man an einer Hand abzählen. Erneut vertreten ist Bosse, der das nun als zweite Single veröffentlichte „Karambolage“ mitgeschrieben und eingesungen hat – ein Silberstreif am ausgeleierten Horizont.

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