Y’akoto – Babyblues

Vor mittlerweile sieben Monaten stelle sich Jennifer Yaa Akoto Kieck, Tochter eines Ghanaers und einer Deutschen, auf ihrer EP „Tamba“ musikalisch vor und sorgte mit ihrem smoothen, souligen Sound für (noch) verhaltene Begeisterung. Jegliche Zweifel, ob das dazugehörige Debütalbum daran anknüpfen können würde, erweisen sich nunmehr glücklicherweise als unbegründet: „Babyblues“ macht Joy Denalane und Nneka nicht nur Konkurrenz, es überflügelt die beiden Damen sogar mit beeindruckender Leichtigkeit und schielt an die internationale Genre-Spitze. Dabei macht es sich die 23jährige Hamburgerin alles andere als einfach, setzt auf reduzierte Sounds und etappenweise schwer verdauliche Inhalte, unter anderem in Co-Produktion mit Mocky und Max Herre entstanden.

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Wolfgang Gartner – Weekend In America

So deutsch der Name auch klingt, Wolfgang Gartner kommt aus den USA und versorgt von dort seit einigen Jahren die internationalen Clubs mit seinem Sound. Seit vier Jahren schraubt der DJ und Produzent schon an seinen Electro-Sounds und ist damit gefragter denn je. In einer Zeit in der in Amerika die HipHop-Beats von lauten Dance-Sounds übertönt werden, kann Wolfgang aus den Vollen schöpfen und wirft – mit etwas Verspätung – sein Debütalbum über den Teich zu uns. Getreu dem Motto „Wolfgang – let the beat bang!“ zeigt er darauf die volle Palette seines Schaffens.

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Der König tanzt – Alles dreht sich

Ende 2010 kündigten Fettes Brot eine kleine Schaffenspause auf unbestimmte Zeit an, um sich anderen Projekten zu widmen. Eines davon ist Der König tanzt, Solo-Spielweise von Boris Lauterbach aka König Boris. Ob er sich dabei vom gleichnamigen belgischen Historienfilm über Jean-Baptiste Lully, Komponist am Hof Ludwigs des XIV., inspirieren ließ, ist jedoch nicht überliefert. Bekannt hingegen ist, dass sein selbstbetitelten Debütalbum ab dem 27. April in den Läden stehen wird, und dass das bis vor kurzem noch gratis verfügbare „Alles dreht sich“ nun auch als reguläre Download-Single erhältlich ist.

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D’Sound – How Could I Forget

Ab und zu kann der Blick über den eigenen Tellerrand oder gar über Ländergrenzen hinweg ganz erfrischend sein. Dabei kann man schnell auch mal Interpreten entdecken, die hierzulande trotz hoher musikalischer Qualität völlig unbekannt sind. Die Norweger von D’Sound sind so ein Beispiel. In ihrer Heimat und in Südostasien sind sie Stars und viele ihrer Alben landeten in den jeweiligen Top 10. Die letzte Scheibe namens „Starts And Ends“ konnte immerhin noch für eine ordentliche Top 30-Platzierung sorgen, während sie in Deutschland nicht mal offiziell veröffentlicht wurde. Umso überraschender mutet die Tatsache an, dass jetzt aus diesem inzwischen zwei Jahre altem Werk mit „How Could I Forget“ hierzulande tatsächlich eine Single-Auskopplung erscheint.

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The Mars Volta – Noctourniquet

„This station is … now … operational“ – nach jahrelangen Dementis melden sich At The Drive-In für einige ausgewählte Festival-Auftritte zurück. Ein neues Album soll jedoch nicht folgen. Neues Material gibt es hingegen von The Mars Volta um Cedric Bixler-Zavala, Omar Rodríguez-López und Paul Hinojos (Jim Ward und Tony Hajjar sind erst seit vergangenem Sommer wieder als Sparta aktiv), die seit über einer Dekade psychedelischen Progressive Rock durchs Kraut ziehen. Mit dem mittlerweile sechsten Studioalbum „Noctourniquet“ befindet man sich nun auf dem Scheideweg und schafft es einmal mehr, Fans und Kritiker mit neuen musikalischen Facetten vollends zu verwirren.

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High On Fire – Fertile Green

Nach ihren feurigen Relapse-Jahren sind High On Fire nun endgültig an der Genre-Spitze angekommen. „Snakes For The Divine“ sorgte vor zwei Jahren für einen regelrechten Urknall in der Sludge-Landschaft. Auf ihren Lorbeeren rastet sich das Trio aus Oakland, Kalifornien aber keineswegs aus, denn nach ausgiebigen Tour-Aktivitäten erscheint am 20. April das von „Psycho“-Autor Robert Bloch inspirierte zweite Century Media-Album „De Vermis Mysteriis“ (dt. „Die Geheimnisse des Wurms“). Dass es auf dem mittlerweile sechsten Longplayer des US-Trio noch kompromissloser vor sich gehen wird, deutet bereits die Vorabsingle „Fertile Green“ an.

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Unisonic – Unisonic

Dass die ehemaligen Helloween-Mitglieder Michael Kiske und Kai Hansen noch einmal gemeinsam in einer Band spielen, stellt sicherlich eine der größten Überraschungen des Jahres 2012 dar. Schließlich hatten sich die beiden Musiker in den letzten zwei Jahrzehnten in entgegengesetzte Richtungen entwickelt. Während Michael Kiske die schwermetallischen Klänge ein für alle mal hinter sich lassen wollte, sorgt Kai Hansen bei seiner Band Gamma Ray auch heute noch bei vielen Metalfans für Begeisterungsstürme. Trotz allem: Was anfangs noch wie ein Aprilscherz klang, das wird bei Unisonic jetzt tatsächlich Realität. Gemeinsam mit Dennis Ward, Kosta Zafiriou und Mandy Meyer, die ebenfalls keine Unbekannten mehr sind, liefern die beiden mit dem selbstbetitelten Debütalbum „Unisonic“ das erste (von der im Januar erschienenen Vorab-EP „Ignition“ mal abgesehen) gemeinsame Werk seit 24 Jahren ab.

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The Supermen Lovers – Fantasma Disco EP

2001 tanzte Europa einen Sommer lang zu „Starlight“, dem ersten und bislang einzigen Hit (#2 in Frankreich und Großbritannien, in Deutschland nicht über Platz 87 hinaus gekommen) von The Supermen Lovers. Hinter dem House-Projekt steckt der Franzose Guillaume Atlan, der unter diesem Pseudonym bis 2005 zwei weitere Alben, einige Singles und EPs veröffentlichte, bevor es fünf Jahre lang still um die One-Man-Show wurde. Zwei Singles später erschien vergangenen November das Album „Between The Ages“, hierzulande jedoch nur via Import erhältlich. Wer dennoch wissen möchte, wie The Supermen Lovers heute klingen, darf sich auf die EP „Fantasma Disco“ mit zwei Album-Tracks und zahlreichen Mixes freuen.

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Nigel Wright – Millfoil

Direkt aus den Blue Ridge Mountains landet Nigel Wright nun auch auf dem europäischen Festland mit seinem erdigen Singer/Songwriter-Sound. Das klingt nun alles andere als speziell – bis man sich vergegenwärtigt, dass der US-Amerikaner gerade mal 18 Jahre alt ist und bei den Homerecordings zu seinem Debütalbum „Millfoil“ gerade einmal 16 war. Mit Butterfly Collectors als patentem Partner erfährt die Platte mit zweijähriger Verzögerung den längst überfälligen Deutschland-Release, wobei sich alleine schon beim Blick auf die zarten Lenze des Musikers eine Frage aufdrängt: Ist das hier der potentielle Boy-Wonder-Nachfolger von Conor Oberst?

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Morten Harket – Scared Of Heights

„Wenn’s am Schönsten ist, soll man aufhören“, ist zwar ein gar nicht so falscher Sinnspruch, doch nur die wenigsten Stars beherzigen ihn. In der Realität tingeln viele längst vergessene Altstars stattdessen von Bierfest zu Baumarkteröffnung und verirren sich beizeiten sogar ins Dschungelcamp. Ganz anders a-ha: „Foot Of The Mountain“ war eine der erfolgreichsten a-ha-Singles seit Jahren und auch das gleichnamige Album bescherte der Band sehr gute Verkaufszahlen. Dennoch kam im Anschluss, von einer Best-of-Scheibe und einer Abschiedstournee samt dazugehörigem Live-Mitschnitt mal abgesehen, das Karriereende der Band. Wer aber befürchtet, dass ab sofort auf ewig auf Morten Harkets einschmeichelnde Stimme verzichtet werden muss, der kann jetzt beruhigt aufatmen. Im Gegensatz zu seiner Band setzt er seine Karriere nämlich fort und wird am 13. April sein fünftes Soloalbum „Out Of My Hands“ veröffentlichen. Schon jetzt können Fans in den Genuss der Vorab-Single „Scared Of Heights“ kommen.

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