alt-J – Matilda

Plötzlich steht das ∆ ganz vorne: Als Favoriten der Buchmacher konnten sich die vier ehemaligen Kunst- und Literaturstudenten alt-J den renommierten Mercury Prize für ihr Debütalbum „An Awesome Wave“ sichern, womit den Briten natürlich höhere Aufmerksamkeit garantiert ist. Bis nach Deutschland hat sich das nur bedingt herumgesprochen, was jedoch nicht bedeutet, dass man das heißer werdende Eisen nicht schmieden würde. Als Nachfolger von „Tessellate“ und „Something Good“ erscheint abermals „Matilda“, dieses Mal jedoch mit einem anständigen Download-Bundle.

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Nick Cave & The Bad Seeds – We No Who U R

Nachdem Nick Cave Grinderman zu Grabe getragen und diverse Soundtrack-Arbeiten mit Nick Ellis absolviert hat, widmet er sich wieder seinen Bad Seeds. Über ein Jahr hinweg arbeitete der Australier in seinem Zuhause an der englischen Küste an Songs, die er stets in sein Notizbuch mit Schellack-Cover eintrug. Vergängliche Mode-Erscheinungen, weltveränderte Ereignisse im Web und mythisch gefärbte Absurditäten schmücken „Push The Sky Away“, das am 15. Februar 2013 erscheinende 15. Studioalbum. Einen ersten Vorgeschmack darauf bietet die Download-Single „We No Who U R“.

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The Black Keys & RZA – The Baddest Man Alive

Wu-Tang und Martial Arts – zwei Dinge, die Hand in Hand gehen. Es dürfte kaum verwundern, dass der Wu-Großmeister RZA beim Kinofilm „The Man With The Iron Fist“ Regie führte und sich auch um den Soundtrack kümmert, natürlich mit Rap-Allstars und Leuten aus dem Clan-Umfeld gespickt. Ebenfalls mit dabei: The Black Keys, die vor einem Jahr mit „El Camino“ einen weiteren Blues- / Funk-Leckerbissen unter das Volk gebracht haben. Ihr Projekt Blakroc, für das sie mit diversen HipHop- und RnB-Künstlern arbeiten, ist weniger bekannt, lässt die Soundtrackarbeit jedoch deutlich logischer erscheinen. Gemeinsam mit Mastermind RZA wurde „The Baddest Man Alive“ eingespielt, das nun auch als Download-Single hinterher geschoben wird.

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Tomahawk – Stone Letter

Mike Patton, eine der umtriebigsten Gestalten in der Rock- und Metalwelt, kann es einfach nicht lassen. Kaum wird es um die wiedervereinten Faith No More wieder ein wenig ruhiger, von diversen Nebenprojekten und Kollaborationen abgesehen, reaktiviert er Tomahawk, bei denen mittlerweile auch Mr. Bungle- und Fantômas-Bassist Trevor Dunn an Bord ist. „Oddfellows“ heißt ihr erstes Album seit viereinhalb Jahren, das am 1. Februar 2013 erscheinen wird. Einen vergleichsweise gemäßigten Vorgeschmack bietet die Single „Stone Letter“.

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Epic Fail Vol. 9: Melouria – Miracle

Man möchte es angesichts der geringen Anzahl an Beiträgen ja nicht meinen, doch im Prinzip ist das ganze Jahr über Epic Fail-Zeit. Ständig flattern neue Themen rein, ständig verweist man auf das Jahresende. Man braucht ja auch was für den großen Rückblick, denkt man sich. Viel schöner ist es aber, wenn die goldene Kackwurst gleich doppelt zuschlägt. Das Format schimpft sich „Popstars“, die Delinquenten nennen sich – warum, erfahren wir gleich – Melouria. „How Do You Do! 2012“ war eine jener Bauchlandungen, die einen fixen Platz im „Worst of“ verdient hat, keine Frage. Dass die Musik gewordene Retorten-Titanic jedoch einen zweiten Anlauf in vergleichbarer Geschmacklosigkeit wagt, nun ja, da wird der Papa dann zum Biest.

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Mrs. Greenbird – Shooting Stars & Fairy Tales

Einer greisen Vogeldame verdanken Sarah Nücken und Steffen Brückner ihren Künstlernamen Mrs. Greenbird. Dass sie unter diesem Pseudonym die nunmehr dritte Staffel von „X Factor“ in Deutschland gewonnen haben, dürfte der Namensgeberin jedoch entgangen sein, schließlich weilt sie der Legende nach nicht mehr unter den Lebenden. Umso ehrenvoller halten die beiden Musiker den Namen der Verstorbenen mit ihrem folkigen Singer/Songwriter-Pop im Gespräch und ziehen mit der Eigenkomposition „Shooting Stars & Fairy Tales“ nun durch die Musikwelt.

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Blumentopf feat. Günther Sigl – Rosi

1981 veröffentlichte die Spider Murphy Gang „Skandal im Sperrbezirk“, eine Reaktion auf die Bestrebungen des damaligen Münchner Kreisverwaltungsreferenten Peter Gauweiler, den Sperrbezirk neu zu gestalten und Prostitution aus der Münchener Innenstadt zu verbannen, und schaffte es damit ganze acht Wochen auf Platz Eins in den deutschen Single-Charts. Auch heute tönt es auf jeder zweiten Party noch: „Skandal um Rosi“. Doch was ist aus der Premium-Vertreterin des horizontalen Gewerbes geworden? Blumentopf, mit ihrem aktuellen Album „Nieder mit der GbR“ erneut in den Top 10 gelandet, gehen dieser Frage auf „Rosi“ nach.

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M83 – Steve McQueen

Als Synth-Pop-Großmeister hat sich Anthony Gonzalez ein wenig verhoben. Das Doppelalbum „Hurry Up, We’re Dreaming“ hat zwar viele gute Momente – die beiden Singles „Midnight City“ und „Reunion“ zählen mit Sicherheit dazu – ist aber insgesamt eine Spur zu lang geworden, wurde mit ein wenig Füllmaterial gestreckt. Wie gut, dass sich der Franzose für die Auskopplungen auf die echten Highlights konzentriert, und diese obendrein mit unwiderstehlichen Remixes kombiniert. Als bereits dritte Single erscheint nun „Steve McQueen“.

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I Am Giant – I Am Giant EP

Im zweiten Anlauf wollen I Am Giant nun auch in Deutschland durchstarten. Die vier mittlerweile in London residierenden Neuseeländer sind in ihrer Heimat und im benachbarten Australien Stars, schafften es daheim mit ihrem Debütalbum „The Horrifying Truth“ auf die #2 und durften unter anderem für Slash eröffnen. Besagte Platte ging hierzulande bei ihrem Release im Mai jedoch weitestgehend unter. Ob es mit der schlicht „I Am Giant“ betitelten EP besser läuft, wird sich zeigen.

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Noisettes – I Want You Back

Die britischen Noisettes, jüngst zum Duo geschrumpft, wollten sich noch nie auf eine bestimmte Musikrichtung festlegen. So schien die Veröffentlichung von „Never Forget You“, einem der größeren Hits der Band um Sängerin Shingai Shoniwa, im Zuge des 60s-Revivals zwar durchaus logisch, doch klang die Nummer eben auch völlig anders als der in den 70ern verwurzelte, ebenfalls sehr erfolgreiche Vorgänger „Don’t Upset The Rhythm“. Trotz stärkerer Zuwendung zu Popmusik wird Abwechslung bei den Noisettes noch immer groß geschrieben – das hierzulande nur als Import erhältliche neue Album „Contact“ unterstreicht diese These bravourös. Freude dürfte bei den deutschen Fans angesichts der Tatsache aufkommen, dass die zweite Single „I Want You Back“ auch in hiesigen Gefilden veröffentlicht wird.

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